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Hundeforum Der Hund
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Altersschwäche oder doch krank? Woran erkenne ich das?

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vor 6 Stunden schrieb mikesch0815:

Wichtig war mir das Vetorecht meines damaligen TAs, dessen Kompetenz ich über alles schätzte (und leider bis heute vermisse, er ist ja im Ruhestand). Mir war es wichtig, das jemand mit einer emotionalen Distanz die Sache beäugte und ehrlich seine Meinung kundtat. 

 

 

Da bin ich mittlerweile nicht mehr so unkritisch.

Letztendlich kennt der Besitzer den Hund am besten. Man sollte natürlich zu sich selber ehrlich sein. Aber wie bei meiner Freundin: unser Tierarzt wollte ihren Hund einschläfern.

Es sprach sehr viel dafür. Meine Freundin wollte noch nicht. Der Hund (fast 16) hat sich wieder erholt und lebt immer noch. Vor einigen Wochen war er bei uns zum grillen und ich konnte selbst sehen wie rüstig die Dame wieder unterwegs ist.

Meine Hündin wäre durch nicht erkennen der Situation (andere Ta) fast gestorben. Nur mein Gefühl und die richtige Handlung (noch nachts in einen andere Klinik zu fahren und den Hund gegen den Rat des TA mitzunehmen, nicht stationär dort zu lassen) rettete ihr das Leben.

Und umgekehrt... viele Tiere können beim TA wieder wunderbar laufen obwohl sie starke Schmerzen haben. Adrenalin und Co sei dank.

TA sind eben auch nur Menschen.... Aber eine 2. Meinung ist natürlich immer gut.

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Gerade eben schrieb Lexx:

TA sind eben auch nur Menschen.... Aber eine 2. Meinung ist natürlich immer gut.

 

Bei meinen Senioren machte der alte TA am Ende Hausbesuche. Und was der drauf hatte, Respekt ohne Ende. Mein jetziger TA ist schwer in Ordnung, aber den Erfahrungsschatz meines alten TAs - dafür braucht er noch viele Jahre.

 

so weit

Maico

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Ich bin auch unendlich froh darüber das meine letzte Maus von meinem Ta zu Hause rüber geschickt wurde. Das war für uns alle wesentlich "schöner".

Er kam auch nach der Sprechstunde. Nachmittags waren wir in der Praxis und als dann klar wurde dass wir am Ende angekommen sind, hat er uns nicht gedrängt sondern unsere Entscheidung sie nochmal mitzunehmen respektiert (sie hatte keine starken Schmerzen oder so, es war jetzt nicht "dringend").

Sie hat Morphium bekommen und dann noch ein paar Stunden tief und fest in ihrem Körbchen geschlafen und geträumt. So konnte sich die ganze Familie verabschieden und ich musste sie nicht in der Praxis einschläfern (die sie gehasst hat und wo sie Angst hatte).

Für meinen Ta war es doppelte Arbeit. Für uns hat es das sehr viel leichter gemacht.

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vor 7 Stunden schrieb mikesch0815:

Mir war es wichtig, das jemand mit einer emotionalen Distanz die Sache beäugte und ehrlich seine Meinung kundtat.

 

Aus genau dem Grund werd ich auch bei meiner langjährigen Tierärztin bleiben. Die hat Ahnung, bildet sich regelmäßig fort und ist einfach gut. Sind zwar je Strecke gute 90 Minuten Fahrzeit, quasi einmal quer durch die Stadt, aber das ist es einfach wert. Die örtliche Tierarztpraxis werd ich sicher auch mal besuchen, falls mal was wirklich notfallmäßiges ist, aber meine alte TÄ ist und bleibt meine erste Adresse. Glücklich, wer einen guten TA gefunden hat....:)

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Da sagst du was @Zurimor Ein paar unfreiwillige Auswärtsspiele (mein TA hat keinen Notdienst) zeigen mir das auch immer wieder. Wir sind jetzt seit 15 Jahren da. Nicht mehr woanders hin.

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Spocks "Altersschwächen" fingen in Minischritten nach seinem 9 Geburtstag an .

Nur rückblickend betrachtet als solche wahrnehmbar.

Neun Jahre alter DSH sehr groß, na klar wird das aufstehen irgendwann schwerer ...

Ansonsten war er wirklich fit.Nie Inkontinenz,frass immer ....alles war gut.

 

Ich denke sein Leben hatte viel Qualität bis zum Schluss, hätten wir gewusst was wirklich ursächlich ist wäre alles viel schwerer usw gewesen.

In seinem Fall war Unwissenheit ein Segen.

 

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vor einer Stunde schrieb black jack:

Ich denke sein Leben hatte viel Qualität bis zum Schluss, hätten wir gewusst was wirklich ursächlich ist wäre alles viel schwerer usw gewesen.

In seinem Fall war Unwissenheit ein Segen.

 

Das kann ich gut nachvollziehen, denn letztendlich ist doch die Lebensqualität entscheidend.

 

Bei meinem Marco ging es mir ähnlich - bis auf Atemgeräusche, die wir auf eine sichtbare Entzündung im Halsbereich zurückführten und entsprechend behandelten - war er bis 2 Tage vor seinem Tod noch altersentsprechend fit und agil auch bei längeren Spaziergängen. Erst ein Erstickungsanfall hat uns dann zur bildgebenden Diagnostik veranlasst - und das war so niederschmetternd, dass wir Marco noch am gleichen Tag im Kreis seiner Familie aufgehoben gehen ließen. 

Ich weiß nicht wie ich agiert hätte, wenn wir die Diagnose frühzeitiger erfahren hätten. Mitleid heißt bei mir auch mit-leiden ... und das beeinflusst eben auch mein Handeln. Ob das immer so gut gewesen wäre für Marco, weiß ich nicht - und werde ich auch nie herausfinden.

 

@black jack Den Traurig-smiley habe ich genutzt, weil ich deine Erzählung als für euch traurig empfinde. Noch mal von hier mein Mitgefühl, ist ja noch nicht so lange her ... und sicher auch manchmal noch schwer und unfassbar ... :(

 

 

 

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