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Hundeforum Der Hund
Zurimor

Eingewöhnungsprobleme nach Einzug

Empfohlene Beiträge

vor 24 Minuten schrieb 2010:

Also ein 4,5 monatiger, der 3 Wochen Qarantäne hinter sich hat?

Das schreit nach Deprivation.

Ich wünsche dir, dass ich falsch liege.

 

Warum, Deprivationschäden ergeben sich bis zur 16. Woche.

Manche Quellen reden sogar von der 12. Woche.

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Zurimor schrieb, dass die Quarantäne zwischen der 9. und 13. statt fand.

 

@Zurimor: Was ist denn die Erklärung für die Quarantäne? Die Ausreise nach Österreich kann ja nicht der Grund sein.

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Ach ja, da steht "quasi 9.-11. Woche Quarantäne".

Auch wenns dafür absolut keinen Grund gibt.

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Ich schrieb glaub ich zwischen der 9. und 11. Woche. :) Für Genaueres hab ich grad 'ne Mail geschickt.

Und doch, so weit ich das verstanden habe, war die Ausreise nach Österreich der Grund dafür, wie da die genauen Regelungen sind weiß ich aber nicht.

 

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Und wie sah die "Quasi-Quarantäne" aus?

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Wie sah die gesamte Aufzucht aus?

Zwinger?

Wenig Aussenreize?

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Ich finde, das hört sich schon ein wenig dubios an.

Die Züchten in einem Verein, es ist aber Rassemix.

Der Hund war in einer Art Quarantäne, aber nach Österreich braucht man (zumindest von D aus) noch nicht mal eine Tollwutschutzimpfung, wenn der Hund schon jünger umzieht (ab der 8. Woche benötigt man dafür ein Schreiben, dass der Hund nicht mit Wildtieren in Kontakt war - so jedenfalls mein letzter Stand).

Der Hund ist 4 Monate alt und sollte eigentlich etwas "ich sag mal entspannter" sein.

Klar, er wurde von Geschwistern und Co getrennt und man darf absolut keine Wunder erwarten. Aber sowas hatte ich bei der Abgabe meiner Welpen noch nie.

Vielleicht mag es an der Rasse liegen.

Trotzdem kommt es mir so vor, als hätte der Zwerg in den 4 Monaten nicht allzu viel kennengelernt und irgendwie gar keinen richtigen Bezug zum Menschen.

Sollte ein Hund in dem Alter nicht noch mehr Schutz suchen? - Sprich: Wenn es ihm gruselig ist lieber die Nähe des Menschen vorziehen?

 

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Ich habe mal einen Husky-Border-Collie-Mix mit 6 Monaten aus dritter Hand übernommen. Die kam von einem Husky-"Züchter", bei denen ein Fehltritt mit dem Nachbarshund geschehen war. Das Mädchen war schon in einer Familie mit kleinen Kindern und in einer Land-WG gewesen, aber sie hatte trotzdem Angst vor vielen ungewohnten Dingen wie Lärm, Mülltonnen oder flatternden Fahnen. Vielleicht hat dein Hund auch schon schlechte Erfahrungen mit Menschen oder Dingen gemacht? Bei meiner Hündin hat sich das dann gegeben mit der Zeit und sie wurde ein selbstbewusster, "normaler" Landhund. An die Großstadt habe ich sie nie gewöhnt und dort ist sie auch nicht klargekommen.

 

Nach deinen Schilderungen aus der Ferne würde ich deinen Hund sehr, sehr langsam erst mal nur an die Wohnung und die wichtigsten Menschen und Abläufe gewöhnen (also bloss keine Parties feiern und dann noch alle Kinder der Nachbarschaft ranlassen und sofort Riesenspaziergänge in Wald und Flur machen). Vielleicht kannst du ihr eine dunkle Stoffbox als Rückzugsort anbieten und davor wie nebenbei auf dem Bauch liegend was Leckeres essen (was Hunde in dem Alter auch essen dürfen) oder was Herumrollen, bis sie von selbst ankommt. Ich würde sie auch erst mal möglichst im Haus lassen, wenn sie von selbst nicht raus will. Geht sie raus, dann erst mal nur in den Garten oder, falls nicht vorhanden, nur in die nächste Umgebung, soweit sie sich traut. Immer Schutz anbieten und nie überfordern, immer nur kleine Schritte machen.

 

Ich würde tatsächlich ein Sicherheitsgeschirr besorgen, denn du weisst ja nicht ob und wann sie beginnt sich rauszuwinden. Hört sich aber sehr wahrscheinlich an, dass das kommen könnte, so unsicher wie sie ist. Wenn sie abhaut, könnte das ihr Tod sein. Also lieber mehr als weniger vorsorgen, wenn sie so speziell ist und sie dein erster Hund ist. Du solltest auch dafür sorgen, dass dir die Leine nie aus Versehen aus der Hand fällt und sie dann verschwindet (deshalb erst mal eine gute Bindung mit ihr aufbauen - aber selbst dann kann sie in Panik trotzdem blind von dir wegrennen). Ich habe die Leine immer um den Brustkorb gehängt und habe dann die Hände frei.

 

Vor einem Jahr bekam ich einen extrem unsicheren Hund und habe bei ihm den Fehler gemacht, zu schnell vorzugehen bei der Eingewöhnung. Er lief zwar eifrig mit, aber fing dann an, stehen zu bleiben an bestimmten Stellen und machte dann eine Drehung um sich selbst, bevor er ganz "normal" weiterging. Ich glaube, das nennt sich Stereotypie und ich denke, es ist die Lösung für den Konflikt, Angst vor der Außenwelt zu haben und mit dem Halter (das einzig Bekannte) weiterzugehen. Nicht schön. Bei ihm hieß es auch Deprivationssyndrom (im weiteren Sinne: erwachsen lange isoliert gehalten).

 

Das wird sich aber vielleicht auch alles in Wohlgefallen auflösen, wenn dein Welpe erst mal angekommen ist. Laß dich nicht von der Umgebung beirren. Du wirst da viele Tipps bekommen, was du nicht alles machen solltest, bla, bla. Finde deinen Weg und geh ihn. Nach der Aktion da draußen im Gebüsch ist dein Ruf eh schon ruiniert :)

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Ich denke, ich hab einen Großteil des Rätsels Lösung. Haben grad unseren ersten richtigen Spaziergang gemacht, mußte zum Lidl schnell einkaufen, zum TA einen Termin für den Sachkundenachweis ausmachen und danach auf einem längeren Weg durch den Wald wieder nach Hause. Es ging ganz gut, allerdings innerorts mit häufigen Richtungswechseln und immer wieder sich verstecken wollen. Ganz eklatant war dann eine Situation an einem recht schmalen Fußweg, an dem uns eine größere Gruppe Mütter mit Kindern entgegenkam, da wollt sie wieder ab ins Gebüsch und hatte den Schwanz zwischen den Beinen. Daß Suhna Scheu bei Fremden hat hatte ich ja schon erwähnt, aber sie hat eben anscheinend nicht nur Scheu vor Fremden, sondern vor so ziemlich allem, was sie nicht kennt. Und das ist nunmal derzeit recht viel, wo sie herkommt gibt's halt wirklich nichts, da können die alten Besitzer nun auch nicht viel für. 100m weiter war da der Schlagbaum zur Tschechei und es ist ein absolutes Kaff umgeben von Käffern. Ist zwar ein Wohngebiet hier, aber dennoch gibt's hier viel mehr Lärm als in ihrem alten zuhause.

Im  Wald war sie dann wie ausgewechselt gar kein Problem bis auf eine etwas blöde Situation, Suhna blieb plötzlich stehen, ich wußte nicht wieso. Wenig später kam uns dann ein Radfahrer ohne Licht entgegen und sie hat da ein wenig Angst gehabt. Ich hab den echt nicht sehen oder hören können, war nunmal schon dunkel und das im Wald, da machste nichts ohne Taschenlampe oder so....

Davon ab lief sie echt gut an der Leine. Sie hört auf "langsam" und "steh" oder "warte" läßt sich auch ganz gut lenken und ist in der Hinsicht ein Traumhund.  Zwischenzeitlich ging sie ein ganzes Stück lang perfekt bei Fuß, von sich aus, hab ich sie nicht zu aufgefordert, und sie hatte die ganzen 2 Meter zu Verfügung. Im Lauftempo konnte man denken, da sei gar kein Hund dran, null Spannung.

Und wenn sie mal am Wegrand schauen wollte, fing ich irgendwann an ihr einfach "Ende der Leine" zu sagen wenn da nicht mehr viel übrig war, hat sie auch gut mit gemacht. Am Ende zeigte ihr Schwanz dann auch nach oben. :) Grundsätzlich ist sie ein toller Hund, kennt aber eben nicht viel Großstadt. Das wird schon werden. Jetzt gerade liegt sie übrigens neben meinen Füßen.;)

 

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Dann wärs vielleicht gut, du hättest eine gute Sitirnlampe (die Tage werden kürzer) und die Kleine ein Leucht- oder Reflexhalsband.

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