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Hundeforum Der Hund
Zimtschnecke

Abrufen bei anderen Hunden

Empfohlene Beiträge

Hallo,

ich habe das Thema schon öfter gegoogelt bzw gelesen, aber bis jetzt leider keine zufriedenstellende Antwort gefunden. Den Bordercollie-Thread weiter unten fand ich schon recht interessant, allerdings ist die Problematik bei uns dann doch etwas anders (kein Hüten). 

Der Hund ist 6 Jahre, Rüde, Spitzmix allgemein sehr lebhaft, verfressen, kaum Jagdtrieb, schmusig.

Bei Menschen, Wild, Kindern etc. ist er sehr gut ansprechbar. Bei anderen Hunden ist er freundlich, aber in den ersten 1-5 min nicht ansprechbar. D.h. selbst Fleischwurst etc. werden komplett ignoriert, Spielzeug sowieso ( apportiert auf Befehl, aber freudlos, beim Ziehspiel hält ernicht fest, mag nur Spiele mit Fressen)

Gehen wir auf einen Hund zu, hängt er ab 10 m in der Leine, ohne würde er im grossen Bogen hinrennen.

Ich habe (jeweils mind 1 Monat) bereits folgende Dinge versucht:

- Futter nur aus der Hand: sobald er ein bisschen hat, wird das Fressen wieder uninteressant, funktioniert nur nach 1-3 Tagen hungern  (habe ich deswegen nach 1-2 Wochen abgebrochen, möchte ich langfristig nicht)

- Schleppleine1: umdrehen, wenn er zum anderen Hund rennt (nicht auf Ruf hört) --- Hund hängt sich in die Leine und lässt sich gekrümmt laufend, nach hinten guckend hinterherziehen, bis er sich an den Hund "gewöhnt hat" - ehrlich gesagt ziehe ich ihn ungern solange 

- Schleppleine 2: die Technik mit dem Heranziehen: gleiches Spiel wie oben (bei beidem war ich logischer Weise sehr vorsichtig)

- im grossen Bogen: Hund weiterhin nicht ansprechbar, sobald er den Hund sieht

 

Wenn er kurz schnüffelt und spielt lässt er sich zumindest bei Rüden abrufen und schaut beim Spielen auch öfter mal zu mir. Grundsätzlich lässt er sich von mir alles, auch schmerzhafte Sachen (Ohrentropfen bei Entzündung usw) gefallen. Über die Jahre sitzen auch Dinge wie nur auf Signal fressen, ruhige Begrüssung, nur von mir aus kuscheln usw super... nur mit anderen Hunden :( Aggressiv mir gegenüber war er seit dem Welpenalter nie (damals nur ein Knurren;)). 

 

 Ich würde gerne wissen, wie ich ihn etwas herunterbekommen könnte. Habe es schon mit Schauübungen (ganz unabhängig  davon) probiert, am besten hilft es zB beim Tierarzt allerdings tatsächlich, wenn ich bei Hibbelei sehr streng Nein sage und sanft festhalte. In der Situation bringt das leider nichts.

 

Bitte nicht wundern wegen der Uhrzeit, vielleicht hat hier ja jemand ähnliche Probleme gehabt.

 

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Nun. 

Wenn du ihn von anderen Hunden wegholst, ist das scheinbar unschön für ihn.

 

Also würde ich kleinschrittig Folgendes versuchen:

 

Jemanden suchen, mit dem dein Hund Kontakt haben kann, dieser jemand sollte Zeit haben. Die Hunde können sich etwas miteinander beschäftigen. Wenn dein Hund so langsam das Interesse verliert, zu ihm gehen, ihn loben und anleinen. Ein paar Meter vom anderen Hund entfernen und ihn dann nochmal angeleint zum Hund lassen. 

 

Wenn keine Absprachen möglich sind:

In der Mitte der Wiese oder dergleichen stehenbleiben mit Schleppleine und andere Hunde von Distanz beobachten. Dann die Frendhunde weiterziehen lassen und dorthin hingegen wo der Hund war, deinen Hund an den Spuren und Markierungen schnuppern lassen so lange er will. 

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Danke:) Das zweite klingt schonmal sehr interessant, geht ja fast immer und überall.

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Belohne doch mal aus weiter Ferne jeden Blick zu den Hunden mit gutem Futter und lobenden Worten. 

Dadurch holt dein Hund dich mehr und mehr "mit ins Boot" und beginnt schon bald dir Hunde seinerseits zu zeigen.

 

Google mal "Zeigen und benennen". 

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Also wenn mein Mann mich zum Kaffeetrinken mit meiner Freundin entlässt, um dann nach wenigen Minuten meinen Gehorsam zu prüfen indem er mich abruft und sein Essen warm gemacht haben möchte ... dann bin ich entweder situativ taub, oder stinkig ... aber vermutlich eher Beides :72_imp:

 

Wenn ich meine Hunde in eine Interaktion mit anderen Hunden lasse, dann gebe ich ihnen (außer bei Keilereien) die Zeit die sie brauchen, um diesen Kontakt befriedigend abschließen zu können. 

 

Wenn ich jemanden kennen lernen möchte, dann gehe ich nicht hin, begrüße ihn per Handschlag, sage "Hallo" ... und dreh mich rum und geh weg ...

 

Auch Hunde führen "Gespräche" miteinander, sie tauschen Signale/Informationen aus, die dem gegenseitigen Einschätzen dienen - und das ist keine Sekundensache, sondern dauert je nach Hundetyp auch mal länger. 

 

Vielleicht magst du ja dein "Problem" mit deinem Hund aus dieser Sicht heraus betrachten :)

 

Der Tipp von @Estray ist dazu eine weiterer Baustein zu dem Verhaltens-Gesamtpaket, welches dein Hund derzeit zeigt, finde ich.

 

 

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Was genau ist denn dein Wunsch, was er machen soll?

Soller nicht hin?

Oder soll er weg?

 

Du beschreibst einen Hund, der irgendwas macht und du machst auch irgendwas. 

Ist dein Ziel die Kooperation mit deinem Hund?

o

Oder soll er einfach machen, was du willst?

 

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Mich würde auch interessieren, ob euch das sehr einschränkt. 1-5 Minuten finde ich jetzt nicht soo schlimm, wenn er sich währenddessen gut verhält und nett spielt. Also soll er aus Prinzip immer abrufbar sein oder gibt es für dich einen besonderen Grund dafür in dieser Situation?

 

Was macht er denn, wenn du weggehst? Kriegt er wirklich gar nicht mit, was du machst oder hört er dich, reagiert nur nicht? 

 

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vor 4 Stunden schrieb Estray:

Belohne doch mal aus weiter Ferne jeden Blick zu den Hunden mit gutem Futter und lobenden Worten. 

Dadurch holt dein Hund dich mehr und mehr "mit ins Boot" und beginnt schon bald dir Hunde seinerseits zu zeigen.

 

Google mal "Zeigen und benennen". 

 

Das was du beschreibst ist nur ein winziger Teil von Zeigen und Benennen.

 

Ich wüsste auch nicht, warum jemand das gesamte, doch komplizierte Prozedere üben sollte, wenn es doch um den Rückruf geht. Und die Bedürfnisbefriedigung an sich. 

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Es geht nicht nur um den Rückruf (dessen Sinn ich IN der Interaktion auch in Frage stelle - siehe meinen Beitrag :) ).

 

Ab ca. 10 m Abstand zieht der Hund nicht mehr ansprechbar zum anderen Hund, würde unangeleint im großen Bogen hinrennen.

 

Deshalb kommt der Tipp, schon deutlich vorher den Hund durch einen Ausschnitt aus "Zeigen und Benennen" in eine andere Motivation (hier: Erwartungshaltung) zu bringen, die gleichzeitig den Aspekt der Wahrnehmung des Menschen birgt, schon äußerst sinnig rüber.

 

Klar hört es damit nicht auf :)

 

Schön wäre zu erfahren, ob die TE mit diesen Hinweisen etwas anfangen kann.

 

Der Vorschlag von @Estray ist übrigens Defokussierung. Aus meiner Sicht eine sehr geschickte noch dazu.

 

 

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Dennoch soll jemand den komplizierten Aufbau dafür in Selbstregie lernen? Ich mag Z+B - aber hier wird es schon fast reflexiv (und teils falsch) vorgeschlagen. Ja, nicht mal ein schneller Link wird gesetzt.

 

Um Z+B erfolgreich aufzutrainieren, müsste derjenige auch wissen, wie er die Motivation ändert (oder gar welche Motivation überhaupt vorhanden ist und was sie auslöst) und welche Alternativen er vorher fleißig einüben soll...

 

Mich wundert es langsam nicht mehr, warum Wattebauschwerfer als praxisfern bezeichnet werden. 

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