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polar-chat.de  Der Hund
Desgracia

Kleiner Rottweiler aber o-ho!

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(bearbeitet)

Hallöchen ihr Lieben, 

 

Ich fasse mal kurz die Situation zusammen, damit ihr es besser einschätzen könnt. Wir gehen zwar in eine auf Rottweiler spezialisierte Hundeschule, die wirklich hevorragend ist, jedoch dachte ich schadet es nicht noch ein paar Meinungen reinzuholen. 

 

• Zu mir: Ich bin 28 Jahre alt und hatte bisher einen Kuvasz und einen Schäferhund. Beides Sturköpfe gewesen, jedoch haben wir das schon irgendwie geschaukelt. 

 

• Zur Situation: Unser Rotti ist nun 14 Wochen alt. Bisher fand ich ihn unkomplizierter als oben genannte Rassen. Jedoch hat er gestern und heute ein Verhalten an den Tag gelegt, den ich so von ihm noch nicht kannte. Er hatte gestern einen Knochen bekommen, normalerweise lässt er ihn immer fallen und schaut ob ich ihn wirklich nicht möchte. Dann erst nimmt er ihn und geht auf seinen Platz, super happy und wedelnd. Manchmal hat er sich damit auch auf meine Füße gelegt. Gestern jedoch: Ohren nach hinten, Rückenhaare aufgestellt, Schwanz eher eingezogen und ist schnell auf sein Platz gerannt. Ich dachte mir,  dass da irgendwas faul ist. Also bin ich hin und hab sofort gesehen, dass er den Knochen ins Maul nimmt und den Blick abwendet. Ich mich neben ihn gesetzt und während er wieder anfing zu fressen begann ich ihn zu streicheln am Rücken. Er dann sofort wieder aufgehört. Naja wir das Spiel so lange hin und her gemacht bis ich anfing an seinem Maul zu streicheln und er tatsächlich nach mir geschnappt hat. Das war mir bei ihm neu. Er kennt das Kommando "Lass es" (gelernt durch das Leckerlie in der Hand/am Boden nicht berühren und bei "Für dich" nehmen zu dürfen), wenn wir draußen sind und er etwas ausspucken soll. Das macht er auch immer prima, das gleiche gilt bei der Leine (das war jedoch nicht immer so, durch zwicken ins Bein nachdem er beim 1. Mal auf Lass es nicht gehört hat, hat er irgendwann damit aufgehört). Beim Knochen jedoch eben nicht. 

 

Folgendes hab ich versucht: 

 

- Schanauzgriff --> kein Erfolg

- Auf den Rücken drehen --> kein Erfolg

- Oberschenkel von innen zwicken --> kein Erfolg

usw. was korrigierendes Verhalten angeht

 

Folgendes hat dann gewirkt: Schinken.

 

Heute jedoch: ängstliches Verhalten beim normalen Fressen aus seiner Schüssel, er schlingt plötzlich. Hierzu muss ich sagen: meine Mutter war am Wochenende zu besuch und hat seine Näpfe in die Küche gestellt ... ich habe sie gerade eben wieder an gewohnte Stelle gestellt, falls es ihn gestört haben sollte. 

 

Nun wäre mein Vorgehen wie folgt: 

 

- zu Erst: Ihn aus der Hand füttern bis er gechillt ist.

- dann mit Napf im Schoß

- dann eben immer sagen "Was hast du da?" und ihm ein Leckerlie neben dem Futternapf legen

- gleiches dann irgendwann nur mit in den Napf legen

- dann Leckerlie geben + Napf heben

usw., ich schätze das Vorgehen ist bekannt? 

 

Aber: Eventuell mache ich etwas anderes falsch. Denn er muss eig. immer das letzte Wort haben. Korrigiere ich ihn z.B. durch eine Handlung, die ihm nicht gefällt dann bellt er kurz und schnappt nach meiner Kleidung. Breche ich z.B. das Spiel ab, dann braucht es sicher 3-4 Anläufe mit auf den Rücken drehen bis er sich beruhigt hat. Manchmal wedelt er sogar noch mit erhobenem Schwanz obwohl er wegen des Schnauzergriffs mächtig am quietschen ist. 

 

Bei der Leine hab ich jedes Mal "Lass es" gesagt, gefolgt von einem schnellen Zwicken falls er nicht gehört hat. Irgendwann hat er bereits nach 2-3 Malen und irgendwann nur bei dem Kommando "Lass es" die Leine losgelassen bis sie nun komplett uninteressant ist. Beim Spielabbruch scheine ich jedoch keine Fortschritte bei ihm zu machen. 

 

Ich freue mich über eure Meinungen und danke fürs lesen! 

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Welchen Sinn soll es haben, ihn beim Fressen des Knochens zu streicheln? Es ist doch sein Knochen, er sollte ihn in Ruhe fressen dürfen.

 

Wurden diese aversiven Methoden ( Zwicken, Schnauzengriff. auf den Rücken legen) von der Hundeschule empfohlen?

 

Das ist ein Baby, das die Welt erst kennenlernen möchte. Da kommt man mit Liebe und Geduld weiter, als ihn so zu drangsalieren.

Stell dir vor, du hättest ein Kind, ca. 1 Jahr alt. Würdest du es zwicken, schimpfen, Klaps geben etc. wenn es nicht sofort gehorcht?

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Hallo Fricco, 

 

ja das wurde von der Hundeschule empfohlen. Ich versuche immer objektiv an das ganze zu gehen und bin bereit mir bessere Vorschläge anzueignen, wenn du also einen anderen Ansatz empfiehlst immer her damit. Ich bin selbst immer am hadern was nun richtig ist und was falsch, jedoch schien ihm der Schnauzengriff eig. nie zu stören, da er dabei oft aufrecht steht und sein Schwanz erhoben ist/wedelt ...) Die Hundeschule wird auch vom dem Prüfer empfohlen bei dem er seinen Wesenstest absolvieren wird. 

 

Mit dem streicheln wollte ich ihm zeigen, dass ich ihm den Knochen nicht wegnehme. Dass er sich quasi daran gewöhnt. 

 

Selbstverständlich möchte ich lieber positive Verstärkung nutzen. :)

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vor 42 Minuten schrieb Desgracia:

Breche ich z.B. das Spiel ab, dann braucht es sicher 3-4 Anläufe mit auf den Rücken drehen bis er sich beruhigt hat. Manchmal wedelt er sogar noch mit erhobenem Schwanz obwohl er wegen des Schnauzergriffs mächtig am quietschen ist.

 

Umdrehen (ihm deine Kerseite zuwenden), weggehen und ihn nicht weiter beachten, solange er versucht, das Spiel fortzusetzen, wäre sicherlich genug.

 

vor 44 Minuten schrieb Desgracia:

Korrigiere ich ihn z.B. durch eine Handlung, die ihm nicht gefällt dann bellt er kurz und schnappt nach meiner Kleidung.

 

Welches Verhalten soll korrigiert werden? Man muss vll. abwägen, ob sein Verhalten so schlimm war, dass die bereits genannten Maßnahmen nötig scheinen? Es gibt sicherlich situativ andere Möglichkeiten, ihm klar zu machen, was unerwünscht ist. Bedenke auch, er wird älter und mutiger, vll. wird seine Antwort dann schärfer ausfallen. Wie wirst du dann reagieren?

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Gerade für einen anstehenden Verhaltenstest wäre es sicherlich sinnvoller, wenn er dir vertraut, statt allmählich Angst vor dir zu bekommen und nur gehorcht, so lange er dich fürchtet? Das könnte durchaus zu (unerwünschtem) aggressivem Verhalten führen.

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Manchmal klappt es, wenn ich mich einfach umdrehe, jedoch kommt es auch vor, dass er dann 2-3 manchmal sogar 4-5 Versuche unternimmt mich umzustimmen indem er mich zum Teil heftig zwickt, was Blutergüsse zur Folge hat – was mich an sich nicht stört jedoch eventuell irgendwann zum Problem werden kann. Und genau in diesem Moment wurden mir diese Maßnahmen geraten und zwar BIS er kapituliert. Aber das klappt manchmal schlitweg nicht, da er sich reinsteigert. Ich möchte ihm auch diesen Stress nicht antun und hoffe, dass ich hier Alternativen finde.

 

Mir ist durchaus bewusst, dass Vertrauen besser ist als Angst, deswegen bin ich ja hier. 

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Könnte es einfach an dem nicht gefestigten "Lass es" liegen? Eventuell könnte ich mit dem Klicker anhand von schnellen Bewegungen von Hosen, Händen, Schuhen üben, dass er sich da auch kontrollieren kann. Bisher haben wir Bewegungsabläufe und Handlungen via Klicker geübt. Er lernt sehr schnell. 

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Was ich bei meinem Hund in vergleichbarer Situation gemacht habe, ist sicherlich auch aversiv ...

 

Sehr gerade, Arme in die Seiten gestemmt und auf ihn zugegangen, böse angeschaut und ihn auf seinen Platz verwiesen. Er ist dann langsam rückwärts und hat sich, je näher ich kam, dann irgendwann entschlossen, dass er vll. doch auf seinen Platz gehen sollte. Anfangs musste ich das mehrmals wiederholen, bis ihm klar war, jetzt ist wirklich nix mehr los.

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Eventuell habe ich mich da etwas einschüchtern lassen ... in der Hundeschule hieß es, dass der Stimmlaut Hunde ab einem gewissen Alter nicht interessieren wird, da es keine Folgen für ihn hat und man eben früh anders korrigieren soll. Dabei wirkt "böse" schauen und scharf reden bei ihm durchaus gut.

Lieben Dank Fricco, ich schaue wie weit ich mit meinem Auftreten komme.

 

Jedoch wird er mir so trotzdem seinen Knochen nicht geben ... da eine Idee oder einfach mit dem Futternapf üben?

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Das wurde doch schon genannt. Laß ihn fressen. Es ist sein Knochen und sein Futter.

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