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polar-chat.de  Der Hund
Nelekeks

Hündin rammelt mich - Dominanzverhalten?

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Hallo zusammen,

 

habe schon einmal von euch tolle Hilfe erhalten und wende mich nun wieder an euch, da ich mir unsicher bin, wie das Verhalten zu deuten ist. Habe hier schon Artikel zu rammelnden Hündinnen gefunden, aber das war immer an Kissen oder anderen Hunden. Meine Kali allerdings, 7 Monate alt, rammelt mich/meinen Freund. Ich habe im Internet Artikel dazu gefunden, wo behauptet wird, es sei Dominanzverhalten. Allerdings tut sie das meistens, wenn wir sie ausgiebig kraulen, insbesondere am Bauch. Dann grunzt sie auch unglaublich süß und ist einfach zum knuddeln. Sollte ich das unterbinden? Denn oft versucht sie uns dann auch (zwar vorsichtig) in den Hals zu beißen und das ist natürlich unangenehm. Vielleicht wird sie auch einfach demnächst läufig? Allerdings ist sie auch noch echt jung und laut Hobbyzüchterin eine Labbi/Pointermischung, die sind ja eigentlich erst später ausgewachsen...

Ich kenn mich noch nicht sehr gut mit Hunden aus, deshalb würde ich mich freuen mal wieder von eurer Erfahrung profitieren zu können. :) 

 

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(bearbeitet)

Meine wird immer dann "rammelig" wenn sie heiß ist, am heftigsten in der Standhitze, und dann nochmal etwa 2 Monate später um die Zeit des Geburtstermins (nein, sie wird nicht gedeckt, aber die hormonelle Situation ist ja fast gleich).

 

Könnte sein, dass deine Kali demnächst läufig wird :) 

 

Aufreiten ist auch oft eine Übersprungshandlung, kann Stressventil, Zeichen von Überforderung etc. sein.

 

Ich hatte eine Hündin oft zu Gast, die hing mir immer dann am Bein, wenn ein anderer, fremder Hund dazu kam, ich vermute hier war es "Besitz"- anzeigend: wir gehören zusammen.

Meine Hündin rammelt manchmal ihre Hunde-Freundin, wenn andere Hunde dazukommen, auch hier vermute ich Anzeigen von Zusammengehörigkeit.

 

Ich habe irgendwo einen Artikel gespeichert, ich suche.

 

Und vergiss Dominanz, das ist Käse :D

 

 

gefunden:

Warum Hunde rammeln

Den "einen Grund" für dieses normale Verhalten gibt es nicht

Originaltext von Marc Bekoff

 

http://www.easy-dogs.net/home/blog/der_hund_zucht_haltung/maria_rehberger/warum_hunde_rammeln_bekoff.html

 

 

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Ohne es gelesen zu haben, nur die Überschrift:

 

Nein, das ist niemals "Dominanzverhalten". 

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Als unser Rüde Minos mit fünf Monaten zu uns kam, fing unsere schon vorhandene Hündin Fly auch an ihn zu rammeln. Damals stellte ich auch die Frage nach der Bedeutung des Rammelns und eine Hundetrainerin hier im Forum erklärte mir das dann so, dass es eine soziale Geste sei, also tatsächlich eine Form zu zeigen, dass eine Zusammengehörigkeit besteht. :)

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Meine junge Hündin hat sich einige Wochen vor ihrer Läufigkeit ausgiebig mit ihrem Körbchen vergnügt. Da wusste ich was bald kommt ;)

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Die wird wohl jetzt pubertieren. Einfach unterbinden und gut ist.

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...man kann keine Gefühle unterbinden.

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Rammeln bei Hündinnen kann meiner Erfahrung nach sehr viele verschiedene Gründe haben. Ich hatte eine Hündin, die tat es um des Lustgewinns willen - exzessiv mit Kissen und Decken - vor der Läufigkeit. Besonders den Jungs damals sehr peinlich.

Das "Aufreiten" mancher Hunde als Zeichen für Zusammengehörigkeit und soziale Geste zu bezeichnen..... na ja, bei Bonobos ist es eine Form der Komunikation.....

bei Hunden empfinde ich es persönlich als respektlos. Ich möchte jetzt nicht von Dominanz reden, aber die Hunde, die ich kenne, die es praktizierten, hatten ein Verhältnis zum Halter, in dem ein gewisses, sagen wir mal, Ungleichgewicht herrschte. Sie kannten kaum Grenzen, wurden sehr verwöhnt und es war praktisch alles erlaubt. Durch die Bank waren es Beziehungen, egal ob Chihuahua, Malteser oder Setter, in denen die Hunde kein wirklich "hundegerechtes Leben" führten. Bei Menschen, die ihre Hunde auch nicht lesen konnten.

Insofern sehe ich dieses Verhalten etwas negativ vorbelastet in dieser Form nicht als "natürliches" Verhalten an, sondern ich sehe es als Zeichen für eine Beziehung zwischen Halter und Hund, die nicht im Gleichgewicht ist.

Ich weiß, ich drücke mich hier etwas verschwurbelt aus, kann meine Vermutung auch nicht belegen.

 

Passiert es bei einem jungen Hund vor der Läufigkeit ein paar mal - Haken dran, soll so sein.

Ältere Hündin mit Kissen und Decken, - auch hier schmunzelndes Verständnis.

 

Manifestiert es sich aber in Bezug auf die Halter, würde ich doch schauen, wie sieht die Beziehung Hund - Mensch wirklich aus.

 

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Ich kenne das von vielen gestressten Hunden, die auch durchaus "hundegerecht" an sich gehalten werden, aber dennoch Stess (vielleicht von zu viel "Artgerechtigkeit") hatten.

Die haben es dann auch erstmal bei mir gemacht. Wir hatten da noch gar keine Beziehung zueinander. 

 

Aber Menschen stellen eh gerne Kausalitäten her, wo es keine gibt.

 

Hunden wird das abtrainiert, deshalb wird es als unnatürlich dargestellt. Weil man eine Respektlosigkeit reindichtet, wo keine ist.

 

Ist wie Arme in den Fang nehmen, eine Zärtlichkeitsbekundung, die oft unterbunden wird, weil man es als respektlos einstuft. Totale Fehleinschätzung.

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vor einer Stunde schrieb Juline:

Warum Hunde rammeln

Den "einen Grund" für dieses normale Verhalten gibt es nicht

Originaltext von Marc Bekoff

 

http://www.easy-dogs.net/home/blog/der_hund_zucht_haltung/maria_rehberger/warum_hunde_rammeln_bekoff.html

 

 

Zusammenfassung für Lesefaule (Hervorhebungen durch mich):

 

Zitat


[...] ein ganz normaler Bestandteil hundlichen Verhaltens. Sowohl Rüden als auch Hündinnen reiten auf und rammeln. [...]

Peter Borchelt Ph.D. [...]: "Aufreiten kann Teil einer Folge von Verhaltensweisen sein, die mit Aggression, einem hohen Status, Ressourcenverteidigung, direktem Fixieren und Bedrohen sowie sich über einen anderen stellen in Zusammenhang stehen. Aber das Aufreiten selbst, weist nicht auf etwas Statusbezogenes hin. Das Aufreiten an sich bedeutet vermutlich nicht wirklich viel." [...]

 

Wir wissen wirklich nicht besonders viel über diese Verhaltensweisen und oft hängen sie zusammen, so dass Verallgemeinerungen über ihre Bedeutung für die beteiligten Hunde noch zurückgestellt werden müssen. [...]


Es sind normale Verhaltensweisen, deshalb sollten wir dafür sorgen, dass unser eigenes Unbehagen Hunde nicht in ihrem normalen Hundeverhalten einschränkt. Sie können sich wegdrehen, so tun, als würde es nicht passieren oder nervös kichern und – wie ich oben bereits schrieb – die Hunde Hunde sein lassen. [...]

 

 

Einem Hund, der sich mir so aufdrängt, würde ich allerdings freundlich und bestimmt zu verstehen geben, dass mir das nicht gefällt.

 

 

 

vor 2 Stunden schrieb Nelekeks:

Denn oft versucht sie uns dann auch (zwar vorsichtig) in den Hals zu beißen und das ist natürlich unangenehm.

 

Dein Hund kann lernen, wohin er nicht beißen darf/soll. Auch welche Intensität nicht mehr in Ordnung ist, kannst du deinem Hund beibringen. Er braucht diese Erfahrungswerte, um zu lernen. Er probiert natürlich viel und lotet so seine bzw. deine Grenzen aus.

Als Opportunisten möchten die meisten Hunde sich an uns anpassen. Da er aber deine "Hausordnung" nicht lesen könnte, muss er sich ja irgendwie "herantasten" und braucht deine (freundlichen) Reaktionen, um zu verstehen, was du ok findest.

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