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Fiona01

Demenz beim Hund ist schwer zu erkennen

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Natürlich hab ich Achtung vor dem Alter. Meine alte Generation hatte z.B. während des Generationwechsels alles an Sonderrechten und Vorrang. Aber irgendwie "toll" war das alles nicht. Vor allem wird einem klar, wie verdammt kurz Hunde leben. Das ist eigentlich das einzige, was ich bei Hunden doof finde: Ihre sehr kurze Lebenszeit. Das coolste Tier auf diesem Planeten ist einfach nicht sonderlich lange anwesend. :(

 

so weit

Maico

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vor 2 Stunden schrieb mikesch0815:

Ich muss ehrlich anmerken: Ich fand die Altersphase bei all meinen Hunden nicht "toll". Nicht falsch verstehen: Es gehört dazu und es hat anrührende Momente. Aber toll empfand ich es nicht, und was man als "Ausstrahlung" bezeichnen könnte, hatte eher für mich was von "Hilflosigkeit". 

Aber zu sehen, wie z.B. Rumsi gern noch große Touren machen wollte aber nicht konnte - und zu spüren wie er wirklich damit unglücklich war - nein, das war nicht toll. Auch die Demenz bei Leonid, der Muskelschwund bei Kyra, die rapiden Abbauten bei Aisha - nix von dem war toll, hatte Ausstrahlung oder "Altersweisheit".

 

so weit

Maico

 

vor 2 Stunden schrieb Fiona01:

Der körperliche und geistige 'Verfall ist nicht schön, da gebe ich dir Recht, @mikesch0815 . :(

 

Aber es gibt, so sehe ich das zumindest, auch noch etwas dazwischen. :)

Fly ist heute auch schon manchmal "tüdelig", Das ist von Hilflosigkeit aber noch ganz weit entfernt. Und jetzt in diesem Stadium ist sie etwas Besonderes für mich. Übrigens nicht nur für mich, ich erlebe es ganz häufig, dass fremde Hunde zu ihr gehen, sie kurz würdigen, so ist es tatsächlich, weil spielen, oder andere Dinge passieren da nicht, und weiter ihrer Wege gehen. Für mich, sollte ich das erklären, hat das was von Achtung vor dem Alter haben. :)

 

Genau so wie Fiona das beschreibt war es gemeint Maico, die Zeit dazwischen, war vielleicht etwas unglücklich ausgedrückt. In dieser Zeit ist meine zweite Hündin gerade, noch voll fit und überall dabei, aber eben gereift und wie soll ich sagen... Innerlich ausbalanciert. Sie bringt nichts mehr aus der Ruhe und andere Hunde begegnen ihr irgendwie anders als früher, Respekt, ohne, dass sie etwas dafür tun müsste. 

Verstehst du was ich meine? 

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Jo, verstehe ich schon. Aber das ist meist mehr eine Frage der persönlichen Reife des Hundes. Manche haben sowas schon früher, andere später.

 

so weit

Maico

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Ich sage an dieser Stelle einfach mal Danke für eure hier geschilderten Erfahrungen. Das ist sicherlich dem ein oder anderen auch nicht leicht gefallen, wie ich das herauslese. 

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Ich finde es sehr schön, was ihr schreibt. Auch wenn sicherlich nicht alles nur toll ist mit einem Senior. 

Unser Schnauzer wurde 13 und musste spontan eingeschläfert werden. Da er sich sowieso immer schon verhalten hat als sei er 80, gab es gegen Ende gar keine Verschlechterung. Der Hund war nicht “alt“ und das hat es uns sehr schwer gemacht. Für mich (damals auch 13) ist wirklich eine Welt zusammengebrochen. Ich kam von der Schule und er war nicht mehr da. Ich wusste nichts von seinem ersten Schlaganfall, den er ganz gut überstanden hatte. Nach dem zweiten war er halbseitig gelähmt und daher hat meine Mutter sofort entschieden, ihn gehen zu lassen. 

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Unser Opi war auch dement.

Fast taub und vom Grauen Star fast blind zum Schluss.

Kuriose Szenen gab es genug. 

 

Ich verstehe sowohl, die die sagen, dass es eine ganz besondere Zeit ist. Und jene, die diesen Abschnitt einfach nicht so "toll" finden, weil er mit so viel Verfall und Abschied (beides jeden Tag ein bisschen) verbunden ist.

 

Die Anstrengungen (emotional wie körperlich), die damit in letzter Konsequenz verbunden sind, wenn man einen alten Hund wirklich lange (!) pflegt, können wohl nur die nachvollziehen, die es selbst erlebt haben oder vlt auch menschliche Angehörige betreuen bzw bis zum Tod selbst betreut haben.

 

Ich kann nicht sagen, dass ich diese Zeit vermisse (so die letzten 6 Monate seines Lebens). IHN vermisse ich sehr.

Aber nicht die Umstände.

Aber ich kann eines mit Gewissheit sagen: ich brauchte diese Zeit, ob ich wollte oder nicht. Es war zwingend notwendig, diese Erfahrungen zu machen, ihn auf diesem langen Prozess zu begleiten, ihn schwinden, sich verändern zu sehen. Mich um ihn zu kümmern und zu erleben, was es heißt, einen treuen Freund diesen Weg zu tragen.

Ich wäre um so vieles ärmer und auch dümmer. 

 

Er lehrte mich im Leben, im Sterben und auch im Tod eine Menge. Es ist wichtig, diese Kontraste zu kennen, zu spüren und zu erfahren. Auch damit man das eigene Leben in einem angemessenen Maßstab sehen kann.

 

Und nun hör ich auf zu schwafeln. Das Thema bringt mich immer dazu.

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Ich hatte/habe nicht wenige alte Hunde. Man muss schon unterscheiden, ob es eine (je nach Charakter ) Alterssturheit ist, das Nachlassen von Gehör und Sehsinn, oder wirkliche Demenz.

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Ich mag, was ihr und wie ihr von euren alten Hunden schreibt und ich mag auch Geschwafel! 

 

Ich persönlich rede auch viel zu wenig über meine alten geliebten Hunde. Aber auch wenn das mit Wehmütigkeit einher geht, habe ich dann für einen Moment ein Lächeln im Gesicht stehen. 

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Ein schönes Thema, denn wir stecken gerade mittendrin. Ich weiß es manchmal nicht ob ich es "toll" finden soll, wie unsere Hundeoma immer älter wird. Vielleicht werde ich die Situation irgendwann rückblickend betrachtet anders beurteilen. Momentan handeln wir so wie wir es für richtig halten.

Unsere Ani ist fast 14 Jahre alt, herz- und nierenkrank. Zu Beginn der Diagnose dachten wir, wir haben nicht mehr viel Zeit miteinander und nun, über ein Jahr später, sind wir froh und dankbar, dass wir sie noch immer bei uns haben. Doch der Alterungsprozess ist so schleichend. War erst nur die Schnauze grau, ist das Fell inzwischen auch an den Augen und Pfötchen verblasst.
Ebenso das Verhalten. Was erst als altersbedingte Schrulligkeit belächelt wurde, macht mich immer öfter nachdenklich, ob es nicht doch schon Demenz ist.
Ani steht manchmal auf, steht mitten im Raum und starrt vor sich hin.
Oder sie sitzt vorm Napf, als wüsste sie nicht, was sie da gerade wollte. Da kommt natürlich erschwerend hinzu, dass sie durch die Niereninsuffizienz oftmals keinen Appetit hat.
Animiert man sie, indem wir einfach kurz den Finger ins Futter oder Wasser tippen und ihr zum Abschlecken hinhalten, beginnt sie dann wieder selbstständig zu fressen / trinken.
Und immer öfter ertappe ich mich dabei, wie ich zu ihr sage "kleiner Murphy". Murphy war der Hund meiner Freundin und zuletzt schwer dement. Er stand oft einfach nur da und hat die Wand angestarrt. Oder beim Spazieren ist er oft wie angewurzelt stehen geblieben, ging nicht vor und nicht zurück. Rufen oder locken zwecklos. Man musste ihn sanft antippen um ihn aus seiner Trance zurückzuholen.
Ach ja...an ihn denke ich wehmütig zurück.

Dennoch finde ich gerade die jetzige Situation lehrreich. Nicht toll. Toll wäre, wenn Ani in der Blüte ihres Lebens stehen würde und wir unbefangen durchs Leben gehen könnten. Doch sie erlebt gerade ihren zweiten oder dritten Frühling und ich bin dankbar, mich um sie kümmern und sie auf diesem Weg begleiten zu dürfen.

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Mein Bangy ist mitlerweile vermutlich 14/15Jahre und ich merke ihm immer mehr an, dass er Alt wird.

Es ist eine schöne Zeit, aber manchmal macht es einen auch sehr traurig wenn man sieht, dass er hilflos im Raum steht und einfach vergessen hat warum er denn aufgestanden ist.

Ich weiß nicht ob er Dement ist, aber das wissen drum würde auch nichts ändern... Er sieht und hört schlechter, hat Arthrose in einigen Gelenken, sein Herz ist sehr krank und er "vergisst" in den letzten Wochen das er mal gelernt hat zu warten wenn ich ihn rufe bis ich da bin. Aber dafür ist er anhänglicher und noch mehr verkuschelt als je zuvor. Ich genieße die Nähe zu ihm sehr und versuche ihm zu helfen wo ich nur kann. Das Problem mit dem Pipi halten (besonders abends wenn er entwässert wurde) haben wir durch eine "Rüdenbinde" gelöst, damit fühlt er sich auch wohl (alles ist besser als im eigenen Pipi zu liegen).

Die nächtliche Unruhe ist bei ihm noch nicht wirklich vorhanden, aber er muss nachts mindestens einmal raus um Pipi zu machen (gelobt sei der eigene Garten!)

Seine neuste Angewohnheit (seit zwei Wochen) ist, dass ich nicht mehr ins Bad kann ohne das er weinend vor der Türe steht (er dürfte mit, aber das Bad findet er absolut schrecklich, da steht schließlich die böse Badewanne drin ;) ). Ob das aber was mit dem Alter oder mit was anderem zusammenhängt weiß ich nicht ^^

 

Ich hoffe wir haben noch ein paar schöne Wochen/Monate/Jahre... Ein alter Hund bedeutet für mich zwar ein wenig Arbeit, aber dafür auch sehr viel Zuneigung und Liebe. Wenn schlechtes Wetter ist tun uns beide die Gelenke weh und wir liegen auf dem Sofa unter der warmen Decke und lassen es uns gut gehen :11_blush: Wir haben eine schöne Zeit und genießen jeden Tag mehr als je zuvor...

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