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Hundeforum Der Hund
Laikas

Historische Kochrezepte

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(bearbeitet)

Ich habe vor ein paar Jahren das Kochbuch von Alice B. Toklas von 1954 im Internet aufgestöbert, die Lebensgefährtin und Leibköchin von Gertrude Stein. Hier ein paar Infos. Die amerikanischen und französischen Rezepte (darunter auch Haschisch-Brownies) stammen aus der Zeit der 20er bis 40er Jahre des 20. Jahrhunderts und es gibt begeisterte Kochfans, die das Buch als Geheimtipp lobpreisen. Sie plaudert auch ein bisschen aus dem Nähkästchen über die Zeit und welche Künstler und Schriftsteller sie da bekocht hat, wie z.B. Pablo Picasso, Ernest Hemingway, und Thornton Wilder. Die Rezepte basieren auf edelsten Zutaten, sind dekadent fettreich und immer auf den bestmöglichen Genuss und Geschmack zugeschnitten. 

 

Vor noch mehr Jahren kam jemand mit einem Mittelalter-Kochbuch an. Dekadente Gerichte aus den Klöstern und die der einfachen Leute. Seitdem koche ich auch mal eine Soße mit Pfeffer und Zimt.

Die Steinzeit-Küche war ja auch mal ein Hype, das ist aber wirklich nicht so meins. Im NDR gab es mal einen Streifzug durch die Geschichte des Kochens im Norden "So’n Schmaus - Wie der Norden früher aß".

 

Habt ihr auch mal für einen Mittelaltermarkt was gekocht oder mal was aus der Vergangenheit ausprobiert?

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Hallo Laikas,

 

das Einzige, was ich hier habe, sind so alte Landfrauen-B√ľcher. Dort stehen zwar auch recht alte und beliebte Rezepte drin, aber sehr wahrscheinlich nicht so alt, wie die von dir angesprochenen Kochb√ľcher. :)

Spannend fand ich immer, wenn meine Schwiegermutter erz√§hlte, wie fr√ľher gekocht wurde. Da wurde fr√ľh morgens schon ein Topf mit Gem√ľse durcheinander kurz auf dem Herd aufgekocht und dann kam der Topf mit Deckel ins Federbett. Dort zog das Ganze dann gar und wurde, wenn die Frauen und M√§nner vom Torf stechen kamen (meine Schwiegermutter ist in einem Moorgebiet gro√ü geworden), wurde gegessen.¬†

Sehr praktisch, vitaminschonend und energieschonend das Alles. :)

Später kamen dann wohl auch Kochkisten auf, nach ähnlichem Prinzip. Klick zur Kochkiste

 

 

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vor 6 Stunden schrieb Fiona01:

Später kamen dann wohl auch Kochkisten auf, nach ähnlichem Prinzip. Klick zur Kochkiste

 

Kannte ich gar nicht! Aber es ist insgesamt auch gar nicht so abwegig, mal nachzugucken, wie die Altvorderen so klar gekommen sind, bei den heutigen Stromrechnungen :3_grin: Vielleicht sollte ich doch mal die Steinzeitk√ľche durchforsten :ph34r:

 

Ich habe ein paar Kochb√ľcher geerbt. Eins wurde in der Hauswirtschaftsschule von den jungen M√§dchen nach dem Krieg benutzt. Ist auch interessant, wie zeitbezogen die Anweisungen darin sind, immer sparen, haushalten, improvisieren. Viel, viel √ľppiger ist das Rezeptbuch f√ľr die moderne Hausfrau aus den 70ern, das einem neuen Siemensherd beigegeben wurde. Lauter moderner Schnickschnack, der in den Sketchen von Loriot regelm√§√üig auf dem Tisch steht, S√ľdfr√ľchte, teures Fleisch, Partyfood. V√∂llig andere Verh√§ltnisse.

 

Ich finde es einfach spannend, wie Menschen ihre Nahrung verfeinert haben und was bei den verschiedenen Bev√∂lkerungsgruppen jeweils Standard war. Muss man ja nicht selbst essen. Bei der Verwertung von Innereien, die fr√ľher mal das einzige Fleisch f√ľr einfache Leute waren, habe ich blo√ü gestaunt und mich geekelt (ich glaube, im Video wird es gezeigt). Gibt es wohl nur noch als lokale Delikatessen, z.B. Kutteln/Kaldaunen (Pansen). Arme Studenten wurden Kaldaunenschlucker genannt, aber es soll Leute geben, die das heute noch total lecker finden.

 

Aus dem Buch von Alice B. Toklas habe ich bisher nur den Wildreissalat mit Krabben, gekochten Eiern und selbstgemachter Mayonnaise gemacht. Ich esse ja sonst nur Fast Food oder irgendwas mit ordentlich Kohlehydraten und Fett drin, um nicht umzukippen, das war da mal total lecker!

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Ich stelle die gekochten Kartoffeln zum Warmhalten auch heute noch unter die Federdecke.

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Tatsächlich nutzt ich nach wie vor ein Kochbuch, das seinen Ursprung 1923 hat.

Es ist ein¬† Klassiker der Schweizer K√ľche, meine Mutter war in den 50er Jahren bei der Autorin¬†Elisabeth F√ľlscher¬†in der Kochschule.

Das Kochbuch wurde nat√ľrlich mehrfach √ľberarbeitet aber dennoch immer noch wie das Original.

W√§htemd des Krieges wurden¬†die Rationalisierungmarken einbezogen und nat√ľrlich der Dampfkochtopf, des ich wohl deshalb in der Schweiz viel √∂fter sehe, als in anderen L√§ndern.

F√ľr viele Reuepte¬†brauche ich das Kochbuch, das sozusagen mit Hyperlinks funktioniert, in einen Rezept zb die Anweisung: Sauce nach Nr. 361.

Jedoch w√ľrde ich nich alles darin kochen wollen zb Kalbshirn auf verschiedene Art.¬†

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@Nebelfrei

Hallo, wieso kann ich deinen Link zu Elisabeth F√ľlscher nicht anklicken?¬†

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Weiss ich nicht, geht es ----> hier?

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@Nebelfrei Ja, jetzt funktioniert es. Danke! :)

Das ist mit 1.700 'Rezepten aber schon recht umfangreich. Toll! :96_ok_hand:

 

 

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Angeblich eines der wichtigsten deutschen Kochb√ľcher des 19. Jahrhunderts verfasst vom Koch Johann Rottenh√∂fer -> https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Rottenh√∂fer

 

Die Sammlung von 2345 Koch- und Backrezepten namens

"Neue vollst√§ndige theoretisch-praktische Anweisung in der feinern Kochkunst mit besonderer Ber√ľcksichtigung der herrschaftlichen und b√ľrgerlichen K√ľche" (1858)

ist auch beim Projekt Gutenberg -> http://gutenberg.spiegel.de/buch/rottenh-1903/1 zu finden.

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