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Hundeforum Der Hund
gebemeinensenfdazu

"Problemhund" oder eher "Problemmensch"

Empfohlene Beiträge

vor 53 Minuten schrieb DerOlleHansen:

Der Hund hat selten ein Problem mit seinem Verhalten, der findet das voll in Ordnung. 

 

Glaub ich nicht, viele Hunde wäre lieber relaxt und ruhig bei Begegnungen,,wissen sich aber nicht anders zu helfen.

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vor 38 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Und dann reicht es immer noch nicht.

Einfaches Beispiel: AmStaff superlieb, superbrav mit allem und jeden. Irgendein mieser Dritter wird ihm bei hoher Menschen- oder Hundedichte ein Problem anhängen wollen. Das Default -Problem Listenhundthematik haben Hund und Halter von Geburt des Hundes an. Da können Hund und Halter wenig mit Sozialisation und Erziehung erreichen, das Problem bleibt, es geht leider nicht weg ohne mehr Aufklärung und gesellschaftliche Akzeptanz.

 

Die ganze Problemsache ist ein Abwägen: wer kriegt bei welcher Maßnahme wieviel Problem ab. Und wieviel ist wirklich dran am Problem, ist das wirklich gerade ein Problem oder pocht da gerade jemand auf Konventionen herum.

Beispiel Hinterherschnuppern. Das würde ich nicht rigoros unterbinden, weil ich weiß, daß es meinem Hund hilft sicherer zu werden. Er kann dadurch lernen. Er hätte in meinen Augen sonst das größere Problem, als jemand, der nicht dabei berührt wird und es oft genug gar nicht mitkriegt.

 

Jedenfalls stoße ich immer wieder auf überholtes oder fehlendes Wissen auf dem die Problemempfindung basiert. Würde der Problemempfinder die Erklärung wissen, warum der Hund das gerade gemacht hat oder machen will, würde er oft genug merken, daß es sich um ein Mißverständnis handelt.

Wenigstens im Halbsatz versuche ich da irgendwas mitzuschicken, meist indirekt indem ich irgendwas zum Hund sage, was Dramatik rausnimmt. Richtig dicht machen und vorbeirauschen kann ich nicht, stumpf auf blöde Forderungen eingehen will ich nicht. Und darüber Reden wollen die nicht:D, naja ich auch nur so mittel.

Wie macht ihr sowas?

Ich hoffe ja, daß aus Hundeforen immer mal was in den Allgemeinwissenpool überschwappt.

 

 

Ja, die Probleme, die Hunde anderen machen, sind relativ zur Umgebung. Die Konventionen der Umgebung können sich auch schnell ändern, mir ist das passiert. Es gibt Menschen, die für Hundehaltung in Wohnungen z.B. nicht viel übrig haben. Die Wohnungsnot ist groß und wenn die Wohnung super passt, zieht man dann auch in ein Haus, in dem schon ein Hund lebt (früher waren hier sogar drei Mieter mit Hund im Haus auf dem Land). Dann ist schon die Existenz des Hundes im Haus plötzlich ein Riesenproblem, egal wie der erzogen ist. Aus dem gut sozialisierten Hund, der bisher keinen störte, wird dann plötzlich der Hund von Baskerville: Riesenaufruhr bei jeder Begegnung, Hund wartet ruhig rechts am Bein mit Abstand, Kinder werden schreiend zurückgerissen, die fangen an zu weinen, weil sie die Panik ringsum spüren. Es gibt einfach Leute, die Erklärungen nicht hören wollen und sagen, das Tier ist eklig und wir haben panische Angst und fühlen uns schon beim Anblick bedroht und dann klappert auch noch nachts die Tür, weil der Hund nochmal raus muss. Die Hausverwaltung wird mit Beschwerden übersät, Vermittlungsversuche bringen nichts.

 

Sollte man in so einer Situation, wo verschiedene gleichberechtigte Kulturen aufeinander prallen, dann den Problemhund abschaffen oder mit ihm ausziehen, weil man ein rücksichtsvoller, netter Mensch ist? Ist das Bedürfnis zu wohnen nicht wichtiger als das ohnehin für viele belastende Hobby, einen Hund zu halten? Wieso laufen überhaupt noch so viele Menschen mit einem Tier durch die Gegend, das anderen nur im Weg ist und Dreck, Angst und Schrecken verbreitet? Vielleicht sollte man diesen ganzen egoistischen Hundequatsch auch völlig verbieten, außer für wirklich nützliche Zwecke?

Wie siehst du das, @gebemeinensenfdazu?

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Mmh- ich glaube beides.

z.B. Schutzverhalten:

Daß Hunde froh wären, wenn sie wüßten, daß vom Auslöser keine Gefahr ausgeht und daß sie kein Problem damit haben, schützen zu wollen- die wollen ja damit helfen.

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@Laikas Völlig miese Sache, die ihr da erleben mußtet.

Rücksichtnahme ist keine Einbahnstraße. Auch bei Angst nicht. Ich finde es macht auch einen Unterschied wie irrational diese Angst ist und wie sehr versucht wird trotzdem eine Lösung zu suchen. Auch auf irrationale (oder mir irrational erscheinende) Ängste würde ich Rücksicht nehmen, aber das darf in keinem Fall auf Verdrängung hinauslaufen. In vielen Fällen läßt sich bei sowas baulich oder organisatorisch was machen.

Ich hoffe echt, daß das bei euch auch so war (es liest sich nicht so:().

Manchmal wird Angst auch nur instrumentalisiert (nicht selten von anderen). Auf der anderen Seite wird Angst oft genug hinuntergeschluckt, was dann in unglücklichen Situationen auch wieder schiefgeht. Und leider wird die Angst immer noch medial befördert.

@Nebelfrei hat mal was von Hundeunterricht in Schweizer Schulen geschrieben (wie muß man sich den genau vorstellen?)- so etwas wäre in D sicher nicht verkehrt.

 

Nein - ich bin nicht dafür diesen Hundequatsch zu verbieten.

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vor 3 Stunden schrieb Laikas:

Ich glaube, die Tierheimleute wollten ihm den Hund nicht so gerne geben, weil es Einzelhaltung ist bei einem berufstätigen Single.

 

Ewiges Vorurteil bei den Schlittenhunden! 

Glück fü den Hund, dass es geklappt hat!

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vor 10 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Hundeunterricht in Schweizer Schulen

 

Ja, hier der link dazu preventabite

 

Ich hätte mich mit Wega auch dafür interessiert, da ich einige Leute kenne, die es machen. Aber Wega ist bei grossen Menschenmassen, auch Kindern eher etwas scheu. Kleine Gruppen gehen immer gut.

Noch zur Info, es geht um Kindergarten und 1.-2, Klasse, 2 Jahre Kindergarten sind staatlich und für alle Kinder obligatorisch.

 

Ich wohne ja neben einer Grundschule und man merkt es einfach, dass die Kinder wissen, was sie dürfen und was nicht. Ich hatte nie ein Problem mit ihnen, aber öfter schon interessierte Fragen.

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vor 5 Stunden schrieb Brizo:

Nämlich den Hund so zu sozialisieren und zu erziehen, dass der Hund stressfrei ! diese Anforderung erfüllen kann.

 

Dafür wird er eben geruckt, gemaßregelt oder sonstwie doof behandelt von vielen. Genau das muss aufhören!

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vor 2 Minuten schrieb Vhenan:

 

Ewiges Vorurteil bei den Schlittenhunden! 

Glück fü den Hund, dass es geklappt hat!

 

Ja, das war wirklich ein Glück. Der neue Besitzer wurde gleich am ersten Tag ziemlich böse in die Hand gebissen - der Malamut hat den Komposthaufen geplündert und hat da was Blödes gefunden ... Er sagte nur: "War mein Fehler." Er hat es wohl wirklich geschafft und hat jetzt auch offensichtlich keinen Verband mehr und das vorsintflutliche Geheul, das alle einen Kilometer weit hören konnten, wenn Mittagszeit war oder sein neuer Besitzer nicht auf der Stelle aus der Werkstatt kam, wenn der Hund nach ihm rief, ist nur noch selten zu hören. Das riesige Hundchen läuft immer sehr selbstbewusst und irgendwie stolz neben ihm her. Sieht nicht geknechtet oder resigniert aus - auch nicht nach Herrschaft über den Halter. Glaube, die zwei sind so ähnlich wie der Japaner in trauter Einsamkeit mit seinem Shiba aus den Videos, die du mal verlinkt hast, nur noch verkuschelter.

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Ja, die meisten Malamuten sind riesige Kuschelplüschis (und die meisten Shibas Katzen). :wub:

 

Ich kanns mir schon vorstellen.

 

Dennoch finde ich, dass ein bissiger Hund ein "Problemhund" ist, ich sehe daran nicht Stigmatisierendes: für mich heißt das, der Hund hat ein Problem. Und das löst man bestensfalls oder mildert man ab.

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vor 11 Minuten schrieb Vhenan:

 

Dafür wird er eben geruckt, gemaßregelt oder sonstwie doof behandelt von vielen. Genau das muss aufhören!

 

Naja, aber das eine hat ja mit dem anderen nichts zu tun. Davon ab das rucken und maßregeln eh auch nicht zu einem stressfreien! erfüllen der Anforderungen führt.

 

Ich bin sehr bemüht meine Hunde so unauffällig wie nur irgendwie möglich und dabei so stressfrei für sie wie möglich durch den Alltag zu führen. Einfach weil drei große Hunde zeitweise in der Großstadt auffallen und das sollen sie nicht im negativen.

Dennoch wird hier weder geruckt noch übermäßig gemaßregelt oder sonstwie doof behandelt.

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