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Hundeforum Der Hund
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Horner Syndrom, Episkleritis

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Hallo,

 

seit Anfang diesen Jahres ist Dunja (Golden Retriever Hündin, 5 Jahre) dauerhaft krank und in Behandlung. Angefangen hat es mit Ohrenentzündungen (beidseitig). Sie bekam unterschiedlichste Medikamente, doch nichts half wirklich. Mal ging die Rötung leicht zurück, bei der nächsten Untersuchung war sie wieder da und sogar noch stärker, ebenso die Wucherungen, ein ständiges Auf und Ab. Der Abstrich ergab nichts, keine Milben, Bakterien, Pilze oder ähnliches. Geholfen hat (nach vielen Monaten) das Medikament Ohrengel. Nach mehrfacher Gabe war Dunja danach für wenigsten 3 Wochen beschwerdefrei, dann begannen die Entzündungen der Ohren erneut.

 

Die Tierärztin vermutete schon nach kurzer Behandlung bei ihr eine Futtermittelallergie (Dunja wurde zuvor gebarft) und deshalb bekommt sie nun seit Februar ein hypoallergenes Trockenfutter. Die Futterumstellung hatte bisher keinen sichtbaren Erfolg.

 

Vor einigen Wochen entzündete sich nun auch noch ihr linkes Auge (Nickhaut zu sehen, Lid hing leicht und Schwellung der Linse, Iris) und ihre Haut schuppt sich. Sie bekam Isopto-Max, erst in Salbenform, nun als Tropfen. In der Tierärztlichen Hochschule Hannover hat man uns gesagt, dass ggf. eine Dauertherapie notwendig werden könnte, es möglich wäre, dass sie eine Autoimmunerkrankung hat und deshalb diese Form von Entzündungen immer wieder auftreten könnten. Diagnostiziert wurden bei ihr Episklerose und Horner Syndrom.

 

Hat jemand Erfahrungen mit Autoimmunerkrankungen und Ideen wie ich Dunja unterstützen könnte?

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Das klingt f√ľr mich alles etwas suspekt. Ich glaube da ohne den Hund zusehen weder an Futtermittel noch an Episkleritis.

Gerade deine Beschreibung, dass die Problematik erst seit einem Jahr vorhanden ist und vorher vier Jahre wohl nicht, lässt so was ausschließen. Meine Empfehlung wäre eine Orientierung an den grundsätzlichen Lebens-/ Umweltumständen.

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Falls es wirklich eine Allergie ist, ist es nicht damit getan, ein hypoallergenes Trockenfutter zu geben. Z.B. wären Futtermilben evtl ein Problem. Oder gewisse Bestandteile. 

Bei Hausstauballergie können diese Symptome auch auftreten. Ich kann nur dringend zu einem Allergietest raten. 

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Ich w√ľrde auch zu einem Allergietest raten und ggf. eine Ausschlussdi√§t machen. Mein Hund ist Allergiker und reagiert auf so manches hyperallergene Futter.

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Die Symptome die du beschreibst, passen sehr wohl zu Episkleritis und Horner Syndrom. HS ist h√§ufig eine Folge von otitis (Ohrenentz√ľndung) . Das ist insgesamt ein umfassendes Krankheitsbild, und eine Autoimmunerkrankung kann gerade dann, wenn keine Erreger nachweisbar waren, durchaus vorliegen. Ich kann also nicht wirklich nachvollziehen, wie @Gerhard das einfach mal kategorisch ausschlie√üt. Autoimmunerkrankungen entwickeln sich h√§ufig erst im Laufe des Lebens. Aber soviel dazu. Die Frage ist, was du tun kannst.. Leider ziemlich schwierig. Eine Dauertherapie kann durchaus notwendig werden. Ich w√ľrde durchaus testen lassen ob allergische Komponenten eine Rolle spielen und die Ohrenentz√ľndung gut im Blick behalten, da diese auch das horner Syndrom bedingen kann...¬†

Letztlich kann der Hund aber auch unter einer low dose Dauertherapie ein gutes Leben f√ľhren!

Alles Gute 

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Lasse mir eure Gedanken und Anregungen nun erstmal durch den Kopf gehen. Danke daf√ľr.

 

Es wird sicherlich auf einen Allergietest hinauslaufen, das war schon so mit der Tier√§rztin angedacht. Mit dem Krankheitsbild selbst muss ich mich noch mehr auseinandersetzen, auch was bei einem Allergietest "allgemein" √ľberhaupt getestet werden kann/getestet wird (als Ausl√∂ser kommen ja nicht nur Bestandteile von Futtermitteln in Frage). Das eine dauerhafte Einnahme von Medikamenten (je nach Bedarf) notwendig ist, damit habe ich mich schon abgefunden, dass diese dann allerdings nur bedingt oder eben √ľberhaupt nicht anschlagen und Dunja nicht helfen k√∂nnen, finde ich weitaus schwieriger. Es kommt mir so vor, als ob alle Beteiligten oft recht ratlos sind (da die Medikamnente nicht wie gewohnt greifen), mich schlie√üe ich hier ein und einfach nichts anderes √ľbrig bleibt, als immer wieder etwas Neues zu probieren (an die vielen Nebenwirkungen mag ich gar nicht denken).

 

Erstaunlich oder auch bedenklich, wie wenig sie sich anmerken lässt. An ihrem gewohnten Verhalten, ihrer Wesensart hat sich aus meiner Sicht nichts gravierendes verändert. Sie scheint der Krankheit zu trotzen und ihr Leben weiterhin zu genießen...

 

 

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Die letzten Tage waren anstrengend f√ľr Dunja.

Nachdem sie an einem Stock geknabbert hat fing sie an zu w√ľrgen. Das W√ľrgen wurde immer schlimmer und sie erbrach ein wenig Fl√ľssigkeit, kein Blut, aber hatte auch ein wenig Schaum vorm Maul. Wir haben ihr dann Futter mit Sauerkraut vermischt angeboten, den Tipp dazu habe ich mal vor Jahren erhalten und eventuelle Allergie hin oder her, sie hat es gefressen und danach wurde es besser. (Das Kraut soll Fremdk√∂rper auf dem Weg durch den K√∂rper mitnehmen.) Unglaublich erleichtert beobachtete ich wie sie danach in einen tiefen Schlaf fiel.

Die Nacht selbst war dann wieder durchwachsen, sobald sie ihre Position ver√§nderte, musste sie erneut w√ľrgen, kam aber wieder zur Ruhe und hat auch keine Fl√ľssigkeit mehr erbrochen. Ich selbst schlief kaum, hatte schon alles parat um mit Dunja notfalls in die Klinik zu fahren. Die n√§chsten zwei Tage wurde der W√ľrgereiz kaum noch ausgel√∂st und ich war beruhigt, dachte, eine m√∂gliche kleinere Verletzung w√ľrde jetzt sicher heilen, braucht halt ein paar Tage‚Ķ

 

Am Dienstagmorgen ging es wieder los und wir sind mir ihr zur Tier√§rztin, Notfall. Dort angekommen erbrach Dunja noch im Warteraum einen recht kleinen Holzsplitter und einen ordentlichen Schwall Schleim. Da war also der √úbelt√§ter, .... hoffentlich! Die √Ąrztin (Vertretung) konnte nichts weiter im Rachenraum sehen, meinte, wir m√ľssten es beobachten und ggf. in die Klinik zur Endoskopie, ist in der Praxis nicht m√∂glich. Sie bekam dann noch eine Spritze mit einem Antibiotikum.

Ohren waren wieder in Ordnung, Augen besser, aber noch nicht gut, also weiter tropfen, 3 mal täglich einen Tropfen Isopto-Max.

Wir haben das Thema Allergietest angesprochen und die Vertretungs√§rztin meinte, dass solch ein Test meist wenig zufriedenstellende Ergebnisse liefert und sie lieber erstmal einen Bluttest machen w√ľrde, da Dunjas Allgemeinzustand so nachgelassen hat (Fell matt, Haut schuppig, usw.) Also hat sie ihr Blut abgenommen.

 

N√§chster Tag, w√ľrgen weniger, jedoch nicht ganz weg.

Blutergebnisse waren nicht auff√§llig, allerdings der Schilddr√ľsenwert an der unteren Grenzen des Normbereiches. Soll dann in 3 Monaten nochmal gepr√ľft werden und ggf. Hormone f√ľr Dunja.

Wir baten auch darum mal die Analdr√ľsen zu pr√ľfen, weil Dunja dort vermehrt knabberte. Sie waren nicht nur voll, sondern schon vereitert, mussten auch gesp√ľlt werden. Erneute Spritze Antibiotikum und 4 Tabletten Antibiotika f√ľr die n√§chsten Tage. Damit sollte dann das Problem Analdr√ľsen und evtl. Verletzungen im Rachen, Speiser√∂hre oder wo auch immer erledigt sein, ansonsten sollen wir uns wieder melden.

Dunja war unglaublich tapfer und das obwohl sie gro√üe Angst hat und immer stark zittert. Lies sich sogar bei der Analdr√ľsenbehandlung mit Futter ablenken, was selbst die √Ąrztin erstaunte.

Ach ja, am Mittwoch war dann auch Dunjas eigentliche Tier√§rztin da und sie war anderer Meinung als ihre Kollegin. Sie h√§lt einen Allergietest durchaus f√ľr sinnvoll. Haben wir jetzt aber erstmal aufgeschoben und warten die n√§chsten Tage ab.

 

Dunja wirkt etwas ruhiger als sonst, schläft mehr. Fressen und Spaziergänge lässt sie sich jedoch nicht entgehen.

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vor einer Stunde schrieb Linka:

Blutergebnisse waren nicht auff√§llig, allerdings der Schilddr√ľsenwert an der unteren Grenzen des Normbereiches. Soll dann in 3 Monaten nochmal gepr√ľft werden und ggf. Hormone f√ľr Dunja.

 

Wenn es Deinem Hund nicht gut geht, w√ľrde ich¬†pers√∂nlich Dir raten¬†die Schilddr√ľse zeitnah gr√ľndlicher¬†abchecken zu¬†lassen.

Eine erh√∂hte Neigung zu Ohrenentz√ľndungen, Augenentz√ľndungen und¬†Allergien sind h√§ufige Begleitsymptome einer Schilddr√ľsenunterfunktion,¬†auch der schlechtere Allgemeinzustand,¬†das Fell stumpfere Fell¬†und die schuppigere Haut w√ľrden sehr gut¬†dazu passen.

Sollte sich dieser Verdacht bestätigen, können sich diese Probleme mit einer Thyroxin-Behandlung auch schnell wieder bessern oder gar verschwinden.

Offenbar wurde nur der T4 getestet und der ist ganz am unteren Rand. Weitere Schilddr√ľsen-Blutwerte (TSH, T3, und TgAk ...) k√∂nnen¬†evtl. auch jetzt schon¬†Klarheit bringen, ohne erst noch ein viertel Jahr abzuwarten¬†ob sich eine m√∂gliche SDU best√§tigt.

 

Gute Besserung f√ľr Deine Maus!

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