Jump to content
polar-chat.de  Der Hund
Fire94

Krank, Einschläferung?

Empfohlene Beiträge

Hallöchen,

ich komme wegen einem traurigen Grund zu euch ins Forum.

Leider denke ich über die Einschläferung meines Hundes nach. Dieses werde ich auch morgen mit dem Tierarzt besprechen ohne Hund. Aber zur Krankheitsgeschichte.

 

Es wurde dieses Jahr nasale Aspergillose bei meinem Puma festgestellt.

Wir haben mit Tabletten 2-3 mal probiert, den Pilz so in den Griff zu bekommen. Leider kam er bei der letzten Behandlung mitten drin wieder.

Der Pilz hat wohl schon seine Nase so weit zerstört, da er nicht mehr riechen kann. Die Aspergillose ist auch auf sein verbliebendes Auge übergegriffen worauf er blind wurde.

Auf dem Auge ist es nun auch passiert, das die Linse nach hinten gekippt ist und ab und an Entzündungen hat (dazu gleich mehr).

Er kann durch die Wucherung des Pilzes durch das eine Nasenloch kaum bis garnicht atmen. Da die Wucherung sich bis zum Eingang der Nase ausgebreitet hat und auch mit

Mitteln schwer bis kaum noch zurückgeht. Wie weit es auf die andere Seite ist, weis ich nicht. Aus dem anderem Nasenloch schleimt er mit vermehrt Blut, sodass es kein klarer

Auslfluss mehr ist. Des öfteren versucht er durch die Nase zu atmen aber muss dann durch das Maul atmen da nicht genug Luft reinkommt.

Das Auge ist seit wenigen Wochen so das seine Linse nach Hinten gekippt ist (das hatte er auch mit seinem grauen star gehabt). Manchmal vergrößert sich sein Auge und ist

leicht entzündet, das ich mit Tropfen behandel.

Nun hat er aber schön an einigen Stellen noch Entzündungen der Haut an Gelenken gehabt. Zwischen Pfoten, Generell Gelenkbeugen.

Ab und an hat er wochenlange Phasen wo er wohl eine anfangende Demenz zeigt. Er läuft Nachts unruhig herum, will nicht angefasst werden und ist kaum ansprechbar. Nach wochenlanger Pause fängt es wieder an seit 2 Tagen. Was ihn und auch besonders mich belastet, da ich arbeite und zum teil nachts nur 2 Stunden schlaf gekriegt habe.

 

Er hat seit dem er 11 Wochen alt ist seinen Grauen Star gehabt. Das Auge wurde vor ca. 4,5 Jahren entfernt, da die Linse nach Hinten gekippt ist. Er hatte mehrere Ops gehabt, Bronchiosen und auch Not-Ops gehabt. Magen-Darm Empfindlich bis wir auf Barf umgestiegen sind vor 1  Jahr.

 

Nun komme ich zum schweren Teil. Ich möchte ihm keine Schmerzen mehr zumuten und ich denke irgendwann ist auch mal Schluss mit Op´s und dergleichen.

Diese Op würde sehr schmerzhaft sein, da die Nasedecke abgenommen werden müsste um die Nase richtig rauszuräumen zusätzlich das Auge entfernen zu lassen.

Zudem ist das sehr, sehr teuer und cih kann mir das nicht leisten... Auch die jetzigen Behandlungen haben alles finanzielle aufgefressen und habe auch so keine Möglichkeiten mehr.

Aber ich habe auch Angst das er Schmerzen bekommt. Der Pilz kann sich zum Hirn oder anderen Organe ausweiten und besonders am Hirn. Wenn er dahinkommt kann man nichts mehr tun und es kommt beim Hund zu ausfällen (manchmal denke ich das er schon damit probleme hat besonders nachts, kann das sein?) und das Auge sich dann entzündet bzw die Linse zerbricht und eine massive Entzündung in Kraft tritt.

Ich möchte ihm das alles ersparen und überlege ob ich ihn im Januar einschläfern lasse. Um noch eine schöne Zeit zu haben und sie ihm hoffentlich Schön zu machen und mich verabschieden zu können. Ich will es lieber einen Tag zu früh tun als einen Tag zu spät und er Schmerzen hat....

Ist das gerechtfertigt? Wäre es für ihn wirklich besser? Würde der Tierarzt das tun? (spreche morgen mit ihm)

 

Würde mich um Tipps freuen und Hilfe.

Grüße

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Ach, was für ein traurigen Thema.

 

Du kennst ja auch die "guten Tage" deines Hundes, an denen er mit Freude am Leben teilgenommen hat.

Wie viel Lebensfreude, Lebensqualität und auch Würde (sh.unten) bleibt ihm jetzt mit den schweren Erkrankungen?

Wie stark sind die Schmerzen? Helfen Schmerzmittel?

Du kennst ihn am besten, du kannst es daher am besten beurteilen.

Mehr noch: Du musst es beurteilen. Das ist unglaublich schwer. Ein Tierarzt kann dir da nur Hilfestellung geben. Wenn er/sie gut ist, macht er/sie das auch sehr gut.

 

Bedenke: Menschen sind nicht gut geübt, exponentiales Wachstum zu verstehen, (z.B Zinseszins), denn wir lernen, linear zu denken. (2+2=4, 4+2=6, 6+2=8, ...)

Zellteilung bei Krebs und Pilz, aber auch bei Bakterien und Vieren funktioniert aber exponential. (2x2=4, 4x2=8, 8x2=16, 16x2=32, ...)

Also nicht jeden Tag eine bestimmte Anzahl Zellen mehr, sondern heute doppelt so viele wie gestern, morgen 4 mal so viele wie heute, dann 8 mal,  16 mal, 32 mal, 64, 128, 256, 512, 1024, 2048, 4096, ... mal so viele Zellen, es geht immer schneller, wie eine Spirale.

Besprich mit dem Arzt, wie viel Zeit euch bleibt. Sicher möchtest du mit deinem Hund noch die Feiertage verbringen.

Ich wollte mit meinem krebskranken Hund noch ein letztes mal in Urlaub fahren, hatte mir 5 Wochen aufgespart. Aber bereits in der ersten "Urlaubs"-Woche (bin natürlich zu Hause geblieben) war es dann soweit.

 

Man sagt oft, Hunde zeigen einem, dass sie "gehen" wollen. Das Gefühl hatte ich nicht.

Es war so etwas wie: "Gerne gehe ich nicht, aber es ist in Ordnung. Ich bin so müde und ich kann nicht mehr."

 

Zur "Würde" ein Beispiel:

Meine erster Hund starb an Krebs, innerhalb von 3 Monaten war alles vorbei. 

Ich wohne im 2. Stock. Hund wollte bis ziemlich zum Schluss die Treppen selber gehen - Stufe für Stufe, täglich mühsamer,  aber selber. Ich hatte den Eindruck, das war für ihn eine Frage der Würde. Als er das aufgab, hatte er nur noch ein paar Tage. Ich glaube, er hatte dann auch sich selber aufgegeben.

 

Versuche, den Hund in den Vordergrund zu stellen. Wenn das Leiden für den Hund zu groß wird, ist die Zeit gekommen-

Der Tierarzt kann es sachlich begründen (mir hat er die weißen (=nicht mehr durchbluteten) Mundschleimhäute gezeigt, ein Zeichen für Organversagen)

Aber du musst emotional die Entscheidung treffen.

Das ist so verdammt schwer ...

 

Ich wünsche dir viel Kraft in dieser schweren Zeit.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Auch möchte ich mich dem anschließen, was schon geschrieben wurde.

Einen Hund kann man erlösen, wenn es keinen Ausweg gibt und es für ihm das Beste ist, wir Menschen würden es uns wünschen, da geht es nicht so einfach , wie bei einem Tier.

Ich stehe auch auf dem Standpunkt, mein Tierarzt kennt meinen Hund und mich und wenn dieser mir schon nahe legt, mich von dem Tier zu verabschieden, das ich dies auch tun sollte. Ich denke, so ein Tierarzt macht sich das auch nicht leicht und mal eben so gerade. Und schon gar nicht, wenn man sich so viele Jahre kennt.

So schwer es auch ist, aber aus eigenem Egoismus den Hund nicht gehen zu lassen??? Das ist keine schöne Aufgabe, leider gehört sie aber irgendwie dazu.

Mein Balu ist mit mir noch zum TA gefahren, mit seiner letzten Kraft, irgendwie haben wir ihn auf dem Tisch gehoben und dann hat er sich hingelegt, als wollte er mir mitteilen, hier hat man mir immer geholfen, bitte helft mir. Leider konnten wir ihn nur über die Regenbogenbrücke rüber helfen. Ich wollte ihm nicht mehr mit nach hause nehmen und noch eine Abschiedszermonie und noch einen Tag leiden lassen. Es kommt sicher drauf an, wie schlimm das Ganze schon ist, kann der TA vielleicht auch nach hause kommen, hat man die Möglichkeit vielleicht zu hause das Tier zu beerdigen. 

Auch ich wünsche Dir ganz viel Kraft in dieser schweren Zeit. Und für so etwas gibt es nie den richtigen Zeitpunkt. 

 

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo

nach einer weiteren Nacht , in der ich kaum geschlafen habe bin ich hier in diesem Forum gelandet und lese nun in dem Beitrag von Fire94 fast genau das, was ich zur Zeit mit unsrer Hündin durchmache.!!!! Gypsy ist jetzt 10 oder 12 Jahre alt (Fundhund) . Zu den ganzen bekannten o.g. Symptomen kam heute Nacht noch ein Keuchen und Husten und Würgen.... trotz allem hat sie heute morgen ihren Napf leergefressen..... ich weiss nicht mehr weiter . Auch bei mir sind die finanziellen Mittel aufgebraucht und meine Kraft auch.... zudem habe ich mich mit meiner TÄ etwas überworfen , da immer neue Diagnosen gestellt wurden ( die falsch waren und deren Behandlung sinnlos) und ich immer tiefer in die Tasche greifen musste..los kommt.... muntert mich halt ein bisschen auf ....😢

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Was Anderes als Tierklinik und endlich mal adäquate Diagnostik kann man da nicht wirklich raten - Ratenzahlung vereinbaren. Rein anhand der Symptomatik kann ich gar nichts raten- was lief denn schon an Diagnostik?

. Ich wünsche dir wirklich, daß du deiner Hündin noch helfen kannst.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Leider ist es so, dass ich momentan nix mehr bezahlen kann...lt TÄ wäre Rhinoskopie , CT und Nasenspülung notwendig.(Dazu müsste ich in eine Tierklinik), wobei Sie mir gleich sagte , dass nicht klar ist ob die Behandlung anschlägt..Kostenvoranschlag 500€ ....Ich habe schon 300€ an Kosten und dazu noch Tabletten und Tropfen ...ich bin so verzweifelt.....

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Also- ist es klar, daß es eine entzündung ist? Was sagt denn das Blutbild? Wurde schon Antibiotika und Antimykotika verabreicht und welche waren das für wie lange? U.a. @Ann, @Myri, @Nahttantekönnen dir bestimmt mehr und besser raten.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Da ich gerade meinen Mann auf seinem letzten , sehr schweren Weg begleite und vor ein paar Monaten mein geliebter Hund Yerom in meinen Armen verröchelt ist, kann ich Dich wohl etwas verstehen.

 

Tierärzte sind auch nur Menschen.  Sie können einem aus ihrem Blickfeld heraus raten, mehr nicht.

Ich will sagen, letzendlich musst Du alleine entscheiden.

 

Mein vorheriger Hund Lux durfte , fast blind, taub und mit Schmerzmitteln , noch einen Sommer mit uns in den Urlaub.

Dann haben wir entschieden, ihn gehen zu lassen.

 

 

Mein Mann würde sehr gerne diesen Weg auch gehen können!

 

Mit uns gemeinsam zu entscheiden, wie und vor allem wann er gehen darf.

 

ER würde nie sein Leiden herausziehen, wozu auch.

Sobald er nicht mehr selbstständig atmen kann, essen kann, sich nicht mehr bewegen usw. will er gehen.

Hilfsmittel , wie drei mal in der Woche den ganzen Tag am Tropf liegen, will er nicht.

 

ER will am Leben teilnehmen können! Mit Freude.

Also, wenn die bösen Einschränkungen das Leben absolut einschränken, dann will er nicht mehr.

 

Aber er ist nun mal kein Tier, er darf es nicht.

 

Ich glaube fest, unsere Tiere würden uns danken,  ihr Leiden nicht ewig verlängert zu haben.

 

Ich wünsche Dir viel Kraft und Deinem Hund ein liebevollen , betreuten Übergang .

 

Susann

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

oh, entschuldigt, ich habe nicht aufs Datum geachtet!!  (zu blöd)

 

Ich habe doch@Fire94 geantwortet.

 

ZU meinem Lux.

 

Ihn habe ich erst gehen lassen, als klar war, dass sein Leiden nur unendlich weiter gehen würde.

Er war inkontienent, kotete unter sich.

 

Ja, da stand ich eben Nachts mehrmals auf und legte ihn trocken, kein Ding.

Das Auto, in dem der liebe Kerl ja auch undicht war, wurde entsprechend isoliert........

 

Dann baute ich ihm Schuhe für seine Vorderpfoten, die er sich blutig schlurfte.

 

Geld, sollte nie über sein Ende entscheiden, da gab es Möglichkeiten. wie Dispokredit,  eine Abzahlungsvereinbarung mit der Tierklinik.

 

Aber irgend wann .... siehe vorheriger Beitrag.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

@gebemeinensenfdazu Hallo

nach einer weiteren Nacht , in der ich kaum geschlafen habe bin ich hier in diesem Forum gelandet und lese nun in dem Beitrag von Fire94 fast genau das, was ich zur Zeit mit unsrer Hündin durchmache.!!!! Gypsy ist jetzt 10 oder 12 Jahre alt (Fundhund) . Zu den ganzen bekannten o.g. Symptomen kam heute Nacht noch ein Keuchen und Husten und Würgen.... trotz allem hat sie heute morgen ihren Napf leergefressen..... ich weiss nicht mehr weiter . Auch bei mir sind die finanziellen Mittel aufgebraucht und meine Kraft auch.... zudem habe ich mich mit meiner TÄ etwas überworfen , da immer neue Diagnosen gestellt wurden ( die falsch waren und deren Behandlung sinnlos) und ich immer tiefer in die Tasche greifen musste..los kommt.... muntert mich halt ein bisschen auf ....😢

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.