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Hundeforum Der Hund
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Will to please - was ist das eigentlich

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Hi,

ich würde gerne über den Begriff aus verschiedenen Blickwinkeln diskutieren.

Ich habe Border Collies und Collies mit viel Will to please. Erzählt doch mal, was für Erfahrungen ihr so habt. Kann auch eine lustige Annekdote sein, wie mein Rüde bei einem Tunier nicht aus dem PLATZ aufstand als ich weiterging, und ich das nicht merkte.

Alles halt, von der züchterischen Leistung, bis hin zur Übersetzung des Begriffes.

 

LG

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Ganz ohne theoretischen Hintergrund ist es für mich, die Freude des Hundes etwas mit seinen Menschen zusammen zu machen. Manchmal auch einfach die Freude für seinen Menschen zu machen was ihn freut.

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vor 21 Minuten schrieb Nebelfrei:

Ganz ohne theoretischen Hintergrund ist es für mich, die Freude des Hundes etwas mit seinen Menschen zusammen zu machen. Manchmal auch einfach die Freude für seinen Menschen zu machen was ihn freut.

 

Also mein Beagle hat definitiv so gut wie keinen will-to-please, aber er hat große Freude etwas mit mir zusammen zu machen!

Vorausgesetzt es deckt sich mit seinen Neigungen und Interessen (z.B. Mantrailing) ... ! :D 

 

Der zweite Satz trifft es für mich besser.

Ein Hund mit "will-to-please", - also einer der seinem Besitzer gefallen will - macht auch gerne etwas mit seinem Menschen zusammen, weil dieser sich dann über seinen Hund freut.

 

 

 

 

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@Schnüffelmaus das ist ein toller Blickwinkel. Find ich richtig klasse.

 

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Interessante Frage, 2010!

Ich habe gerade vor ein paar Tagen mit jemandem über diese "Eigenschaft" heiß diskutiert :D

 

Gegenstand unserer Diskussion war u.a., ob der züchterisch geförderte "will-to-please" mit einer gewissen Unterwürfigkeit gegenüber dem Menschen korreliert. Stolze, eigenständige, unabhängige Rassen (z.B. HSH, Nordische, Urtyphunde) zeigen i.d.R. weder eine große Unterwürfigkeit gegenüber Menschen noch besonderen will-to-please. Die gängigen Jagd-,  Begleithund-, Gebrauchshundrassen hingegen vereinen oft beide Eigenschaften.

 

Hinter dieser Bereitschaft zu Kooperation /Gehorsam könnte also auch Harmoniebedürfnis und (emotionale) Abhängigkeit stecken?

Mangel an (Mut zur) Eigeninitiative gar?

 

Interessant in dem Zusammenhang finde ich auch die Reaktion des Hundes auf Strafe. Ganz plump gesagt, der HSH dreht sich um und geht, oder er beißt zurück, der DSH oder der Border reagiert mit Unterwürfigkeit und Beschwichtigung --> viel leichter zu erziehen /zu trainieren / zu manipulieren, aber auch zu verbiegen.

 

Das ist nicht meine Meinung, das waren mal so unsere Gedanken, eigentlich auch ohne Ergebnis -Hundeverhalten ist zu komplex, um es in Schemata zu pressen, und Hunde selbst sind zu individuell, um in Schubladen zu gehören :)

Dennoch gibt es Tendenzen, Zusammenhänge.

 

 

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Hab's ja im anderen Thread schon angesprochen.

wtp ist für mich per Zuchtselektion erreichte intrinsische Motivation freudig mitzumachen, wenn Herrchen/Frauchen dazu aufruft. Dabei geht es um die Freude des Herrchen/Frauchens darüber, weniger darum, wozu aufgerufen wird.

Kooperationswille ist für mich die gemeinsame Freude an einer Tätigkeit, Hund und Halter bringen beide intrinsische Motivation mit gemeinsam genau das zu machen

Geht mit wtp, geht ohne wtp. Kooperation kriege ich also mit wtp oder Motivierbarkeit für eine Handlung.

Kooperationsmotivation ist mir wichtig. wtp nicht sehr, ich mag es wenn der Hund mitdenkt und Impulse setzt. wtp kann halt fies mißbraucht werden (z.B. der vielzitierte DSH, der trotz Schläge immer noch mitmacht), bei der richtigen Hund/Halter-Kombination kann es bestimmt auch viel Spaß machen und erleichtern.

 

zur Veranschaulichung

irgendwo draußen in der späten Dämmerung in einem nicht gut einsehbaren Gelände will ich mit meinem Hund kurz UO-Übungen machen. Jemand schleicht drumherum.

Ein Hund mit wtp, wie ich ihn verstehe, würde UO machen, wenn ich Fuß rufe (die UO wäre relativ selbstbelohnend)

Ein Hund mit Kooperationsmotivation würde später UO machen- erst nachdem er mit mir zusammen gecheckt hätte, daß der Typ in Ordnung ist (die UO bräuchte zusätzlichen Belohnungsanreiz, wie z.B. gemeinsames Spiel)

Ein Hund ohne Kooperationswille (der den Halter aber trotzdem mag) würde den Typ vielleicht selber stellen, jagen gehen, dösen irgendwas machen, zur Not gegen Belohnung auch UO aber vielleicht auch morgen oder gar nicht oder vielleicht gar nicht verstehen, was das alles soll.

 

Wenn der wtp sehr ausgeprägt ist, würde ich in der Erziehung verstärkt  andere Eigeninteressen des Hundes fördern.

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Die evt Unterwürfigkeit finde ich an der Stelle auch beachtenswert.

 

 

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@gebemeinensenfdazu der Begriff Kooperationsmotivation ist mir neu. Kannst du dazu noch was schreiben?

 

Dein Beispiel kann ich nicht so richtig nachfühlen.

 

Was man mit den Hunden mit viel wtp auf jeden Fall hinbekommt, man kann sie hilflos machen. Aber das ist ja nicht das Ziel. Nicht beim Dsh und auch nicht beim Bc.

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Ist kein feststehender Begriff wie wtp, sagt nur aus,  daß der Hund intrinsische Motivation für eine gemeinsame Arbeit mitbringt, sei es, weil es ihn selber intrinsisch interessiert, sei es, weil ihn eine Belohnung dazu motiviert oder sei es mittelbar darüber, daß der Hund sovielo wtp hat, daß er aus diesem Grund gerne mitmacht

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Wo grenzt sich das zu wtp ab.

Ist das nicht identisch?

 

 

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