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PawSitive

Über Langlebigkeit

Empfohlene Beiträge

PawSitive   

Hallo ihr! Ich habe gerade einen interessanten Artikel zu dem Thema gefunden. 

https://www.wuff.eu/wp/welche-hunde-leben-am-laengsten-ruede-huendin-gross-klein-kastriert-unkastriert/

Ich war mir jetzt nicht sicher, ob das nicht vielleicht eher zum Zucht-Bereich gehört. Jedenfalls frage ich mich, ob Züchter vom VDH Hunde auf Langlebigkeit züchten dürfen, wenn das mit einem Verlust der Größe einhergeht? 

Was sagt ihr denn allgemein zu dem Thema?

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Mrs.Midnight   

Sehr spannend. In wie weit sich der rassestandard einfach so ändern/ anpassen lässt weiß ich gar nicht ?

(Wer entscheidet das überhaupt?)

 

Aber im Artikel steht ja das die eine hunderassen früher 50 Kilo und heute bis zu 100 Kilo erreichen, heißt dass, das der Rassestsndard da angepasst / geändert wurde?

 

Und dann kommt da ja noch die Sache mit der Nachfrage vom Kunden. Es gibt ja immer Menschen die (in diesem Fall) einen großen, riesigen Hund wollen und da scheint es dann dem Käufer nicht so wichtig zu sein, dass der Hund nicht so lange lebt, hauptsache groß. Das bedeutet das riesige Hunde Abnehmer haben und warum sollte man dann aufhören sie zu züchten (so rein aus wirtschaftlicher Sicht).

 

Gesundheit ist ja im Rassestandard bei vielen Rassen leider nicht das wichtigste. Oftmals ist die Optik da entscheidender :(

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gebemeinensenfdazu   

Nicht, wenn es die Zuchtvereine nicht erlauben bzw. sie könnten, aber dann würde der Hund nicht mehr dem rassestandard entsprechen und mit diesem könnte nicht weitergezüchtet werden. Die Größe ist im Rassestandard festgeschrieben,, der wiederum ist nicht selten über die jahrzehnte nach oben verschoben worden, bei den kleinen Rassen kamen wiederum noch kleinere dazu- auch ein tierfeindlicher Trend, bei dem Anatomie-bedingte Krankheiten entstehen. Da müßte es also wieder größer werden..

Soviel macht IGF1 insgesamt nicht aus. Wenn Reparaturmechanismen greifen, der Hund angemessen Bewegung und Ernährung hat, kann auch eine Dogge 14 werden. Die Erbkrankheiten aus den Rasssen rauszukriegen wäre erstmal wichtiger als die geringere Körpergröße.

Bei der Bewegung wird heutzutage leider am meisten gespart, finde ich. Entweder es wird behauptet, der Hund würde dann überreizt, oder es wird gesagt "Das reicht dem" (Hunde sind anpassungsfähig)oder es wird stattdessen "Kopfarbeit" angeboten (10m Kopfarbeit ersetzen KEINE 2 h Gassi). Leinenzwanggesetze sorgen dafür, daß gerade große Hunde im Schnitt noch viel weniger Strecke laufen.

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PawSitive   
(bearbeitet)

@Mrs.Midnight  das würde mich auch brennend interessieren. Also ganz pauschal würde ich davon ausgehen, dass die meisten Leute züchten, weil sie Hunde lieben. Ob Züchter vom VDH überhaupt selbst was von dem Preis der Welpen haben, wird ja immer mal wieder diskutiert und von den Züchtern verneint. Auch wird oft gezüchtet, um die Rasse zu verbessern, nicht unbedingt immer nur äußerlich. Gibt es vielleicht sogar Züchter, die so etwas wie den Zuchtstandard als Grund sehen, um den Verein zu verlassen und alleine zu züchten? Beispielsweise wenn sein Zuchtziel bullies mit längeren Nasen wären. 

Ich denke auch, dass der Rassestandard geändert wurde, oder aber er ist so schwammig formuliert, dass sowohl die Hunde vor 100 Jahren, als auch die Hunde von heute ihm entsprechen. Die Auslegung läge folglich bei den Showrichtern? 

Ich Frage mich auch, wie vielen Leuten die Lebenserwartung nicht so wichtig ist, solange ihr Hund groß ist. Bestimmt gilt eine Deutsche Dogge beim ein oder anderen als Statussymbol, aber vielleicht wissen auch viele gar nicht so genau über sowas bescheid? 

 

@gebemeinensenfdazu das klingt Wirklich interessant. Was für Reparaturmechanismen sind denn das und unter welchen Voraussetzungen treten sie in Kraft? 

Zum Thema Leinenzwang kann ich nur zustimmen. Immerhin gibt es noch Schleppleinen. Bleibt nur zu hoffen, dass der Laufbandtrend in den USA bleibt. Uns Menschen würde abgesehen davon mehr Bewegung in der Natur auch ganz gut tun.

 

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gebemeinensenfdazu   

Die Zellreparaturmassnahmen von denen auch im Link berichtet wurden, kurz--. die Telomeraseaktivität, die z.B. durch Bewegung gesteigert wird (aber auch durch Nahrungsrestriktion und evtl. bestimmte Substanzen wie z.B. Resveratrol). Die Telomere (Chromosomenendstücke) verkürzen sich nach diversen Zellteilungen und bestimmen dadurch die Erneuerbarkeit und Lebensdauer des Organismus. Telomerasen sind in der Lage  diese wiederherzustellen. Das ist nur eine Form von Reparaturmaßnahme (die sich auch Krebszellen zunutze machen können)  andere sorgen für z.B. für korrektes Auslesen

http://www.spektrum.de/news/dna-reparatur-weisser-ritter-gegen-krebs-und-altern/1369811

 

Da Bewegung hier eine wichtige Rolle spielt, muß man (Qual-)Zuchten, die die Bewegungsfähigkeit stark einschränken nochmal kritischer betrachten.

 

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PawSitive   

@gebemeinensenfdazu  ach das meintest du! Hatte gar nicht mehr so ganz die Zusammenhänge im Kopf, ich bin etwas unkonzentriert. Es heißt folglich gerade für Großhundbesitzer: viel Bewegung! Wird nur schwierig, wenn die Dogge auch noch HD hat. 

Du weißt aber nicht zufällig, wer bestimmt, wie der Rassestandard ist, oder? Würde mich enorm interessieren.

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Zurimor   
vor 11 Stunden schrieb PawSitive:

 Jedenfalls frage ich mich, ob Züchter vom VDH Hunde auf Langlebigkeit züchten dürfen, wenn das mit einem Verlust der Größe einhergeht? 

Was sagt ihr denn allgemein zu dem Thema?

Ich hab mich ganz bewußt für einen großen Hund entschieden. Ist doch viel praktischer, im Stehen dran zu kommen als sich ständig runterbeugen oder hinhocken zu müssen. Wobei etwa Wolfsgröße für mich eh sowas wie Normalgröße ist, diese ganzen Kleinhunde sind nicht mein Fall, wüßt ich gar nichts mit anzufangen. ;)

 

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PawSitive   

@Zurimor oh das kommt mir bekannt vor. Kleiner als kniehoch wäre mir auch zu klein, keine Ahnung warum. Meine Chefin hat einen Zwergdackel und wir dürfen sie aus Gründen, die ich schon wieder vergessen habe, nicht hoch nehmen. Auf Dauer wird die Bückerei doch etwas nervig. Sie ist so lieb und verschmust :wub:

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Lemmy   

Ein toller Artikel, der mal das auffasst, was ich schon immer sage ;)

Zucht auf Extreme (vor allem Größe und Gewicht) ist immer schlecht für eine Rasse. Und es kann doch dem Hundebesitzer nicht egal sein, wie alt sein Hund wird - das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen :(

Einen Hund bei dem man sich nicht bücken muss zu haben ist schön - aber hab ich da wirklich "mehr" von, wenn er mir mit 6 Jahren an Krebs oder Herzversagen stirbt? Zumal wir ja lesen, dass bewegung gut ist - Bücken ist auch Bewegung ;)

 

Ich denke auch, dass Bewegung und Größe nicht nur in Bezug auf die Strecken die zurückgelegt werden kor

ellieren. Wie schon geschrieben beeinflussen Gelenkerkrankungen gerade schwere/große Hunde, was die Bewegung wieder einschränkt... Ganz klar sollte daher meiner Meinung nach sehr wohl auf eine geringere Größe bei der Zucht Rücksicht genommen werden!

 

Viele Hunde die hohe Prämien bei Ausstellungen bekommen sind sogar am oberen Limit oder drüber wenn es um den Standard geht - es wird vielfach auf "grade noch im Standard" geschaut, und weniger auf "genau im Mittel" oder "am unteren Rand". Die großen, eindrucksvollen Hunde bekommen mehr Lob und Preise, und somit mehr Zuchteinsätze. Ist ganz großer Mist.

 

 

vor 18 Stunden schrieb PawSitive:

Bleibt nur zu hoffen, dass der Laufbandtrend in den USA bleibt. Uns Menschen würde abgesehen davon mehr Bewegung in der Natur auch ganz gut tun.

 

 

Generell bin ich deiner Meinung, dass lange Spaziergänge draußen besser und zu bevorzugen sind, aber so ganz schlimm finde ich Laufbänder nun auch nicht. Zum gelegentlichen (!) Einsatz wenn Wetter oder die menschliche Gesundheit einen langen Spaziergang nicht bieten können, also als Zusatz zur normalen Bewegung, finde ich ein Laufband nicht die schlechteste Lösung. Wenn die Alternative ist, dass der Hund gar nichts tut, dann lieber Laufband.
Für Physio-Zwecke setzt man die ja auch ein, da eine gleichmäßige, kontrollierte Bewegung möglich ist - anders als draußen, wo Steine und andere Hunde und generell Bodenbeschaffenheiten eine ganz gezielte gleichmäßige Bewegung erschweren.

 

Wie gesagt - als Zusatz zu einer vernünftigen Bewegung draußen - why not? Wenn es den Hund gesund hält, ist es doch gut :)

 

Die USA empfinde ich nun in nahezu keiner Sache als nachahmenswert, aber wenn durch die Laufbänder die armen, zur Faulheit verdammten Hunde ein wenig mehr bewegung bekommen ist es ja schon fast zu begrüßen.

 

Am 5.12.2017 um 10:37 schrieb gebemeinensenfdazu:

Die Erbkrankheiten aus den Rasssen rauszukriegen wäre erstmal wichtiger als die geringere Körpergröße.

 

Hm, das sehe ich ein wenig anders. Also klar, wenn es durch ein neues Ziel "kleiner werden" zu vermehrter Inzucht kommt, ist das natürlich den Teufel mit dem Beelzebub austreiben. Aber generell ist doch eine Selektion auf "lange leben" auch eine auf "weniger Krankheiten", oder?  Zumal ja die im Moment eher kleinen (am unteren Limit im Standard) befindlcihe Hunde seltener zur Zucht verwendet werden, und somit deren DNA ja nur ein Gewinn sein kann - und somit die Gefahr von Erbkrankheiten wieder verringert werden kann.

Ich sehe auch keine "erst ... und dann..." Situation, für mich ist beides gleich wichtig und beides auch gleichzeitig anzugehen. Kleinere, gesunde Hunde bevorzugen - ohne komplett auf gesunde mittelgroße Hunde zu verzichten - und ich schlage zwei Fliegen mit einer Klappe :)

 

 

Für mich ist das theoretisch sehr spannend, aber ich muss sagen der Artikel bestätigt mal wieder meinen Entschluss, mich an die Mixe zu halten ;)

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saicdi   

Der Züchter unserer Pferde (Frankreich) züchtet "nebenher" Berner Sennen (ohne Papiere)

Die werden i.d.R. um die 14 Jahre alt. ABER: Die sind ,vor allem sein momentaner Deckrüde, deutlich kleiner und beweglicher als die bei uns.

Die leben dort als reine Hofhunde, begleiten ihn täglich beim Gang zu den Weiden und müssen klar im Kopf sein.

Die Leute in der näheren und weiteren Umgebung sind total wild auf seine Hunde und er könnte deutlich mehr verkaufen, als er Nachzucht hat.

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