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der Zweithund zieht ein!

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Hundi22   

Hallöchen :)

 

Es ist geplant, dass im Frühjahr/Sommer 2018 ein Zweithund einziehen soll.

Der Ersthund wird dann 5,5/6 Jahre alt sein. Ist derzeit geliebter Einzelprinz und ich denke für uns alle wird das erstmal eine ganz schöne Umstellung.

Mein Rüde ist unkastriert, sehr verträglich und freundlich zu beinahe jedem Hund.

 

Da ich meinen Rüden nicht wegen des Nachwuchses kastrieren lassen möchte und die Konstellation intakter Rüde und eine mindestens einmal läufige Hündin nicht nur organisatorisch unschön finde, habe ich mich für einen weiteren Rüden entschieden.

 

Bisher hatte ich also Kontakt mit ein paar Züchtern, die im nächsten Jahr Welpen planen.

Mit zweien habe ich mich auf Anhieb gut verstanden, so dass ich nun auf einer deren Reservierungslisten für einen kleinen Rüden stehe.

Gedeckt wird bei der nächsten Läufigkeit. Ob es dann auch einen Rüden in dem Wurf gibt ist natürlich selbst dann noch offen.

 

Die Vorfreude ist natürlich groß. Ich kann es gar nicht abwarten, wann es denn endlich so weit ist und wie der kleine Mann unser Leben bereichern wird :)

 

Nun überlege ich mir, wie ich einierseits vielleicht unseren Ersthund etwas "vorbereiten" kann und wie dann die Anfangszeit gestaltet werden sollte.

 

Im Internet habe ich bisher gelesen, dass ein erstes Treffen an einem neutralen Ort empfohlen wird.

Wie handhabt man dies bei einem Welpen? Wir würden zu den Züchtern recht weit fahren müssen. Demnach käme vor einer längeren gemeinsamen Rückfahrt (im Auto werden sie natürlich erstmal getrennt werden!) ja nur ein Kennenlernen beim Züchter infrage - ob es dort in der Nähe einen geeigneten Ort zum Kennenlernen geben wird, weiß ich nicht. Oder ist ein Kennenlernen im Garten der Züchter auch in Ordnung?

 

Dann las ich, dass der Ersthund (natürlich!) weiterhin genügend Aufmerksamkeit bekommen sollte. Das ist für mich total klar.

Ich dachte daran gerade in der Anfangszeit auch mal Spatziergänge nur mit dem Ersthund zu machen (der Welpe kann ja eh noch nicht so viel laufen; normalerweise würde ich ihn dann das weitere Stück tragen wollen..) oder eben auf dem Hundeplatz zum Training zu fahren und den Welpen daheim zu lassen (natürlich nicht alleine!).

Der Welpe soll ja aber eigentlich ab dem ersten Tag voll inegriert werden. Alles kennenlernen und an unserem Leben teilhaben. Ihn in einigen Bereichen "auszuschließen" stelle ich mir unschön vor und ist womöglich für die Bindung der beiden Hunde nicht so förderlich!?

 

Ansonsten habe ich mir zu dem einen oder anderen Thema noch einige Gedanken gemacht, bin mir aber gerade bei der Anfangszeit noch unsicher, wie ich das Zusammenleben der beiden Hunde am besten managen soll. Es sollen sich ja der Erst- wie auch der Zweithund in der Konstellation wohl fühlen!

 

Bisher habe ich mir demnach erstmal nur ausgiebig Gedanken zu dem "WER" gemacht.

Habt ihr Tipps, Ideen, Gedankenansätze für mich?

 

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MalamutMica   

Ich habe letztes Jahr einen Welpen zu unserer Hündin geholt und mir natürlich ähnliche Fragen gestellt. 

 

Das Kennenlernen fand bei uns zuhause in der Hofeinfahrt statt, weil ich auch eine lange Anreise zur Züchterin hatte. Ich habe auch dort übernachtet und bin erst am nächsten Tag mit dem Welpen zurück, da hätte ich meine Hündin nicht mitnehmen können. 

 

Also durften sie sich in der Einfahrt kennenlernen und wir sind ein kurzes Stück gegangen. Danach gings ins Haus. Wichtig ist, dass du die ersten Tage/Wochen darauf achtest, dass weder der Ersthund den Welpen mobbt als auch dass der Welpe nicht ständig dem Älteren auf die Nerven geht. Die müssen sich auch erst aneinander gewöhnen. Wichtig ist auch, dass der Ersthund dem Welpen freien Zugang zum Wassernapf gewährt.....da macht meine Hündin nämlich schon mal Zicken, lässt auch keinen Besuchshund an den Wassernapf. Also musste ich sie die ersten Stunden davon abhalten, das Wasser zu verteidigen. Sie hat es aber dann nach kurzer Zeit aufgegeben und seit dem war das nie mehr Thema.

 

Beim Füttern darauf achten, dass jeder Hund in Ruhe und ungestört fressen kann. Ich bin dazu übergegangen, meine beiden sogar in getrennten Räumen zu füttern, da sie dann beide viel langsamer und genüßlicher fressen und das Futter nicht innerhalb weniger Sekunden einsaugen.

 

Stell dich drauf ein, dass der Welpe anfangs wohl öfter mal vom Großen zurecht gewiesen wird....vielleicht darf er sich anfangs auch noch nicht frei in der Wohnung bewegen und wird eingeschränkt. Vielleicht darf er sich dem Älteren auch noch nicht nähern und wird notfalls auch mal abgeschnappt. Ist alles vollkommen normal und so lange das in einem vernünftigen Rahmen abläuft würde ich da nicht einschreiten. Gestehe dem Ersthund zu, dass er auch mal knurrt, wenn der Kleine nervt, das kann auch mal ein lauteres Grummeln sein......auf keinen Fall in diesem Moment mit dem Großen schimpfen, sondern eher dafür sorgen, dass der Kleine Abstand hält.

 

Kriegt der Welpe tatsächlich mal eins aufm Deckel, weil er vielleicht immer wieder nervt und nervt, auch dann bitte nicht den Ersthund schimpfen und den anderen betüdeln, denn das untergräbt die Stellung des Ersthundes. Er hat sich ja aus hündischer Sicht nicht falsch verhalten, sondern nur sehr deutlich gemacht, dass er das Verhalten des anderen nicht in Ordnung findet. Das darf er!

 

Meine Hündin hat unseren Welpen mindestens vier Wochen lang abwechselnd ignoriert oder angeknurrt....er durfte nicht an ihr vorbeigehen, wenn sie an der Tür lag (das darf er übrigens heute noch nicht und steht dann manchmal etwas bedröppelt im Flur, weil sie in der Wohzimmertür liegt...gg), er durfte nicht an ihr schnuppern, er durfte nicht an sie ran, er wurde in der Bewegung eingeschränkt und und und. Aber er hat nicht aufgegeben und sie immer wieder zum Spielen aufgefordert, sie beschwichtigt, an den Lefzen geleckt, sich ihr vorsichtig genähert und irgendwann hat sie sich dann erweichen lassen. Seit dem sind sie unzertrennlich.

 

Versuch ein ausgewogenes Verhältnis zwischen beiden herzustellen....mal darf der eine kuscheln, mal der andere, mal beide. Mal dürfen beide Hunde mitkommen, mal nur der eine, mal der andere. Soweit es geht, dürfen meine Hunde entweder beide mit oder müssen beide gemeinsam zuhause bleiben, allerdings habe ich auch geübt, dass auch mal einer allein daheim bleiben muss. Es kann ja immer mal was sein mit dem Ersthund und dann hilft es mir nichts, wenn der Zweite nur alleinsein kann, wenn der Große dabei ist, weil er es nie anders kennengelernt hat.

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