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Hundeforum Der Hund
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Ahnentafel beim VDH selber einfordern ?

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Hey, 

 

Ich bin letztens über eine Verkaufsanzeige gestoßen, in der es hieß, dass man die Ahnentafel für eine Hündin nachgereicht bekommt, wenn diese im Alter von zwei Jahren nachweislich kastriert wurde (klar die wollen halt nicht, dass mit dem Hund im Verein gezüchtet wird).

 

Jetzt Frage ich mich, ob man als neuer Besitzer, der man ja den Namen des Züchter, der Zuchtstätte usw. kennt nicht eventuell einfach selber im Verein die Papiere verlangen kann ? Oder kann das nur der Züchter?

 

Und in wie fern ist so eine Sache eigentlich rechtens ? Kann ein Züchter mir als Auflage stellen, das ich den Hund zu kastrieren habe wenn ich die Papiere will ? (Kastration als Grund um Unterlagen ausgehändigt zu bekommen, ist ja schon irgendwie heftig)

 

Diese Frage ist aus reinem Interesse

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(bearbeitet)

 Ich glaub, diese Verträge verstossen gegen geltendes Recht und sind nicht rechtens.

Ich würde, da ich keinem Stress will, allerdings nie solch einem Vertrag zustimmen.

 

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Zumindest im Bereich VDH gehören die AT zum Hund. Bei jeder Weitergabe ist der Eigentumswechsel des Hundes einzutragen und vom Abgeber zu unterschreiben. Eine vertragliche Verpflichtung zur grundsätzlichen Kastration ist m.E. nicht bindend, evt. sogar schon eine Aufforderung zu einem Gesetzesverstoß ( TSchG ).

 

Eine Ahnentafelzweitschrift bekommt grundsätzlich der nachweisliche Eigentümer eines Hundes ohne Probleme gegen geringe Gebühr bei dem jeweiligen Rassezuchtverein.

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Danke für eure Antworten. Sehr interessant 

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Eigentlich ist die Regelung doch etwas widersinnig.....meistens brauche ich die Ahnentafel ja wirklich nur, wenn ich wirklich züchten will. Einerseits für mich als Abstammungsnachweis, aber auch um zu sehen, welche Linien schon eingekreuzt sind und welche dazu passen könnten. Weiter brauche ich die Ahnentafel evtl. noch für die Zuchtzulassung (das weiß ich aber nicht sicher).

 

Ich glaub ich würde auf Aushändigung der Ahnentafel bestehen, immerhin habe ich die Abstammung durch den Kaufpreis ja auch - bewusst -  mit bezahlt. Und ob ich meinen Rassehund später als Zuchthund verwenden oder kastrieren möchte, ist immer noch meine Entscheidung und da hätte ich ungern solche Auflagen.

 

Dass der Züchter bei der Auswahl des ersten Deckaktes mitwirkt...gut, von mir aus...aber Ahnentafel nur gegen Kastration....nö.

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Ganz ehrlich da würde ich auch keinen Hund kaufen. Jeder Züchter ist doch normal daran interessiert, das man seine Hund z.B. auf Ausstellungen zeigt, dafür braucht man die Papiere. Dann wäre auch jeder heil froh, wenn mit einem seiner Hunde gezüchtet wird. Und wenn ich einen Rassehund kaufen dann gehören die Papiere dazu. Man braucht sie ja auch schon wenn man eine offizielle Auswertung von HD und co. will. Ich tippe mal eher darauf das der Hund garkeine Papiere hat und man da mit 2 Jahren und kastriertem Hund nie wieder was von den Leuten hört.

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Bist du dir sicher, dass es sich um einen Züchter handelt dessen Zuchtverband dem VDH angeschlossen ist?

 

Dann wäre das sicher ein Fall für die Rechtsabteilung des VDH.

 

Wie Gerhard schon schrieb, die Ahnentafel gehört zum jeweiligen Hund, diese ist mit Eigentumsübergabe des Hundes an den neuen Eigentümer auszuhändigen.

Die Aufforderung zur Kastration ist tatsächlich eine Aufforderung zum Verstoß gegen das Tierschutzgesetz, weil hier ganz klar als Grund die Interessen des Züchters und nicht die im TSchG genannten Gründe für eine Fortpflanzungsverhinderung durch Organentnahme vorliegen.

 

Weißt du noch die Rasse, die dort angeboten wurde? Gibt es da evtl. irgendein "Alleinstellungsmerkmal", die diese "Rasse" vielleicht irgendwie besonders macht?

 

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Eine weiße mittelspitz hündin. So an sich jetzt nichts "besonderes", also keine exotische Farbe.

 

Die Anzeige ist auch leider schon rausgenommen (zumindest finde ich sie gerade nicht mehr). Aber es stand halt drin das es die Ahnentafel vom VDH erst nach ärztlich nachgewiesener Kastration gäbe.

 

Ich selber will den Hund nicht kaufen und würde allgemein keinen Hund kaufen der sowas "mitbringt". Aber ich fand's so komisch beim lesen, dass ich mir dachte "das kann doch niemals rechtens sein"

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Nein, das ist absolut nicht rechtens.

Im VDH muss man -. egal in welchem angeschlossenen Zuchtverein - für den kompletten Wurf ohne Ausnahme Ahnentafeln ausstellen. Bei den Wurfmeldungen muss zwingend die Wurfstärke, die Totgeburten und die bis zur Meldung verendeten angegeben werden. Daraus ergibt sich automatisch die zu meldende Wurfstärke und genau für diese werden AT erstellt und diese Hunde auch in das jeweilige Zuchtbuch eingetragen. Eine Abgabe von Hunden mit/ohne AT ist nicht zulässig. Die AT ist mit dem Hund auszuhändigen. Bei allen Zuchtvereinen im VDH gehört die AT dem Verein ( Eigentümer der AT ) und sie muss im Besitz des Hundeeigentümers sein ( Besitz der AT). Bei Tod des Hundes ist die AT auch an den Verein/ die Zuchtbuchstelle zurück zu senden. Macht zwar kaum einer, ist aber so geregelt.

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vor 1 Minute schrieb Gerhard:

Bei Tod des Hundes ist die AT auch an den Verein/ die Zuchtbuchstelle zurück zu senden. Macht zwar kaum einer, ist aber so geregelt.

Das wußte ich tatsächlich nicht. Die von Aenne hab ich noch.

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