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polar-chat.de  Der Hund
Renegade

Der Dalmatiner - ein Jagdhund?

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Einige von euch haben ja schon mitbekommen, dass ich Forumsneuling eine 4 jährige Dalmi Hündin habe.

Und zu meiner Freude habe ich gesehen, dass es hier auch noch andere Dalmi Halter als aktive User hier gibt.

 

Ich würde gerne wissen, wie ausgeprägt der Jagdtrieb bei euren getupften Lieblingen ist.

 

Im Standard wird Jagdtrieb mit keinem Wort erwähnt. Naja...:rolleyes:

Und ich muß gestehen, dass mich Enyas durchaus vorhandene Jagdpassion kalt erwischt hat...:huh: Irgendwie legt die Verwendung der ehemaligen Kutschenhunde doch nicht wirklich nahe, dass sie bei Wildsichtung auf lange Zeit verschwunden sind, finde ich.

Sie liefen mit den Kutschen doch mit, oder auch ein Stück voraus, um dem Fahrzeug den Weg frei zu halten und nicht, um Wild zu hetzen...???

 

Ich würde mich freuen, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen wollt - vielen Dank im voraus!

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Meine Punkte Dame ist eine vorbildliche nichtjägerin. Zum Glück :lol: bisher hat sie Freundschaften mit Kaninchen und Eichhörnchen geschlossen. Größeres wild macht Ihr Angst. Einzig Vögel auf der Weide werden gerne mal aufgescheucht. Wobei das nichts mit jagen zu tun hat. 

meine läuft durchaus gerne vor. Schaut an waldkreuzungen gerne mal welcher Weg ihr passt. Sie entspricht durchaus der standardbeschreibung. Begegne Aber auch oft älteren Herren, die mir erzählen wie sie mit ihren Dalmatinern auf Jagd gegangen sind. Sind ja auch nicht unbedingt ungeeignet dafür. 

Wahrscheinlich hast du einfach Pech gehabt. Jeder Hund ist natürlich individuell Und jagdtrieb ist ja an sich einfach ein natürliches Verhalten. Der Standard trifft ja nunmal nicht auf jeden Hund zu.

Tatsächlich habe ich am Anfang mal einen Artikels gelesen, in dem Dalmatiner als unglaublich erfolgreiche und gute Jäger beschrieben wurden. War etwas irritiert, weil ich bis dato auch nicht auf dem Schirm hatte, dass sie dafür eingesetzt werden oder überhaupt jagdtrieb haben. Aber man kann sie natürlich auch darauf prägen.

hast du deine denn als Welpen bekommen? 

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(bearbeitet)

:)

 

 

 

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vor 13 Minuten schrieb black jack:

:)

 

 

 

 

?? Oder soll ich mich mit deiner Signatur zufrieden geben? :10_wink:

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Ich hatte geschrieben ,das ich dachte früher Jagd +so Hunde für den Adel,kanns aber grad nicht untermauern,deshalb gelöscht :)

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Mein Punkteprinz würde ganz gerne jagen,wenn man ihn denn ließe...;)

Allerdings jagt er wenn,dann mehr auf Sicht.Fährten tut er nicht.

Er ist aber im Gelände recht zuverlässig abrufbar (muß man natürlich trainieren),daß er auch bei uns in einer sehr wildreichen Gegend fast immer offline laufen kann.

Was ihn triggert,sind Hasen oder fremde Katzen:da springt er gerne drauf an,wenn ich es nicht vorher sehe und ihn abrufe.Rehe sind kaum ein Problem:die bewegen sich nicht so schnell,und er zeigt sie mir auch schon mal an,ohne "aktiv" zu werden.

Und:wenn das Objekt der Begierde weg ist (also im Gebüsch verschwunden) dann isses halt weg.Dann lohnt es nicht,danach zu schauen...;)

Mein Fazit:ein Dalmatiner hat eine recht normale Jagdpassion,die aber durch das entsprechende Training gut in den Griff zu kriegen ist,da er sonst gern gehorsam ist und für Lob und Leckerli (fast) alles tut.:)

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vor einer Stunde schrieb Flusentrude:

Mein Fazit:ein Dalmatiner hat eine recht normale Jagdpassion,die aber durch das entsprechende Training gut in den Griff zu kriegen ist,

 

Ich denke, das gilt für sehr viele Rassen. Wenm sie auf den Geschmack kommen gehen sie jagen, wenn man aufpasst umd es, wie auch immer, umlenkt, geht es bei vielen.

Wir hatten ja sogar eine jagende Sennenhündin, das Tieren nachrennen war eben das einzige Lustige in ihren ersten Jahren

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So weit ich mich erinnere wurden Dalmatiner vor der Zeit der Kutschen auch als Jagdhunde gebraucht, so vor 200 Jahren? Ich kenne einen der heute auch jagdlich geführt wird, aber es gibt dafür sicher geeignetere Rassen. 

Meine Älteste hat nie gejagt, sie konnte über Hasen stolpern, hat sie nicht interessiert. 

Die Zweite fing im Alter von zwei Jahren damit an, auf Sicht und sehr ausgeprägt. Ein Hase und weg war sie. Hat sich aber gut trainieren lassen und ab da nie wieder ein Versuch, selbst wenn etwas direkt ihren Weg kreuzt, völlig egal. 

Die Jüngste entwickelt den Jagdtrieb zur Zeit leider auch, daran arbeiten wir gerade. 

 

Zitat

Irgendwie legt die Verwendung der ehemaligen Kutschenhunde doch nicht wirklich nahe, dass sie bei Wildsichtung auf lange Zeit verschwunden sind, finde ich.

 

Das fand und finde ich bei meinen auch ein interessantes Phänomen, weil die Hunde mich ja beim reiten leinenlos begleiten und da eben NICHT jagen. 

Geschrieben steht im Rassestandard ja so einiges, zum Beispiel, nicht als Wachhund geeignet... Kann ich von meiner Jüngsten nicht sagen.

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Am 12.12.2017 um 19:03 schrieb Flusentrude:

Mein Punkteprinz würde ganz gerne jagen,wenn man ihn denn ließe...;)

(...)

Mein Fazit:ein Dalmatiner hat eine recht normale Jagdpassion,die aber durch das entsprechende Training gut in den Griff zu kriegen ist,da er sonst gern gehorsam ist und für Lob und Leckerli (fast) alles tut.:)

 

Hmmmm.... "normale" Jagdpassion...? Was genau meinst du damit?

 

Ja, unser Punkte-Kugelblitz Enya findet Lob &Leckerlis auch nahezu unwiderstehlich, was riesengroße Vorteile hat,  - aber Jagdbares (ich halte den Begriff "Jagdbares" absichtlich unscharf, denn da ist vieles dabei)  ist für sie eben das Tüpferl auf dem i. Wenn ich da nicht in Hundertstel Sekunden reagiere, und dazu darf ich den Hund natürlich KEINEN Moment auch nur ansatzweise unbeobachtet lassen, dann ist die Sache gelaufen. Sprich Enya ist weg und hetzt.

Das passiert so gut wie gar nicht mehr, denn im Wald geht Enya konsequent an der Schleppleine, und ansonsten sind wir

mind. 1x täglich in übersichtlichem Gelände im Freilauf unterwegs.

Ein AJT haben wir relativ erfolgreich absolviert. Relativ deshalb, weil man im Training nicht alle im Alltag aufkommenden Situationen reproduzieren kann. In der täglichen Praxsi erst erweist sich dann, inwieweit das Erlernte erfolgreich angewandt werden kann.

 

AJT ist gut, ja unabdingbar in unserem Fall - aber dennoch - so meine Erkenntnis, kann man einem jagdambitionierten Hund seinen Trieb nicht wirklich abtrainieren. Nicht mit akzeptablen Methoden.

Was man tun kann, ist, den Hund während des Spaziergangs draussen weitgehend auf sich zu fokussieren, ihn zu beschäftigen, ihn umzulenken. Aber das hat seine Grenzen. Ich kann doch während eines 60 Minutenspaziergangs nicht ununterbrochen auf den Hund einwirken.

Ein Hund ist ja nicht blöd und hat seine Präferenzen. Und da steht das Jagdbare in der Rangfolge klar vor tollen Spielen, Beschäftigungen, Leckerlis...

Oder habt ihr andere Erfahrungen? Immer her damit, bitte! :)

 

Am 12.12.2017 um 15:41 schrieb Amidala:

Meine Punkte Dame ist eine vorbildliche nichtjägerin. Zum Glück :lol: (...)

Wahrscheinlich hast du einfach Pech gehabt. (...)

hast du deine denn als Welpen bekommen? 

 

Ach, du Glückliche! Mein Neid ist dir mehr als sicher!

Ja, Pech - vielleicht... aber jeder hat den Hund, den er nun mal hat... und  die Herausforderungen müssen angenommen und so gut es eben geht bewältigt werden.

Wir haben Enya mit 12 Wochen bekommen.

vor 21 Stunden schrieb Shary:

 

Meine Älteste hat nie gejagt, sie konnte über Hasen stolpern, hat sie nicht interessiert. 

Die Zweite fing im Alter von zwei Jahren damit an, auf Sicht und sehr ausgeprägt. Ein Hase und weg war sie. Hat sich aber gut trainieren lassen und ab da nie wieder ein Versuch, selbst wenn etwas direkt ihren Weg kreuzt, völlig egal. 

Die Jüngste entwickelt den Jagdtrieb zur Zeit leider auch, daran arbeiten wir gerade. 

 

 

Das fand und finde ich bei meinen auch ein interessantes Phänomen, weil die Hunde mich ja beim reiten leinenlos begleiten und da eben NICHT jagen. 

Geschrieben steht im Rassestandard ja so einiges, zum Beispiel, nicht als Wachhund geeignet... Kann ich von meiner Jüngsten nicht sagen.

 

Wow - da hast du ja eine schöne Auswahl! Meine Enya kommt der Kurzbeschreibung deines "Zweiten" sehr nahe, wobei sie auch sehr gut auf Spur anspricht.

Magst du mal erzählen, wie du gegen den Jagdtrieb "antrainierst"?

Dass deine Hunde nicht jagen,wenn du reitest, finde ich mehr als bemerkenswert - echt!

 

Und nochmal zum Rassestandard.... die meisten Wesensbeschreibungen kann man meiner Meinung nach vergessen.

Fast alle Rassen eignen sich bestens als "Familienhunde". Negatives oder etwas, das auf Haltungsprobleme schliessen lassen könnte, wird so gut wie nie thematisiert.

 

Ich danke euch allen, die ihr geschrieben habt und würde mich ehrlich freuen, wenn ihr Tipps, Bemerkungen welcher Art egal,

Kritik natürlich auch, beisteuern wollt zu diesem Thema! Danke!

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vor 18 Minuten schrieb Renegade:

Hmmmm.... "normale" Jagdpassion...? Was genau meinst du damit?

Damit meine ich,daß kenier meiner bisherigen Hunde völlig desiteressiert war/ist am Wild.Das ist halt schon spannend,wie es riecht....und wie es so läuft...;)

 

vor 21 Minuten schrieb Renegade:

Ein Hund ist ja nicht blöd und hat seine Präferenzen. Und da steht das Jagdbare in der Rangfolge klar vor tollen Spielen, Beschäftigungen, Leckerlis...

Nun,das ist bei meinem Punkteprinz tatsächlich so,daß er - nicht immer,aber immer öfter - es shon bevorzugt,daß ICH ihm ws anbiete.

Aufpassen muß ich immer ein wenig - so einfach durch den Wald schlurfen geht nicht - aber Freilauf mit ihm ist schon recht entspannt (geworden).

vor 24 Minuten schrieb Renegade:

Ich kann doch während eines 60 Minutenspaziergangs nicht ununterbrochen auf den Hund einwirken.

Das ist wirklich nicht mehr mehr nötig.Normale Aufmerksamkeit reicht.

Da ist der Kleine (Lagotto romagnolo) anstrengender.Allerdings hat der tatsächlich wenig  wirkliche Jagdpassion - bei ihm sind`s die Gerüche....:rolleyes:...was natürlich in der praktischen Anwendung momentan auch auf die Schleppleine herausläuft...*seufz*...

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