Jump to content

Schön, dass Du unsere große Hunde Community gefunden hast !

Erstelle in 30 Sekunden ein Benutzerkonto oder logge Dich einfach mit Deinem Facebook oder Google account ein.

➡️  Hier geht's ruck zuck weiter

Hundeforum Der Hund
S41T

Hund hat plötzlich Angst vor bestimmten Geräuschen

Empfohlene Beiträge

Hallo liebes Forum.

Ich bin neu hier und stelle mich erstmal vor. Meine Name ist Philipp und ich habe einen 4 jährigen Kangal den ich vor 2 Jahren aus dem Tierheim geholt habe. Er hat ein extremes problem mit ganz bestimmten Geräuschen.

Unter anderem handelt es sich um das bing einer Mikrowelle, das läuten einer Fahrradklingel oder Geräusche die ähnlich klingen.

 

Er verfällt sofort in Panik und versucht zu flüchten. Ist das nicht möglich weil wir zuhause sind und das Geräusch beispielsweise bei einem Film im tv kommt, rennt er durch die wohnung mit eingezogener Rute, angelegten Ohren und sehr stark am hecheln und Speicheln. 

Versucht habe ich bereits ablenkung mit spielenen oder training. Desensibilisieren mit den besagten Geräuschen (aufgenommen und ganz leise abgespielt). Die gabe von Adaptil oder Seda Platina waren ebenfalls nicht hilfreich.

 

Leider alles ohne Erfolg. Ablenken lässt er sich nicht. Leckerlies nimmt er nichtmehr an wenn er in dem Zustand ist. Und bei der Desensibilisierung zeigt er entweder keine oder die beschriebene Reaktion.

 

Hat jemand Erfahrung mit einem seiner Fellnasen und einen guten Rat?

 

 

P.s. Blut wurde untersucht und ohne Befund. Auch Herz und sonstige probleme kann ich durch den TA ausschließen.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Willkommen im Forum!

 

Eine kurze Frage vorab: Der Hund in deinem Profil ist kein Kangal. Bist du dir sicher mit der Rasse?

 

Es könnte sein, dass dein Hund mit diesen Geräuschen etwas sehr Schreckliches verbindet, das er schonmal erlebt hat. Wisst ihr etwas über die Vorgeschichte?

 

Wie lange bleibt er in diesem Zustand? 

Wie verhält er sich sonst so im Alltag?  

 

Wenn ihr den Grund nicht findet bzw. ihm nicht helfen könnt, wäre ein Hundepsychologe (kein Trainer) vielleicht sinnvoll. Theoretisch gibt es die Möglichkeit einer Gegenkonditionierung. Das würde ich aber ausschließlich mithilfe eines Hundepsychologen machen. Das wäre in dem Fall auch kein Training, eher eine Therapie. Vielleicht gibt es noch andere Möglichkeiten. Ich finde, so wie du das schilderst, ist das nichts, woran man als Laie noch viel rumprobieren sollte. Die einfachen Dinge wie Ablenkung hast du ja schon erfolglos getestet. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Beim Thema Tierpsychologe wäre ich sehr vorsichtig. Ist in Deutschland kein staatlicher Abschluss und bedarf glaube ich nichtmal einer Ausbildung. Könnte vermutlich sogar ich mir aufs Klingelschild schreiben. Da wittere ich sehr viel Potenzial, dass jemandem einfach das Geld aus der Tasche gezogen wird.

 

Mich würde interessieren: Ihr habt den Hund nun seit zwei Jahren. Lebt ihr schon so lange mit dem Problem? Hat es sich in der Zeit verändert? Besser oder schlimmer geworden?

Wie verhaltet ihr euch in einer solchen Situation?

 

vor 19 Stunden schrieb S41T:

Und bei der Desensibilisierung zeigt er entweder keine oder die beschriebene Reaktion.

 

Wann genau zeigt er keine Reaktion? Wenn ihr einen Punkt habt an dem er keine Reaktion auf dieses Geräusch zeigt, dann wäre das für mich genau der Punkt an dem ich weitermachen würde. Einen anderen Ausgangspunkt habt ihr ja nicht, wenn er gänzlich unansprechbar ist.

Meine Methode wäre der Versuch des Gegenkonditionierens. Das Geräusch mit etwas Positivem zu belegen. Und zwar genau dann wenn er keine Reaktion zeigt. Denn das ist ja das gewünschte Verhalten. Sprich:

 

Geräusch - keine Reaktion - Leckerchen

 

Das würde ich ein paar Tage lang machen bevor man eine Lautstärke höher geht.

 

So oder so ähnlich habe ich meiner Hündin beigebracht, dass das Ratschen eines Reißverschlusses, das Klicken des Halsbandes und das Geräusch der Druckknöpfe an ihrem Mantel nichts Schlimmes bedeuten. Habe ihr dabei auch immer gezeigt was dieses Geräusch nun ausgelöst hat. Damit sie sieht wie das Teil das Geräusch macht und es ohne Konsequenz für sie bleibt.

Mal abgesehen vom Leckerchen. :)

 

 

Edit: Die Belohnung muss natürlich kein Leckerchen sein. Das kann auch der Ball oder etwas anderes sein. Je nachdem worauf der Hund anspricht, was er gerne hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Sowohl Tierpsychologen als auch Hundetrainer sind keine staatlich anerkannten Ausbildungen.
Seit 2013 gibt es für praktizierende Hundetrainer einen Sachkundenachweis nach §11 des TierSCHG, der prüft, ob der oder diejenige die erforderliche fachliche Sachkenntnis besitzt.
Dies gilt sowohl für Ausbildungen von Tierpsychologen, als auch Hundetrainern.

Geräuschphobien können im Übrigen sowohl von Hundetrainern, als auch Tierpsychologen, als auch Tierärzten mit Zusatzqualifikation Hundeverhaltenstherapie behandelt werden.
Sicher ist das nicht jedermanns Steckenpferd, in der Regel wird der angefragte Trainer wenn er selbst nicht ausreichend Erfahrung besitzt, an einen qualifizierten Kollegen/in weiter überweisen.

 

Zitat

Erlaubnispflicht für Hundetrainer nach § 11 Abs. 1 Nr. 8f TSchG | Anwalt Ackenheil - Bundesweite Rechtsberatung für Hundetrainer, Hundeschulen, Berufe rund um den Hund

Erlaubnispflicht für Hundetrainer nach § 11 Abs. 1 Nr. 8f TSchG - Die Tätigkeit der gewerbmässigen Ausbildung von Hunden für Dritte sowie die Anleitung der Hundehalter bei der Ausbildung von Hunden (Hundetrainer, Hundetherapeuten, Hundepsychologen) bedarf nach § 11 Abs.1 Satz 1 Nr. 8f TSchG der Erlaubnis der zuständigen Behörde. Nach § 21 Abs.5 Satz1 SchG i. V. m § 11 Abs. 2 Nr.1 TierSchG a.F. kommt es darauf an, ob die für die Tätigkeit verantwortliche Person aufgrund ihrer Ausbildung oder ihres bisherigen beruflichen oder sonstigen Umgangs mit Tieren die für die Tätigkeit erforderlichen fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten besitzt.
https://www.tierrecht-anwalt.de/hundetrainer-erlaubnispflicht-11-tschg/hundetrainer-11-TSchG-erlaubnis-hundeschule.html

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hallo Leute. 

Tut mir leid das ich erst jetzt antworte aber Festtage spannen einen doch sehr ein. Hoffe ihr habt sie alle gut überstanden. Vielen dank das ihr euch die zeit genommen habt meinen beitrag zu lesen, euch gedanken zu machen und zu antworten. Ich versuche mal alle fragen zu beantworten um gegebenfalls eine lösung zu finden.

 

@Freefalling

Zu allererst ja ich bin mir sicher das es ein Kangal ist. Das auf dem bild war mein Vorgängerhund den ich wegen eines Hirntumors einschläfern musste.

 

Zur vorgeschichte: Er kommt aus einem Zirkus in der Türkei. Mit einem halben jahr kam er nach deutschland zu einer türkischen familie und lebte dort 1 jahr. Dann wurde er beschlagnahmt vom tierheim und war dort ein halbes jahr. Dann holte ich ihn zu mir und hatte 2 jahre auch keine probleme mit geräuschen oder sonstigem. Klar hatte er andere probleme die ich aber mit training in den griff bekommen habe, sodass er seit ca. Einem jahr auch ohne leine laufen darf.

 

Im alltag verhält er sich völlig normal. Ist fröhlich spielt und erfreut sich seines lebens.

20171207_161104.jpg.8a05c2d17f0f08b1ff6f3e6a92b9c0c0.jpg

So ist er "normal"

20171229_183003.jpg.85aa142a9373a6dd1929365ff0efb2b4.jpg

So wenn er "probleme" hat

Also in dem Zustand bleibt er eigentlich bis wir schlafen gehen oder den ort wechseln. Schlafen kann er nur noch im bett oder neben mir auf der couch. Früher war er immer in anderen zimmern oder auf dem balkon. Er war noch nie der kuschler. Nicht das es mich stören würde. Aber da ich weiß das er es nur macht weil er panik hat kann ich das natürlich nicht genießen.

 

@Naschkatze

Genau hier liegt das problem. Es ist erst seit kurzem. Es gibt weder einem erkennbaren auslöser noch einen erkennbaren grund weswegen er sich so verhält. 

 

Wie schon beschrieben habe ich mehrere dinge versucht. Mit ablenken ist leider absolut nichts zu machen. Er lässt sich nicht zum spielen animieren, kein leckerlie suchen( was er sonst liebt), klicker training bleibt auch erfolglos ( das nutzte ich um dauerhaftes bellen abzutrainieren). Momentan versuche ich sein verhalten zu ignorieren da mir geraten wurde ihn da nicht mit zuwendung zu bestärken.

 

Bei dem thema Desensibilisieren weiß ich leider nicht recht ob da überhaupt etwas an ton kommt...habe leider nur die möglichleit mein handy dafür zu benutzen. Also der lautstärkeregler ist auf ganz minimal und er reagiert mit dem besagten verhalten. Wenn ich den regler auf weniger stelle ist es laut handy ohne ton.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Vielleicht ein Problem mit den Ohren, eine Entzündung oder ähnliches?

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Würde auch auf Schmerzen tippen, sie müssen nicht einmal etwas mit dem Gehör zu tun haben, könnten z.B. auch aus den Knochen kommen, wie HD oder Arthrose ... was auch immer ... (nur Beispiele von vielen Möglichkeiten. Würde ihn in einer TA gründlich durchchecken lassen. Nach meiner Erfahrung haben die wenigsten spontanen Verhaltensänderungen (ohne jedwede Vorfälle) etwas mit der Psyche zu tun, sondern sind mehr eine Reaktion auf Körperliches (Schmerzen verunsichern halt sehr ... wenn sich einer meiner Hunde schon nur temporär irgendwo weh getan hat, kommen sie direkt zu mir ... und ihre Haltung liesse sich als ängstlich umschreiben ... Hunde können das sich halt schlecht selbst erklären, wenn es ihnen irgendwo weh tut ...).

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Hi und herzlich Willkommen im Polar-Chat :)

 

Die Frequenzen der Geräusche, auf die dein Hund reagiert, sind ja sehr hoch - und das Meiste davon ist für menschliche Ohren gar nicht im hörbaren Bereich.

 

Auch aufgrund der Tatsache, dass hier anscheinend kein erkennbares Ereignis für dieses veränderte Verhalten vorliegt, ist möglicherweise ein Hinweis auf eine organische Störung.

Bevor hier irgendwelche weiteren Trainingsmaßnahmen ergriffen werden, würde ich unbedingt zunächst abklären, ob irgendwelche gesundheitlichen Probleme für diese Verhaltensänderung verantwortlich sein könnten.

Meiner Meinung nach reicht hier aber eine Untersuchung des äußeren Gehörganges nicht aus, Veränderungen im Innenohr könnten dadurch nicht erkannt werden.

 

Ich befürchte, Silvester wird für euch sehr problematisch weil da geballt gerade die Geräusche im Hochfrequenzbereich anfallen...

 

Dein Hund wird dich dann brauchen, ein möglichst abgeschotteter Raum, der die Geräusche von Außen weitestgehend eindämmt, und eine gemütlich Kuschelecke für euch Beide solltest du schon mal planen.

 

Erst mal alles Gute!

 

Lieber Gruß

Moni

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

Vielen dank für die vielen Antworten. Wie im ersten Beitrag beschrieben wurde mein kleiner schon einem TA vorgestellt. Blut,Herz, Ultraschall, Abtasten und sonstige sachen waren alle ohne Befund und unauffällig. Ich werde aber jetzt im neuen jahr weitere TA's aufsuchen. Mehrere meinungen können jetzt nicht schaden.

 

Ja Silvester wird dieses Jahr sicher nicht einfach. Letztes Jahr war es absolut kein Problem. Werde euch im neuen Jahr und nach den TA besuchen weiter auf dem laufenden halten. Wünsche allen einen guten Rutsch ins neue Jahr.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
(bearbeitet)

Ja, dir auch, toitoitoi!

 

:)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.