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Hundeforum Der Hund

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Hallo, ich mache mir grad etwas Sorgen. Und zwar hat unser gemeingefährlicher 6 Monate alter Hund gestern meinen 9-jährigen Cousin angefallen<_<.

Er hat als er gerade an irgendwas gekaut hat, angefangen wild rumzufuchteln  und geschrien und ihn gezielt angesprochen, Milo dachte natürlich, er wolle mit ihm spielen, ist hingegangen und hat einmal leicht zum Arm geschnappt. Er hat ihn erwischt, es war aber überhaupt nichts zu sehen, nicht mal leicht rot oder so.

Unserer Meinung nach vollkommen  normal in dem Alter, oder? Wir arbeiten natürlich an der Beisshemmung und haben auch in der letzten Woche riesige Fortschritte gemacht, aber so leid es mir tut, da hat mein Cousin einfach falsch gehandelt, oder sehen wir das falsch? Etwas ähnliches ist auch schon mal mit der Hündin meiner Oma passiert, da hat er sich ihn ihre Box gehangen, sie hat sich bedrängt gefühlt und ihm mit der Nase eine blaue Wange verpasst.

 

Wäre ja keine allzu große Sache gewesen, wenn mein Onkel nicht vollkommen außer sich gewesen wäre, kurz davor Milo eine zu verpassen, war das doch für ihn der Beweis, dass unsere ,,Waldorfmethode“ nichts bringt.:angry: Aber vorher mit angucken, wie ich ihn bitte, damit aufzuhören.

Auch das wäre ja noch nicht so schlimm, wenn es nicht einen sehr bösen Sorgerechtsstreit gäbe, wo so ein Vorfall natürlich sehr in die Hände spielt. So, jetzt meine Frage: Falls mein Cousin das seiner Mutter erzählt, kann es zu einer erfolgreichen Anzeige gegen uns kommen? Meine Mutter ist sich sehr sicher, dass er das tun wird, da er mit der Zeit gelernt hat, seine Eltern sehr gut gegeneinander auszuspielen. Also zu einer Einschätzung als gefährlicher Hund? Also ohne Spuren am Arm und ohne, dass sie dabei war, auch wenn er überhaupt kein bisschen aus Aggression gehandelt hat?

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Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Amtsvet einen 6-Monate alten Hund zum gefahrlichen Hund lt. Hundegesetz erklären wird.
Ich habe von rechtlichen Dingen wenig Ahnung, andere hier sicher mehr, aber ich könnte mir vorstellen, dass man Dir vorwirft, Deine Sorgfaltspflicht verletzt zu haben.
Kannst Du nicht künftig dafür sorgen, dass der Junge Deinen Hund nicht ärgern kann, damit es erst gar nicht zu solchen Provokationen kommt?
Mir tut das leid für alle Beteiligten, ich würde versuchen, vernünftig mit allen zu reden und so die Situation erst gar nicht eskalieren zu lassen.
Vielleicht hilft es, wenn Du zugibst, nicht aufgepasst, oder die Situation mit Hund und Kind falsch eingeschätzt zu haben?

Ich drück die Daumen, dass ihr euren Familienfrieden wieder findet ;)

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Ich bin nicht sicher, ob ich deine Schilderung richtig verstehe, aber ich gehe mal von dem aus, was ich aus der Ferne aus deinem Beitrag herausgelesen habe.

 

Ich finde, ihr solltet unbedingt dafür sorgen, dass dein Onkel und sein Sohn sich von euren Haustieren fernhalten, wenn der Junge provoziert und sein Vater in seiner Hilflosigkeit im Umgang mit dem Kind und dem Hund kurz davor ist, den Hund zu schlagen. Der Schutz und die Aufsicht über eure Tiere ist eure Aufgabe und das Verhalten deines Cousins ist der Job seines Vaters. Besonders, wenn dein Onkel das Sorgerecht oder Besuchsrechte haben will, wäre es wohl günstiger, dass er wenigstens soweit Einfluss auf seinen Sohn nehmen kann, dass der Junge sich selbst nicht schadet. Gleichzeitig solltet ihr euren Part der Sache erledigen und vielleicht den Junghund im Haus an die Leine nehmen oder in ein anderes Zimmer schicken z.B. mit offener Tür und Kindergitter davor, solange der Cousin da ist. Wenn man einen Hund hat, ist man für alles, was der anstellt, voll verantwortlich, auch wenn man gerade nicht hinsieht oder ihn jemand provoziert. Sorgerechtsstreitigkeiten können Kindern ganz schön zusetzen und sie rappelig machen und sie brauchen meines Wissens nach Platz, emotionale Sicherheit, Beschäftigung und jemanden, der sie beaufsichtigt und beschützt. Ich glaube, wenn an diesen Dingen etwas fehlt, dann wäre das wirklich etwas, was der Mutter beim Sorgerecht in die Hände spielt.

 

 

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Ok, also es geht nicht wirklich ums Sorgerecht, das haben beide schon, aber das trifft es vom Konflikt her am Besten um das Thema nicht so sehr auszuweiten. 

Ja, danach haben wir ihn an die Leine genommen und werden beim nächsten Mal besser drauf achten bzw. den Kontakt komplett unterbinden, ist wahrscheinlich das Beste für beide. 

Naja, hoffen wir erstmal, dass überhaupt nichts passiert. Die Mutter hat lange als Tierarzthelferin gearbeitet und sollte darum ja das Schnappen von Junghunden von aggressiv motiviertem Beißen unterscheiden können, vor allem weil außer einem kleinen Schreck nichts passiert ist.

vor 7 Stunden schrieb benno0815:

Ich drück die Daumen, dass ihr euren Familienfrieden wieder findet ;)

Danke:lol:

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vor 9 Stunden schrieb Fuchur01:

Er hat als er gerade an irgendwas gekaut hat, angefangen wild rumzufuchteln  und geschrien und ihn gezielt angesprochen, Milo dachte natürlich, er wolle mit ihm spielen, ist hingegangen und hat einmal leicht zum Arm geschnappt [....] Wir arbeiten natürlich an der Beisshemmung

 

Das klingt nicht nach "will spielen" (bzw. Hund denkt, Kind will spielen)

 

Hund hat gekaut, Kind hat vor ihm gefuchtelt, ja?

Milo dachte dann wohl eher, sein Kauteil ist in Gefahr und das Schnappen war eine Warnung.

Vielleicht solltet ihr auch ein Auge auf Ressourcenverteidigung haben. Die wird mit solchen unglücklichen Situationen evtl. gefördert.

 

Das nur am Rande.

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An Spielen hätte ich auch nicht gedacht, eher an Arm Festhalten.

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Hm, das ist ein schwieriges Thema. Ein guter Amtsveterinär wird das Alter des Hundes und die Situation bei der der Vorfall geschehen ist berücksichtigen.

 

Ein übereifriger Bediensteter des Veterinäramts kann den Hund ungesehen als gefährlich einstufen.

 

Das ist und kann insofern ein Problem werden, als das Hunde die als gefährlich eingestuft werden, selten bis niemals von ihren Auflagen befreit werden.

 

Das ist wiederum von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich.

 

Ich hoffe bei euch zieht die Vernunft ein und ihr findet euren Familienfrieden.

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vor einer Stunde schrieb Juline:

 

Das klingt nicht nach "will spielen" (bzw. Hund denkt, Kind will spielen)

 

Hund hat gekaut, Kind hat vor ihm gefuchtelt, ja?

Milo dachte dann wohl eher, sein Kauteil ist in Gefahr und das Schnappen war eine Warnung.

Vielleicht solltet ihr auch ein Auge auf Ressourcenverteidigung haben. Die wird mit solchen unglücklichen Situationen evtl. gefördert.

Er hatte grade eine Papiertüte zerfetzt, aber kann natürlich trotzdem sein. Ist ja der erste Hund, darum sind wir uns beim Verhalten nicht immer sicher. Danke, dann achten wir da mal drauf.

vor 13 Minuten schrieb Riko:

Ich hoffe bei euch zieht die Vernunft ein und ihr findet euren Familienfrieden.

Das hoffen wir auch, denn wir würden die Probleme bekommen, obwohl es eigentlich nur darum geht, sich eins auszuwischen im Umgang mit meinem Cousin

:(.

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Was mir noch einfällt, wenn ihr wenig Hundeerfahrung habt und euch Sorgen macht:

Vielleicht wäre es gut, unbeteiligte Außenstehende (auch als fachkundige Zeugen) mit drauf schauen zu lassen, z.B. einen Hundetrainer beim Hund, der ja bald in die Pubertät kommt und die Ohren dann auf Durchzug stellt und selber auch Grenzen austestet, und ggf. einen Hausarzt oder eine Vertrauensperson vom Jugendamt, die euch bescheinigen, welche Verletzungen nach einem Hundevorfall mit deinem Cousin wirklich vorliegen. Dann steht da nicht Wort gegen Wort.

Der Hundetrainer könnte euch auch Tipps geben, wie man die Jungspunde auch mit "Waldorfmethoden" gehandelt bekommt :), und euren Hund einschätzen. Ihr könntet auch den Hundeführerschein machen oder für eine Begleithundeprüfung trainieren. Damit könntet ihr bestimmt gut vermitteln, dass man verantwortungsbewusst ist und die Lage im Griff hat, falls da jemand Zweifel anmeldet, und nützlich ist es dann ja auch für euch und den Hund. ;)

Es gibt auch Erziehungsberatungsstellen, das klingt zwar etwas abschreckend, aber ich weiß, dass es viele unterstützende, sehr nette Organisationen gibt, die bei Problemen mit Kindern in besonderen Situationen gerne helfen. Rechtliche Tipps und Hilfe bekommt ihr bestimmt auch von Vereinen und Selbsthilfegruppen, die alleinerziehende Väter gegründet haben. Den Stress nach Trennungen haben ja viele.

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Ich fände auch noch wichtig deinem Cousin klar zu machen, dass er den Hund in Ruhe zu lassen hat.

Nachdem das schon das 2. mal passiert ist, hat er das anscheinend immer noch nicht gelernt.

Für mich klingt das Schnappen deines Hundes auch eher nach Ressourcenverteidigung als nach Spielen wollen.

Ich drück euch die Daumen, dass der Familienfrieden bald wieder hergestellt ist.

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