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polar-chat.de  Der Hund
Moonhunter01

Mir platzt der Kragen

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(bearbeitet)

Hallo,

 

Vorab wollte ich mal kurz fragen, ob ich folgendes Problem eh in die richtige Rubrik geschrieben habe, weil ich nicht wusste, wohin damit...?

 

Nun zum Problem:

Fast jeden Tag kommen mir Hundebesitzer unter, die meinen, sie MÜSSEN ihren Hund zu jeden einzelnen fremden Hund, der ihnen entgegenkommt, hinlassen. So habe ich schon so oft die Erfahrung gemacht, dass Hundebesitzer mit mir zum Streiten anfangen, müssen, weil ich bzw mein Hund das NICHT mag, wenn ein anderer Hund hechelnd, knurrend, jauchzend, bellend, winselnd oder sonst was herzieht! Früher hat mein Hund auf leinenaggressive Hunde mit "nur" Imponieren reagiert. Da das nicht geholfen hat (ich habe immer versucht, andere Hunde "wegzutreten", aber versucht das mal bei freilaufenden Hunden, die ÜBERHAUPT NICHT FOLGEN, trotzdem frei rennen dürfen und quer über ein riesiges Feld wie ein Dummer zu meinem armen Hund herfetzen!!), hat sich bald ein warnendes Knurren miteingeschlichen. Da auch das leider nicht immer den gewünschten Erfolg gebracht hat, ist es mittlerweile so, dass er bei leinenaggressiven Hunden jetzt genauso reagiert!!! HILFE!

Kommt uns also ein Hund entgegen, der erstmal nichts macht, zeigt er ihm zum Glück erst mal nur mit Fell aufstellen, Rute emporheben, allgemein hoher Körperstellung, beschwichtigendem Lächeln und Bogen gehen, dass er ABstand haben möchte. Reagiert der andere Hund mit Aggression darauf, fährt meiner mittlerweile auch voll hoch! Macht der andere HUnd jedoch nichts, winselt meiner. Wenn der andere jedoch eher freundlich und winselnd herwill, möchte meiner (glaube ich jedenfalls) auch hin, aber das ist schwierig zu erkennen, da er erstmal einen größeren Bogen rennt.

 

Aber es hat sich auch nur so ins Negative entwickelt, weil die anderen Hundebesitzer immer denken, dass sie ihre schei* (sorry, aber ist so) Köter, egal wie sehr die bellen, herlassen müssen, "weil sie ja so hochsoziale Tiere sind und mit JEDEM einzelnen Hund spielen wollen/müssen/sollen..."

 

WIe kann ich anderen Leuten schon von der Weite mitteilen, dass sie ihren Hund wegnehmen oder wenigstens nicht herlassen sollen?? Gerade bei freilaufenden Hunden wäre mir das sehr wichtig, da die schon nach kurzem Fixieren meines Hundes sofort herlaufen! Meiner "weiß" jetzt, dass Hunde, die nicht an der Leine sind "böse" sind!! Die meisten Besitzer stehen dann auch noch nur dumm herum und machen nicht mal was dagegen! DIe besitzen dann eher noch die Frechheit und schreien einem rüber "Der tut nix!" Boah, ich könnt platzen!!!! DIe anderen brüllen was das Zeug hält, aber der Hund zuckt nicht mal mit den Ohren, sondern wird eher noch mehr angespornt, zu meinem Hund zu rennen!

 

Mein Hund hat NIE am Halsband gezogen, das wurde schon von kleinauf geübt. Auch wie er andere Hunde gesehen hat war das nie ein Problem, doch in letzter Zeit, seit er eben lauter solche Erfahrungen machen musste, ist es wie weggeblasen! Da haut er sich einfach in die Leine rein, ich könnt heulen! Ich mach das dann immer so, wenn der andere Hund links vorbei geht und meiner von meiner rechten Seite nach links ziehen will, gehe ich rechts, sodass er gezwungen ist, die Leine zu lockern und vom Hund wegzusehen.

 

Achja, ein paar Daten zu meinem Hund: Er ist ein 1 einhalb jähriger Border Collie Rüde vom Stall, der als Baby NICHTS kennengelernt hat, nicht mal seine Mutter so wirklich, d.h. er hat nie wirklich Grenzen von anderen Hunden aufgezeigt bekommen!

 

Hoffe ihr könnt mir helfen! Ich will nicht mal mehr in Gegenden spazieren gehen, wo mehr Menschen sind, aus lauter Angst, dass mir wieder so ein dummes Herrchen mit Hund begegnet....

 

LG

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vor 4 Minuten schrieb Moonhunter01:

Kommt uns also ein Hund entgegen, der erstmal nichts macht, zeigt er ihm zum Glück erst mal nur mit Fell aufstellen, Rute emporheben, allgemein hoher Körperstellung, beschwichtigendem Lächeln und Bogen gehen, dass er ABstand haben möchte. Reagiert der andere Hund mit Aggression darauf, fährt meiner mittlerweile auch voll hoch! Macht der andere HUnd jedoch nichts, winselt meiner. Wenn der andere jedoch eher freundlich und winselnd herwill, möchte meiner (glaube ich jedenfalls) auch hin, aber das ist schwierig zu erkennen, da er erstmal einen größeren Bogen rennt.

 

Das würde ich als "ambivalentes Verhalten" bezeichnen.

Dein Hund hat nicht gelernt, wie er sich verhalten soll, er hat Angst, macht sich aber gross. Er ist verhaltensunsicher.

Warum soll dein Hund denn keinen Kontakt haben? Warum musst du andere Hund wegtreten?

 

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Ich glaube du brauchst jemanden der dich anleitet in bestimmten Situationen richtig und ruhig zu reagieren. Aus deinen Schilderungen denke ich zu lesen das du erwartest das die anderen einen Bogen um dich machen oder eben aus dem Weg gehen und Verständnis für dich haben.

 

Darauf kannst Du lange warten. Die Hundehalterszene ist grausam. Also bleibt nur eins, an sich und seinem Hund zu arbeiten damit diese Situationen erträglicher werden.

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Das ist leider ganz normaler Alltag, willkommen im Club. Eine tolle Lösung hab ich dafür also leider auch nicht, nur ein paar Tipps, die manchmal - leider weder immer noch völlig zuverlässig - helfen können.

 

Zum ersten ist mir das aufgefallen:

 

vor 48 Minuten schrieb Moonhunter01:

ich habe immer versucht, andere Hunde "wegzutreten"

 

So schwer es auch fällt das innerlich umzusetzen - aber das ist leider total kontraproduktiv. Denn damit bringst du noch mehr Anspannung in die ohnehin schon doofe Situation, und signalisierst deinem Hund, dass andere Hunde selbstverständlich Stress bedeutet und abgewehrt werden müssen. Bessere Erfahrungen hab ich damit gemacht, dem ankommenden Tutnixen mit Schwung (um eine gewisse Distanz zu erhalten) eine Handvoll Kekse über den Kopf zu schmeißen. Lenkt eine große Anzahl von denen gut ab, ich kann dabei meinem Hund nett was erzählen, und er sieht die anderen Kekse fressen statt ihn. Netter Nebeneffekt: Viele Tutnixhalter können ungemein beschleunigen, wenn sie sehen wie ihr Hund irgendwas begeistert frisst.

 

Der Hinweis auf Verhaltensprobleme des eigenen Hundes ist meist nutzlos, noch nutzloser ein Apell an die Rücksichtnahme. "Meiner hat einen extrem ansteckenden Hautpilz" bringt da schon wesentlich mehr.

 

Und was auch oft hilft: Den eigenen Hund ganz gezielt ablenken, abwenden. Spielzeug ist dazu weniger geeignet, das könnte den anderen eher zum Mitmachen auffordern; ein Keks in der Hand direkt vor der Hundeschnauze klappt meist besser. Denn die meisten Tutnixe wollen ja in irgendeine Form von Kommunikation mit deinem Hund, und wenn der sie deutlich ignoriert, geben viele auf - uninteressant.

 

Aber was davon nun im jeweiligen Fall am besten geeignet ist, das muss man spontan entscheiden. Das einzige, das zumindest meiner Erfahrung nach so gut wie nie was bringt, ist auf die Einsicht der anderen Hundehalter zu hoffen. Und noch schlimmer machst du es mit Überzeugungsversuchen, da schalten sie erst recht auf stur: IHR Tutnix ist perfekt und macht alles richtig, es ist ja wohl DEIN Hund das Problem!! Inzwischen sag ich auch nur noch, "meiner ist einfach total doof mit anderen Hunden", das scheint immerhin für die meisten akzeptabel zu sein ;)

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Ich kann aus dem Ausgangspost nicht wirklich entnehmen wie dieses Problem eigentlich entstanden ist. Für mich liest es sich so, dass hauptsächlich du den Kontakt mit den anderen Hunden nicht möchtest und dein Hund nun mit Leinenaggression dasteht.

Mich würde also interessieren warum du (schon bevor er leinenaggressiv wurde) den Kontakt nicht zugelassen hast.

 

Hast du jemanden im Bekanntenkreis mit einem souveränen Hund? Vielleicht könntest du so den Kontakt an der Leine üben.

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Ja eben, da er immer so unsicher ist, mag er nicht von fremden Hunden begrüßt werden und ich versuche ihn so gut es geht zu "unterstützen". Es gibt einen alten Nachbarsrüden (Goldi), mit dem lass ich ihn jedoch öfters zusammen, weil dieser wirklich superfreundlich ist und ihn komplett ignoriert!

@silkies danke für die Tipps, muss ich wirklich mal probieren!!

@naschkatze da er vom STall kommt, war es bis er fast ca 1 Jahr war schier unmöglich, ihn anderen Hunden (außer einen lieben Borderhündin, da diese extrem feinfühlig war!) vorzustellen, weil er panische ANgst vor ihnen gehabt hat. Jetzt ist er in der Pubertät und ist schon etwas sicherer geworden bzw hat nicht mehr so Angst, ABER er möchte dennoch Abstand haben, was ich verstehen kann. Da aber die anderen Besitzer ihre Hunde immer herziehen lassen haben bzw freilaufende Köter angerannt gekommen sind, hat er ziemlich schnell gelernt, dass nur Beschwichtigung mit netten Signalen nichts hilft und jetzt ist das passiert, wovor ich immer so ANgst gehabt habe: durch dieses bodenlos freche Verhalten der Hundebesitzer ist er jetzt auch bei anderen leinenaggressiven Hunden leinenaggressiv! (Er wird sich denken: Liebes Verhalten nützt nix, da muss ich gleich ganz laut werden, dann bleiben sie auf Abstand)

In meinem Bekanntenkreis gibt es genau 3 kleine "Wadlbeißer" ( ;) ) , mit denen ich ihn eher nicht zusammenlassen kann! (Der eine ist ein Chihuahua und die Besitzerin möchte ihn nicht mit meinem "Riesen" zusammenlassen. Der andere ist zu heftig bzw beißt gleich mal zu und den anderen hat er zwar als Baby kennengelernt,  aber ich weiß nicht wie er jetzt auf ihn reagiert - mit ihm treffen wir uns jedoch zu Silvester)

 

Ich werde erste Ansätze von nur Imponieren sofort belohnen, damit er wenigstens überhaupt irgendwie Erfolg hat und Sinn darin sieht, wenn er sich nett verhält. (Nämlich, dass sich Frauli freut, evtl mit Leckerli) Beginnt er aber dann zu bellen und zu knurren, werde ich es einfach sofort unterbinden.

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Wenn du Zeit und Lust hast zu lesen, die Buchreihe "ich halte dich" kann ich nur empfehlen!

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Wende Dich mal an einen Hundetrainer, der sogenannte social walks anbietet.
Dort geht man angeleint, anfangs mit großen Abständen, die mit der Zeit kleiner werden, miteinander spazieren.
Der oder die Trainerin gibt Hilfestellung, wie Du Deinen Hund unterstützen kannst, damit er seine Unsicherheit verliert.
Das ist einer der vielen Wege, damit Dein Hund lernt, besser mit den Konfrontationen im Alltag klar zu kommen ;)

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Wieso hat dein Hund seine Mutter nichtkennengelernt?

 

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Danke, jetzt verstehe ich den Zusammenhang besser.

 

Beschränkt sich sein "nichts kennengelernt" auf andere Hunde, oder generell auch Umweltreize?

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