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Hundeforum Der Hund
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Können Hunde stolz und neidisch sein?

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vor 59 Minuten schrieb Naschkatze:

Als ich mit Finchen das erste Mal über eine Brücke ging fand sie das gar nicht so lustig. Lief sehr vorsichtig, zitterte sogar ein bisschen. Als wir auf der anderen Seite ankamen sprang sie plötzlich freudestrahlend durch die Gegend. Ich war mir nicht sicher, ob das jetzt heißt "Yeah ich habs geschafft, ich bin stolz auf mich!" oder "Boah yes, endlich vorbei!"

 

Das kann man tatsächlich mit Freude über die wiedergewonnene Sicherheit interpretieren.

 

Also nicht: ich bin stolz, das geschafft zu haben

sondern: ich bin froh, wieder in Sicherheit zu sein /ich bin froh, dass dieser Grusel vorbei ist

 

Die Kategorien sicher // unsicher (oder gefährlich // ungefährlich) spielen bei Tieren, denke ich, eine enorm wichtige Rolle, viel mehr als bei uns Menschen, und ich sehe ganz oft Verhalten /Reaktionen, die darauf beruhen -bzw. ich interpretiere es so.

 

 

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Also mein Hund ist sichtlich stolz, wenn sie es geschafft hat , einen winzigen Moment Koordinationsschwäche beim Spielzeug Wegpacken abzupassen und mir das Ding aus einem unerahnten Winkel mit einem Move doch noch wegschnappt. Sie freut sich zumindest darüber. Und es ist eine sehr große Herausforderung, da ich mittlerweile einige Manöver beherrsche.

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Ich habe gerade auf meinem Spaziergang nochmal darüber nachgedacht.
Ich bin beispielsweise stolz, wenn ich viel gelernt habe und dann eine Prüfung geschafft habe. Zurückblickend weiß ich, dass der Fleiß sich bezahlt gemacht hat.
Genau das würde ich einem Hund jedoch absprechen, er ist mit seinen Emotionen in der Gegenwart und denkt beispielsweise nicht darüber nach, dass er 50 Trainingseinheiten hatte, die dazu führten, dass er einen ganz besonderen Trick erlernt hat, den er jetzt beherrscht. Der Bezug zu den vorherigen Leistungen fehlt.
Das wäre für mich ein Unterschied ;)
Wenn ich im Gruppentraining in der Hundeschule einen Hund hatte, der eine Übung vormachte, weil er sie schon kannte, saßen dort auch nicht 5 andere Hunde, die neidisch auf dessen Leistungen schielten :4_joy: "Boah, haste das gesehen? Der Spacken da vorn hat schon wieder alles richtig gemacht!"

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Mein Hund kommt mir schon stolz vor. Vorallem wenn er große Äste trägt und insbesondere dann, wenn er erstmal weinend und traurig davor steht weil das Teil zu schwer ist und es dann aber doch irgendwie noch hinbekommt es wirklich zu tragen. Dann stolziert er schon fast und zeigt das allen Passanten mit einem ganz besonderen Blick in deren Richtung. 

 

Aber ist ja auch ne tolle Leistung :)

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Aber die aufrechte Haltung könnte auch dem Gewicht und der Balance zuzusprechen sein und die Freude des Hundes über den Erfolg werten wir als Stolz?

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vor 6 Stunden schrieb Silkies:

 

Ich finde schon, daß das Video Neid zeigt, sogar Ärger.  Ein "Oh, das möchte ich auch haben" ist Neide, finde ich, vielleicht eine andere Form als "der hat mehr als ich, das will ich auch haben", aber Neid. Wobei bei ein "oh, das möchte ich auch haben" durchaus auf einem "der hat mehr" beruhen kann, oder?

Ich weiß ehrlich gesagt keinen Grund, warum Tiere nicht zu allen Emotionen fähig sein sollten, zu denen auch Menschen fähig sind. Wir haben ja eine gemeinsame Vorgeschichte und die Anlagen dafür waren schon vor langer Zeit vorhanden.

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Dieser Versuchsaufbau zielte doch, wie auch das mit den zwei Hunden bei dem für eine Leistung immer nur der andere belohnt wurde auf Gerechtigkeitsempfinden ab. Manchmal entspringt Neid aus Ungerechtigkeitsempfindung.

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Ich finde auch, dass Hunde Stolz empfinden. Irgendjemand schrieb hier, dass sich dann die ganze Körperhaltung ändert und das sehe ich auch so.

 

Da fallen mir zwei Beispiele ein:

 

Kimba ging höchstens mit den Pfoten ins Wasser. Schwimmen fand sie furchtbar, das fand sie unheimlich. Eines Tages waren in Portugal am Meer. Zum Meer musste mal zuerst durch einen Meeresarm gehen - wir  konnten gehen, die Hunde mussten schwimmen, bzw. Kimba habe ich getragen. Nach ein paar Tagen zappelte Kimba rum und wollte nicht getragen werden. Ok, also habe ich sie wieder abgesetzt und bin ins Wasser gegangen. Kimba gab sich einen Ruck und - schwamm neben mir zum anderen Ufer. Ehrlich, man sah ihr den Stolz an. Sie trabte mit hoch erhobenem Kopf und ist auch auf dem Rückweg wieder geschwommen.

 

Mit Emma waren wir zu Besuch bei meiner Tochter. Um zu ihrer Wohnung zu gelangen, muss man von außen über eine Treppe mit Gitterstufen gehen. Gitter und freie Sicht nach unten - puh, Emma hatte Angst. Also trugen wir sie hoch und später wieder runter. Am nächsten Morgen setzte sie dann vorsichtig ihre Pfoten auf die erste Stufe und ging dann langsam zwischen uns die Treppe hoch. Auch hier sah man, wie stolz sie war, als sie das geschafft hatte. 

 

Bei Neid bin ich mir unschlüssig. Neid ist ja so ein Vergleich: Das, was der andere hat, ist besser, schöner usw. Ich glaube nicht, dass Tiere so denken - würde ich mir jedenfalls wünschen :D

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vor 3 Stunden schrieb Juline:

 

Das kann man tatsächlich mit Freude über die wiedergewonnene Sicherheit interpretieren.

 

Also nicht: ich bin stolz, das geschafft zu haben

sondern: ich bin froh, wieder in Sicherheit zu sein /ich bin froh, dass dieser Grusel vorbei ist

 

Die Kategorien sicher // unsicher (oder gefährlich // ungefährlich) spielen bei Tieren, denke ich, eine enorm wichtige Rolle, viel mehr als bei uns Menschen, und ich sehe ganz oft Verhalten /Reaktionen, die darauf beruhen -bzw. ich interpretiere es so.

 

 

@KleinEmma: Das würde ich wie Juline interpretieren, der Hund ist erleichtert, dass die schlimme Situation vorbei ist ;)

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@benno0815, das glaube ich bei den genannten Beispiele nicht. Kimba wäre wie eine Irre losgeflitzt und Emma hätte sich kräftig geschüttelt - wenn sie erleichtert gewesen wären, dass die schlimme Situation vorbei war.

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