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Hundeforum Der Hund
Holo

Umstellung von Schonkost auf normale Nahrung- Rückfall?

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Hallo,

ich lese schon seit einer Weile hier mit und fand viele Threads sehr interessant und/oder lehrreich. Ich hoffe das Thema ist jetzt keine Doppelung, aber ich habe nichts gefunden, was genau "das" beschreibt. Ich war jetzt auch nicht ganz sicher in welches Unterforum es am besten passt ( da die aktuelle Tierärztliche Deutung zu einem Infekt tendiert, dachte ich, dass ich mich danach richte).

 

Mein Freund und ich haben vor zwei Monaten eine kleine Hündin (zur Zeit ca. 50cm und 13 Kilo) aus Rumänien aufgenommen. Sie ist jetzt 6 Monate alt und scheint ein sehr terrierlastiger Mix zu sein. Ich bin mit Hunden aufgewachsen, für meinen Freund ist es der erste Hund. Die ersten zwei Monate hatte sie keinerlei Probleme mit dem Futter (außer, dass sie von Anfang an extrem darauf fixiert und permanent hungrig wirkt). Sie hat bei uns getreidefreies Junior-Nassfutter und in anderen Mahlzeiten (also nie zusammen) getreidefreies Trockenfutter mit aufgekochtem Trockengemüse und abwechslungsreicher Beikost (Reis, Kartoffeln, Nudeln, Hüttenkäse, diverses Obst und Gemüse,  Hühnerherzen) bekommen.

Mitte Dezember bekam sie an einem Freitag Nachmittag Bauchschmerzen und Durchfall. Samstag Mittag schien sie damit durch zu sein, weshalb wir nicht zum Tierarzt gegangen sind, sondern dass auf einen leichten Magen-Darm-Infekt geschoben haben. 

Am Donnerstag darauf sind wir mit ihr weggefahren. Während der Autofahrt erbrach sie, was wir zuerst auf das Autofahren an sich geschoben haben. Wir haben sie dann nüchtern gelassen, und da sie über Nacht weiterhin erbrechen musste und Durchfall bekam, außerdem matt und abgeschlagen wirkte, sind wir mit ihr zu einer Tierärztin gefahren. 

Die Tierärztin gab ihr ein Schmerzmittel, etwas gegen Übelkeit, und ein Antibiotikum. Außerdem sollte sie bis Weihnachten Schonkost bekommen. 

Der Kleinen ging es schnell besser, und die Schonkost ( Reis mit Hühnchen) wurde gut vertragen und gerne genommen.

Am 26. habe ich angefangen ihr ein wenig Trockenfutter unter die Schonkost zu mischen. Nach der zweiten Mahlzeit erbrach sie wieder und bekam auch wieder Durchfall. 

Am 27. waren wir also wieder beim Tierarzt, diesmal in unserer Heimat.

Die Tierärztin hier vermutete, dass der Magen-Darm Infekt wiedergekommen sei (das kann wohl passieren), zur Sicherheit wurden aber Bluttest und ein Röntgenbild gemacht. 

Der Bluttest war sehr gut (Elektrolyte gut, nicht dehydriert, keine erhöhten Entzündungswerte). Beim Abtasten von Hals und Bauch konnte sie nichts feststellen, außer das der Bauch hart ist, und das Röntgenbild zeigte nur, dass viel Luft im Darm war.

Sie bekam nochmal Schmerzmittel, was gegen Übelkeit, etwas für die Darmflora und wieder Schonkost verordnet. 

Direkt am nächsten Tag war sie fit und wirkte als wäre nie was gewesen. 

Heute hat sie unter ihre Schonkost einen Löffel Nassfutter gemischt bekommen- und erbrochen und scheinbar auch wieder Bauschmerzen. 

Natürlich gehen wir morgen wieder zum Tierarzt- aber ich weiß gerade echt nicht weiter. Sind Magen-Darm Infekte so hartnäckig und ein Ausbrechen so spezifisch auslösbar? Oder kann sie so plötzlich Unverträglichkeiten gegen ihr Futter entwickelt haben?

Hat jemand von euch schon Erfahrungen mit sowas gemacht?

 

Vielen Dank und Liebe Grüße

 

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Hey 

 

Das erste was mir einfällt ist : habt ihr mal einen Giardien Test gemacht? 

 

Die Biester sind hartnäckig und manchmal meint man es ist alles wieder gut und dann kommt der Durchfall doch wieder. 

 

 

Mein Hund hatte eine Zeit lang oft Durchfall und sehr weichen Stuhlgang. Ein großes Kotprofil hatte nichts ungewöhnliches an's Tageslicht gebracht und so stand irgendwann der Verdacht auf eine unerträglichkeit im Raum. Schonkost (Reis und huhn) haben nicht geholfen. Nachdem ich dann ein magenfreundliches Trockenfutter (er hatte sonst nur nassfutter bekommen) gefunden hatte mit Inhaltsstoffe die er sonst noch nie bekommen hatte ging es besser. Nach einem Monat konsequent nur das füttern war es besser und dann habe ich angefangen Kleinigkeiten selektiv wieder dazu zu geben. Damit kam ans Licht das er keine Kartoffeln abkann und kein Fisch. 

 

Eventuell also nochmal ein anderes Futter probieren und eine Ausschlussdiät beginnen ?

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Mir fällt an deiner Art zu füttern etwas auf, was aber vermutlich nichts mit euren akuten Problemen zu tun hat:

man soll Trockenfutter wenn möglich nicht mit anderem Futter bei einer Mahlzeit mischen, weil die Verdauungszeiten anders sind und dies zu Problemen führen kann.

Die gemischte Fütterung finde ich persönlich besser als nur Trockenfutter, da würde ich bei einem so großen Hund einmal Trockenfutter und einmal eure anderen Sachen mit rohem Fleisch oder Reinfleischdose geben.

Wenn denn dann die Probleme im Griff sind.

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Hi Mrs.Midnight,

Vielen Dank für deine Antwort.  Ein Giardien-Test wurde noch nicht gemacht, die Tierärztin hat aber letztes Mal schon in die Richtung gedacht, und ich denke das steht Morgen auf jeden Fall an. Ich werde dann auch gleich nach einem Futter auf Geflügelbasis suchen, denn mir ist aufgefallen, dass in ihrem jetzigen Futter immer Rind mit bei ist (und Geflügel verträgt sie ja scheinbar zumindest gekocht).

 

Hi gatil,

ja das ist mir bekannt, und wir machen das auch so wie von dir beschrieben.  Meint ihr das könnte trotzdem Teil des Problems sein? Sie hat  morgens eine Dose (400g) Nassfutter mit Kram gegen 8 Uhr bekommen,  Mittags gegen  14 Uhr das gleiche, und erst gegen 21 Uhr das Trockenfutter. Sind vielleicht die Abstände zu gering? 

Ich bin beim Füttern eh so hin und hergerissen. Eigentlich bin ich kein Trockenfutterfan, aber weil wir beruflich später vermutlich mobil sein müssen, und sie dann mit müsste/sollte, möchte ich die praktischen Aspekte ungern vermissen.

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vor 1 Minute schrieb Holo:

Sie hat  morgens eine Dose (400g) Nassfutter mit Kram gegen 8 Uhr bekommen,  Mittags gegen  14 Uhr das gleiche, und erst gegen 21 Uhr das Trockenfutter.

 

Ist das nicht wahnsinnig viel? 

Meine, ca 19kg, bekommt ca 250g Nassfutter Vormittag und ca 100g TroFu am Abend

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vor 15 Minuten schrieb Nebelfrei:

 

Ist das nicht wahnsinnig viel? 

Meine, ca 19kg, bekommt ca 250g Nassfutter Vormittag und ca 100g TroFu am Abend

Ihren Futterbedarf einzuschätzen fiel uns auch etwas schwer. Ihre Mutter hat 25Kilo auf 55cm, der Vater ist unbekannt. Sie hat 8 Geschwister, und liegt ungefähr in der Mitte von Gewicht und Größe, ich glaube sie wird von der Größe her ungefähr an ihre Mutter ran reichen. Wir füttern sie also immer mit 20-25kg Endgewicht Empfehlung vom Hersteller. Demnach müssten 800g Nassfutter eigentlich genug sein, aber weil man bei ihr wirklich jeden Knochen sieht, bekommt sie zusätzlich noch ein drittel der Tagesportion an Trockenfutter.

Sie frisst also  sozusagen wie  1,3 Hunde (Belohnungen und Kaustangen nicht eingerechnet). Der Tierarzt sagt sie ist "schön schlank" und meint das ist noch normal. Sie ist allerdings auch relativ aktiv.

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vor 22 Minuten schrieb Nebelfrei:

Meine, ca 19kg, bekommt ca 250g Nassfutter Vormittag und ca 100g TroFu am Abend

Ist das nich wahnsinnig wenig? Sie ist kastriert- ja- aber sie bewegt dich doch recht viel. Es kommt bei Futter wohl auf die Nährstoffdichte an. Der Junghund ist noch im Wachstum- im Vergleich habe ich meiner (Gewicht ausgewachsen 30-35kg) noch einiges an Käse und Trockenfutter zusätzlich der 2x400gr  zwischendurch als Belohnung gegeben- bei hoher Aktivität.

Es kommt mir schon viel vor, aber vielleicht stimmt es mit der Fütterungsempfehlung überein. Wahrscheinlich würde ich trotzdem auf Würmer untersuchen lassen.

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Hallo und herzlich willkommen!

 

Ich würde dringend eine Kotuntersuchung machen lassen. Vermutlich ist ihr Magen/Darm nicht auf übliches Futter vorbereitet. Es ist für sie ja alles neu und stressig, das kann auch ne Rolle spielen. Ich würde erstmal nur füttern, was sie verträgt, auch wenn das nur Schonkost und/oder das allerbilligste Trockenfutter ist. Du kannst später noch auf höherwertiges Futter umstellen. Ich würde außerdem nicht so viel Unterschiedliches füttern. Und probiert evtl, nur zweimal am Tag zu füttern. Vielleicht verträgt sie das besser.

Gleichzeitig solltet ihr weiter nach der Ursache forschen. Eine Unverträglichkeit kann vorliegen. Falls eine Infektion die Probleme ausgelöst hat, hat der Magen/Darm sich evtl noch nicht erholt. 

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vor 50 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Ist das nich wahnsinnig wenig? Sie ist kastriert- ja- aber sie bewegt dich doch recht viel. Es kommt bei Futter wohl auf die Nährstoffdichte an.

Sorry OT.

Ich habe nachgewogen, der Becher für TroFu enthält ca 130g. Auf die 250g NaFu komme ich, weil ich in den Ferien etc Dosen füttere, sonst ja gemischter

Es ist offensichtlich genug, sie hat immer Energie, ist bestimmt nicht zu dünn, ist auch nicht futtergierig. Natürlich würde sie von gewissen Dingen mehr fressen, aber das TroFu abends frisst sie nicht immer auf.

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Also wir waren heute wieder beim Tierarzt. Die Ärztin meinte, weil sich der Durchfall bei ihr immer sofort mit Schonkost beenden lässt (diesmal hatte sie gar keinen) glaubt sie nicht das es Giardien sind. Die kleine hat jetzt nochmal Blut abgenommen bekommen, um die Organwerte anzugucken (Die Tierärztin meint, eine Pankreatitis oder eine Organfehlbildung sind unwahrscheinlich, aber möglich - das hat nicht gerade zu meiner Beruhigung beigetragen). Sollten die Organwerte gut sein (was wir sehr hoffen) ist es wahrscheinlich, dass sie eine Futtermittelunverträglichkeit hat ( sowohl im Trocken- als auch im Nassfutter ist Rind enthalten). Eine Ultraschalluntersuchung steht auch noch im Raum; die wirds wohl am Freitag geben.

 

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