Jump to content

Alternativverhalten im Treppenhaus

Empfohlene Beiträge

Jensylon   

Ich würde eventuell deine Nachbarn gezielt mit einplanen. 1 Tag - du machst n lecker Kuchen und schilderst das kurz. Dann setzt ihr euch ins Treppenhaus (oder vielleicht sogar draußen vor die Tür) und die Nachbarn gehen mal fröhlich rein und raus.. Hallo Frau Nachbarin, Hallo Femo! Eventuell n Keks zu werfen.

Ihr seid da ja noch recht neu. Er weiß ja noch garnicht wer zum Haus gehört. Alles wofür du die Hände brauchst, wie Zergel wird ja bald schwierig mit riesen Kugel und später dem Minimensch der dann immer im Gepäck sein wird. :)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Shary   

Persönlich würde ich auch eventuell eine Kombination aus a und b trainieren, erstmal um Menschen im Treppenhaus grundsätzlich positiv zu belegen, im weiteren um Ruhe in die Situation zu bringen. Ich weiß nicht, ob Femo dann sehr hibbelig ist, in die Leine geht? Dann würde ich eher zum absitzen tendieren, ist er relativ ruhig würde ich es wie @2010 empfohlen hat machen, mit hinter mir und vorbei laufen. 

Zergeln oder Leckerchen werfen würde ich auf so engem Raum nicht machen, du willst doch Energie runter fahren, nicht hochschauckeln. 

Kontaktaufnahme sehe ich auch wie @Estray. Es ist nicht die Aufgabe des Hundes... 

Ich würde an deiner Stelle auch jetzt schon langsam anfangen ein Augenmerk darauf zu haben, das Training immer wieder zu hinterfragen bezüglich: Kann ich das auch noch hochschwanger oder dann mit Baby im Tuch oder auf dem Arm? Wenn nicht schon mal über Alternativen nachdenken. Gerade solche Begegnungen würde ich jetzt schon mal verstärkt üben, damit es bis zur Geburt gut klappt. 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Naschkatze   

Ich würds einfach irgendwie.. ganz anders machen :ph34r:

 

Mal vorneweg: Ich hab ja selbst einen Wachhund hier. Regel Nr 1 bei uns ist: Der Hund darf alles beobachten, verstehen und speichern was so rundherum passiert.

Das gilt in erster Linie für das Zuhause. Finchen kennt dieses Wohnhaus von oben bis unten inkl. Garten. Sie weiß wer wo wohnt und dass unterm Dach niemand mehr wohnt. Wir haben hier außerdem einen festen Postboten und auch den kennt sie. Wir haben uns ne Woche oder zwei die Müllabfuhr angeschaut, damit sie versteht wo der Krach herkommt und was die Leute da mit unseren Mülltonnen machen. Seitdem weiß sie, dass die orangeleuchtenden Menschen keine Eindringlinge sind.

Mit den Nachbarn habe ich es genauso gehalten. Abgesprochen, dass der Hund mal kurz schauen darf wer denn das so ist, und seit dem ist das kein Thema mehr. Sie kennt die Gerüche zur Genüge und weiß wer hier hin gehört.

 

Wenn ich jetzt also umziehen würde (wie es bei euch ja der Fall war), würde ich das alles genau so wieder machen. Femo ist nun in einer neuen Umgebung und kennt da nichts und niemanden. Es wundert mich also nicht, dass er da erstmal nervös/neugierig reagiert. Er kann ja gar nicht unterscheiden zwischen "gehört hier hin" - "gehört nicht hier hin". Ich denke es würde ihm leichter fallen, wenn er verstünde wer bei euch im Haus wohnt. Den Vorschlag von @Jensylon mit beobachten wer denn so alles ein und aus geht finde ich z. B. gut. Den Hund dabei ansprechen würde ich vielleicht nicht. Man will ja keine Bindung aufbauen, nur Akzeptanz erwirken.

Bist du mit Femo mal durchs Haus gelaufen? Die meisten Menschen haben irgendwas vor der Wohnungstür stehen. Schuhregal, Schirmständer etc. Irgendwas bei dem Femo den Geruch aufnehmen kann und bei der nächste Begegnung machts dann vielleicht click.

Erfahrungsgemäß hilft es auch fremden Menschen (in diesem Fall den Nachbarn) ein kurzes Briefing zu geben wie man mit einem Hund der einen anspringt umgeht. Eben das Wegdrehen. Dann fühlen die sich idR sicherer und durch die Konsequenz lässt der Hund das Verhalten ja auch früher oder später sein.

 

Ist jetzt eine komplett andere Richtung, aber vielleicht hilft ja das ein oder andere. :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Freefalling   

Danke für eure Antworten. 

@Estray

Im alten Treppenhaus ja, weil er da immer den anderen Hund gerochen hat. Im neuen Treppenhaus ist er eigentlich nur ein bisschen positiv aufgeregt, weil es rausgeht. Oder wenn wir reinkommen freut er sich auf die Wohnung, meinen Freund usw. Er lässt sich da grundsätzlich gut ansprechen, man kann ihn auch sitzen lassen o.ä. 

 

Ich habe mir schon gedacht, dass das was miteinander zu tun hat, wie er sich in der Wohnung bei Besuch verhält. Vermutlich meint er, er müsste sich um alle Leute kümmern. Wenn wir Besuch sind, springt er nicht, da begrüßt er ganz nett und ruhig mit Propellerschwanz. ;)

Draußen will er nur Menschen anspringen, die sich plötzlich im Dunkeln nähern und die er gruselig findet. Oft auch die, die Angst haben. Ich weiß das aber zu händeln. 

 

@Jensylon

Es wäre leider trotzdem zu aufregend für ihn. Kekse regen ihn auch auf, wenn auch positiv. Drinnen arbeite ich damit daher fast gar nicht. Ich will auch den Nachbarn nicht aufbürden, dem springenden Hund Leckerlies geben zu müssen. Mein Ziel ist wirklich eher, dass er akzeptiert, dass er da nicht hin muss. 

Außerdem ziehen wir wegen dem Baby dieses Jahr nochmal um. Es muss also eine Lösung sein, die ich unabhängig vom jetzigen Haus anwenden kann.

 

Was würdet ihr empfehlen? Deckentraining? Ich lasse ihn immer in einigem Abstand liegen, wenn es klingelt. Das macht er auch sehr motiviert. Aber er steht sofort wieder auf, wenn jemand reinkommt und dann kriege ich es nicht mehr koordiniert. Wenn ich nur ein Paket annehme, bleibt er in der Regel liegen (und hofft, dass es für ihn ist. :D ). Wohnzimmer und Flur trennt eine Glastür. Da könnte ich ihn hinter warten lassen. Ich habe nur Sorge, dass er dann umso heftiger begrüßt. Denn mit Besuch gehe ich ja ins Wohnzimmer. Grundsätzlich möchte ich schon, dass er Kontakt zu Besuch aufnehmen darf. Er ist da nämlich super nett und entspannt, wenn die Begrüßung vorbei ist, lässt sich auf seine Decke schicken, geht ins Schlafzimmer, wenn es ihm zu trubelig wird. 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
gebemeinensenfdazu   

@Naschkatze Bei uns läuft das nicht viel anders - Zeigen und Benennen ist ja für Erfahrungen und Einschätzen Lernen da- der Ansatz ist derselbe, mit mehr Gewöhnung bessert es sich schrittweise. Tiefe intrinsische Motivation würde ich auch nicht unterdrücken, sondern mit ihr zusammenarbeiten.

Ich weiß nur nicht genau, welchen Stellenwert hier das Wachen hat.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Freefalling   

@Shary

Er geht in die Leine, er will auf jeden Fall dahin und sehr wahrscheinlich springen. Hinter mir gehen lassen ist super gefährlich. Das mache ich nie. Der geht im Zweifel nämlich vorbei und springt dann blitzschnell nach hinten. Er hat eine enorme Sprungkraft, da muss ich sehr aufpassen. 

 

@Naschkatze

Er ist ja auch bei bekanntem Besuch in der Wohnung so. Gerade meine Freunde, die er von Anfang an kennt, will er anspringen. Wenn ich drüber nachdenke... die will er auch draußen anspringen, gerade die Männer. Dabei hat er mit keinem eigentlich ein Problem, er mag alle Freunde gern und kuschelt mit ihnen, die dürfen sich in der Wohnung bewegen, mich umarmen etc. Wenn wir uns draußen treffen, lasse ich nur kurz begrüßen, dann gehen wir zusammen weiter und ab da ist es entspannt. Vielleicht geht es auch mehr um mich als um die Wohnung? Ich steig da einfach nicht hinter. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Estray   
vor 25 Minuten schrieb Naschkatze:

Der Hund darf alles beobachten, verstehen und speichern was so rundherum passiert.

Das gilt in erster Linie für das Zuhause. Finchen kennt dieses Wohnhaus von oben bis unten inkl. Garten. Sie weiß wer wo wohnt und dass unterm Dach niemand mehr wohnt. Wir haben hier außerdem einen festen Postboten und auch den kennt sie. Wir haben uns ne Woche oder zwei die Müllabfuhr angeschaut, damit sie versteht wo der Krach herkommt und was die Leute da mit unseren Mülltonnen machen. Seitdem weiß sie, dass die orangeleuchtenden Menschen keine Eindringlinge sind.

Mit den Nachbarn habe ich es genauso gehalten. Abgesprochen, dass der Hund mal kurz schauen darf wer denn das so ist, und seit dem ist das kein Thema mehr. Sie kennt die Gerüche zur Genüge und weiß wer hier hin gehört.

 

Ist ja eine ganz andere Ausgangslage. Du beschreibst einen ängstlichen Hund, der unsicher ist und erstmal verstehen muss. Femo scheint territorial zu sein. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Freefalling   
(bearbeitet)

Es gibt hier einen Reinigungsdienst für das Treppenhaus. Der Mann hat den Kontakt mit Femo gesucht. Bei dem jault er jetzt nicht mehr, weil der ihn kurz schnuppern lässt und ihn kurz streichelt. Aber Femo ist dabei trotzdem sehr sehr nervös und will springen. Das kann ich ja nicht allen zumuten. Gerade die Leute mit Kindern gehen von sich aus auf Abstand und das finde ich auch verständlich. 

 

Er begrüßt hier bei uns nur wenige Leute rein positiv: Mich, meinen Freund (das hat aber ewig gedauert), meine Eltern, meinen Bruder. Also die Bezugspersonen, die auch füttern (zumindest gelegentlich) und ihn gut kennen und sich richtig verhalten und keine Unsicherheit versprühen. 

Ach und die Gassigängerin. Die ist aber sehr hundeerfahren und hat sich sofort hingehockt, ihn schnuppern lassen, ihn gestreichelt, er durfte Küsschen geben. Die fand er sofort großartig. Die kommt ja auch für ihn und betritt allein die Wohnung, das ist etwas anderes. Mein Besuch kommt ja für mich. 

 

Oh Mann, wir haben echt viele Themen gerade. :D Das macht keinen guten Eindruck. Er macht auch ganz viel schon viel besser. Aber dafür eröffnet man ja keinen Thread. :D

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
2010   
vor 10 Minuten schrieb Freefalling:

Er ist ja auch bei bekanntem Besuch in der Wohnung so. Gerade meine Freunde, die er von Anfang an kennt, will er anspringen. Wenn ich drüber nachdenke... die will er auch draußen anspringen, gerade die Männer. Dabei hat er mit keinem eigentlich ein Problem, er mag alle Freunde gern und kuschelt mit ihnen, die dürfen sich in der Wohnung bewegen, mich umarmen etc. Wenn wir uns draußen treffen, lasse ich nur kurz begrüßen, dann gehen wir zusammen weiter und ab da ist es entspannt. Vielleicht geht es auch mehr um mich als um die Wohnung? Ich steig da einfach nicht hinter. 

 

Ich denke es kann eine Mischund aus allem sein.

Anspringen und grade bei Männern, die er kannte, hat mein Collie auch gemacht. Ich habe viel zu lange zugeschaut. Dann hab ich das einfach passiv unterbinden. Leine dran und Hund auch ignoriert. Ich habe gedacht, dieser Hund wird immer mal wieder Menschen anspringen. Macht der nicht mehr, seit er klar weiss was ich von ihm verlange.

Manchmal denken wir auch zu kompliziert.

Das Buch "Stressfrei Über alle Hürden" war mir ein Meilenstein bei Meier reaktiven Hündin... Ich empfehle dir das, falls du es noch nicht kennst.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Freefalling   

Danke für den Buchtipp, ich sehe es mir sofort an. Ich denke, dass das mit Baby im Zweifel noch schlimmer wird. Also würdest du das mit der Leine zu Hause auch empfehlen? Das wäre machbar. Hier kommt nie jemand unangekündigt. 

 

Wie würde es danach weitergehen bzw. wann darf er den Besuch begrüßen? 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos