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Hundeforum Der Hund
Fiona01

"Bulldoggen sollen aus Werbung verschwinden"

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vor 3 Stunden schrieb Silkies:

 

 

Kein Norm-, sondern mein Erfahrungswert: Für mein Empfinden sind tatsächlich ca. 5 kg eine Art Schallgrenze. Nicht dafür, dass ein Hund darunter leidet (die würde tatsächlich tiefer liegen, also bei ca. 3 kg!), sondern in Bezug auf die "Alltagsrobustheit". Natürlich ist es immer blöd, wenn ein Hund mal getreten oder von einem anderen Hund überrannt wird, irgendwo dagegen brettert oder ähnliches. Und natürlich spielt da auch die Art des Körperbaus eine wesentliche Rolle. Aber bei meinen Hunden hab ich ganz deutlich gemerkt, was bei 5+ kg einfach etwas doof war, war bei 5- kg schon immer ein Schreckmoment und potentiell gefährlich. Kaya hatte gut 4,5 Kilo, und da musste ich schon nachgucken, wenn sie umgerannt wurde. Wobei sie total fit und zäh war, das darf man nicht unterschätzen! Aber sie war nun mal deutlich zierlicher als ihr Bruder Glenny mit seinen 6,5-7 Kilo. Deshalb, mal abgesehen davon dass ich eh nicht züchte: Kaya, so toll sie auch war, wäre in meinen Augen als Zuchthündin nicht in Frage gekommen, weil zu klein. Und da sehe ich auch den wichtigen Punkt: Wenn man schlicht nur schauen würde, dass die Zuchthunde nicht zu klein oder groß sind, dann würden sich auch die Abweichungen nach unten oder oben in vertretbaren Grenzen halten. Weshalb ich wohl generell sagen würde, dass Zuchthunde nicht unter 5 Kilo haben sollten. Wenn dann dabei auch mal kleinere Welpen rauskommen, wäre das völlig ok, weil eben im vertretbaren Rahmen, sprich kaum unter die 3kg-Marke. (Bei Riesenrassen könnte ich die "gefährliche Schwelle" nicht so konkret benennen, vielleicht hat da jemand anders mehr Erfahrungswerte?)

 

 

Ich mag erst mal alle Hunde, weil sie alle mehr oder mal etwas weniger liebenswerte, tolle, Tiere sind.

 

Dass ich selbst mal 2 Hunde haben werde, die nur 10-11 Kilo wiegen, hätte ich mir niemals träumen lassen, bevor Cooper einzog.

Jetzt ist Cooper ein Mix aus Schnauzer und Terrier (und vermutlich noch x anderen Mixen, aber Schnauzer und Terrier sind optisch und auch vom Wesen her ganz dominant bei ihm), die ja beide innerlich sehr groß sind, auch wenn sie in einem kleinen Körper stecken.

Cooper ist super kernig und robust, er hat von Welpentagen an viel lieber mit größeren Hunden gespielt als mit gleich großen. Kleinere Hunde interessieren ihn nicht. Noch nie.

Er hat die typische Energie, Schnelligkeit, Wendigkeit von Terriern und kann locker mit seinen großen Kumpels (da ist alles dabei vom Amstaff über Ridgeback bis zur 50 Kilo Mixhündin) mithalten, er provoziert keine Hunde, lässt sich aber auch nicht die Butter vom Brot nehmen.

Ich kann ihn absolut bedenkenlos mit allen verträglichen Hunden toben lassen. Wenn die doch mal ungemütlich werden, hängt er sie durch seine erstaunliche Schnelligkeit ab und sucht bei mir Schutz.

Trotzdem ist er, vor allem für meinen Geschmack, echt klein.

Aber dessen ist er sich nicht wirklich bewusst und wird auch nicht so behandelt. :D

 

vor 1 Stunde schrieb Mrs.Midnight:

Hm meine Erfahungen sind da ganz anders. Ich habe ja einen 2 Kilo Hund. 

 

Der wird nicht umgerannt weil ich Hunde die nicht langsam und bedacht in einem kleinen Bogen ankommen erstmal abfange und einschreite, wenn es zu ruppig wird oder werden könnte. Mein Hund hat nicht zu jedem Hund Kontakt, das wäre bei manch einem "Hau drauf" Hund natürlich auch einfach zu gefährlich. Er spielt mit großen Hunden, die gelernt haben wie man mit kleinen spielt und er spielt mit kleinen, die nicht zu ruppig spielen, denn er ist einer, der Rennspiele liebt, das muss der andere auch mögen sonst wird ohnehin nicht gespielt (auf alles andere geht er kaum bis gar nicht ein).

 

Getreten wurde er noch nie. Wo es zu eng ist kommt er auf den Arm. Zu irgendwelchen Events wo super viel los ist und wo es eng ist kommt den ohnehin nicht mit (finde ich aber für jede Größe von Hund eine Zumutung)

 

Ich würde einen 5 oder 10 Kilo Hund ebenso behandeln wie meinen 2 Kilo Hund. 

 

Der steht großen Hunden auch in nichts nach. Energie technisch schonmal gar nicht. Von Fremden wurde er auch noch nie getreten. Ich passe natürlich auf, aber es ist nicht so, dass ich in Angst und Schrecken durch die Stadt laufe aus Angst es könnte was passieren. Ganz und gar nicht. 

 

Freilauf gibt es eh nur da wo es angemessen ist (auf wiesen/ Felder/ Wald) da besteht die Gefahr von vielen Menschen und umgerannt/ übersehen werden ohnehin nicht. Wo es zu wuselig ist kommt er an die Leine, so wie ich das bei jeder Größe von Hund handhaben würde.

 

Wir haben hier mal auf einen kleinspitz(mix) aufgepasst, der hatte 5 Kilo (der war auch etwas zu dick) der wurde genauso von mir behandelt da habe ich auch kein Auge zugedrückt weil "der kann das schon aushalten wenn ihrer in ihn rein rennt" . Also neee. 

 

 

Mein Freund hat zwei wirklich kleine Chihuahua Mixe, die eine um die 4 Kilo, die andere ist zeitlebens etwas pummelig und hat so ca 6 Kilo.

Die beiden sind von der Höhe genau so groß wie die Zwergschnauzer Hündin meiner Mutter, die 4,5 Kilo hat- wenn ich diese drei Hunde jetzt vergleiche, dann sind das himmelweite Unterschiede. Die Chi Mixe von meinem Freund sind super zerbrechlich und anfällig, die haben Beinchen wie Streichhölzer und werden von Cooper nicht als potentielle Spielpartner angesehen. Er mag sie zwar, zeigt aber keinerlei Spielaufforderungen oder ähnliches.

 

Die Zwergschnauezrhündin meiner Mutter hingegen ist genau so kernig und robust wie Cooper selbst, die beiden raufen, rennen, toben zusammen. Und hören sich dabei an, wie kleine Dinosaurier.

 

Für mich gibt's also selbst bei unter 5 Kilo Hunden krasse Unterschiede. Ich wollte einfach nicht so ein winziges, zartes Wesen haben..

 

vor einer Stunde schrieb Lemmy:

 

 

Higgins würde da auch keinen Unterschied machen.

Allerdings würde es für deinen Hund schon einen Unterschied machen, ob er 2kg hat oder 10 kg... Bis man so einen kleinen aus den Zähnen gepult hat, ist da nicht mehr viel übrig. Ich schreibe das absichtlich so flappsig, weil ich diese "Mein Zwerghund ist genauso robust wie ein doppelt so schwerer Hund" schlichtweg für naiv und gefährlich halte.

 

Ist. Er. Nicht.

 

Dein Hund hat einen Vorteil, der zB einem Yorkie oder Silkie oder Zwergpinscher fehlt - er hat einen "Puffer" aus Massen an Fell. Das macht enorm viel aus, ob ein Hund in einen Muff aus Fell rennt oder direkt auf die Rippen trifft beim Toben, oder ob ein Hund wie Higgins erstmal ne Ladung Plüsch im Maul hat oder gleich auf Muskeln beißt.

Das heißt aber nicht, dass ein ordentliches Schütteln deinem Hund nicht das Genick bricht.

 

chibambola, die ja nicht mehr im Forum schreibt, hatte zB immer sehr viele negative Erfahrungen machen "dürfen" mit ihren Chis, und sie hat auch ohne Scheuklappen geschrieben, dass sie zB ganz andere Grenzen bei Temperaturen gab für Zwerge, da ihre Regulierung der Körpertemperatur abweicht von der von größeren Rassen. Und, das schrieb sie auch, der Trend in der Zucht ging immer mehr in Richtung "noch kleiner"

 

Und das halte ich für schlecht und der Gattung Hund gegenüber sehr unfair, nicht weniger unfair als das Wegzüchten von lebenswichtigen Körperorganen. (Beine. Beine sind auch lebenswichtige Körperorgane. Wenn ich einen Bassett sehe, möchte ich immer nur heulen :( )  Selbst Dackel haben mehr Bein!

 

 

 

 

An chibambola muss ich hier auch denken, ich erinnere mich gut daran, wie sie immer wieder berichtete, wie wachsam sie sein muss und dass sie kaum unbekümmert mit ihren Chis draußen rumlaufen konnte (und das, obwohl sie ja alle hauptsächlich ohne Leinen unterwegs waren)- selbst, wenn sie als Halterin ihre Hunde als gleichgestellt mit großen Hunden wahrgenommen hätte, tut die Umwelt das eben nicht immer. 

Und ich finde es auch gefährlich.

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vor 1 Stunde schrieb Silkies:

Ich will damit also nicht sagen, lasst alle Hunde gleich groß sein damit man sich nicht drum kümmern muss.

Ich würde glatt sagen, für die Hunde selbst wäre das wahrscheinlich angenehmer. Einheitsgröße ohne allzu große Abweichungen nach oben oder unten wobei die Standardgröße etwa Wolfsgröße ist, bin ich dabei. ;)

 

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Das sehe ich schon von daher anders, weil es ja durchaus noch mehr Faktoren gibt als der Freilauf mit anderen Hunden. Bei Extremrassen (Riese wie auch Minimini) ist das zum Beispiel die "Geländegängigkeit": Ich höre von Chihalter immer wieder, wie sehr sie es bedauern dass ihr Hund nicht mal ein paar Meter weit über den Wegrand rauskommt, weil es zu sperrig für ihn wird - schade, wenn auch dort noch die ganzen interessanten Gerüche warten! Und genauso tun mir auch so manche Riesenhunde leid, die so gut wie nie in normal flottem Tempo mit ihrem Menschen laufen können - sei es weil sie zu schwer sind, oder weil sie ständig gezwungen sind das für sie viel zu langsame Tempo des Menschen mitzumachen...

 

Umgekehrt gibt es aber auch etliche äußere Bedingungen, in denen die Minis (für die "großen" kann ich hier nicht sprechen, hatte ich im Alltag noch nicht) eindeutig im Vorteil sind. Zum Beispiel was das "dabeisein" angeht. Meine Zwerge konnte ich immer mit auf die Arbeit nehmen, die mussten keine Tage allein daheim verbringen. Für einen größeren Hund hätte ich diese Erlaubnis nicht bekommen. Wenn ich mit meinem Zwerg draußen laufe, geht der locker seinen Hundetrab: Wenn ich flott gehe, passt das super. An blöden Tagen, wenn das Wetter gar nicht will, können wir auch drinnen herrlich spielen, er kann hier sogar kleine Rennstrecken laufen. Treppen laufen muss er nicht, während ich keinen großen Hund mehrfach täglich rauf und runter schleppen würde... Was ich damit sagen will: Eine mittelgroße Einheitsgröße wäre nicht in jedem Fall die bessere Alternative. Nur zu extrem sollte es halt nicht werden. Da zählt für mich die bestmögliche "Gesamtbilanz".

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vor 15 Minuten schrieb Zurimor:

Ich würde glatt sagen, für die Hunde selbst wäre das wahrscheinlich angenehmer. Einheitsgröße ohne allzu große Abweichungen nach oben oder unten wobei die Standardgröße etwa Wolfsgröße ist, bin ich dabei.

Wolfsgrösse ist aber schon ein Kaliber, welches viele gar nicht mehr führen wollen oder können:

https://de.wikipedia.org/wiki/Wolf#Allgemeine_Merkmale

 

Und damit fielen dann eigentlich schon so gut wie jede grosse Rasse ausserhalb des Merkmals "Qualzucht", wenn man sich auf die Grösse beschränken würde (die Diskussion hätte sich glatt erledigt).

 

Was man m.E. nicht vergessen darf, Hund ist letztlich doch eine ganz eigene Art, eben kein Wolf, auch wenn er davon abstammt.

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vor 1 Stunde schrieb Lemmy:

Dein Hund hat einen Vorteil, der zB einem Yorkie oder Silkie oder Zwergpinscher fehlt - er hat einen "Puffer" aus Massen an Fell. Das macht enorm viel aus, ob ein Hund in einen Muff aus Fell rennt oder direkt auf die Rippen trifft beim Toben, oder ob ein Hund wie Higgins erstmal ne Ladung Plüsch im Maul hat oder gleich auf Muskeln beißt.

Das heißt aber nicht, dass ein ordentliches Schütteln deinem Hund nicht das Genick bricht.

Exakt das ist der Grund, warum die im Einsatz bevorzugten HSH mit solchen Fell-Massen (die wahre Schutzplatten bilden) gezüchtet werden ...

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vor 21 Minuten schrieb Zurimor:

Standardgröße etwa Wolfsgröße ist, bin ich dabei.

 

Da.wär ich doch froh, wenn die Leute, die solche Hunde haben, die auch halten könnten... da sind etwas kleinere Hunde eindeutig besser zu handlen

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@Rosilein Ja, sicher ist das eine Größe, die viele nicht wollen oder sich nicht zutrauen. Dafür dürften die meisten Hunde dann aber gut erzogen sein, denn bei der Größe gibt es kein "ach, wie ist das niedlich!" :D

Das jetzt weiter zu führen würde aber zur nächsten Grundsatzdiskussion führen, nämlich, muß es für jeden, der gern will möglich sein einen Hund zu halten? Kann ja z.B. auch nicht jeder ein Pferd halten der gern eins hätte. Wär aber ein Thema für einen eigenen Thread. ;)

 

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vor 15 Minuten schrieb Zurimor:

@Rosilein Ja, sicher ist das eine Größe, die viele nicht wollen oder sich nicht zutrauen. Dafür dürften die meisten Hunde dann aber gut erzogen sein, denn bei der Größe gibt es kein "ach, wie ist das niedlich!"

Das von Dir ;), Erziehung, zwecks Kompatibilität mit der sozialen Umgebung? Einzig entscheidender Faktor nicht Hund, sondern Grösse? Echt jetzt?

 

Sorry, da sass ich mannn ausnahmsweise nicht auf der Tastatur ... denn das war jetzt seeeehr verführerisch (... sei mir büddä nitt böse :9_innocent:).

 

vor 15 Minuten schrieb Zurimor:

Das jetzt weiter zu führen würde aber zur nächsten Grundsatzdiskussion führen, nämlich, muß es für jeden, der gern will möglich sein einen Hund zu halten? Kann ja z.B. auch nicht jeder ein Pferd halten der gern eins hätte. Wär aber ein Thema für einen eigenen Thread

Hhhm, na eigentlich fiele es m.E. unter die gleiche Grundsatzdiskussion, darf Mensch Bulldogge und/oder darf Mensch händelbare Hundegrösse. Wobei ich persönlich dazu tendiere: Letzteres auf jeden Fall (bis zu einer Grenze, versteht sich), ja, Erstes, nein.

Und es ist nicht vergleichbar mit der Pferdehaltung, wenn man berücksichtigt, dass auch nicht ein jeder Mensch einen Hund halten kann, der gerne einen haben möchte. Pferd halten, ja oder nein, ist in erster Linie eine Entscheidung des finanziellen Rahmens (was beim Hund sicherlich auch zur Entscheidung beitragen wird, nebenbei bemerkt).

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Ich kenne es von einem kleinen Yorkshire aus meinem Bekanntenkreis. Der wurde schon oft aus Versehen Opfer von Menschenbeinen.

Zweimal war man schon allein deswegen beim Tierarzt und musste auch behandelt werden. 

 

Bei ihm ist man einfach sehr viel vorsichtiger. Allein die Treppen sind für diesen Hund eine Herausforderung und ich trage ihn lieber runter und hoch. 

Es geht einem vielleicht irgendwann in Fleisch und Blut über wenn man so einen Hund hat, aber für mich die größeres gewohnt ist ist es einfach eine Umstellung das man bei den alltäglichsten Dingen aufpassen muss. Auch in der Küche setzt er sich gerne hinter die Beine und man spürt es leider kaum bis gar nicht besonders wenn man Schuhe trägt. 

 

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