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"Rasseraten"-Grundsatzfrage

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gast   

Auch auf die Gefahr hin, dass das jetzt der eine oder andere vielleicht nicht so gut aufnimmt - aber diese Frage geht mir schon so lange nicht aus dem Kopf, deshalb stelle ich sie nun einfach:

 

Wie genau erklären sich eigentlich diese Rasseraten-Fragen? Ich meine, wer sich einen Mix holt, der entscheidet sich doch ganz bewusst für einen Mischling. Eben keine genaue Rasse, sondern ein Überraschungspaket. Gründe dafür gibt es natürlich verschiedene; etliche davon distanzieren sich ganz explizit von der Rassehundezucht. Was ich völlig in Ordnung finde! Mir geht es hier keinesfalls um die Frage, was nun "besser" ist. Nur, wieso dann im Mischling doch wieder die Rassen suchen? Für eine gezielte Berücksichtigung von eventuellen Verhaltenstendenzen muss man doch ohnehin individuell gucken, weil man nie weiß welche mögliche (wenn überhaupt identifizierbare) Ausgangsrasse durchschlägt. Und selbst dann würde es meist völlig reichen, den groben Typus zu erkennen. Und sonst? Ist es nicht irgendwie widersprüchlich, sich einerseits von Rassehunden zu distanzieren, aber andererseits diese wieder im eigenen Hund zu suchen?

 

Ich fände es sehr spannend, hierzu hoffentlich ein paar erklärende Gedanken zu lesen. Denn wie gesagt, ich rätsele daran schon eine Weile rum. Und finde die Logik einfach nicht.

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gebemeinensenfdazu   

Beim Welpen wollen sie vielleicht einfach abschätzen, wie groß und schwer der Hund wahrscheinlich wird.

Bei älteren Hunden treten vielleicht Wesenszuege hervor, bei denen sie nicht wissen, ob das nun erziehungs(-fehler)bedingt ist oder vielleicht genetisch verankert sein könnte, oder sie entdecken Parallelen im Gangwerk oder anderes offensichtlich Optisches, was der Ursprungsmischungsangabe nicht entspricht..

Ich weiß, daß ich das mache, wenn ich einem Mix begegne und ich bestimmte Spielweisen feststelle, die mich an bestimmte Rassetypen erinnern (aber im Forum würde ich nicht danach fragen).

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mikesch0815   

Ich vermute, weil in den Köpfen irgendwie Rassen als natürlich(er) betrachtet werden als Mischlinge. Wenn ich stellenweise lese, das Rassen vom Aussterben bedroht seien, kann ich das nur mit einer einer Erhöhung der (artifiziellen) Hunderassen auf den Stand einer eigenen Spezies erklären.

 

so weit

Maico

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Estray   

Ähm, also die Gründe der Leute, sich keinen Rassehund zu kaufen sind doch nicht, dass sie Rassen ablehnen, sondern dass sie Zucht ablehnen und einen Hund in Not aufnehmen möchten. :blink:

 

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Lissy-und-Missy   

Neugierde! Zumindest bei mir...

 

In Esmi steckt ja nun offensichtlich ein Schäferhund. Sie hat aber vom Verhalten her absolut nullkommaüberhauptgarnichts mit Schäferhunden gemeinsam. Daher - und weil ich einfach neugierig bin, ob ich mit meiner zweiten Vermutung recht habe - überlege ich schon seit einigen Wochen, ob ich mal so einen Gentest machen lasse ^_^ In ihrem Verhalten und in ihren Gesichtszügen meine ich nämlich eine ganz andere Rasse zu erkennen, auch wenn der Schäferhund überdeutlich zu sehen ist. 

 

Natürlich ist es am Ende total egal, was drin steckt, dadurch habe ich sie nicht mehr oder weniger lieb, aber ich bin so neugierig!!! 

 

vor 14 Minuten schrieb Silkies:

Ich meine, wer sich einen Mix holt, der entscheidet sich doch ganz bewusst für einen Mischling. Eben keine genaue Rasse, sondern ein Überraschungspaket.

 

Nö, hätte auch einen Rassehund "treffen" können. Das Überraschungspaket lag eher in der Tatsache, sich einen Tierschutzhund zu holen. Von mir aus, hätte es auch ein solcher sein können. Aber eben kein extra für mich gezüchteter ;)

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Nebelfrei   

Ich weiss ja etwa was in Wega steckt, die Eltern kenne ich ja, mir ist es recht egal.

Aber ich werde so oft von anderen gefragt, was denn das für Rasen drin sind, ob nicht doch vielleicht ein Husky bei den Vorfahren war etc.

Ich habe das Gefühl viele wollen sich an irgendetwas festhalten, eine 'Diagnose' bekommen, irgendeine, egal ob richtig oder falsch.

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gast   

Aber es gibt ja auch Leute die einfach einen Mix kaufen weil er süß aussieht, ohne den Hintergrund das derjenige gegen Zucht wäre und ohne den Hintergrund das der Hund aus dem Tierschutz kommt und gerettet ist. Sondern ganz simpel : Internet- Kleinanzeigen- der ist süß den nehm ich. 

 

Nicht jeder Mix ist ein Mix aus Mixen und da will man vielleicht einfach gerne wissen wer da z.B den Jack Russel gedeckt haben könnte (Besitzer weiß es eventuell auch einfach nicht sein die Hündin halt abgehauen war und ähnliches)

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gast   
vor 10 Minuten schrieb Estray:

sondern dass sie Zucht ablehnen

 

vor 2 Minuten schrieb Lissy-und-Missy:

kein extra für mich gezüchteter

 

Hm... Aber denke ich diesen Gedanken weiter, dann wären Rassen (die es ja nur der Zucht wegen gibt) doch innerhalbe weniger Generationen doch ohnehin Geschichte??

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Juline   
(bearbeitet)
vor 12 Minuten schrieb Estray:

Ähm, also die Gründe der Leute, sich keinen Rassehund zu kaufen sind doch nicht, dass sie Rassen ablehnen, sondern dass sie Zucht ablehnen und einen Hund in Not aufnehmen möchten

 

Oder einen billigen ebay-Welpen, weil der so süß ist und wenig kostet.

 

 

edit Mrs Midnight war schneller mit dem selben Gedanken

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Juline   

Ein Grund kann auch sein, dass die Menschen individuell sein wollen, was Besonderes sein und haben wollen, sich von der Masse abheben. Ein Mischling, das klingt so gewöhnlich, so durchschnittlich, normal, langweilig.  

Ein Vizsla-Ridgeback-Malinois-Mix macht doch viel mehr her.

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