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Wie sind "Straßenhunde" entstanden?

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gast   

Zunächst einmal: "Straßenhunde" habe ich in Anführungszeichen gesetzt, um möglichst jeglichen negativen Gedanken, der mit diesem Ausdruck verbunden werden könnte, auszuschließen.

Mir geht es um die riesigen, herrenlosen Hundepopulationen, die es wohl weltweit gibt.

 

Mich interessiert, was ihr glaubt oder auch wisst, woher es kommt dass es anscheinend viel zu viele Hunde gibt, um die sich kein Mensch kümmert.

 

Ohne Zucht - also ohne den selektiven Einfluss des Menschen - gäbe es ja gar keine Hunde.

 

Die riesigen Populationen an herrenlosen Hunden scheinen aber ein Neuzeitproblem zu sein - aber wie ist dieses zustande gekommen?

 

 

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Siobhan   

Ich glaube nicht, daß das ein Neuzeit Phänomen ist.

Herrenlose Hunde gibt es eher in Ländern, in denen die Hunde oft sich selbst überlassen sind. Die streifen dann durchs Dorf oder die anliegende Gegend, läufige Hündinnen werden dann eben gedeckt, nicht alle Hunde gehören fest zu einem bestimmten Haushalt...so verselbstständigt sich das.

 

EIne Bekannte hat lange in Indien auf dem Dorf gewohnt, da gab es auch herrenlose Hunde. Die gehörten zum Dorfbild dazu, wenn sie krank waren sind sie halt gestorben, die kräftigsten Nachkommen haben überlebt. Da hat sich keiner gekümmert.

 

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gast   
vor einer Stunde schrieb marcolino:

Die riesigen Populationen an herrenlosen Hunden scheinen aber ein Neuzeitproblem zu sein - aber wie ist dieses zustande gekommen?

Die riesigen Populationen sind den riesigen Populationen der Menschheit geschuldet. Mehr Hunde, die von mehr Abfällen von mehr Menschen leben und sich insoweit auch vermehrt reproduzieren und deren Nachkommen starke Chancen haben, zu überleben und sich ihrerseits wieder zu vermehren.

 

So, wie sich in verschiedenen Städten mittlerweile explosiv verschiedene Wildtierarten breit machen. Ob Wildschwein, Füchse, Wölfe, Gecko, Affen, Vögel, Insekten oder Hunde ...  Dort wo Mensch sich ausbreitet, lebt sich als anpassungsfähige Spezies ganz hervorragend.

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KleinEmma   

Ich glaube, das ist von Land zu Land unterschiedlich. Indien ist nochmal anders als z.B. Spanien. Hier (Spanien) werden halt viele Hunde ausgesetzt. Sie werden nicht kastriert und die Welpen werden halt auf die Straße oder in Müllcontainern gesetzt. 

Hat man selbst eine intakte Hündin und die wird läufig, erfährt man hautnah, wie viele Hunde frei herumlaufen. Da tauchen nämlich dann etliche Rüden sozusagen aus dem Nichts auf. Das sind nicht alles herrenlose Hunde, sondern viele lassen auch ihre Hunde einfach streunen.

Dann werden Hündinnen gedeckt, die keinem gehören und welche, die irgendwem gehören. Die trächtige Hündin landet entweder auf der Straße oder sie kann zuhause ihre Welpen bekommen, die dann aber wiederum auf der Straße landen.

 

Alleine in unserer Ecke werden unzählige Würfe gefunden. Dazu kommen ja noch die Welpen, die niemand findet oder aufnimmt oder  die dann einfach sterben.

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gast   

Während eins Urlaubs in Marokko vor zwei Jahren sind einem in den Städten neben unzähliger Katzen auch viele herrenlose Hunde begegnet. 

 

Manche Leute füttern die hin und wieder, manche Stände locken damit gezielt Touristen an (kleines mini Baby Kätzchen/Hündchen auf die warenanlage lockt die Touristen nunmal an). 

 

In manchen gerbereien wurden Hunde als wachhunde gehalten / geduldet damit dort niemand klaut. 

 

Aber so alles in allem liefen sie da so am Strand lang, oder durch die Stadt und haben nach Futter gesucht. Manche so verfilzt das es ein Wunder war, dass die überhaupt noch laufen konnten. 

 

In essouira (am wasser) gab es auch Einheimische die sich Hunde als Haustier gehalten haben. Die waren dann an der Leine, es ist aber laut den Einheimischen auch nicht unüblich den Hund wenn er lästig wird in einer anderen Stadt einfach auszusetzen (so findet er garantiert nicht zurück). 

 

Fern von den Städten im ländlicheren Bereich liefen die Hunde auch in ganzen Gruppen herrenlos rum. Da geht man nen 3 Stunden weg durch die pampa und kreuzt versehentlich irgendein Salat feld, was dann von 2-3 Hunden bewacht wird .. da bekommt man schon Angst. Die Einheimischen nehmen auch immer Steine zur Abwehr mit.

 

 

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KleinEmma   

Über Marokko habe ich eine Doku gesehen. Da dort Tollwut noch weit verbreitet ist, werden die Hunde auch einfach abgeknallt.

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gast   
vor 11 Minuten schrieb KleinEmma:

Über Marokko habe ich eine Doku gesehen. Da dort Tollwut noch weit verbreitet ist, werden die Hunde auch einfach abgeknallt.

Traurig, aber ich kanns sogar nachvollziehen. Ich habe erlebt wie aggressiv die teilweise ihr Revier verteidigen. Allerdings nur die außerhalb der großen Städte. Aber Tollwut ist ja nunmal auch für den Menschen höchst gefährlich. 

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KleinEmma   
vor 2 Stunden schrieb Mrs.Midnight:

Traurig, aber ich kanns sogar nachvollziehen. Ich habe erlebt wie aggressiv die teilweise ihr Revier verteidigen. Allerdings nur die außerhalb der großen Städte. Aber Tollwut ist ja nunmal auch für den Menschen höchst gefährlich. 

 

Klar, Tollwut ist gefährlich. Dort und in anderen Ländern ist Tollwut ja auch noch bei Menschen verbreitet. Würde man aber das Tier mehr achten, könnte man auch Impfköder auslegen. Das dürfte bei Hunden ja nicht schwer sein, denn die Hundegruppen haben ja in der Regel bestimmte Plätze, wo sie ihr Futter suchen. So lässt man sie aber einfach laufen, es wird sich munter verpaart und wenn es zu viele werden, wird getötet.

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Freefalling   

Meine Freundin hat erzählt, dass in Mexiko das Konzept von drinnen und draußen anders ist als bei uns. Zwar gibt es da auch Hunde, die jemandem gehören, aber die werden oft nicht auf dem Grundstück gesichert, weil das Wohnen nicht nur im Haus, sondern auch drumherum stattfindet. Die Hunde bleiben halt, solange es allen passt. Sie vermehren sich weiter und die meisten Welpen werden auf der Straße groß (oder sterben).

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caronna   
vor 5 Stunden schrieb marcolino:

 

Ohne Zucht - also ohne den selektiven Einfluss des Menschen - gäbe es ja gar keine Hunde.

 

oder umgekehrt? zum einen gibt es die heutige zucht erst seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. zum anderen hat sich der Wolf vor 100000 jahren, plus minus 50000 jahren dem menschen angeschlossen. Igendwarr wurde dann halt der Wolf zum Hund. der frühste hundenachweis ist mehr als 30000 Jahre alt und besteht aus einem pfotenabdruck. Eine gemeinsame Mensch hund bestattung gabs vor 14000 jahren aus der Nähe von Bonn. mehr gibbs hier: https://de.wikipedia.org/wiki/Haushund#Domestizierung 

Auch heute gibt es noch hude die nr locker mit den Menschen zusammenleben, genannt Schensi- und Pariahunde. mache haben sich auch wieder ganz vom Menschen gelöst, der Dingo.

Das Problem mit den Straßenhunden wird überbewertet, so viele sind das nun auch nicht, zumindest einieg haben feste Besitzer und laufen hatlt nur draußen herum. SIe haben auch eine gewisse Aufgabe indem sie Abfälle beseitigen.

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