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Hundeforum Der Hund
Laikas

Auslandshunde und empfindlicher Magen/Darm

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Mir ist aufgefallen, dass viele Auslandshunde dauerhaft einen sehr empfindlichen Magen/Darm-Trakt haben. Auch wenn keine Giardien, Würmer und Umgewöhnungsstress mehr vorliegen. Woran liegt das? Viele sind Straßenhunde, die sich lange von Müll und allem möglichen ernährt haben. Hatten sie da auch jeden Tag Durchfall? Oder machen wir hier in Deutschland etwas falsch mit der Ernährung speziell bei diesen Hunden?

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Mh, ist das so? Wir haben jetzt den vierten spanischen Hund aufgenommen (wir leben in Spanien). Die mittlerweile verstorbenen zwei Hunde hatten gar keinen empfindlichen Magen. 

Emma, meine 5-jährige Hündin, hatte von Welpe an einen empfindlichen Magen - aber nur sehr selten Durchfall.

 

Und Lili, die seit 11 Tagen bei uns ist, hatte am ersten Tag Durchfall ohne Ende. Seit dem zweiten Tag ist das vorbei. Ihr Magen scheint nicht empfindlich zu sein.

 

 

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Kann ich nicht bestätigen. Weder meine drei Hunde, noch die zwei meines Partners, noch die zwei meiner Mutter haben Probleme mit dem Magen oder dem Darm. Sie alle kommen aus dem Ausland. Ich hatte nur am Anfang bei manchen Hunden den Eindruck dass sie sich erst an das fleischreiche Futter gewöhnen müssen. Jetzt vertragen sie alles, ob billig oder hochwertig. Bei meiner Mutter gibt's auch öfter Essensreste was für ihre Hunde auch kein Problem darstellt.

 

Die Goldi-Hündin aus Deutschland meiner Freundin ist dagegen sehr empfindlich.

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(bearbeitet)

Vll. sollte man diese Strassenhunde etwas langsamer an die (Luxus-Hunde-) Vollkost gewöhnen (wenn es denn echte Strassenhunde sind).

 

Im Grunde genommen versteht sich das Problem von selbst, m.E.n.. Alle Verdauungs- und Verwertungsprozesse haben sich auf die "Mager"-Kost eingestellt, damit eben aus dieser Kost das Letzte auch noch verwertet wird. Dann kommen sie nach Deutschland und bekommen das mit Nährstoffen bis an die Zähne bewaffnete Power-Futter. Wenn ich einen Vergleich suche, dann fiele mir hier das Pferd ein, welches auf Magerwiesen aufgewachsen ist, in einen Stall gestellt wird und von heute auf morgen volle Rationen Hafer (oder vll. sogar Sporthochleistungsfutter) in seinem Trog vorfindet ... (jeder Pferdehalter weiss, was dann droht ...).

 

Man sollte die Tiere langsam an das Futter gewöhnen, wie bei jeder anderen Futterumstellung auch. Bis sich der Organismus optimal darauf eingestellt hat, dürfte es schlimmstenfalls (je nach Alter bzw. Dauer der Ernährungsgewohnheit) locker bis zu einem Jahr dauern. Nimmt man darauf keinerlei Rücksicht, kann ich mir sogar vorstellen, dass sich ein Umstellungseffekt kaum einstellen kann, weil Magen-Darm (eigentlich alle mit der Verdauung und Entgiftung beteiligten Organe) einem Dauerstress unterworfen werden. Was das Ganze vll. auch noch verschärft ist, dass man vermutlich bei Magen-/Darmproblemen dazu neigt, wild die Futtersorten zu wechseln, ohne dabei auf die Idee zu kommen, sich daran zu orientieren, mit welchem "Futter" diese Hunde aufgewachsen sind.

 

Dabei ist das eigentlich altbekannt (beim Menschen doch auch), andere Regionen, andere Ernährungsgewohnheiten (bis hin zu absoluten Unverträglichkeiten). Man kann doch auch Menschen, die unter vielen Entbehrungen (und ganz andersartiger Kost) aufgewachsen sind, nicht einfach auf ein umfangreiches Buffet loslassen. Das geht nicht gut ... wieso sollte es beim Hund funktionieren?

 

PS: Also ich hatte und habe auch Hunde, die stark gehungert haben ... daran sollte man langsam herangehen, dann gibt es die Probleme nicht.

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Unsere Kleine fällt ja sowohl unter "Auslandshund" als auch "sehr empfindlicher Magen" .

Sie hat die ersten acht Wochen ihres Lebens mit ihrer Mutter und  acht Geschwistern auf der Straße gelebt, bevor sie von Tierschützern eingesammelt wurden. Ich weiß also, dass sie erst danach mit art gerechtem Futter ernährt wurde (und vielleicht auch erst ab dann überhaupt ausreichend ernährt wurde? Ich hab großen Respekt für ihre Mutter). 

 

Der Rüde meiner Eltern kam aus Griechenland und hatte wegen einer Vergiftung eigentlich immer mittelschlechte Leber- und Nierenwerte und Probleme mit der Verdauung. Nachdem er bei uns von Anfang an nur Barf bekommen hat, hat sich das über die Jahre hinweg verbessert. Magen- Darm Geschichten hat er kaum noch, die Nierenwerte sind stabil geblieben und die Leberwerte haben sich deutlich verbessert.

 

Ich glaube bei einigen Hunden wird einfach durch Umweltfaktoren (in Kombination mit genetischen Faktoren) schon früh der Grundstein für sowas gelegt, was sich später dann gar nicht mehr oder nur noch wenig verbessern lässt. 

Dazu kommt ja, das viele "Auslandshunde" Mixe sind, und man nicht genau weiß was drinsteckt. Es können also durchaus auch erbliche Vorraussetzungen eine Rolle spielen, die einem einfach nicht "ins Auge springen" weil der Hund nicht so aussieht, wie eine Rasse, bei der man die Neigung zu Unverträglichkeiten vermuten würde.

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Ist vielleicht auch nur eine Fehlwahrnehmung von mir. Deshalb der Thread. Mein Bild von Multimix-Hunden aus den 70er und 80er Jahren vom Bauernhof und aus deutschen Tierheimen (bevor Hunde aus dem Ausland vermittelt wurden) ist: unempfindlicher Allesfresser. An dauernd kranke Rassehunde kann ich mich auch nicht erinnern, aber das liegt womöglich an den Züchteraktivitäten in den letzten 30 Jahren, ist ein anderes Thema.

 

Vergiftungen bei freilebenden Hunden, das vermute ich eher.

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Natürlich gibt es bei langanhaltendem Parasitenbefall auch Folgeschäden, die dazu führen können, dass der Magen-Darm-Trakt nicht mehr 100%ig funktioniert und anfälliger bleibt. Auch frühe Parvovirose kann Schäden hinterlassen (nicht nur im Magen-Darm-Bereich). Das trifft sicher nicht auf jeden Auslandshund zu, weil nicht jeder davon ein Problem mit Würmern/Einzellern etc. hat. Viele haben zwar Würmer aber auch ein Immunsystem, dass gut damit zurecht kommt. Es sind oft eher die geschwächten Tiere, bei denen die Parasiten dann auch nachhaltig Schäden anrichten. Dazu der Reisestress oder noch ein längerer Tierheimaufenthalt dazwischen (hohe Krankheitsdichte+Stress). Da kommt dann eins zum anderen.

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Gerade eben schrieb Laikas:

Ist vielleicht auch nur eine Fehlwahrnehmung von mir. Deshalb der Thread

 

Es ist natürlich auch so, dass sich in einem Forum viele HH sammeln, die Probleme mit irgendetwas haben. Vielleicht haben sie sich gerade wegen den Problemen mit Ernährung des Hundes angemeldet.

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vor 1 Minute schrieb Nebelfrei:

 

Es ist natürlich auch so, dass sich in einem Forum viele HH sammeln, die Probleme mit irgendetwas haben. Vielleicht haben sie sich gerade wegen den Problemen mit Ernährung des Hundes angemeldet.

 

Ich bemerke das auch bei Spaziergängen hier vor Ort, kann aber auch da selektive Wahrnehmung und eine Vorauswahl sein, aber hier laufen alle möglichen Hunde herum. Eine Rumänin hatte gar nichts und ist insgesamt völlig unauffällig.

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(bearbeitet)
vor 24 Minuten schrieb Laikas:

Ist vielleicht auch nur eine Fehlwahrnehmung von mir. Deshalb der Thread. Mein Bild von Multimix-Hunden aus den 70er und 80er Jahren vom Bauernhof und aus deutschen Tierheimen (bevor Hunde aus dem Ausland vermittelt wurden) ist: unempfindlicher Allesfresser. An dauernd kranke Rassehunde kann ich mich auch nicht erinnern, aber das liegt womöglich an den Züchteraktivitäten in den letzten 30 Jahren, ist ein anderes Thema.

Tja ... das ist schon auffallend, m.E. der Trend zu vermehrten Unverträglichkeiten, Durchfall. Allerdings nicht begrenzt auf Auslandshunde, Multimixe oder Rassehunde, sondern als ganz generelles Problem. Mir schwirrt das auch im Kopf um, bin selbst mit Unverträglichkeiten "gesegnet" und einer meiner Hunde auch (wobei es bei ihm eine wahrscheinliche Ursachenerklärung gibt und es sich sehr gebessert hat).

 

Habe noch keine echte Überzeugung dazu, denke, es sind wahrscheinlich mehrere Komponenten verantwortlich, derer man noch nicht habhaft werden konnte. So bin ich z.B. zwar als Allergiker geboren (Trauben und Erdbeeren sowie Unverträglichkeit der Kuhilch - nicht Milchprodukten - gegenüber). Allerdings sammeln sich die Unverträglichkeiten auch bei Produkten wie Soja (ganz heftig, die Reaktion), Weizen, Mais ... usw. usf.. Dinge, die ich einst wirklich gut vertragen habe (ach was würde ich mir doch gerne ein frisches Weissbrot im Salami hinter die Kiemen juppen ... das waren noch Zeiten ;)).

 

So tendiere ich zum Verdacht, dass es möglicherweise gar nicht an den Produkten selbst liegt, sondern mehr daran, wie diese Produkte behandelt werden. Also welches Zeugs in den Boden und über die Pflanzen drüber gegossen wird. Ob Gentechnik im ersten Schritt (also an der Pflanze selbst) dafür verantwortlich ist, lasse ich mal dahingestellt. Aber gerade dabei kommen z.B. besondere Pestizide/Herbizide/Düngemittel zum Einsatz. Und all das landet selbstverständlich auch im Hundefutter. Wenn man sieht, wie ein Bio-Feld (welche auch nicht frei von Chemie sind), z.B. direkt neben "normal" behandelten Feldern liegt, dann ist es quasi ausgeschlossen, dass diese Mittel nicht auch das Nachbarfeld kontaminieren (per Luft, mit dem Wasser ...). Von diversen Dokus (wie z.B. "Grüne Hölle"), die hin und wieder auf diese Problematik aufmerksam machen (m.E. ist es die letzte Zeit ruhiger um diese Themen geworden ... mein Eindruck kann aber auch täuschen), abgesehen.

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 Anschrift: Erlebniswald Trappenkamp
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