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Der Hund der Nachbarin

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Hallo,

ich weiß nicht wirklich wie ich dieses Thema anfangen soll, die Situation ist aber langsam an der Stelle, wo ich finde das eigentlich etwas getan werden müsste und es so wirklich nicht weitergehen kann.

Zu meiner Wohnsituation, ich wohne in einem Mehrparteienhaus, im 2. Stock. Im Erdgeschoss wohnt eine ältere Dame mit ihrem Dackel (und anscheinend hat jemand oben auch noch einen Jack RUssel Terrier, der im Sommer auf einmal ein paar mal auf dem Balkon aufgetaucht ist- im Treppenhaus oder gar draußen sieht man den aber nie :blink:). Um diesen Hund soll es hier aber nicht gehen, sondern eben um den Dackel unten.

Zu der Frau; sie ist wirklich schon sehr alt, kann nicht viel laufen und ist nicht ganz richtig im Kopf. Soll heißen, sie ist völlig unberechenbar und hat auch schon Leute beschuldigt, ihrem Hund was getan zu haben. Der Hund ist wohl ihr ein und alles, ich habe sie auch noch nie Besuch bekommen sehen, aus der Wohnung dringt auch ein relativ strenger Uringeruch, wenn im Sommer mal die Tür offen steht. Der Dackel sieht körperlich auch (so weit ich das bewerten kann, gestreichelt habe ich ihn nie) einigermaßen okay aus, auf jeden Fall nicht zu dünn oder etwas anders auffälliges. Getrimmt ist er natürlich nicht. 

Das eigentliche Problem ist aber, dass der Hund mindestens 3-4 mal die Woche einfach draußen, vorm Haus auf einer kleinen Wiese an einer 1,5 m Leine angebunden wird. Stundenlang. Auch im Winter. Alleine. Und er wimmert natürlich die ganze Zeit herzzereißend, er will ja rein. Wenn man vorbeigeht, winselt er noch mehr und versucht auch verzweifelt einem an der Leine zu folgen, bellt teilweise auch. Ich höre das Wimmern übrigens auch in meinem Zimmer, teilweise selbst wenn das Fenster zu ist. 

Tierschutz wurde bereits mehrmals von Nachbarn verständigt, die finden die Situation aber okay so und/oder wollen sich mit der Frau nicht mehr auseinandersetzen, weil sie keine Hilfe annehmen will. Andere Behörden interessiert es auch nicht, obwohl die Lärmbelästigung auch schon relativ hoch ist.

Nun ist meine Frage, was kann ich da machen? Hilfe anbieten? Aber was wenn sie auch mich beschuldigt, ihrem Hund was getan zu haben? Und wirklich Hilfe möchte sie auch nicht, hat sie auch bereits abgelehnt, ihrer Meinung nach ist ja alle super und ihrem Hund geht es top. Aber so so geht es ja nicht?  

Grade im Sommer, wenn das Fenster eben offen sein muss, ist es einfach sehr belastend für mich (mein Freund ist eher nur genervt, aber mir geht es wirklich nah) und seitdem 'mein' Hund nicht mehr ist, kann ich kaum vorbeigehen, ohne in Tränen auszubrechen, weil ich einfach den Hund nicht mehr wimmer hören kann (eventuell ein wenig seltsam, aber ist nun einmal so, er tut mir einfach so leid). 

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Servus, @Crystalflower 

manche Menschen (gerade ältere) tun sich sehr schwer Hilfe anzunehmen.

Vermutlich ist der Hund ihr engster Vertrauter und evtl. auch der einzige Ansprechpartner den sie hat.

Da braucht es sehr viel Fingerspitzengefühl und einen Plan - wenn Du den beiden wirklich helfen willst.

Spontan ist mir eingefallen ob ihr nicht eine Art Gemeinschaft bilden könntet.

Du hast (leider) erst kürzlich Deinen Hund verabschieden müssen und sie ist mit ihrem wohl überfordert.

Vielleicht ergibt sich eine Gelegenheit (dazu solltest Du aber bis zu einer solchen abwarten und nicht vorschnell agieren) wo Du die Frau zusammen mit ihrem Hund triffst und ihr in dieser Situation erzählst dass Du Deinen Hund gehen lassen mußtest und Dich gerne ein wenig (z.B.: Spaziergänge etc.) mit um den Dackel kümmern würdest.

Das wäre ein Ansatz - vorausgesetzt das Du dass auch wirklich willst.

 

 

 

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Vielleicht die Polizei einschalten? Oder einen Verein wie Vier Pfoten ? Dein Post liest sich ja leider nicht so als wär die Frau sonderlich zugänglich.

 

 

vor 48 Minuten schrieb Crystalflower:

Grade im Sommer, wenn das Fenster eben offen sein muss, ist es einfach sehr belastend für mich (mein Freund ist eher nur genervt, aber mir geht es wirklich nah) und seitdem 'mein' Hund nicht mehr ist, kann ich kaum vorbeigehen, ohne in Tränen auszubrechen, weil ich einfach den Hund nicht mehr wimmer hören kann (eventuell ein wenig seltsam, aber ist nun einmal so, er tut mir einfach so leid). 

 

Find ich übrigens gar nicht seltsam. :)

 

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Die Idee von @Elchifan finde ich sehr gut, man muss nicht immer mit dem Vorschlaghammer vorgehen, wenn es auch vernünftige Wege gibt. Vielleicht lehnt die Frau ja Hilfe von Ämtern ab, weil sie Angst hat den Hund zu verlieren, was ja durchaus verständlich ist. 

Versuche doch mal, ob du so an sie ran kommst. 

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Guten Tag zusammen,

 

wenn ich so etwas lese bricht es mir das Herz und ich verstehe nicht, wieso sich keine Behörde kümmern kann oder will.

Da muss man dran bleiben, man muss die Institutionen nerven, vielleicht sogar einen Brief an die Lokalredaktion schicken um auf das Schicksal des Hundes aufmerksam zu machen. Wenn niemand an die Frau rankommt und sie will sich nicht helfen lassen, dann muss man auch mal unbequeme Wege gehen. Ruf doch einfach die Polizei /Tierschutz wenn das arme Tier im Winter bei klirrender Kälte draußen an der Leine sitzt und sich nicht groß bewegen kann, der friert genau wie ein Mensch der sich nicht bewegt. Die müssen den konkreten Fall sehen um einschreiten zu können. 

Ich will der alten Dame nichts unterstellen aber vielleicht ist sie ja dement und sich somit auch keiner Schuld bewußt, denn ein normal denkender Mensch würde seinem Tier so etwas nie antun.

Alles Gute für Dich und dem Vierbeiner, hilf ihm.

 

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Ohje. Weißt du, warum sie ihn anbindet? Soll er sich da lösen oder muss er da warten, wenn die Frau weg ist? Oder ist das sein “Auslauf“? Wenn man das wüsste, könnte man konkret Hilfe anbieten.

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Nun gut. Wir sind in einem Hundeforum. Deshalb liegt jedem, der hier schreibt hauptsächlich das Wohl des Hundes am Herzen. Trotzdem finde ich es erschreckend, dass einige, ohne weiter drüber nachzudenken, einer alten Frau die Behörden auf den Hals hetzen würden. 

Was glaubt ihr denn, was passieren würde ? 

Der Hund käme ins Tierheim, die alte Dame ins Altersheim. 

Wäre ich ihre Nachbarin, würde ich versuchen mit ihr ins Gespräch zu kommen um  herauszufinden, weshalb sie den Hund dort anbindet..

Dann kann man Hilfe anbieten.

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Vielleicht hilft auch eine Mischung aus Beidem: Einerseits Hilfe (z.B. beim Gassigehen) anbieten und andererseits klarmachen, dass das Ordnungsamt oder der Tierschutz ihr den Hund wegnehmen wird, wenn sie nicht bereit ist, etwas zu ändern.

 

Wenn der Hund der Kälte oder Sonne ausgesetzt ist - was spricht dagegen, den Hund mitzunehmen und einen Zettel zu hinterlassen, wo die Frau ihren Hund abholen kann?

Vielleicht kann man sie so zum Einlenken nötigen ...

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Wenn du den Tipp vom OllenHansen umsetzt,  aber auch wenn du es nicht tust,  würde ich das ganze in jedem Fall filmisch dokumentieren.  Auch die Uhrzeiten notieten wie lang der Hund da sitzt.  Im absoluten Notfall hat man dann auch Beweismaterial.  Auch dann wenn die Frau dich anzeigen sollte,  wril du ihren Hund mitgenommen hast.  Natürlich solltest du deswegen kein fremdes Grundstück betreten,  nur wenn die Fläche wo er angebunden ist,  eben zugänglich ist.

 

Ich wünsche dir und vorallem dem Dackel alles gute.

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@Elchifan

Ich hätte kein Problem mit dem Hund zumindest einmal täglich herauszugehen, soweit mein Tag diese Zeit hergibt. Ich werde versuchen sie bei Gelegenheit mal anzusprechen, aber Gespräche mit ihr gestalten sich meist sehr schwierig- mal schauen :(

 

@Zurimor

Polizei und Behören machen leider nichts, 4 Pfoten wäre eventuell noch eine Idee, aber vom Tierschutz wollte sie ja auch keine Hilfe. Aussagen der Polizei waren u.a. 'der ist ja ein Rauhhaardackel, die sind robust' und im Sommer 'wieso, an der Hauswand ist doch Schatten?'.

 

@Freefalling

Ich weiß es nicht, allerdings habe ich an der Stelle noch nie ein Häufchen gesehen/ihn bei seinem Geschäft beobachtet,, ich würde also denken, dass das der Auslauf sein soll. 

 

@ursbam

Wenn ich wüsste dass das für alle Beteiligten gut aussehen könnte, wäre das vielleicht eine Option, aber die Frau würde ihr ein-und-alles verlieren, der Hund würde im Tierheim landen und ein alter, wenig erzogener Hund hat nun einmal nicht die besten Vermittlungschancen. Ich frage mich nur, ob sie sich nicht einfach einen neuen Hund holen würde, wenn der Dackel weg ist? Vorstellen könnte ich es mir. 

 

@DerOlleHansen

Der Hausfrieden? Ob man möchte oder nicht, man sollte es sich mit seinen Nachbarn nicht ganz verscherzen, besonders wenn diese anscheinend nicht ganz so gut auf Kritik reagieren können. Außerdem will ich mir gar nicht vorstellen was passiert wenn sie den Zettel nicht sieht/ihn nicht liest/ was auch immer und dann nach ihrem Hund sucht- oh weih :(

 

@Shyruka

Dokumentation ist eine sehr gute Idee, werde ich auf jeden Fall die Tage mal verstärkt darauf achten. 

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