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polar-chat.de  Der Hund
Estray

Keinen Hund bekommen....

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@Mrs.Midnight Tschuldigung :blush:

 

Ich hatte dich zwar zitiert, wodurch natürlich der direkte Bezug zu den von dir gemeinten Tierheimen hergestellt wird.

Eigentlich meinte ich das aber eher allgemein, und nicht nur auf dein Beispiel bezogen.

 

Die Bandbreite menschlichen Verhaltens und menschlicher Motivationen wird doch voll abgedeckt zwischen den Polaritäten:

 

"Jeden Hund abgeben, egal unter welchen Bedingungen" versus "einen Hund nur zu bestmöglichen Bedingungen abgeben"

 

Im Endeffekt bestimmt doch der Mensch, womit ein Hund glücklich zu sein hat.

 

 

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Bevor ich Cooper bekommen hab, habe ich nach einem Hund aus dem Auslandstierschutz gesucht und im Tierheim Berlin (zu der Zeit lebte ich noch in Berlin).

Im TH gab es tatsächlich zu der Zeit keinen passenden Hund für mich, was mich erst mal sehr traurig gemacht hat. 

 

Über eine Organisation, die Hunde aus dem Ausland vermittelt, hatte ich dann zwei Hunde gefunden, die ich als passend empfand. Ich habe in einem riesigen Haus (das über 4 Straßen gebaut ist und der Innenhof so groß wie ein Park ist) mitten in Neukölln gewohnt, in einer kleinen 50m2 Wohnung mit Balkon. Und nicht sehr viel Geld verdient.

Mir wurde im Vorfeld von vielen Leuten gesagt "Du wirst keinen Hund bekommen, ohne Garten und mitten im dreckigen Neukölln, mit geringem Einkommen"

Aber nach einigem Kontakt mit der Organisation (erst Mails, dann Telefonate) hätten sie mir einen Hund vermittelt.

Dann hab ich aber vom Pappkarton am Rasthof nahe der polnischen Grenze erfahren, in dem 4 viel zu junge Welpen saßen. Und mich sofort in den winzigen, strubbeligen kleinen Räuber mit dem Unterbiss verliebt. So fiel meine Entscheidung gegen einen der Auslandshunde für Cooper. 

 

Und dann, nicht ganz zwei Jahre später, nach dem Umzug nach Gießen, kam Lupo als Rentner aus dem Tierheim zu uns. Völlig unkompliziert und angenehm, wir wurden von einer sehr netten TH Mitarbeiterin sogar nach Hause gefahren, um Lupo den Weg zu Fuß zu ersparen. Auch hier wurde mir im Vorfeld von sehr vielen Leuten gesagt "Du kannst warten, bis du schwarz wirst, das TH gibt die Hunde nicht raus, erst recht nicht an dich mit einer Teilzeitstelle."

Leider hat das TH Gießen hier in der Umgebung nicht so einen guten Ruf wie hier im Forum.

 

 

 

Ich weiß nun auch nicht, aus welchen Gründen manchen Menschen kein Hund gegeben wird, könnte also nur Vermutungen aufstellen.

 

 

 

 

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Ich hab im Tierheim nicht mal ein Kaninchen bekommen. Drei Tage habe ich ein Gehege gebaut, mit mehreren Etagen, Röhren, Buddelkiste... es war 0,5m² zu klein lt. Tierheim.  

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Bei mir ist es schon lange her. Damals war ich ca. 22 Jahre und wir, mein Ex-Mann und ich, wollten in dem Tierheim in unserer Ecke einen Cocker-Spaniel aufnehmen. Vielleicht waren wir denen zu jung. Jedenfalls bekamen wir den nicht, weil wir zwar nen Garten hatten, aber einen Gemeinschaftsgarten vom Mietshaus (4 Parteien) und keinen für uns alleine. 

Dieses Tierheim ist aber heute noch bekannt für seine merkwürdigen Auswahlkriterien - auch bei älteren Interessenten, die einen eigenen Garten haben.

 

Wir haben dann in einem anderen Tierheim eine Hündin bekommen.

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(bearbeitet)

Ich hab so einiges mitbekommen von Freunden und Verwandten, die einen Hund beim Tierschutz gesucht haben – und etliche z.T. abenteuerliche Begründungen, weshalb man keinen Hund vermitteln wollte. Aber hier geht es ja um eigene Erfahrungen, also hier mein persönliches Highlight: Der telefonische Erstkontakt mit dem hiesigen großen Tierheim.

 

Damals hatte ich endlich alles so weit auf der Reihe: Erste eigene Wohnung erlaubter Hundehaltung, unbefristeten Arbeitsvertrag mit der Erlaubnis, Hund(e) mitzunehmen. Ok, es war nur eine 1ZW, aber mit Gartenmitnutzung und direkt am Stadtwald gelegen. Ok, ich war berufstätig, aber wie gesagt, Hund immer dabei (Voraussetzung: klein, nicht haarend, menschenfreundlich, kein Dauerkläffer). Ok, ich war Single, aber mit einem stabilen Netzwerk ringsum. Und als „Referenz“ konnte sich jeder mein Pünktchen anschauen, damals acht Jahre alt, von Welpe an bei mir. Also hab ich ins Auge gefasst, einen passenden Rüden zu ihr dazu zu nehmen. Und mich dafür selbstverständlich erst mal an den Tierschutz gewandt. Blöder Fehler.

 

Der genannte Anruf jedenfalls war ein Erlebnis der anderen Art. Ich brachte mein Anliegen vor: Suche kleinen, nicht haarenden Rüden passend zu meiner achtjährigen Hündin. Viel weiter kam ich nicht, prompt begann der Fragenkatalog. Wohnung? Berufstätig? Familie? Und kein Witz, da blieb mir gar keine Zeit für irgendwelche Erklärungen, das war wie ein Verhör, kaum war die erste Auskunft gesagt (berufstätig? „ja,..“), schoss er die nächste Frage ab. Weiter als bis zum „ja“ kam ich also gar nicht. Und nach diesen drei Fragen wurde ich durchs Telefon angeschrien, so was hab ich noch nicht erlebt. Unmöglich wäre das, von ihnen würde ich keinesfalls ein Tier bekommen, es wäre eine Schande dass „so was“ überhaupt Tiere halten dürfte – und den Hörer aufgeknallt. Ich gestehe, da hab ich schon etwas exotisch geguckt. Und mein Pünktchen gefragt, ob ihr überhaupt klar wäre wie schlecht es ihr geht?

 

Na gut, im Nachhinein betrachtet war es gut so. Denn dadurch bin ich dann etwas später an eine wundervolle Züchterin geraten, die sich lieber ein eigenes Bild gemacht hat. Ihr verdanke ich mein damaliges Dreamteam, meinen Seelenhund Glenny und seine kleine Schwester Kaya. (Für Kaya weigerte sich die Züchterin übrigens strikt, mich den vollen Preis bezahlen zu lassen. Sie meinte, zu wissen in was für ein tolles Zuhause sie kommen würde sei ihr viel mehr wert. Und die Freundschaft mit ihr hielt bis weit über den Tod meiner beiden hinaus – die übrigens bei der Züchterin im Garten auch neben ihrer Mutter begraben liegen…)

 

Mittlerweile sage ich, nach Sandor wird kein Hund mehr bei mir einziehen. Aber ganz generell, wenn ich diese Entscheidung doch noch einmal treffen müsste: Ich würde mich einfach nicht festlegen wollen, ob nun Züchter oder Tierschutz. Es müsste halt passen. Aber wenn es ein Hund vom Tierschutz wäre, würde ich das gewisslich niemandem erzählen. Denn die Vorstellung, von derart abwertenden und verurteilenden Leuten, wie ich sie dort erlebt habe – und wie es, sorry, aber auch hier im Forum immer wieder durchklingt – am Ende dafür dann auf die Schulter getätschelt zu werden, nee, das könnte ich nicht ertragen.

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(bearbeitet)

Bei mir war es eher andersrum, ich war der festen Überzeugung, dass es ganz schwierig sein würde, einen Hund zu bekommen. Bei einigen Tierschutz-organisationen stand im allgemeinen Vermittlungstext, dass nicht in Familien mit Kindern unter drei vermittelt wird. Das große Kind war zu diesem Zeitpunkt 20 Monate. 

Ich war ganz aufgeregt bei meinen Anrufen, fühlte mich wie bei einem Vorstellungsgespräch und fokussierte mich so ganz auf die Position "bitte bitte, darf dieser Hund bei uns einziehen" statt darauf, dass natürlich auch die Tierschützer ein großes Interesse daran haben, einen Hund zu vermitteln. Und dass unsere Voraussetzungen ziemlich gut waren. Ich weiß noch genau, wie unendlich glücklich ich war, als Pino zu uns kommen durfte und später dann Leni und es kaum glauben konnte.

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vor 1 Stunde schrieb Silkies:

. Denn die Vorstellung, von derart abwertenden und verurteilenden Leuten, wie ich sie dort erlebt habe – und wie es, sorry, aber auch hier im Forum immer wieder durchklingt – am Ende dafür dann auf die Schulter getätschelt zu werden, nee, das könnte ich nicht ertragen.

 

Das kann ich gut verstehen.  

Ich hatte Glück, Lemmy kam umstandslos zu mir :)

 

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@Lique

Bei Kleintieren spielt die Größe der Gehege eine enorme Rolle. Die Mindestmaße dürfen nicht unterschritten werden. Mindestmaß ist eben Mindestmaß. Wie groß war denn dein Gehege? Als ich noch Hamsterpflegestelle war, war es Usus, nicht unter 100x50cm zu vermitteln. Jemand mit 80x60 hat von mir keinen Hamster bekommen, weil es auch um die Länge des Geheges geht. Mittlerweile haben die Maße sich erhöht, hoffe ich. Es wurde zum Beispiel in mehreren Studien nachgewiesen, dass Mittelhamster erst ab 1qm und 30cm Streutiefe ihr natürliches Verhalten ansatzweise ausleben können. Also waren wir mit 0,5qm schon weit darunter. Man muss halt gucken, wie bereit "die Gesellschaft" für so etwas ist. Ich würde einen Hamster nicht mehr unter 1qm halten.

 

Ich war etwas überrascht, denn ich hatte zuerst eine mittelgroße 9-jährige Hündin auf einer Pflegestelle angefragt, habe mich vorgestellt, gesagt was ich so leisten kann. Ich habe auch erwähnt, dass ich mir Hundesport vorstellen kann oder halt Sport mit Hund, dass das aber nicht sein muss. Mit der Begründung "der Hund ist für Sport ungeeignet" wurde ich abgekanzelt, obwohl ich eigentlich nur hatte signalisieren wollen, dass ich gern was mit Hund mache.

In den Tierheimen der Umgebung saßen zu dem Zeitpunkt nur Listenhunde (hab ich mir nicht zugetraut wegen der Auflagen und der Steuern) und welche, die nicht allein bleiben konnten oder alte Hunde mit Krankheitsgeschichte, deren Versorgung ich nicht hätte gewährleisten können (weil nicht mehr versicherbar).

 

Ich hatte mich erst bei Mentor4Dogs für eine 3-jährige Schäferhündin interessiert und habe lange mit der Chefin telefoniert. Die Hündin habe ich nicht bekommen, weil es noch andere Interessenten gab, die einen Hof hatten und die Hündin dort besser hinpasste als in eine Etagenwohnung. Das war für mich völlig okay und verständlich begründet. Sie haben mir dann Femo vorgeschlagen - kleiner, leichter, besser händelbar. Sie suchten dringend jemanden für ihn, weil er sehr gelitten hat im Tierheim. Ein bisschen Schäferhund-Erfahrung hatte ich auch schon. Bei der Vorkontrolle wurde schon sehr genau gefragt, wie lange ich arbeite, wer im Zweifel auf ihn aufpassen kann etc. Den hätte ich im Leben nicht in einem örtlichen Tierheim bekommen.

 

Ich denke, im Endeffekt habe ich ihn bekommen, weil ich sehr offen war mit allem, mir viele Gedanken gemacht hatte (Krankenversicherung, Plan B für Betreuungen), weil wir zwar in einer 2-Zimmerwohnung, aber direkt am Wald wohnten und auch, weil ich mich gut verkaufen kann. Dass ich noch in der Ausbildung war, hab ich zu meinen Gunsten gedreht: Mehr Zeit im ersten Jahr, dafür danach ein sicherer und gut bezahlter Job (Lehrerin). Sie haben mir einfach geglaubt, dass ich mich gut um ihn kümmere, egal was kommt. Und so war es ja auch. Finanziell war es überhaupt nicht leicht. Er ist ja auch viel teurer geworden als geplant. Ich hab meinen Bausparvertrag aufgelöst für ihn.

 

Ich denke, dass Vereine, die Hunde im Ausland betreuen und diese nach Deutschland vermitteln, manchmal eher ein Auge zudrücken. Wenn das an der richtigen Stelle passiert und zum Wohle des Tieres ist, ist das gut. Die wählen ja nicht aus drei Interessenten pro Hund, sondern haben immer mehr Hunde als Interessenten. Wenn dann der Winter kommt, sind sie froh, wenn die Hunde unter sind. Aus der Vermittlung kommen sehr wenige zurück, sie wählen die Mensch-Hund-Teams also gut aus.

Die zweite Hündin hätte ich auch bekommen, aber das hat ja dann leider von uns aus nicht geklappt. Ich würde da trotzdem wieder einen Hund bekommen, denke ich. Ich konnte bei der Hündin einfach nicht Ja sagen. Wegen Femo, aber auch meinetwegen. Das habe ich aber auch gut begründet: Wenn ich ja sage, meine ich ja. Das konnte ich da nicht garantieren und sie war eh schon ein kleiner Wanderpokal. Wir waren nicht die richtigen für sie.

 

Bei meinem nächsten Hund werde ich auch wieder erstmal in den Tierheimen hier gucken. Wenn man jetzt mal guckt, was für Hunde z.B. in Köln Dellbrück sind: recht viele aus dem Ausland (Partnertierheime), einige Listenhunde wegen fehlender Halteerlaubnis, viele wegen Überforderung, manche können nicht allein bleiben, manche haben schonmal gebissen.

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@Freefalling

 

Es waren um die 5 m² und wie gesagt mit 2 Ebenen, ziemlich hoch.

Ich hatte mich schon eingelesen und hatte auch schon ein Kaninchen, ich habe ein zweites gesucht, weil ich eines abgeben musste, da es sich überraschend als zweites Männchen herausgestellt hatte. Die Faustregel war: Pro Kaninchen drinnen 2m² und pro Kaninchen draußen 3m².

Ich hab nur nie ganz verstanden, warum für eines 3 und für zwei 6. Die saßen eh den ganzen Tag aufeinander und jeder durfte die m² des anderen mitnutzen :D

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vor 7 Minuten schrieb Freefalling:

Aus der Vermittlung kommen sehr wenige zurück, sie wählen die Mensch-Hund-Teams also gut aus.

 

Ob man das wirklich so folgern kann? Die von mir erwähnte Züchterin nahm jedenfalls, als sie die Zucht aus altersgründen aufgegeben hatte und nur noch eine einzige Hündin bei ihr wohnte, einen Hund aus dem Auslandstierschutz auf. Ein kleiner Rüde, also größenmäßig passend zu ihrer Hündin, sollte es sein. Was sie bekam war ein cockergroßer Mix, das war zwar nicht ideal, aber noch in Ordnung. Was dagegen ein ernstes Problem war: Der Rüde, angeblich völlig gesund, war nahezu komplett blind und taub. Und somit ein echtes Problem in einem Haus, das sonst eigentlich paradiesisch für Hunde war. Aber der riesige Garten ist eben nur über Stufen zu erreichen, im Garten gibt es u.a. einen großen Naturteich... Also hatten die Leute, dann die Wahl, das entweder irgendwie zu managen oder aber den Naturteich komplett einzäunen sowie die Treppe sichern zu lassen. Sie haben es mit viel Aufwand geregelt, und sich auch sonst darauf eingestellt - aber gut getan hat es ihnen nicht. Klar, diese Frau hat (wie oben schon erwähnt) einfach ein Herz aus Gold. Aber unter einer gut ausgewählten Vermittlung stelle ich dann doch etwas anderes vor.

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