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Hundeforum Der Hund
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Dominanz

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vor 6 Stunden schrieb Zurimor:

"... Die schwerwiegendste Folge des Missverstehend der Dominanztheorie, und wahrscheinlich das beste Argument für die Ablehnung der Anwendung der Dominanztheorie auf Hunde, ist der Schaden, den sie an der Beziehung zwischen Menschen und Hunden angerichtet hat. Ich habe keine Daten dazu- die Aussage basiert auf meinen professionellen Beobachtungen als hauptberuflicher Hunderverhaltensberater und auch auf denen vieler meiner Kollegen...."

 

vor 6 Stunden schrieb Zurimor:

O'Heare, Die Dominanztheorie bei Hunden

Dass man etwas ganz sein lässt, bloss weil es missverstanden wurde und somit Schaden angerichtet hat, bedeutet im Umkehrschluss nicht, dass der dadurch wiederum entstehende potentielle Schaden ein Kleinerer sei. Wird oft angenommen, hat sich aber mit sturer Regelmässigkeit ins Gegenteil verkehrt. Das sind halt typische schwarz-weiss Schlüsse, die sich (zwar verständlicherweise) angesichts des bereits angerichteten und somit ablesbaren Elends ergeben, während das noch nicht Praktizierte im Nebel des sich vorstellbaren Bereich liegt.

 

Wenn ich mir das im www so anlese und mir draussen anschaue ... nu, auch das exakte Gegenteil (welches bis zum Bestreiten des Vorhandenseins von Dominanz reicht) wird es nicht bringen. Die Abkehr wird so falsch verstanden, wie die Theorie selbst. Da bin ich mir ziemlich sicher (u.a. auch an die Erfahrungen per RS angelehnt ... die suggerierte, was es nicht gewesen ist, neben v.a. Suggestionen mehr). Was weiterhin für mich als sicher gilt, würde man die Deutungen zur Dominanz richtig verstehen und richtig anwenden, dann könnte man optimale Ergebnisse erzielen.

Statt dessen bilde ich mir ein, sehe mehr und mehr im Grunde genommen sich selbst überlassener Hunde, auf einem ...hhm ... (abgenutzter Begriff) ebenfalls damals schon falsch verstanden "antiautoritären Erziehungsstil" angelehnt. Das mach die TH bestimmt nicht leerer ...

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@Rosilein Ich gebe dir da Recht, da fehlt ein Detail, das "annähernd gleich" bezieht sich auf das Fällen von Entscheidungen/Übernahme von Aufgaben.

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vor 55 Minuten schrieb Rosilein:

Statt dessen bilde ich mir ein, sehe mehr und mehr im Grunde genommen sich selbst überlassener Hunde, auf einem ...hhm ... (abgenutzter Begriff) ebenfalls damals schon falsch verstanden "antiautoritären Erziehungsstil" angelehnt. Das mach die TH bestimmt nicht leerer ...

Sich selbst überlassen ist aber "keine Erziehung" und nicht antiautoritäre Erziehung.

Davon gibt's einige im Tierheim, für die wurde sich schlicht keine Zeit genommen- ein weiterer Frustfaktor. Wenn nicht sogar der Entscheidende. Denn ich kenne durchaus ein paar Hunde, die immer und überall dabei waren und sich die notwendigen Umgangsstrategien abgeschaut haben indem man gemeinsam unterwegs war.

Wenn der Hund also entweder nur neben dem Halter an der Leine herumläuft, während der sich mit jemandem unterhält oder telefoniert, der Hund also Aufmerksamkeit suchen muß bzw. das Interesse verliert, oder den ganzen Tag allein herumhängt, was auch Aufmerksamkeitssuche bzw.  Desinteresse bedeuten kann, dann hat er nicht nur keine Erziehung sondern zusätzlich Frust.

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@gebemeinensenfdazu

Dazu sind wir uns völlig einig, auch ganz arme Socken (nicht nur für die Psyche, sondern auch im Hinblick auf körperliche Unversehrtheit). Deswegen formulierte ich "schon damals falsch verstandene" und sinngemäss "das Eine so falsch verstanden wie das Andere".

Aber, Dein Text ist eine hervorragende Beschreibung dessen, was ich an Bildern alles so im Kopf hatte, eine gute Ergänzung.

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