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Dominanz

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Dominanz...... ein heiß diskutiertes Thema, Vielerorts. Immer noch. Immer wieder. 

Oft verstehe ich die Dringlichkeit und die Wichtigkeit nicht die manche Menschen  (sowohl in der Pferde-, als auch in der Hundewelt) unbedingt der "absoluten Dominanz" zuschreiben nicht.....

Der Begriff Dominanz wird immer noch häufig mit Aggression verwechselt, bzw. gleichgesetzt. Wer den größten Dickschädel hat, am lautesten brüllt oder als Erster draufhaut und immer seinen Willen gegen Andere durchsetzten oder diesen Anderen aufzwingen möchte....... wird oft als dominant bezeichnet - ist es aber eben nicht! Tatsächlich ist er überwiegend sehr weit davon entfernt. Dominant ist ein Lebewesen erst in einer Situation mit einem anderen Lebewesen. Hierbei ist meist nicht der Aggressivere die dominante Persönlichkeit, sondern Derjenige, der die Situation mit Schläue, Überlegenheit und Souveränität beherrscht – aber auch nur, wenn der (die) Andere(n) seine Führungsrolle anerkennen. Ironischer Weise sind nach dieser Definition doch mehr Individuen – besonders eben die von denen man es gerade nicht behauptet – der „dominante“ Part der Beziehung, die dem Anderen großzügig seinen Willen erfüllen oder gewähren, während sie die Gesamtsituation souverän und meist ruhig und gelassen überblicken, im Ernstfall einen kühlen Kopf bewahren und de Richtigen Entscheidungen treffen!

Und auch dies ist situationsabhängig.

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Hey

 

vor 4 Stunden schrieb Gerhard:

Man kann das von mir aus mit neuen Theorien oder moderneren Begriffsbestimmungen ändern. Es gibt sehr wohl Dominanz als Begriff und auch als Handlung. Bei Hunden ( und anderen Tieren/Menschen ) spricht man da besser von Geltungstrieb. Von mir aus auch "Geltungsbedürfnis" benannt. Gemeint ist jedenfalls das Gleiche. Und so wie es ein Geltungsbedürfnis gibt, so gibt es auch ein Unterordnungsbedürfnis. Egal wie man es nennt.

 

Das ist Unsinn, bei Hunden geht es sicherlich nicht um Geltungsbedürfnis und bei Menschen in aller Regel sicherlich auch nicht, Definitions-Akrobatik bringt da überhaupt nichts, es ist wie es ist, Dominanz bleibt Dominanz, da beisst die Maus keinen Faden ab.

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Hey

 

vor 5 Stunden schrieb Zurimor:

 

Dem ist auch so, Wölfe gehen im Rudel sehr friedlich miteinander um. Zumindest gilt das für eurasische Wölfe, von denen wohl unsere Hunde abstammen. Den vielbeschrieenen Alpha gibt es in dem Sinne bei eurasischen Wölfen auch nicht, je nach Situation übernimmt mal das eine, mal das andere Tier die Führung, im Rudel sind allerdings die Eltern die dominanten Tiere. Siehe z.B. http://www.wolf-dog-blog.com/#wolf-1-4-1  Andere Schlußfolgerungen sind auf Beobachtungen an bunt zusammengewürfelten Wolfsgruppen in Gefangenschaft oder Beobachtungen an Timberwölfen, die ein anderes Sozialverhalten haben, zurückzuführen.

Mit Gutmensch hat das nichts zu tun.

Das bei unterschiedlichen Aktionen die Rollen wechseln ist ein ganz natürlicher Vorgang, das hat aber mit der Dominanz an sich nicht viel zu tun, leider wird das immer wieder in einen Topf geworfen und mit einander verwurstelt, besonders gerne von Gutmenschen.

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Hey

 

vor 2 Stunden schrieb Gusar:

Geltungsbedürfnis klingt aber schon sehr anders als Dominanz! Das klingt nach sich-wichtig-machen, während Dominanz, für mich, so klingt als hätte jemand ein Recht darauf bzw. es wäre "natürlich" oder "angeboren".

Dominanz ist etwas natürliches, d. h. aber nicht, dass es einem Individuum angeboren wäre.

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Hey

 

vor 2 Stunden schrieb colu:

Völlig OT, ich weiß, verzeiht mir. Aber mir stößt es echt bitter auf, hier im Forum plötzlich immer wieder "Gutmensch" zu lesen. Das wirkt.. komisch. :wacko:

Das mag für dich oder den einen oder anderen aufstoßen und komisch wirken, aber Gutmenschen neigen dazu, evolutiv hervorgebrachte Verhaltensweisen mit Sozialromantik wegzaubern zu wollen.

 

Z. B. wenn sie behaupten, es gebe in einem Wolfsrudel keine Alphatiere, natürlich gibt es diese Alphatiere, nur sie sind keine Diktatoren, wie es früher immer gerne dargestellt wurde.

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Hey

 

vor 1 Stunde schrieb Lyris:

Dominanz...... ein heiß diskutiertes Thema, Vielerorts. Immer noch. Immer wieder. 

Oft verstehe ich die Dringlichkeit und die Wichtigkeit nicht die manche Menschen  (sowohl in der Pferde-, als auch in der Hundewelt) unbedingt der "absoluten Dominanz" zuschreiben nicht.....

Der Begriff Dominanz wird immer noch häufig mit Aggression verwechselt, bzw. gleichgesetzt. Wer den größten Dickschädel hat, am lautesten brüllt oder als Erster draufhaut und immer seinen Willen gegen Andere durchsetzten oder diesen Anderen aufzwingen möchte....... wird oft als dominant bezeichnet - ist es aber eben nicht! Tatsächlich ist er überwiegend sehr weit davon entfernt. Dominant ist ein Lebewesen erst in einer Situation mit einem anderen Lebewesen. Hierbei ist meist nicht der Aggressivere die dominante Persönlichkeit, sondern Derjenige, der die Situation mit Schläue, Überlegenheit und Souveränität beherrscht – aber auch nur, wenn der (die) Andere(n) seine Führungsrolle anerkennen. Ironischer Weise sind nach dieser Definition doch mehr Individuen – besonders eben die von denen man es gerade nicht behauptet – der „dominante“ Part der Beziehung, die dem Anderen großzügig seinen Willen erfüllen oder gewähren, während sie die Gesamtsituation souverän und meist ruhig und gelassen überblicken, im Ernstfall einen kühlen Kopf bewahren und de Richtigen Entscheidungen treffen!

Und auch dies ist situationsabhängig.

Du beschreibst es sehr schön, Dominanz ist vielschichtig und nicht immer so leicht zu durchschauen, zur Dominanz führen viele Wege, sie können gutartig aber auch bitterböse sein.

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vor 19 Minuten schrieb hansgeorg:

Dominanz ist etwas natürliches, d. h. aber nicht, dass es einem Individuum angeboren wäre.

 

Ich denke auch nicht dass es DAS dominante Individuum (in allen Lebenslagen ) gibt.  Bin zumindest noch keinem begegnet! Aber sicherlich gibt es diejenigen die perse eher dazu geneigt sind Situationen zu managen. Kommen hierzu noch die entsprechenden (Lebens-) Erfahrungen und eine gesundes Selbstbewusstsein  (sich selbst und seinen Fähigkeiten, sowie seinen Stärken und Schwächen bewusst sein) entsteht eine gewisse Souveränität die das Individuum dazu befähigt in dieser Situation den dominanten  (führenden und entscheidungstreffenden) Part zu übernehmen. 

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@hansgeorg Du gehst gerne nur auf Teile von Posts ein, hast du eigentlich den verlinkten Artikel gelesen?

 

Zitat

1.4.1 Das Sozialverhalten bei Wölfen

Das Wölfe in einem Rudel leben ist weitläufig bekannt. Entgegen der Annahme jedoch, dass sie in einem streng hierarchischen Verband leben, haben Wissenschaftler herausgefunden, dass dies lediglich das Ergebnis von Studien mit in Gefangenschaft lebender Wölfe ist.

Hierdurch wurde ihre natürliche Lebensweise gestört und es entstand eine Gruppe aus Tieren unter denen sich immer ein Alpha-Paar und ein sogenannter Omega-Wolf, der letzte in der Rangfolge, befand.

In ihrem natürlichen Lebensraum allerdings ist das Rudel ein Familienverband, bestehend aus einem Elternpaar, Jungtieren aus dem Vorjahr und aus dem aktuellen Jahr. Es kommt hier nicht zu Rangkämpfen, da die Elterntiere stets dominant gegenüber dem Nachwuchs sind.



 

Erreicht der Nachwuchs die Geschlechtsreife, verlässt er das Rudel und streift solange allein umher, bis ihm ein paarungsbereites Tier aus einem anderen Verband begegnet. Zusammen wird nun ein neues Rudel gegründet, das auf dem selben Prinzip basiert.

Auch der Fakt, dass jedes Rudel in einem abgegrenzten Gebiet heimisch ist, verhindert ein destruktives Aufeinandertreffen. So wird Energie, Zeit und Kraft gespart, die für die Jagd und die Aufzucht der Jungen verwendet werden muss.

Die Reviere werden durch kleine Mengen an Urin markiert. Dieser wird zuvor mit einem stark riechenden Sekret aus den Analdrüsen angereichert, sodass ein nahezu einzigartiger Geruch ensteht, der weit mehr mitteilt, als sich ein Mensch vorstellen kann. Die enthaltenen Pheromone in, egal welchen, Körperausscheidungen des Tieres informieren sogar über den Allgemeinzustand des Wolfs.

Ein weiteres Phänomen ist die Verweigerung von Inzucht. Selbst wenn kein anderer Partner gefunden werden kann, verweigern die verwandten Tiere die Paarung.

 

Eurasische Wölfe haben im Allgemeinen ein sehr friedliches Sozialverhalten, Rangkämpfe gibt es nicht. Auch die Eltern, die dominant gegenüber dem Nachwuchs sind, sind nicht automatisch die Führer des Rudels, je nach Aufgabe oder Tätigkeit übernimmt mal das eine, mal das andere Tier diese Rolle, das können durchaus auch die Jungtiere sein! Ich denke, man kann tatsächlich sagen, daß in einem Wolfsrudel alle (annähernd) gleich sind.

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vor 6 Stunden schrieb hansgeorg:

Hey

 

 

Das ist Unsinn, bei Hunden geht es sicherlich nicht um Geltungsbedürfnis und bei Menschen in aller Regel sicherlich auch nicht, Definitions-Akrobatik bringt da überhaupt nichts, es ist wie es ist, Dominanz bleibt Dominanz, da beisst die Maus keinen Faden ab.

Das sehe ich genauso. Zwei unterschiedliche Begriffe. In Natura jedoch nicht selten in Kombination auftretend. Und sehr wohl gibt es Geltungsbedürfnis auch bei Hunden. das ist der eigentliche Motivator um zu dominieren.

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Hey

 

vor 7 Stunden schrieb Zurimor:

 

@hansgeorg Du gehst gerne nur auf Teile von Posts ein, hast du eigentlich den verlinkten Artikel gelesen?

 

 

Eurasische Wölfe haben im Allgemeinen ein sehr friedliches Sozialverhalten, Rangkämpfe gibt es nicht. Auch die Eltern, die dominant gegenüber dem Nachwuchs sind, sind nicht automatisch die Führer des Rudels, je nach Aufgabe oder Tätigkeit übernimmt mal das eine, mal das andere Tier diese Rolle, das können durchaus auch die Jungtiere sein! Ich denke, man kann tatsächlich sagen, daß in einem Wolfsrudel alle (annähernd) gleich sind.

 

Was bringt es, wenn eine Märe eine andere Mär ablöst, glauben muss man es nur, ist halt was für Gutmenschen, es lebe die Gleichheit.

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