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Hundeforum Der Hund
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Dominanz

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vor 1 Stunde schrieb hansgeorg:

Hey

 

 

Was bringt es, wenn eine Märe eine andere Mär ablöst, glauben muss man es nur, ist halt was für Gutmenschen, es lebe die Gleichheit.

Nur weil es dir nicht paßt, ist das noch lange keine Mär. :)

 

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Ich habe nur Lebenserfahrung. In diesem Leben treffe ich massig dominante Menschen. Und wenn ich es mal als "Gruppe" zusammenfasse, sind hier noch reichlich Untergruppen.

Gerhards "geltungsbedürftige" sind (ohne jegliche wissenschaftliche Untermauerung), hier in unserem Kulturkreis reichlich vertreten unter den "dominanten" Menschen und auch davon sind wieder viele, die ihre "Dominanz" nur über Macht erreicht haben.

Aber Menschen sind eh anders im Sozialgefüge als Hunde.

Ich habe zum Beispiel bei meinen Schafen eins gehabt, das war der Anführer. Warum auch immer. Wo die hinging, gingen alle nach. Die war so unfassbar freundlich und unaufgeregt, vielleicht wäre sie  besser bezeichnet mit "Der gute Geist" der Truppe.

Mein Laufenten haben eine Anführerin. Die herrscht ein bisschen wie ein Kaiser. Nett zu denen, die sie duldet, hart zu denen, die nicht dazu gehören SOLLEN!

 

Dominanz ist nicht immer nett.

Dominanz ist nichts schlimmes. Schlimm wäre nur, liesse ich meine "Cheffente" mit denen zusammen, die sie nicht haben will, das wäre dann schlecht für mein "Senior"Ente. Die würde todgemobbt.

 

Aber andererseits würden die sich in der freien Natur auch nicht mehr begegnen, sie würden sich ausweichen.

Um mal etwas einzubringen, als die ewig mies gehaltenen Gehegewölfe. Wer Tiere ernsthaft und wahrhaftig wertschätzt und versteht, hätte nie ernsthaft geglaubt das gefangen gehaltene LAUFTIER Wolf liesse sich in einem Gehege gut im GEASAMTEN Verhalten beobachten.

 

Egal. Ein Wolf ist ein Wolf.

Die Beobachtungen von Bloch und Radinger an den Timberwölfen finde ich (wieder als unwissenschaftlicher Laie... ohne Links, nur mit Büchern im Schrank) sehr aufschlussreich. Ob die Verhaltensunterschiede zum europäischen (eurasichem) Grauwolf sehr gross sind, wage ich zu bezweifeln. Aber es kann natürlich sein, dass der eurpäische Wolf ein gänzlich anderes Verhaltensrepertoire an den Tag legt ;)

Wir warten mal auf Ergebnisse von Beobachtungen an europäischen Wölfen. :) 

Bloch zumindest hat unter anderem beobachtet, dass auch Jungwölfe durchaus mal vorausgehen, dass Rollen wechseln, dass es aber immer wieder die Leitwölfinnen (also die Mütter mit dem Nachwuchs) sind, die die Wanderrichtugen angeben. (Wie eigentlich alle Säugetiermütter diese Planeten ihre Kinder bis zu einem gewissen Alter lenkt und leitet udn damit beschützt).

 

Und dass es in Familienverbänden auch beim Haushund (sogar in Gruppen) so ist, dass die einzelnen Tiere durchaus unterschiedliche Rollen besetzen hat jeder, der mehr als 2 Hunde hat, schon mit eigenen Augen erleben können, wenn er zu Beispiel mal einen Wurf Hund aufgezogen hat oder auch einen weiteren Hund in den "Verbund/die Gruppe" integriert hat.

Und spätestens dann ist klar, dass es Dominanz gibt, in verschiedenen Auswirkungen. Ein Tier (und auch ein Mensch), welches mit dieser Rolle überfordert ist, sie aber besetzen muss, weil die Gruppe sonst zerfällt, oder weil die Umstände es erfordern,  hat dann wieder unterschiedliche Handlungs/Verhaltens-Möglichkeiten.

Von hysterischem Kontrollzwang bis hin zu "Diktatorischer" Führung nach Gutsherrenart (also ungerecht, nicht nachvollziehbar).

 

(Zufällig grad nachgelsen und erstaunlicher weise sind meine Laienbeobachtungen nicht falsch, sondern ziemlich auf den Punkt.....)

S. 110 Affe trifft Hund (Bloch/Radinger 2012, Kosmosverlag

 

 

 

 

 

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vor 9 Stunden schrieb hansgeorg:

evolutiv hervorgebrachte Verhaltensweisen mit Sozialromantik

Dabei geht das sogar Hand in Hand. Hat halt eine Weile gedauert- der Sozialdarwinismus und "das Recht des Stärkeren" hält sich immer noch hartnäckig- aber schließlich wurde mehr und mehr anerkannt, daß das evolutive Prinzip viel mehr auf Kooperation als auf Konkurrenz beruht.

Sonst säßen wir alle noch in der Ursuppe- jeder eine Zelle für sich. Noch nicht einmal als Zelle wahrscheinlich...

Gibt auch Menschen, die das einsehen, während andere immer noch in Kriege wegen Machtverhältnisse ziehen.

Da Letztere u.U. umkommen, sind Erstere evolutiv wohl wirksamer.

Auch Hunde haben erkannt, daß es weniger bringt z.B. Leckeres offensiv einzufordern- mit anderen Strategien- Angucken, Tricks anbieten usw. kommen sie sehr viel weiter.

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Dominanz-- Durchsetzungsvermögen

 

Wir Lehrer müssen im Beruf dominant sein,uns durchsetzen können.

Nur wie weit wollen/können und in welcher Form ist es gut , sich durch setzen zu   können?

 

Mein Rüde ist gegenüber anderen intakten Rüden dominant.

Nur, bei welchen Rüden er sich wie und in welcher Form durch setzt, erschließt sich mir noch nicht.

Ein Rüde wird absolut nieder gedrückt (ohne Einsatz der Zähne), ein intakter Rüde wird begrüßt.

Da zeigt er keinerlei Dominanz.

Die Hündinnen dürfen ihn domineren, in aller Art und Weise.

Meine Meinung ist, dass Dominanz Situationsbedingt ist.

Bei sozialisierten Wesen.

 

Ich hatte mal eine Cheffin, die war für sich selbst dominant, sie wollte sich durchsetzen, immer und überall!!!!

Da zählte keine Situation , sie war bedingungslos dominant.

Absolut ohne Sozialempfinden.

 

Solche Hunde gibt es auch, denke ich.

Sie haben gelernt, sich zu sehen, ohne sich als soziales Wesen zu empfinden.

Da geht es nur um ihr Durchsetzen.

 

So sehe ich Dominanz.

 

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vor 9 Stunden schrieb Zurimor:

Eurasische Wölfe haben im Allgemeinen ein sehr friedliches Sozialverhalten, Rangkämpfe gibt es nicht. Auch die Eltern, die dominant gegenüber dem Nachwuchs sind, sind nicht automatisch die Führer des Rudels, je nach Aufgabe oder Tätigkeit übernimmt mal das eine, mal das andere Tier diese Rolle, das können durchaus auch die Jungtiere sein! Ich denke, man kann tatsächlich sagen, dass in einem Wolfsrudel alle (annähernd) gleich sind.

 

Dem hervorgehobenen Teil stimme ich definitiv zu! Annähernd gleich NEIN. Das geht nicht - sonst hätten ja die Welpen seit dem Zeitpunkt ihrer Geburt das selbe Verhalten parat, die selben Fähigkeiten und könnten alle Entscheidungen alleine treffen wie ihre erwachsenen Eltern. Das müssen sie erst von ihren Eltern lernen,  von ihre große Geschwistern und eigene Erfahrungen sammeln! Das heißt aber nicht dass das nicht Harmonisch ablaufen kann. Heißt aber genauso wenig dass es brutal ist. Dass hier und da mal zurechtgewiesen wird und man nen Anschiss kriegt.

 

Aber Brutalität, Aggressivität, Unterdrückung, Geltungsbedürnfis und Macht - das hat für mich wenig mit reeller Dominanz (eine Situation auf Grund der Eigenen Fähigkeiten, Wissen und Erfahrungen beherschen/managen/lösen zu können) zu tun. Sondern Souveränität und Überlegenheit.

 

 

 

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vor 1 Minute schrieb gebemeinensenfdazu:

Auch Hunde haben erkannt, daß es weniger bringt z.B. Leckeres offensiv einzufordern- mit anderen Strategien- Angucken, Tricks anbieten usw. kommen sie sehr viel weiter.

 

Mein Collie bettelt nicht :)

Er apportiert und möchte dafür etwas von meinem Essen ab haben...... :)

Und Frauchen (also ich)...ja was soll ich sagen, ich belohne es.... Er hebt mir ALLES auf, er kann sogar mit dem Frust umgehen, wenn ich ihm nichts abgebe....Ich habe gerade hier am PC gefrühstückt, jetzt liegt meben mir: ein klitzekleiner Zettel, eine Visitenkarte, eine Socker (grrrr) und ein 5 Cent Stück.

 

Also haben wir zwei uns wieder mal das Frühstück geteilt....

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Hey

 

vor 34 Minuten schrieb Zurimor:

Nur weil es dir nicht paßt, ist das noch lange keine Mär. :)

 

Nun, wenn es was mit PASSEN zu tun hätte wäre es egal, aber eine Mär ist nunmal etwas anderes, wer es glauben mag, mag es halt glauben.

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Ich denke, wer über Dominanz in der Tierwelt redet, sollte sich auch mal das Familienleben der Hyänen ansehen.

Bei Hyänen haben die Männer nichts zu lachen. das fängt auch schon an unter den Welpen.

Und bei Wölfen gibt es auch welche, die nichts oder wenig zu lachen zu haben.

Schließlich geht es dort ums Überleben, ist der "Kühlschrank" voll, geht es friedlicher zu.

Aber Dominanz zeigt sich wohl deutlich, wenn es wenig oder nichts zu Futtern gibt!!!

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vor 6 Minuten schrieb Lyris:

Aber Brutalität, Aggressivität, Unterdrückung, Geltungsbedürnfis und Macht - das hat für mich wenig mit reeller Dominanz (eine Situation auf Grund der Eigenen Fähigkeiten, Wissen und Erfahrungen beherschen/managen/lösen zu können) zu tun. Sondern Souveränität und Überlegenheit.

 

 

Das Ideal :)

Leider nicht immer (in der Menschenwelt) erreichbar.

Der US Präsident ist mit Sicherheit dominant.

Warum ist er das?

Er ist einer Rolle, diese Rolle hat sich aus Reichtum und Macht ergeben.

Interessant wäre, wenn er ohne jegliche Statussymbole auf einer Insel ausgesetzt würde und sich in einer Gruppe unterschiedlichster Menschen wiederfinden würde....

 

Ohne den Präsidenten verunglimpfen zu wollen, ist der souverän und überlegen?

 

Oder doch eher die Wähler...geblendet von Macht, Reichtum, Geltungsbewusstsein, Aggrssivität.

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vor 2 Minuten schrieb agatha:

Schließlich geht es dort ums Überleben, ist der "Kühlschrank" voll, geht es friedlicher zu.

Aber Dominanz zeigt sich wohl deutlich, wenn es wenig oder nichts zu Futtern gibt!!!

 

Ich denke, das ist nochmal ein anderer Punkt. Hier geht es um Urinstinkte, um das überlegen der eigenen Art. Das kann man (meine ich) nicht mit menschlicher "Moral" bewerten. Und ich denke hier ist nicht Dominanz ausschlaggebend, sonders das nackte Überleben.

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