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polar-chat.de  Der Hund
anonym12

Den Hund geschlagen

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vor 8 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Das kann natürlich sein. 

 

Deshalb meinte ich, es kommt auf den Hund an wie gut er so etwas "verkraftet".

 

Aber von sich selber Vorwürfe machen kann sich kein Hund etwas kaufen.

 

Ich gehe hier allerdings davon aus, dass Hunde nicht systematisch und bewusst geschlagen werden, sondern dass esAusrutscher waren.

 

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Mein Mann schlägt den Hund nicht!  Er fasst ihn aber grob an. Unterwirft ihn zwanghaft driht mit Zeitungsrolle...eben all die alten Massnahmen....aus uralten Tagen...weil es ja immer geholfen hat ! 

 

Er hatte danach Hunde, welche nicht mehr aufgemuckt haben und lieber innerlich an ihrer Pi....e ertrunken wären, als sich bei ihm zu melden, dass sie rausmüssen :-(

 

Das hat mir seine Ex vor kurzem gesteckt. Mit unserem Altrüden ist mir das nie aufgefallen und den haben wir von Welpe an. Aber der war und ist auch sehr Wesensfest. 

 

Aber ihm gegenüber war mein Mann nicht so grob...

Obwohl der Rüde zu den Mollossen gehört, normal bekanntlich recht eigenwillig - lernte er sehr schnell - ich mache was du sagst und mir geht es einfach gut. Oft reicht/e ein etwas lauterer Tonfall. 

 

 

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@Kiki2411 Schau doch mal dies Video im Fotothread einer Userin hier im Forum. Sie hat zwei tolle Schäferhunde, sie sind nicht perfekt, aber ist das Video nicht schön? Du scheinst ja auch ein Händchen für diese Hunde zu haben, wenn es beim früheren Junghundagility so gut klappte. Aber den Männern in deiner Umgebung reicht das nicht, sie schüchtern die Hunde ein und sie werden dann bissig aus Angst, verstehe ich das richtig? Ich kenne solche "Herrschaftsverhältnisse" auch von zuhause (und später auch noch) und ich glaube, man sucht sich das, was man aus der Kindheit kennt, unbewusst nochmal für die eigene Familie (ich hoffe, ich habe die wenigen Zeilen von dir auch richtig verstanden). Ich habe dieses Weltbild, das offenbar noch sehr viele Männer haben, wirklich zutiefst hassen gelernt auch wegen der zerstörerischen Wirkung, die es auf Abhängige in der Umgebung hat, und du schilderst sie ja auch: der Hund hat Angst, wird dort gedeckelt und entlädt die Emotion dann dort, wo er es kann, angstagressiv.

 

Ich bin kein Schäferhundhalter, aber ich bin ganz sicher, dass man diese Tiere auf Kurs bringen kann ohne dieses strikte "Herr und Sklave", absoluten Gehorsam und Angst. Ich las mal ein altes Buch über die Ausbildung von Jagdhunden. Dort war ein renitenter junger Rüde erwähnt worden, der ständig aufsässig war, und der Autor schrieb, in manchen Fällen helfe nichts anderes als den Willen des Hundes zu brechen: dazu binde man den Hund an einen Pflock und schlage so lange mit einem Knüppel auf ihn ein, bis er sich ergibt und gefügig ist - oder tot. Jede Erziehung von Lebewesen, die auch nur irgendwie in diese Richtung geht, lehne ich zutiefst ab. Das sind überholte Irrwege, genauso wie in der Kindererziehung.

 

Mein Rat: Vielleicht kannst du dich bei modern arbeitenden Schäferhundausbildern umschauen, am besten Männer, und sieh mal, was die ohne das alte Zeug zustande bringen. Dann zeigst du das deinem Mann so nebenbei und versuchst ihn damit zu überzeugen, dass es auch ein anderes Verhältnis zum Hund und andere Wege zum Gehorsam gibt ... Wenn dir als "Chefin" von Schutzbefohlenen eine humane und fortschrittliche Erziehung viel mehr liegt, dann versuche dich durchzusetzen, bei deinem Mann und dem Hund - auf die sanfte Tour. Das muss man auch erst lernen, manchmal ein Leben lang, aber es lohnt sich.

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vor 8 Stunden schrieb anonym12:

Er hat mir nur halb erwischt, was allerdings für eine blutige und geschwollene Hand reicht.

 

Der Hund hat nicht zimperlich zugepackt. Sich in dem Moment zu wehren, halte ich für eine natürliche Reaktion.

Gerade in diesem Fall gab es ja vorher keinerlei Situationen, die auf diese spezielle, heftige Reaktion des Hundes hingewiesen hätten.

 

Ich finde es sehr heftig, dass ein Hund von jetzt auf gleich bei seinem Menschen so zupackt, dass dieser eine blutige und geschwollene Hand hat.

 

Hier spielt sicher die Pubertät mit rein. Pubertät heißt, der Hund ist MENTAL und auch körperlich im Umbau. Der mentale Schritt vom Junghund zu einer erwachsenen Persönlichkeit bringt auch mit sich, auszuprobieren wie man nun selber die Umwelt mitbestimmen kann.

 

Der Umgang mit dem Hund könnte aber eine Rolle spielen, warum es so heftig geworden ist mit seiner Reaktion.

 

Die TE stellt hier nun ihr eigenes, übliches Handeln/den Umgang mit ihrem Hund in Frage. Das ist begrüßenswert, denn hier sehe ich die Ursache für die Heftigkeit, mit der die ganze Sache gelaufen ist.

 

rebellierende Pubertierlinge sind normal. Nicht normal ist, dass der Hund sich so vehement zur Wehr gesetzt hat, bis hin zur Konsequenz der Beschädigung.

 

Dafür hat er "die Quittung" bekommen. Das war eine Dominanzklärung, den die TE gewonnen hat.

 

Um das als einmaliges Geschehen abhaken zu können, ist der Umgang zu ändern. Denn es gibt mehrere Möglichkeiten, welche Schlüsse der Hund nun aus dieser Situation zieht:

 

- er denkt: Wow - mein Mensch setzt sich durch. Das ist mir eine Lehre, mach ich nie wieder.

Diese Möglichkeit halte ich für möglich bei Hunden, die weniger kompromisslos bei ihrer Wehr gegen den Umgang vorgehen. (Ist trotzdem Scheixxxe)

 

- er denkt: Ok, situativ verloren - aber beim nächsten Mal mache ich es besser ... (und hier meine ich besser in dem Sinne, dass er als Gewinner aus der Situation rausgeht)

 

Eigenständige Hunde - und das ist rasseunabhängig - reagieren eher mit der zweiten Möglichkeit. Wer eigenständig ist, lässt sich nicht rumkommandieren.

 

Allerdings gebe ich hier @gebemeinensenfdazu Recht: Kein Hund sollte einfach "rumkommandiert " werden. Hunde sind denkende und fühlende Lebewesen.

 

 

 

 

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vor 2 Stunden schrieb marcolino:

 

Der Hund hat nicht zimperlich zugepackt. Sich in dem Moment zu wehren, halte ich für eine natürliche Reaktion.

Gerade in diesem Fall gab es ja vorher keinerlei Situationen, die auf diese spezielle, heftige Reaktion des Hundes hingewiesen hätten.

 

Ich finde es sehr heftig, dass ein Hund von jetzt auf gleich bei seinem Menschen so zupackt, dass dieser eine blutige und geschwollene Hand hat.

 

 

Um fair zu bleiben, so von jetzt auf gleich war es ja nicht, der Hund hat laut Ausgangspost vorher ja geknurrt und die Zähne gefletscht, also ausführlich gewarnt, so aus dem Nichts heraus war das nicht. Klar hat er relativ heftig zugeschnappt, kann die Pubertät auch eine Erklärung für sein, aber da muß man schon fair bleiben, auch dem Hund gegenüber.

Der Erziehungsstil klingt für mich ziemlich dominant und das halte ich grad bei so eigenständigen Rassen nicht für den richtigen Weg, mit Zwang kommt man da im Allgemeinen wohl nicht weit. Warum sollte der Hund überhaupt in sein Körbchen? Einfach nur so oder gab's da einen Grund für? Es heißt doch "weniger ist mehr" in diesem Fall wäre weniger "Kommandiererei" womöglich mehr. :)

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(bearbeitet)
vor 8 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

Ich würde sagen, es kommt auch auf den Hund an.

 

Ängstliche oder unsichere Hunde können durch so etwas verstört sein und das für mehrere Tage.

 

Dieser Hund scheint aber eine sichere Psyche (Wesen, Verhalten, was auch immer...) zu haben, wenn er danach nicht verängstigt ist.

Es gibt nicht nur "Eingeschüchtert" , "Gebrochen", "Auf das nächste Mal Sinnen" und "Wegstecken/Abhaken können". Selbst bei letzterem geht immer etwas verloren. Es findet Abstumpfung und Enthemmung zur Gewaltanwendung statt, weil es falsch vorgelebt wird. Das passiert wahrscheinlich insgesamt am häufigsten, wenn eine gewisse Bindung da ist.

Es gab zudem keine Geste der Entschuldigung und des Bedauerns.

Hund denkt sich: "Ah so darf man also auch agieren." Je häufiger das passiert, desto ungehemmter wird der Hund seine Zähne einsetzen.

Dazu muß er sich gar nicht einmal rächen oder besonders wehren wollen, es stellt einen Normalzustand dar.

Und der ist alles andere als gewünscht, man will ja den Hund für den Umgang mit dem Menschen sensibilisieren und nicht das Gegenteil.

 

 

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vor 7 Stunden schrieb Kiki2411:

Mein Mann schlägt den Hund nicht!  Er fasst ihn aber grob an. Unterwirft ihn zwanghaft driht mit Zeitungsrolle...eben all die alten Massnahmen....aus uralten Tagen...weil es ja immer geholfen hat ! 

 

Er hatte danach Hunde, welche nicht mehr aufgemuckt haben und lieber innerlich an ihrer Pi....e ertrunken wären, als sich bei ihm zu melden, dass sie rausmüssen :-(

 

Das hat mir seine Ex vor kurzem gesteckt. Mit unserem Altrüden ist mir das nie aufgefallen und den haben wir von Welpe an. Aber der war und ist auch sehr Wesensfest.

Das klingt ganz schrecklich, euer alter Rüde muß deshalb nicht "wesensfester" sein - er hat vielleicht einfach weniger hinterfragt. Guck' mal unter "Erlernte Hilflosigkeit" (Es gibt da uner anderem ein Versuchsaufbau) und trete  deinem Mann entschieden entgegen. Vielleicht hilft ihm ein kleines Buch als Einstieg

Dominanz – Tatsache oder fixe Idee von Barry Eaton.

Das macht neben dem Hund doch auch etwas bei euch kaputt. Aber man kann dagegen etwas unternehmen.:)

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vor 8 Stunden schrieb Kiki2411:

Genau das weiss man eben nicht....und daher bin ich auch gegen diese Art Erziehung meines Mannes. Aber er hört einfach nicht auf mich! 

Denn unser Jungspund ist nämlich nicht gerade ein sicherer Hund...ziemlich schreckhaft und geht dann dem "Objekt" gegenüber in Angst-Angriffsstellung...Menschen oder Dinge. 

Zur Zeit bin ich auf der Suche nach einem Trainer/in, der/die sich mit solchem Verhalten auskennt und meinem Mann mal erklärt, wie sich sein Verhalten auswirken KÖNNTE.

 

 

 

Wo wohnt ihr denn? Wenn du eure PLZ schreibst, können hier sicher Empfehlungen gegeben werden.

Ein unsicherer Hund braucht keine Drohgebärden, Einschüchterung und "harte Hand"- all das macht ihn noch unsicherer. 

 

Deinem Mann möchte ich dieses Buch an's Herz legen https://www.amazon.de/Das-andere-Ende-Leine-bestimmt/dp/3492253253/ref=sr_1_1/257-5204743-3330268?ie=UTF8&qid=1516521303&sr=8-1&keywords=andere+ende+leine:)

vor 8 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

Das kann natürlich sein. 

 

Deshalb meinte ich, es kommt auf den Hund an wie gut er so etwas "verkraftet".

 

Aber von sich selber Vorwürfe machen kann sich kein Hund etwas kaufen.

 

Ich gehe hier allerdings davon aus, dass Hunde nicht systematisch und bewusst geschlagen werden, sondern von Ausrutschern.

 

 

Ein Ausrutscher, okay. Aber mehrere? Da sollte dringend die innere Haltung zum Hund überdacht werden.

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vor 2 Stunden schrieb gebemeinensenfdazu:

Es findet Abstumpfung und Enthemmung zur Gewaltanwendung statt, weil es falsch vorgelebt wird. Das passiert wahrscheinlich insgesamt am häufigsten, wenn eine gewisse Bindung da ist.

Genau!  Und leider genauso gut funktioniert die ganze Kiste wenn der Hund sich einfach nichtmehr anders deutlich machen kann - weil ihn mit "normaler" Kommunikation einfach niemand verstanden hat! 

 

Gerade Akitas haben einfach nicht den klassischen WTP! Müssen und Willkür (aus Hundesicht) nur weil Menschen es so will geht einfach nicht! 

Und wenn es dann mal so weit ist, dass der Hund nur noch vorgeht fallen wieder Wörter wie schwer erziehbar, dominant .... etc. 

 

 

 

 

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(bearbeitet)
vor 41 Minuten schrieb colu:

 

 

Wo wohnt ihr denn? Wenn du eure PLZ schreibst, können hier sicher Empfehlungen gegeben werden.

Ein unsicherer Hund braucht keine Drohgebärden, Einschüchterung und "harte Hand"- all das macht ihn noch unsicherer. 

 

Deinem Mann möchte ich dieses Buch an's Herz legen https://www.amazon.de/Das-andere-Ende-Leine-bestimmt/dp/3492253253/ref=sr_1_1/257-5204743-3330268?ie=UTF8&qid=1516521303&sr=8-1&keywords=andere+ende+leine:)

 

 

Ein Ausrutscher, okay. Aber mehrere? Da sollte dringend die innere Haltung zum Hund überdacht werden.

Nein, ich meinte einen Ausrutscher. Ich habe alles im Plural geschrieben.

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