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Hundeforum Der Hund
anonym12

Den Hund geschlagen

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Warum sollte ein Nachbar meinen Hund derart bedrohen und angreifen und warum sollte ich als Halter daneben stehen und zusehen? Das ist mir gerade etwas zu konstruiert...

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Puh. Es ist schwer, jetzt zu beurteilen, ob es Beißen oder Abschnappen war. Wenn mein Hund schnappt (“geh weg“, “gib mir Platz“) und dabei versehentlich meine Hand erwischt und ich sie wegziehe (= Quetschung/Reißbewegung), entsteht vielleicht eine Verletzung, die allerdings nicht tief geht. Ist noch nie so passiert.

 

Ich finde das gezielte Schnappen nach der Hand schon bemerkenswert. Ich würde in Zukunft die Drohung meines Hundes ernst nehmen und Raum geben. Da ist irgendwas schief gelaufen, was aber nicht in dem Moment geregelt werden sollte. Da muss deeskaliert werden.

 

Femo hat mich relativ am Anfang mal angeknurrt, als er auf dem Bett lag und nicht auf seinen Platz gehen wollte und ich ihn daraufhin runterschieben wollte. Ich bin sofort zurückgewichen, aber bin am Fußende stehen geblieben und habe auf seinen Platz gezeigt bis er runtergegangen ist und ihm währenddessen ruhig, aber bestimmt erklärt, dass ich ins Bett will und er daher in seins gehen soll. Er hat das dann relativ schnell gemacht. Dann gabs ganz viel Lob und Streicheln. Er hat dadurch gelernt: Wenn ich runter sage, meine ich runter! 

Ich habe dadurch gelernt: Er mag nicht rumgeschoben werden. 

Seitdem geht er immer runter, wenn ich es sage (manchmal lässt er sich zweimal oder dreimal bitten, aber ich diskutiere das nicht) und er musste nicht mehr warnen, weil ich ihn nicht mehr versucht habe runterzuschieben. 

Mehr würde ich in so eine Situation nicht reininterpretieren, was die Seite des Hundes angeht. Machtspiele sollte man vermeiden. Und nichts anderes ist die geschilderte Situation gewesen. Vermutlich spukt da im Hinterkopf eine Rudelführer- oder Welteroberungstheorie herum. Im Sinne von “Wenn ich ihm jetzt nicht zeige, wer das Sagen hat...“

 

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Ich bin ein großer Fan von "man kann nie so blöd denken wies kommt".

 

Wir waren mal bei Freunden auf dem Land ein paar Tage zu Besuch, die keinen Hund hatten. Unserer blieb im nicht komplett einsehbaren Garten alleine, als der Paketbote kam und (mit dem Wissen das dort kein Hund lebt) das Grundstück betrat. Hund war sehr erzürnt, Paketbote sehr erschrocken, und wir haben drinnen nichts mitbekommen. 

Ich weiß nicht sicher was genau passiert ist, Auf jeden Fall stand der Paketbote mit dem Rücken zur Wand und der Hund (bellend) zwischen ihm und Gartentor.  Da ihm niemand zur Hilfe eilte rief der Paketbote um Hilfe und warf letzten Endes ein Paket nach dem (mittlerweile liegendem) Hund. 

Ich bin sicher es gibt Hunde, die das sehr provokant gefunden  hätten.

Es sind übrigens auch schon Leute in meinen Hund rein gelaufen oder über ihn drüber gefallen. 

 

In einem Tierpark ist unsere damalige Hündin mal von einem vorbei gehendem Kind mit einem Stock auf den Kopf gehauen worden, damit hatte ich auch nicht gerechnet. Ein anderes Kind ist mal von hinten auf sie zu gerannt und hat sie umarmt...

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vor 2 Stunden schrieb Holo:

Ich schließe mich da silkies an : 

Ich glaube das es nicht nur biss und schnappen gibt, sondern auch alles dazwischen. 

Meine Hündin verletzt mich übrigens auch beim spielen nicht. Obwohl sie 50cm groß und erst 7 Monate alt ist.

Das kommt sehr darauf an, wie ihr spielt. Wildes Raufen, Abjagen von Gegenständen bringt zwangsläufig Rempler und Unfälle. Mein Hund wiegt über 30kg und ist größer als deiner und älter und bedeutend kräftiger (der Akita ist auch kein mittelgroßer Hund wie deiner), entsprechend mehr Kollateralschäden gibt es. Insgesamt macht es wenig Sinn nach einem "Gegenbeispiel" zu suchen. Es reicht, daß es Leute mit Erfahrungen mit ähnlich großen und schweren Hunden gibt, um Vermutungen anzustellen.

 

Und gefallen lassen sollte sich das kein Hund. Es ist die Pflicht des Halters dafür zu sorgen, daß der Hund nicht von Nachbarn oder Kindern oder etc. so in Bedrängnis gebracht wird, daß er Abschnappen muß. Ich erinnere: Hund und Halter sollen ein Team sein, weder sollen sie sich im Stich lassen noch sind sie Gegenspieler.

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vor 1 Stunde schrieb Holo:

Ich mache mich wahrscheinlich ein bisschen unbeliebt,  aber ich finde, dass jeder Hund (im Idealfall!) sich sowas gefallen lassen sollte. Einfach zu seiner eigenen Sicherheit. Einmal nach dem Nachbarn geschnappt, ist die Wohnung weg, einmal einem Kind beim Schnappen nen Kratzer verpasst, und die Konsequenzen sind ganz andere.

Meine Nachbarn und auch fremde Kinder kommen nicht in meine Wohnung um meinen Hund irgendwo hinzuschicken, und insistieren dann noch wenn er klar und deutlich durch Knurren warnt. Spätestens in dem Moment würde wohl sowohl Nachbar als auch Kind Distanz schaffen. Du vergleichst da Äpfel mit Birnen.

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Klar sollte man mit jedem Hund nett umgehen. Und wenn derartig heftiges zuschnappen für einen Akita völlig normal ist, dann würde ich gut überlegen in wie weit der in unser dicht besiedeltes Umfeld passt - denn wie in den Beispielen schon anklang, unverhofft kommt oft, und am Ende ist der Hund der Leidtragende.

 

Allerdings schließt doch das eine nicht das andere aus: Ich hoffe sehr, dass jeder verständnisvoll mit seinem Hund umgeht, und finde es auch daneben wenn wie in dieser Situation eine Warnung ohne guten Grund so übergangen wird. Das ist die eine Seite. Aber auf der anderen Seite ist es eben auch bedenklich, wenn vom Hund darauf eine solche Reaktion kommt. Denn klar, in diesem speziellen Fall war das ohne guten Grund. Hätte aber genauso gut einen sehr wichtigen Grund geben können, der nur gerade dem Hund nicht einleuchtet. Paradebeispiel wäre eine medizinische Notwendigkeit, aber auch etliche andere Szenarien sind denkbar. Von daher: Nein, ich finde die durch den Menschen geschaffene Ausgangssituation ausgesprochen unglücklich. Die Reaktion des Hundes aber auch.

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vor 12 Minuten schrieb Silkies:

Klar sollte man mit jedem Hund nett umgehen. Und wenn derartig heftiges zuschnappen für einen Akita völlig normal ist, dann würde ich gut überlegen in wie weit der in unser dicht besiedeltes Umfeld passt - denn wie in den Beispielen schon anklang, unverhofft kommt oft, und am Ende ist der Hund der Leidtragende.

 

Ich überleg grad ernsthaft, ob ich mal Bilder von meinen Händen und Unterarmen machen sollte. Da sind etliche Schrammen und Macken. Vom Spielen mit meinem Hund!

Ich würd das auf keinen Fall als "derartig heftiges Zuschnappen" bezeichnen, es war eine Warnung, nicht mehr und nicht weniger.

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Und wenn er ein übermütiges Kind auf diese Weise verwarnt - was durchaus passieren kann, wenn man sich nicht nur einsam in Wald und Feld überlegt - hat so ein Hund zumindest hier bei uns ruckzuck Leinen- und Maulkorbzwang.

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vor 16 Minuten schrieb Zurimor:

Meine Nachbarn und auch fremde Kinder kommen nicht in meine Wohnung um meinen Hund irgendwo hinzuschicken, und insistieren dann noch wenn er klar und deutlich durch Knurren warnt. Spätestens in dem Moment würde wohl sowohl Nachbar als auch Kind Distanz schaffen. Du vergleichst da Äpfel mit Birnen.

 

Sicher das die das tun würden?

Kinder sind, - entschuldigt bitte-, doof.  Und auch viele Erwachsene wollen mit dem Kopf durch die Wand. Sei es weil sie stur sind, es nicht besser wissen oder es sonstige Gründe gibt. 

In Anbetracht dessen finde ich es wichtig, dass ein Hund im Zweifelsfall eine ausweichende/vermeidende Reaktion wählt .

 

vor 26 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Das kommt sehr darauf an, wie ihr spielt. Wildes Raufen, Abjagen von Gegenständen bringt zwangsläufig Rempler und Unfälle. Mein Hund wiegt über 30kg und ist größer als deiner und älter und bedeutend kräftiger (der Akita ist auch kein mittelgroßer Hund wie deiner), entsprechend mehr Kollateralschäden gibt es. Insgesamt macht es wenig Sinn nach einem "Gegenbeispiel" zu suchen. Es reicht, daß es Leute mit Erfahrungen mit ähnlich großen und schweren Hunden gibt, um Vermutungen anzustellen.

 

Und gefallen lassen sollte sich das kein Hund. Es ist die Pflicht des Halters dafür zu sorgen, daß der Hund nicht von Nachbarn oder Kindern oder etc. so in Bedrängnis gebracht wird, daß er Abschnappen muß. Ich erinnere: Hund und Halter sollen ein Team sein, weder sollen sie sich im Stich lassen noch sind sie Gegenspieler.

 

Zitat

was allerdings für eine blutige und geschwollene Hand reicht.

 

Wenn eure "großen" Hunde anders als mein kleiner Hund nicht fähig sind sowas beim spielen (!) zu vermeiden, dann tut ihr mir ehrlich Leid. 

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vor 1 Minute schrieb Holo:

Wenn eure "großen" Hunde anders als mein kleiner Hund nicht fähig sind sowas beim spielen (!) zu vermeiden, dann tut ihr mir ehrlich Leid. 

 

Ergänzung dazu: Ich hatte selbst zwar immer nur Zwerge, aber durchaus auch sehr langfristigen, engen und intensiven Kontakt mit größeren Hunden, Mit denen ich auch nicht weniger wild getobt und gespielt habe als mit meinen Minis. Aber egal ob Staff, Rottweiler, Airdale oder Riesenschnauzer: Die einzigen Schrammen, die ich dabei je hatte, stammten mal von einer Kralle. Niemals von den Zähnen.

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