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Hundeforum Der Hund
Fiona01

"Hunde mögen nicht umarmt werden"

Empfohlene Beiträge

vor 59 Minuten schrieb Gerhard:

Auch mal wieder ein Artikel in der Kategorie: Halbwissen und Märchen.

Wenn ein Hund ein stabiles Vertrauen zum Menschen hat, genießt er Umarmungen. Hat er das Vertrauen nicht, ist er natürlich gestresst.

 

Und das ist ein Kommentar in der Kategorie: Oberflächliche Pauschalisierung.

 

Meine Hündin ist immer gestresst, wenn sie umarmt wird, schon immer und egal von wem. Muss ich jetzt annehmen, dass unser Vertrauensverhältnis nicht stabil ist?

Mit Verlaub, das ist Unsinn.

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@Juline Sehe ich ganz genau so, es gibt Hunde, die es mögen und es gibt Hunde, die das mit Verlaub, zum Kotzen finden und es gibt Hunde, die erdulden es ;)
Einige meiner Hunde mochten es, einige erduldeten es, einige fanden es schrecklich :blink:
Es mag auch nicht jeder Mensch Umarmungen, ich z.B. nur von ausgesuchten Personen, obwohl ich auch zu anderen ein stabiles Vertrauen habe :D

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Umarmen?

Manchmal geht es auch schon nur ums Anfassen.

 

Effie bedrängte uns körperlich, wenn sie etwas wollte. Sie forderte Besuch massiv zum Streicheln auf. Umarmen? Möglich, aber nur von ihr ausgehend.

 

Oona wollte nicht angefasst werden. Nie!  Nähe hat sie wenn, dann nur zum jüngeren Sohn gesucht, der damals noch ein Kind war. An ihrem letzten Tag hat sie versucht, in mich reinzukriechen, da wusste ich, es stimmt was nicht. Umarmen? Freiwillig? Nie.

 

Phoebe ist abends ein sogenannter "Busenlieger". Und ab morgens früh unter der Decke möglichst eng. Den Rest des Tages eher nicht. Nur so danebenliegen. Außer, sie sucht Schutz. Dann kann es nicht eng genug sein = Umarmen - situationsabhängig.

 

Kissy hat in ihrer ersten Zeit gezielt Kontakt gesucht, aber nur, um selber abzuschlecken. Das tut sie heute nicht mehr. Meinen Mann stubbst sie an. Besuch wird massiv aufgefordert, sie zu streicheln. Umarmen? Ja, wenn sie mit den Söhnen auf dem Teppich liegt, lässt sie es scheinbar gerne zu.

 

Carlos sucht Körperkontakt. Er will möglichst immer und alles. Soviel wie möglich. Nur von mir. Sitzt er auf dem Schoß, lehnt er sogar noch den Kopf an. Die Söhne sind ihm unheimlich und von Fremden will er nicht angefasst werden.

Umarmen? Von mir immer. Vielleicht ändert sich dies noch, wenn er sicherer wird, dass ihn niemand mehr entführt.

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Lemmy mag es gerne. Keewi überhaupt nicht. Sie ist da auch sehr deutlich und teilt dies knurrend mit. 

Sie kuschelt sich von alleine schon mal in den Arm aber will dann nicht umschlungen werden.

Lemmy kann man, wie einen Teddy beim schlafen im Arm haben und wenn man sich umdreht kuschelt er sich auf der anderen Seite wieder ran. 

Denke das ist einfach so individuell, wie alles andere auch ;)

Aber ich würde zB nie auf die Idee kommen spontan einen fremden Hund umarmen zu wollen - allerdings auch keinen Menschen :P

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vor 37 Minuten schrieb benno0815:

es gibt Hunde, die es mögen und es gibt Hunde, die das mit Verlaub, zum Kotzen finden und es gibt Hunde, die erdulden es

 

Sehe ich auch so. Lucky mochte super gerne (und am liebsten den ganzen Tag :D ) gestreichelt werden. Umarmungen hat er aber eher erduldet. Kimba saß super gerne auf meinem Schoß, aber bitte ohne Umarmungen.

 

Emma und jetzt auch die Lili mögen beiden total gerne umarmt werden. Die kuscheln sich dann auch richtig an uns ran. Emma lässt sich aber von Fremden ungerne streicheln und umarmen schon gar nicht.

 

 

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Der Artikel ist ja eher so ein "Ach, wussten Sie schon dass..." Ding. Natürlich ist das individuell (sogar im Artikel steht "die meisten" und nicht "alle"), aber es ist, finde ich, schon gut wenn man der breiten Masse Menschen mal entgegen hält, dass das was sie auf Instagram und Snapchat und facebook sehen nicht (immer) dem entspricht was da drüber steht.

 

"My baby loves me" über einem Bild eines unglücklichen Retrievers in den Armen des Besitzers ... Jo, dass der Besitzer keine Ahnung hat was sein Hund ihm grade sagt ist für viele einfach nicht denkbar. Es gibt ja auch immer noch Menschen die glauben, wenn sie schnell an einem Hund vorbei joggen wäre das der Beste Weg um Stress mit dem Hund aus dem Weg zu gehen! Für die ist dann auch neu, dass man an Hunden besser langsam vorbei geht. ("Ach? Aber dann brauch ich ja länger bis ich vorbei bin!" - "Ja, aber der Hund findet dich dann langweilig, das ist doch angenehmer, oder?" - "Ja, doch." )

 

Von daher: immerhin spricht es mal einer in der Populär-Zeitung aus, denn lieber man ist bei sowas zu vorsichtig als dass man seinen lieben Pluto an der Wange hängen hat.

 

 

Lemmy fand umarmen auch Artikelgerecht voll doof. Scully mag alles mit Körperkontakt, umarmen in Maßen auch. Aber nie wirklich lange, am liebsten will sie geknuddelt werden und kriecht förmlich in einen rein :D

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Alle Hunde haben es bisher erduldet-es gibt definitiv Besseres. Auch großflächiges Knuddeln wäre nicht belohnungsauglich- entsprechend halte ich mich zurück. Beim Streicheln ensteht auch ein bißchen der Zwang Zurückzustreicheln. Weder mag sie es, ständig gestreichelt zu werden- noch mag ich es ständig abgeleckt zu werden, also halten wir uns da beide ein bißchen zurück , belassen es bei einem "nicht staendig".

Was aber quasi ständig beim Schlafen sein muß ist Kontaktliegen und Anschmiegen. Beinkuhle, Bauchkuhle und Halskuhle- alternativ voll ausgestreckt Seite an Seite. Sie wechselt zwar auch zum Körbchen (vor allem im Sommer). Aber sie liegt am liebsten bei bzw. mit dem Kopf ganz ausgestreckt über der Hüfte denRücken entlang. Dann geht auch Kraulen am Hals, aber nur sehr kleinflächig.

 

 

vor 8 Minuten schrieb Lemmy:

Es gibt ja auch immer noch Menschen die glauben, wenn sie schnell an einem Hund vorbei joggen wäre das der Beste Weg um Stress mit dem Hund aus dem Weg zu gehen! Für die ist dann auch neu, dass man an Hunden besser langsam vorbei geht. ("Ach? Aber dann brauch ich ja länger bis ich vorbei bin!" - "Ja, aber der Hund findet dich dann langweilig, das ist doch angenehmer, oder?" - "Ja, doch." )

 

 

Da hätte ich ein Gegenbeispiel. Abrupte Tempoverlangsamung findet sie hochverdächtig "Die bleiben noch bei uns stehen, und wollen irgendwas!". Nein, die sollen im gleichen Tempo weiterlaufen, dann sind sie langweilig.:ph34r:

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Femo findet es je nach Situation gut oder nicht. Wenn, dann nur drinnen, nur von mir und wenn er sich auf der Couch in den Arm legt. Wir liegen im Bett auch manchmal Löffelchen. ;)

Er mag es, zur Begrüßung seitlich von oben umarmt zu werden. Von vorn eigentlich nie. 

Entweder muss die Umarmung locker sein oder mit Streicheln verbunden sein. Festgehalten werden mag er nicht. 

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Da bin ich egoistisch. Ich mag es unseren Hund zu umarmen, also muss er das eben manchmal "erdulden". Er könnte eher darauf verzichten.:rolleyes:

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Ich kenne das auch aus dem Buch von Patricia B. McConnell, "Das andere Ende der Leine", bei ihrer Gegenüberstellung von Primaten- und Canidenverhalten, das sich in punkto Umarmen demnach völlig unterscheidet. Sie schrieb, glaube ich, Umarmen durch Menschen sei für Hunde total schrecklich und völlig überflüssig, für Menschen aber toll und sehr wichtig, weil es ein sozialer Ausdruck für Nähe, Freundschaft und Schutz ist.

Ich war deshalb total erstaunt, als ich mal nach Videos suchte, wie man einem unsicheren, ängstlichen Hund mehr Sicherheit vermitteln kann. Und was macht Maja Nowak da in dem Video "Wie schützt man einen Hund (kommentiert) Daisy Teil2"? Sie "rahmt" einen unsicheren Hund, der Angst vor Männern hat, und legt dazu ihren Arm um den Hund, dem sie das vorher angeboten hat. Sie umarmt ihn. Das war also nicht aufgedrängt, sondern ein Angebot an den Hund, das er hier auch gerne annimmt. Sie erklärt im Video: "Rahmen ist nicht streicheln oder aktiv Beruhigen, sondern einfach den Arm um die Schulter des Hundes legen, weil ein Hund in seiner Angst nicht weiß, wo er anfängt und endet." Es sieht da wirklich so aus, als würde dem Hund diese Umarmung gefallen. Ich habe es auch bei meinem ängstlichen Senior ausprobiert, wenn er etwas Bedrohliches befürchtet oder sieht, und es klappt. Ich stehe auf und er folgt mir sofort. Also hat eine Umarmung doch etwas Positives in manchen Fällen.

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