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Hilfe! Ich komme mit meinem Hund nicht klar

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Katjass   

Hallo zusammen, 

Ich habe mir gerade ein Konto erstellt, weil ich langsam nicht mehr weiter weiß. 

Wie haben unseren Hund seit ca einem Jahr. Als wir ihn bekommen haben, war er 3 Monate alt. Er stammt wohl aus einer Massentierhaltung aus Polen, da ich früher schon einmal einen Hund aus "schwierigen Verhältnissen" hatte, dachte Ich, ich käme damit gut klar. 

Nun zu unserem Hund. Er ist eigentlich ein richtig lieber Hund, versteht sich mit anderen Hunden, Kindern, Katzen.

Aber das 1. Problem ist, dass er alles anbellt was sich bewegt, egal ob in der Wohnung oder ausserhalb. Und er bellt dann nicht nur, er rastet regelrecht aus, zerrt an der Leine, kläfft, knurrt, versucht wirklich mit ALLEM was er hat zu dem Objekt seiner Begierde zu gelangen. Wenn er dann dort angekommen ist, ist von einer Sekunde auf die andere Ruhe. Wenn man ihn allerdings wieder weg holen möchte, geht das ganze wieder von vorne los. Er hört draussen auch überhaupt nicht. Drinnen hört er aufs Wort und ist sogar sehr unterwürfig  (da komme ich später noch drauf zu sprechen). Ein hundetrainer hat mir ein paar Tipps gegeben wie 

- er darf wenn es essen gibt nicht in die Küche 

-oder der Mensch geht zuerst durch die Tür etc, 

Um die Rangfolge klar zu stellen. Diese Dinge sind für unseren Hund selbstverständlich und er hat das nach 2-3x schon perfekt verinnerlicht. Aber draussen ist keine Veränderung erkennbar. Selbst bei 2 verschiedenen hundetrainern ist er so ausgerastet und die Trainer haben ihn nicht im Griff gehabt. 

Desweiteren ist er immer noch nicht ganz stubenrein. Wir wohnen in einer Wohnung und er kommt morgens und abends raus. Wenn ich jedoch abends mit ihm draussen war ( inzwischen gehe ich erst ab 23 Uhr, damit ich bloss keinem begegne), kommt es häufig vor, dass er in der Nacht einfach in die Wohnung kackt. Keine Ahnung warum er das macht. Er kommt dann morgens wenn wir aufstehen auch gar nicht ans Bett um uns zu begrüssen, da er genau weiss, dass er Mist gemacht hat. Wo wir bei dem nächsten Problem wären. Wenn man dem Hund gegenüber die Stimme nur leicht erhebt, fängt er an zu zittern und zu pinkeln. Ich vermute das hat mit seiner Vergangenheit zu tun, aber muss das denn nicht irgendwann auch mal aufhören? Er wurde von uns noch nie gehauen oder so etwas! Andererseits verstehe ich wirklich nicht, wie er einerseits drinnen wirklich Angst vor Ärger hat und draussen ist ihm alles scheiss egal, ob man meckert oder Leckerli dabei hat, interessiert ihn überhaupt nicht. 

Ich überlege mir langsam ob es nicht besser wäre, unseren Hund abzugeben, da ich nicht mehr weiter weiss, trotz Trainer etc. Es tut mir in der Seele weh, da ich den Hund sehr lieb habe und ihm das nicht antun möchte... auch meinem Sohn würde es das Herz brechen.

 

Vielleicht habt ihr ja noch Ideen, was ich versuchen könnte. Für jeden Tipp bin och dankbar. Vielen Dank schonmal.

Liebe Grüsse

Katja 

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Jagslamararc   

Vielleicht mal den Herr Rütter fragen, diesen Hundeprofi aus dem Ferneshen.. der scheint mir mit solchen Problemfällen gut klar zu kommen 

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)
vor 6 Stunden schrieb Katjass:

Um die Rangfolge klar zu stellen.

Völlig überholte Ansichten- ihr seid kein Rudel, Hunde können zwischen Menschen und Hunden unterscheiden und das tun sie auch. (Scheinbar besser als Menschen...)

Sein Verhalten

vor 6 Stunden schrieb Katjass:

sogar sehr unterwürfig 

weil er scheinbar schlicht Angst hat vor weiterer Einschüchterung.

Der Hund hat massiv Sress und kann daher seine Blase nicht mehr kontrollieren.

Stichworte wären - Zeigen und Benennen, Gegenkonditionieren, Reizdesensibilisierung mit sukzessive Distanzverringerung zum Auslöser und Beruhigungsstrategien- eure bisherigen Trainer hören sich nicht danach an.

 

Bitte laß' die hier im Forum einen Tip für einen guten Trainer. Wie du selbst erfahren hat, gibt es mehr schlechte als gute:(, und zwar einen, der sich mit Angsthunden aus dem Auslandstierschutz gut auskennt.

Ich wünsche euch alles Gute dafür.

 

 

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gatil   

Er kommt morgens und abends raus???

Und abends erst nach 23 Uhr???

Heißt das wirklich, er muss von morgens ca. 8 Uhr bis abends 23 Uhr einhalten???

 

Sein ganzes Verhalten sagt, dass er massiven Stress hat.

Sein Bellen, seine Pinkelei. Sein Koten.

Sein Zittern.

 

Schreib doch mal genauer, wie ein Tag/ eine Woche des Hundes aussieht.

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

Hab' nochmal gelesen. Ihr habt ihnalso als Welpe gekriegt, der unter schlechten Bedingungen aufwuchs- es könnte zumindest leichte Deprivationsstörung vorliegen- vielleicht hat das auch Anteil daran, daß ihn Außenreize etwas überfordern- es kann aber genauso gut auch Unterforderung vorliegen bei eurem Programm und keinerlei Deprivation, das stellt man am besten vor Ort fest.

Ich hoffe wirklich er komm noch zusätzlich zum Lösen raus, ansonsten KANN er gar nicht stubenrein werden und es wäre Tierquälerei und die Haltung tierschutzrelevant. Nach 23.00 ist für einen Hund, der ganz viel kennenlernen muß und kennenlernen will- das ist ein junger Hund!- auf die dauer zu spät.

Weder findet er da Artgenossen zum Spielen , noch erlebt er den Tagesallltag. Ihr seid momentan, wenn ihr früh morgends rausgeht fast nur im Dunkeln unterwegs. Schlimmer ist, daß du alles zu meiden scheinst. Das macht einen unsicheren Hund, der wenig kennt, noch unsicherer. Er will kennelernen und sich offentlich vergewissern-  bitte hilf ihm mit den richtigen Erziehungsmethoden dabei. Allein das Lesen macht traurig.

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Katjass   

Ich bin ja anfangs ganz normal mit ihm raus gegangen (mind. 3x täglich) aber dann ging es mit den Nachbarn los. Der Hund wäre eine Gefahr, der sollte eingeschläfert werden. Ein Nachbar hat uns sogar regelrecht aufgelauert und den Hund mit pfefferspray besprüht. Eine anzeige hätte keinen sinn, da man dem mann nicht nachweisen könnte, dass er sich nicht nicht bedroht gefühlr hat. Das Ordnungsamt wurde uns auch auf den Hals gehetzt, dieses hat gott sei dank erkannt, dass unser Hund NICHT aggressiv oder gefährlich ist. Aber Ja, das alles führte dazu, dass ich jetzt versuche jeglichen Kontakt zu meiden. Er darf ja auch zu keinem anderen Hund hin, immer wenn ich Frage, sagen die Leute Nein, sie würden nicht glauben, dass der Hund nichts machen würde. 

Aber ich bin mir eigentlich sicher, dass er keine Angst hat. Es ist mehr so, als würde er unbedingt zu etwas hin wollen & wenn wir ihn nicht lassen, versucht er mit aller Kraft doch dorthin zu gelangen. Ich gehe im Moment morgens und Abends mit ihm mind. 45min- 1 Stunde je und über den Tag gehe ich mit ihm nochmal kurz in dem Garten, damit er sich erleichtern kann. Ich versuche hier Lösungsvorschläge zu erhalten, da ich WEIß, dass so ein hundeleben nicht sein sollte. 

 

 

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agatha   

ich möchte Dir ehrlich meine Sicht , heraus gelesen aus den wenigen Zeilen, mitteilen.

 

1. wenn Du keine Kraft (Selbstbewußtsein, oder ähnliches) hast, um  ,gegen Negativerfahrungen, Deinen Hund am Tag auszulasten, dann würde ich Dir raten,ihn abzugeben.

Einen Hund von 8.00 Uhr- 23.00 Uhr im Hause zu halten aus Angst vor den Mitmenschen, ist doch kein Leben für Beide .

 

Ich selber , auch wenn es mir unendlich viel abverlangt, gehe gerade mit meinen

Hunden in negativ besetzte Situationen, um mich zu trainieren.

Im Garten langweilen sich meine Hunde, das Leben ist draußen.

 

 

2. dein Hund hat kein gutes Leben bei Dir, denke ich.

(nicht weil Du es so willst, nein absolut nicht)

Ich würde sofort mit ihm eine gutes Training absolvieren.

Ich als Hundehalter muss doch lernen, wie ich mit den Umweltsituationen

umgehe.

Da nützt ein bisschen fragen nichts,denke ich, da musst Du wohl regelmäßig eine HUndeschule besuchen.

 

Ich drücke Dir all meine Daumen.

Vielleicht kann Dir jemand hier eine gute Hundeschule, einen guten Trainer an raten.

 

Verstecke Dich nicht, versuche für Deinen Hund DICH zu trainieren!!!

 

PS: meine Lucie jault, knurrt und bellt auch aus Frust, wenn sie an keinen Hund ran darf.

Sie ist die liebste , sozialste Hundin, die ich je hatte.

Aber sie versteht es einfach nicht,wenn sie nicht schnuppern darf.

 

Also habe ich mir Freunde für sie gesucht, in der Hundeschule und in meiner Wohnumgebung.

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gebemeinensenfdazu   
vor 32 Minuten schrieb Katjass:

Ja, das alles führte dazu, dass ich jetzt versuche jeglichen Kontakt zu meiden. Er darf ja auch zu keinem anderen Hund hin, immer wenn ich Frage, sagen die Leute Nein, sie würden nicht glauben, dass der Hund nichts machen würde

Das in der Außenwelt klingt alles wirklich nach Frustaufregung. Irgendwie mußt du ihm das Erleben ermöglichen.

Den  Nachbarn die Standarderklärung "Leinenfrust" geben, die netten können sich für so etws öffnen, die anderen kann man schlicht ignorieren, die haben keine Ahnung oder sind gemein (Pfefferspray!!!!:angry: ekelhaft). Nicht von denen fremdbestimmen lassen.

 

Wo wohnst du denn? Vielleicht gibt es hier im Forum mal jemanden, den euer Hund treffen kann (Ich würde es sofort machen, er klingt etwas nach der Leinenpöblerin/Tutnix, bei der wir den Kontakt gesucht haben, weil die Halterin überfordert war und nur auf Ablehung stieß.

 Aber irgendwie scheint der Streß sich zuhause zu entladen, denn da zeigt er offensichtlich Angst.

Man kann euch in jedem Fall helfen!

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Freefalling   
(bearbeitet)

Hallo und herzlich willkommen,

Ich finde es gut, dass ihr euch Hilfe holt. Vieles wurde schon geraten, was ich auch raten würde. 

Wohnt ihr eher ländlich oder in der Stadt? Gibt es die Möglichkeit, dass er im Freilauf andere Hunde treffen kann? Möglichst welche, die vorher ausgesucht wurden? 

Was verbellt er denn alles? Weißt du, welche Rassen in deinem Hund stecken oder hast du mal ein Foto von ihm?

 

Das Verbellen ist vermutlich schon Angst oder zumindest Unsicherheit. Vielleicht will er hin um sich zu vergewissern. 

 

In welchem PLZ-Gebiet wohnst du? Dann kann dir jemand einen Trainer empfehlen. Für einen unsicheren Hund ist gerade dieses Rudelführergedöns richtig falsch. Also ich halte es bei allen Hunden für falsch. Aber deinen Hund wird das noch mehr verunsichern. 

 

Edit: Ich finde es ok, wenn du morgens und abends weiterhin mit ihm die größeren Runden gehst. Zusätzlich würde ich dann möglichst geplant und möglichst in schaffbaren Situationen tagsüber mit ihm in der Umwelt üben. Also Schritt für Schritt. 

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colu   

Hi Katja, ich habe auch einen Hund von fiesen Vermehrern aus Polen. Der hat, vor allem zu Beginn, auch auf alles reagiert, alles und jeden angebellt, er war einfach komplett überfordert mit seiner Umwelt.

Es gab zwischendrin Momente, da dachte ich, ich werde ihm niemals dabei helfen können stressfrei zu leben.

 

Erst mal würde ich dir dringend raten, den Hundetrainer zu wechseln. Rangreduktionsmaßnahmen, wie sie dir empfohlen werden, sind nicht förderlich für deinen Hund. Der Hund braucht Sicherheit, Routine, Selbstbewusstsein und vor allem braucht er genügend Zeit und Platz, um sich mit Auslösern auseinander setzen zu können.

 

Wenn du uns sagst, wo du wohnst, kann dir hier jemand einen Trainer oder eine Trainerin empfehlen, die auf die Bedürfnisse deines Hundes eingehen und euch dabei helfen, Sicherheit zu bekommen. je mehr positive Erfahrungen dein Hund sammeln wird, desto selbstsicherer wird er werden.

 

 

Magst du noch etwas mehr von euch erzählen? Was für einen Hund hast du, wie sieht euer genauer Tagesablauf aus, wie reagierst du, wenn der Hund auslöst, wie wurde bisher trainiert?
Ist mal ein großer Check up beim Tierarzt durchgeführt worden?

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