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Hundeforum Der Hund
Katjass

Hilfe! Ich komme mit meinem Hund nicht klar

Empfohlene Beiträge

Hast du schon mal eine Rappeldose probiert? 

 

Übrigens: Wenn er euch am Morgen nicht begrüßt, dann hat das sicher nichts damit zu tun, dass er in der Nacht etwas "angestellt" hat. 

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(bearbeitet)

Für einen Angsthund ist eine Rappeldose ganz schön kontraproduktiv. Mit kommt es so vor, als wenn dieser Hund ganz viel Schutz braucht. Ich würde in einsameren Gegenden spazieren gehen, alle Reize für längere Zeit nur von weitem ansehen lassen. Und ihm langsam beibringen, dass nicht er die Menschen schützt, sondern umgekehrt. Dieses "unbedingt hinwollen" klingt für mich nach großer Überforderung. Ich würde das nicht zulassen, sondern mich dazwischen stellen. 

Und der Hund muss sich wirklich öfter lösen können!!!

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vor 11 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Hast du schon mal eine Rappeldose probiert? 

 

Übrigens: Wenn er euch am Morgen nicht begrüßt, dann hat das sicher nichts damit zu tun, dass er in der Nacht etwas "angestellt" hat. 

 

Was lernt der Hund, wenn man ihn mit einer Rappeldose erschreckt?

Das ist alles andere als empfehlenswert, der Hund ist ängstlich und unsicher genug- das Gegenteil von dem, was ihm helfen kann, sind Schreckreize.

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(bearbeitet)

Je ängstlicher der Hund ist, umso wirksamer ist die Dose. Es wird gibt auch Hunde, denen ist so eine Dose egal.

 

Ich muss es wissen. Mein Hund ist bei jeder Hundebegegnung dermaßen ausgerastet, dass man glauben konnte, er möchte den anderen fressen. Es wurden auch Passanten angebellt, vor allem Männer und alte Menschen. Sogar Autos wurden "attackiert".

 

Wir waren bei einer Trainerin, die mit dem Clicker umkonditioniert. Nach jeder Stunde war es ein bisschen besser, das heißt, wir wichen sehr großräumig aus und er blieb ruhig. Aber wir durften uns dabei nicht bewegen, andernfalls ging es wieder los. Der Effekt war aber nach einem Tag wieder weg. Ich konnte oft gar nicht so weit ausweichen, da hätten wir uns in Luft auflösen müssen.

 

Nachdem wir viele Stunden bei der Trainerin waren, jedes Mal 50 € dort gelassen haben und man kaum eine Besserung sah, wollte ich nicht mehr hingehen. Das Gassi gehen war eine große nervliche Belastung für uns und für den Hund.

 

Bin dann zu einem anderen Trainer: Bevor der Hund bellt, also wenn er den anderen schon fixiert, wird ein Wort gesagt wie "Ruhe!" und dann wird die Dose auf den Boden geworfen. Der Hund soll sich erschrecken. Beim nächsten Hund wieder das Gleiche. Eigentlich reichen dafür ein paar Begegnungen aus. Bei uns ging es ca 3 Tage, man muss die Hunde ja erst mal treffen.

 

Heute: Wir können an jedem Hund vorbei, ich weiche aber trotzdem aus, gehe zB. auf die andere Straßenseite. Wenn das mal nicht geht, auch ok.

Wenn ein anderer Hund ihn anbellt, dann schaut er mich an und erwartet sich von mir etwas zu tun.

Oder wir gehen raus und treffen auf zwei Hunde, die sich gerade anbellen. Früher hätte er da gleich mitgemacht. Heute sieht er nur zu mir hoch als würde er sagen wollen "mach doch was!". Dann gehen wir ruhig weg von den Hunden in eine andere Richtung.

Ich kann ihn auch an der Leine zu anderen Hunden lassen.

 

Und es werden keine Menschen mehr angebellt! Ich habe die Dose bei Menschen aber nie angewendet. Autos werden auch nicht mehr attackiert.

 

Wir können heute ruhig und entspannt spazieren gehen und müssen nicht fürchten jemanden zu treffen.

 

Ps: Die Dose brauchen wir nicht mehr, das Wort "Ruhe" reicht.

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Ich würde lieber zig mal 50€ pro Trainerstunde zahlen und einen Hund haben, der weiß, dass er mir absolut vertrauen kann als ein Symptom mittels Rappeldose zu unterdrücken. 

Dazu gibt es einige Infos im Netz zu finden, ich habe mal eine meiner Meinung nach eine gute rausgepickt: Rappeldoseninformation

 

Dass es bei deinem Hund @Kleiner Wolf  funktioniert hat, ist erfreulich aber diesen Tip würde ich niemals an mir unbekannte Hund-Mensch-Teams weiterreichen. Der "Schuss" kann nämlich ganz schnell nach hinten gehen. :unsure:

 

 

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Ich finde es immer wieder zum heulen, wenn sich Menschen darüber freuen, dass endlich Ruhe es, egal was es für den Hund bedeutet. Ich meine, ist es wirklich prima wenn er sich vor dem Schreckreiz in diesem Moment noch mehr fürchtet als vor dem eigentlichen Auslöser seines Verhaltens? Bei einem Hund, der ohnehin schon schreckhaft ist, dann auch noch mit Schreckreizen zu arbeiten, das sollte sich für jeden Menschen mit nur ein wenig Verstand und Empathie von selbst verbieten. Im Grunde ist es ja so, als würde ich ein Kind das vor irgendwas Angst hat anbrüllen und ihm drohen, "wenn du nicht sofort aufhörst dich so aufzuführen gibt's was auf die Löffel!". Klar, das Verhalten kann man so unterdrücken. Die inneren Auslöser dafür aber nicht. Spätestens seit man schon mittels Speichelproben den Cortisolwert bestimmen kann ist klar, dass der Stress für den Hund sich nach so einer Behandlung meist nochmals erhöht, selbst wenn er äußerlich ruhig erscheint.

 

Und wenn später allein das Wort "Ruhe" reicht, dann ist das nix anderes als ein aufkonditionierter Strafreiz. Das, was Pawlow mit seiner Glocke und dem Futter gemacht hat, nur im negativen Sinne: Schon die Ankündigung fährt die inneren Systeme auf Alarm und den Hund ins Meideverhalten.

 

Wenn man wirklich so vorgehen möchte, nur damit man selbst schnell entspannter spazieren gehen kann - nun, kann ich nicht aufhalten. Aber ich frage mich schon, ob ich selbst da gerne Hund wäre?

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Je ängstlicher und unsicherer der Hund ist; desto mehr schadet ihm eine Maßnahme wie diese besch*ssene Rappeldose!

 

Hätte ich das bei meinem Hund, der ganz ähnlich wie der von der TE war, angewendet, wäre er sprichwörtlich in sich zusammen gebrochen. Und ich, als seine Bezugsperson, hätte ihn in seiner Angst vor Menschen noch bestätigt.

Eine weitere Möglichkeit ist, dass der Hund mit Aggressionen auf diesen groben Unfug reagiert.

 

 

Mir geht’s wie Silkies, ich finde sowas zum heulen.

 

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Ich möchte dir raten, Leute zu suchen, denen es ähnlich geht. Eine gut geführte Raufergruppe wäre eine Idee. - Damit meine ich keine, wo dein Hund über den Haufen gerannt wird oder sich boxen muss. Es geht mir darum, dass für dich wieder Normalität einkehrt, indem du siehst, dass auch andere keine perfekten Hunde haben. Auch mal gemeinsam darüber lachen zu können, was die Hunde für einen Blödsinn machen. Vielleicht gibt es über Facebook die Möglichkeit sich mit "Gleichgesinnten" kurz zu schließen. Es macht den Eindruck, als würdest du dich und deinen Hund nur noch unsichtbar machen wollen, weil der ein oder andere mit Unverständnis reagiert. Ich denke eine andere Erfahrung würde euch beiden ganz gut tun. Es geht nicht nur dir so. Die Situation klingt verkrampft und angespannt. Darauf lässt sich kein Training aufbauen. Such dir etwas, dass die Normalität zurück bringt und Aktivitäten, die dir gemeinsam mit dem Hund Spaß machen. Lass dir nicht von anderen deine Beziehung zum Hund zerstören. Es klingt jetzt wirklich nicht nach einer Bestie. Viele der Probleme die ihr habt sind natürlich ernst zu nehmen aber klingen für mich ein bißchen aufgeblasen, durch die Reaktionen deiner Mitmenschen.

 

Sobald du einen entspannteren Umgang gefunden hast, kannst du nochmal über Training nachdenken. Es gibt sicher Möglichkeiten, das anzugehen. Wie ist er denn mit anderen Hunden?

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Wir waren in 2 Hundeschulen und bei dieser einen Trainerin. In den Hundeschulen konnten sie uns gar nicht helfen. Diese Erfahrung hat die Fragestellerin auch gemacht.

Ich hätte das Geld auch bezahlt, wenn es mehr geholfen hätte.

 

Die Fragestellerin überlegt ihren Hund wegzugeben und ich kann nachvollziehen wie sehr sie das Verhalten des Hundes und die Option Weggeben belastet. Was passiert dann mit dem Hund? Leicht vermittelbar ist er wahrscheinlich nicht. Tierheim? Was ist schlimmer, ein paar Mal die Dose werfen oder vielleicht monatelang im Tierheim sein?

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vor 15 Minuten schrieb beowoelfchen:

Ich würde lieber zig mal 50€ pro Trainerstunde zahlen und einen Hund haben, der weiß, dass er mir absolut vertrauen kann als ein Symptom mittels Rappeldose zu unterdrücken. 

Dazu gibt es einige Infos im Netz zu finden, ich habe mal eine meiner Meinung nach eine gute rausgepickt: Rappeldoseninformation

 

Dass es bei deinem Hund @Kleiner Wolf  funktioniert hat, ist erfreulich aber diesen Tip würde ich niemals an mir unbekannte Hund-Mensch-Teams weiterreichen. Der "Schuss" kann nämlich ganz schnell nach hinten gehen. :unsure:

 

 

 

Der Schuss ist doch nach hinten losgegangen ;)

 

Denn das Beschriebene hier:

 

vor 25 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

Je ängstlicher der Hund ist, umso wirksamer ist die Dose. Es wird gibt auch Hunde, denen ist so eine Dose egal.

 

 

Bin dann zu einem anderen Trainer: Bevor der Hund bellt, also wenn er den anderen schon fixiert, wird ein Wort gesagt wie "Ruhe!" und dann wird die Dose auf den Boden geworfen. Der Hund soll sich erschrecken. Beim nächsten Hund wieder das Gleiche. Eigentlich reichen dafür ein paar Begegnungen aus. Bei uns ging es ca 3 Tage, man muss die Hunde ja erst mal treffen.

 

Heute: Wir können an jedem Hund vorbei, ich weiche aber trotzdem aus, gehe zB. auf die andere Straßenseite. Wenn das mal nicht geht, auch ok.

Wenn ein anderer Hund ihn anbellt, dann schaut er mich an und erwartet sich von mir etwas zu tun.

Oder wir gehen raus und treffen auf zwei Hunde, die sich gerade anbellen. Früher hätte er da gleich mitgemacht. Heute sieht er nur zu mir hoch als würde er sagen wollen "mach doch was!". Dann gehen wir ruhig weg von den Hunden in eine andere Richtung.

Ich kann ihn auch an der Leine zu anderen Hunden lassen.

 

Und es werden keine Menschen mehr angebellt! Ich habe die Dose bei Menschen aber nie angewendet. Autos werden auch nicht mehr attackiert.

 

Wir können heute ruhig und entspannt spazieren gehen und müssen nicht fürchten jemanden zu treffen.

 

 

... ist erlernte Hilflosigkeit :(

 

 

vor 25 Minuten schrieb Kleiner Wolf:

 

Ps: Die Dose brauchen wir nicht mehr, das Wort "Ruhe" reicht.

 

Logisch. Das nennt sich "aversive Konditionierung".

 

Verhaltenshemmung über konditionierte Einschüchterung. Wird bewirkt durch die konditionierte Verknüpfung eines zuvor neutralen Reizes (Hier: Das Wort "Ruhe") in Verbindung mit einem unkonditionierten Reiz (Hier: Schreckreiz Rappeldose), wobei der Schreckreiz die kognitiven/assoziativen Bereiche des Gehirns ausschaltet und das genetisch programmierte Furchtreflexverhalten aktiviert.

 

Wie ich das finde, weiß ich. Ihr auch?

 

 

 

 

 

 

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