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polar-chat.de  Der Hund
Katjass

Hilfe! Ich komme mit meinem Hund nicht klar

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Ja genau. Wenn Leute meinen, ihren Hund mit Wassergespritze einschüchtern zu müssen, halte ich sie definitiv nicht zurück und lasse sie im Freilaufgebiet dorthinlaufen- sie liebt Wasserstrahl- und Wasserpistolenschnappen. Und nein, das sind nicht drohende artgenossenunverrägliche Hunde, die sie da in der Weise traktieren.

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@Kleiner Wolf

Ich finde es schade, dass du das Pöbelproblem deines Hundes so “gelöst“ hast. Vielleicht hätte er einfach mehr Zeit gebraucht. Femo und ich arbeiten jetzt seit 8 Monaten mit positiver Gegenkonditionierung und Zeigen und Benennen. Natürlich geht es nicht über Nacht. Aber wir haben deutliche Erfolge erzielt. Manchmal platzt der Knoten auch erst nach Monaten. 

Ich bin nicht komplett gegen aversive Methoden (= bei mir gibt es auch mal ein Nein ohne Alternativangebot). Aber ich sehe nicht, wo es gut sein soll, einen Hund, der in vielen Situationen unsicher bzw. ängstlich ist, mit einer Rappeldose noch weiter zu verunsichern. Ich finde es höchst bedenklich, so etwas zu raten. 

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@Freefalling

Ich weiß nicht, wie lange es gedauert hätte. Aber es sah nicht gut aus. Wir konnten keinen Schritt gehen, wenn ein Hund vorbei kam, wir mussten auf das Gemüsefeld trampeln um auszuweichen und wenn es doch zu spät war, ging es in die Hose. Nachdem es wieder nicht geklappt hatte, war es beim nächsten Mal umso schlimmer und ich mit meinen Nerven am Ende. Ein paar Mal habe ich sogar geweint, als er mir beim festhalten ins Ohr gebellt hat (er bellt in einen sehr unangenehmen Ton, hat wirklich weh getan). Ich habe es nicht mehr ausgehalten.

 

Er ist jetzt gegenüber Hunden nicht anders, er bellt sie nur nicht mehr an. Er will trotzdem zu einem anderen Hund hin, besonders wenn der andere auch Interesse zeigt oder er ihm sympathisch ist. Er akzeptiert es aber, wenn ich ihn wegziehe und geht dann einfach weiter (oder schaut ihm nach). Er ist mit allen Hunden verträglich, außer mit ein paar unsympathischen, aber sogar da kann ich ihm sagen, er soll sie in Ruhe lassen.

 

Es hat sich seit dem alles zum Positiven entwickelt. Sogar im Freilauf kann ich ihm Nein sagen, damit er nicht zu einem anderen Hund hingeht. Früher ist er direkt hingestürmt, das konnte ich nicht verhindern. Heute kann ich ihm deshalb noch mehr Freilauf ermöglichen, weil ich ihm da jetzt vertrauen kann. Er ist wirklich schon total brav. Ich weiß nicht ob es da einen Zusammenhang gibt, aber es fing zur gleichen Zeit an. 

 

Die Leute stauen auch nicht schlecht, wenn sie uns jetzt wieder sehen. Gerade die, die früher angebellt wurden.

 

Gelobt und belohnt wird er natürlich auch viel. 

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(bearbeitet)

Wieder die Problemhund/-mensch Sache. Die Leute haben jetzt kein Problem. mehr. Wenn sie je eines mit Gebell hatten natürlich- muß man ja nicht haben.

Du hast jetzt vermeintlich auch kein Problem mehr, denn das wurde ja jetzt dem Hund oktroyiert. Was natürlich irgendwann zurückkommen kann, wenn sich der angesammelte Druck entlädt. Ein bißchen hast du vielleicht ein Problem mit der Kritik hier.

Aber das ist doch alles Mist. Wieso ein Problem nicht einfach lösen anstatt es nach hier und dort zu schubsen.

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Tja, ich bin auch mal jemandem begegnet der das ähnlich gesehen hat wie du jetzt. Sandor war da noch voll in seinem Stress gefangen und ist total ausgerastet, wenn ihm ein Hund auch nur etwas zu nahe kam - was zum Zeitpunkt, an den ich gerade denke, alles unter 10 Meter war. Ließ sich aber halt nicht immer vermeiden wenn man städtisch wohnt. So kam uns damals auch jemand mit einem Border?-/Aussie?-Mixrüden entgegen. Der Hund hat Sandor auch schon von Ferne ziemlich eindeutige Blicke zugeworfen (was dem Krümel natürlich nicht gerade geholfen hat), ging dann aber ohne einen Ton mit zurückgeklappten Ohren an ihm vorbei. Und der Halter erklärte mir damals auch in belehrendem Ton, ich solle doch schlicht ein paar mal mit der Wasserspritze draufhalten, wirkt wahre Wunder! Nun, in diesem Moment war mir mein völlig ausgeklinkter Sandor wichtiger als ein Basisgespräch.

 

Ca. dreieinhalb Jahre später bin ich dem gleichen Gespann wieder begegnet. Sandor hat sich mittlerweile mächtig entwickelt, wird zwar niemals "normal" werden, das ist einfach nicht drin, aber ist so weit gekommen wie es ihm nie jemand zugetraut hätte. Ich konnte ihn also ansprechen und mit ihm ohne jeden Leinenzug ein Stück ausweichen. Von wo aus er dann zwar noch etwas angespannt, aber immer noch beherrscht zugucken konnte, wie der Mixrüde vorbeiging - na gut, eher vorbeigezogen wurde, während er tobend in der Leine hing... Ehrlich? So leid es mir für den Hund auch getan hat, war es mir dennoch auch eine gewisse innere Genugtuung: An der eigentlichen Problematik des Hundes arbeiten statt nur das Verhalten zu deckeln mag ja länger dauern, aber es zahlt sich auf Dauer absolut aus! (Was man übrigens ganz besonders lernt bei einem Hund, der einem seinen inneren Stress sofort mit gesundheitlichen Problemen kundtut.)

 

Aber wie gesagt, muss natürlich jeder halten wie er will. Wenn es einem reicht, dass der Hund sich "benimmt", egal wie es ihm dabei geht, dann sind solche Haurucklösungen natürlich super. Zumindest für den Menschen. Ich für mich selbst muss sagen: Meine Empathie mit meinem Hund wäre mir da im Weg. Und ich würde mich auch deutlich selbst in Frage stellen wenn es mir nur mit Gewalt gelingen würde, ein Problem mit meinem Hund zu lösen.

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(bearbeitet)
vor 2 Stunden schrieb Kleiner Wolf:

Es hat sich seit dem alles zum Positiven entwickelt. Sogar im Freilauf kann ich ihm Nein sagen, damit er nicht zu einem anderen Hund hingeht. Früher ist er direkt hingestürmt, das konnte ich nicht verhindern. Heute kann ich ihm deshalb noch mehr Freilauf ermöglichen, weil ich ihm da jetzt vertrauen kann. Er ist wirklich schon total brav. Ich weiß nicht ob es da einen Zusammenhang gibt, aber es fing zur gleichen Zeit an.

 

 

Das will ich so nicht stehen lassen, der Hund wird beherrscht durch Angst vor dem Lärm, mit Vertrauen hat das nicht zu tun, zumindest nicht auf Seiten des Hundes. Da wurde das Vertrauen wahrscheinlich sogar eher erschüttert, möglich, daß sich das inzwischen wieder normalisiert hat,  aber durch erschrecken des Hundes (Zitat: "Der Hund soll sich erschrecken.") erreicht man kein Vertrauen, im Gegenteil! Und erwünschtes Verhalten kann man auch durch positive Verstärkung erreichen, dauert länger und ist mehr Arbeit, baut dafür aber auch tatsächlich Vertrauen auf und ändert im besten Fall was an den zugrunde liegenden Problemen anstatt Symptome zu bekämpfen.

Aversive Methoden werden ja gern mit schönen Worten verkauft, deswegen mußte dieser Einwurf sein.

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Ich möchte noch mal was einwerfen bezüglich "Positiv dauert es viel länger".

 

Es muss nicht immer länger dauern, wenn man dem Hund auf nette weise beibringt, was man sich von ihm wünscht. Das kommt natürlich auch sehr auf den individuellen Hund, sein "Problem"  (in "" weil es oft eher aus menschlicher Sicht Probleme sind) und ein paar andere Dinge an.

 

Dafür ist es, wenn es dem Hund freundlich beigebracht wurde, auf jeden Fall auch nachhaltig(er als fiese Methoden).

Und das ist viel mehr wert als irgendeine schnelle Ruckzuck-Methode, die den Hund nur deckelt.

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vor 3 Stunden schrieb Zurimor:

 

Das will ich so nicht stehen lassen, der Hund wird beherrscht durch Angst vor dem Lärm, mit Vertrauen hat das nicht zu tun, zumindest nicht auf Seiten des Hundes. Da wurde das Vertrauen wahrscheinlich sogar eher erschüttert, möglich, daß sich das inzwischen wieder normalisiert hat,  aber durch erschrecken des Hundes (Zitat: "Der Hund soll sich erschrecken.") erreicht man kein Vertrauen, im Gegenteil! 

Ich habe geschrieben, dass ich IHM vertraue.

 

Aber er vertraut mir auch, da bin ich mir sicher.

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Guten Abend, 

Vielen Dank erst einmal für die vielen Tipps und Ratschläge :)

Ich versuche jetzt mal ein paar Fragen zu beantworten, weiss aber nicht, ob ich nicht welche überlesen habe oder vergesse. 

Also unser Hund heisst Linus und er bekommt morgens nassfutter, ansonsten steht ihm über den Tag Trockenfutter zur Verfügung, wann er möchte. Er frisst davon auch, nur wenn er Hunger hat. 

Wir wohnen relativ nah an einem feld, das Problem ist allerdings, dass mitten durch das Feld bahngleise führen. Daher lasse ich Linus nicht von der Leine, da er draussen nicht auf mich hört. Ich habe eine Flex über 10 Meter, damit er wenigstens ein bisschen laufen kann. 

Am Wochenende gehe ich gemeinsam mit meiner Mutter und ihren beiden Hunden spazieren, dort darf er dann frei laufen, da bei meiner Mutter ein riesiges Feld vor der Tür ist und die Menschen dort ganz anders auf Hunde reagieren. Leider wohnt meine Mutter knapp eine Stunde mit dem Auto entfernt, deshalb ist es mir nicht möglich jedem Tag dorthin zu fahren. Wenn er frei läuft, bellt er gar nicht, versucht jedoch ständig die anderen Hunde zu besteigen. Ansonsten ist er anderen Hunden und auch Menschen sehr aufgeschlossen und hat mit keinem ein problem. 

Mit meiner Mutter "trainiere" ich am Wochenende insofern, dass ich mit Linus versuche an ihren Hunden vorbei zu gehen, ohne dass er diesen Aufstand macht und dass er halt erst dann hinwarf, wenn er aufhört zu bellen. 

Von dem einen hundetrainer wurde mir empfohlen seine "Anspannung zu lösen bevor es eskaliert". Er meinte, ich soll sobald Linus in die angespannte körperhaltung geht, den blickkontakt unterbrechen. Das gelingt mir allerdings nicht und ich weiss ehrlich gesagt auch gar nicht, wie ich das auf der Straße zb anstellen soll. Und Sobald Linus versteht, was ich vorhabe, springt er im Kreis und fängt schon 100 Meter vorher an durch zu drehen... kurz gesagt, jeder Tipp von diesen Trainern hat bei mir nicht annährend funktioniert. 

Ich habe auch schonmal ein antibell Halsband ausprobiert, die sprüh halsbänder. Auch ohne Erfolg, beim ersten mal hat er sich gewundert, was das ist. Danach war er völlig unbeeindruckt. 

Im garten und auch im Haus wird viel mit ihm gespielt, vorallem unser Sohn, er ist 5, spielt super gerne mit ihm (Apportieren). 

Soo ich hoffe, ich konnte euch ein besseres Bild machen. Einige von den Tipps wetde ich auf jeden Fall ausprobieren. Zb mit der raufgruppe hier in der Nähe, finde ich eine gute Idee. 

Anbei ist noch ein Bild von Linus. Er ist ein Mischling und ich habe keine Ahnung was drin ist! Er ist ja 45cm gross. 

Liebe Grüsse 

Katja 

 

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Achso, laut Tierarzt ist er kerngesund, müsste nur noch kastriert werden. 

Und was man auf dem Bild nicht sieht, er hat einen geringelten, buschigen schwanz :D

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