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Hundeforum Der Hund
Ivy

Berufstätig und Hund - eine Bestandsaufnahme

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Gerade läuft hier parallel mal wieder ein Thema, in dem sehr viele User einem berufstätigen Paar mehr oder weniger dezent davon abraten, einen Hund zu halten. Dieser wäre zu viel alleine, man könne dann ja nichts anderes mehr machen und dem Hund würde es summa summarum wohl im Tierheim dann besser gehen (es besteht Interesse an einem Hund aus dem Tierheim).

Ich frage mich bei solchen Themen immer, wie die Leute, die in so einer Situation von der Hundehaltung abraten, das machen. Arbeitet ihr wirklich alle nur in einer halben Stelle oder von zu Hause oder könnt ihr eure Hunde mit zur Arbeit nehmen oder bezahlt ihr einen Hundesitter? (Letzteres wäre hier bei uns für zwei Hunde bei einer vertrauenswürdigen Person um 400€/Monat zu haben.. kann das wirklich jeder mal so eben aufbringen?)

Zu uns will ich nur soviel verraten, dass ich selbst arbeitstechnisch einen vollen Zeitplan habe. Auf dem privaten Plan stehen eigentlich nur Dinge, die man mit den Hunden zusammen machen kann. Im Moment sind sie leider viel alleine, damit bin ich aber wahrscheinlich unglücklicher als die Hunde. In der Wohnung pennen die den ganzen Tag, ob ich da bin oder nicht. Ich arbeite hart daran, dass sich das wieder ändert, aber im Moment ist es eben so.

Deshalb würde ich gern mal erfahren, wie andere das machen. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass 90% der Hundehalter paradiesische Zustände bieten können und finde es immer schade, dass allen die Hundehaltung madig gemacht wird, die nicht das Glück haben, den ganzen Tag zu Hause und trotzdem finanziell versorgt zu sein.

Wir haben hier ja auch ein paar User, die schon länger in der Hundehaltung dabei sind. Ist das eigentlich ein neues Phänomen oder war das früher auch schon so, dass es um jeden Preis galt, den Hund nie alleine zu lassen? Ich kann mich irgendwie nicht dran erinnern, wie das vor 20 Jahren noch war. Da wurde glaub ich einfach kein so großes Bohei drum gemacht.

Versteht mich nicht falsch, ich bin auch dafür, die Hunde soviel wie möglich in den Alltag einzubinden und mache das auch. Aber kann es denn wirklich angehen, dass man einen Hund im Zweifel lieber im Tierheim sitzen lässt, als ihn jemandem zu geben, der ihm ein wirklich gutes zu Hause bietet, nur, weil der da vllt. 2h länger allein ist, als gewünscht? Wieviel wird denn ein Hund im Tierheim bespaßt? Doch sicher auch nicht rund um die Uhr..

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Da hast du irgendwie Recht. Der Hund im Tierheim verbringt mit Sicherheit mehr Zeit alleine, als bei der berufstätigen TE. Guter Denkanstoß!

 

Ich persönlich könnte das mit meinem Gewissen nicht vereinbaren, müsste ich meine Hunde täglich viele Stunden alleine lassen.

Früher war ich halbtags berufstätig, heute arbeite ich als Freiberufler Zuhause. Meine Hunde sind somit nur selten alleine und wenn sie mal Zuhause bleiben müssen, dann nie länger als zwei Stunden.

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vor 8 Minuten schrieb Ivy2:

Versteht mich nicht falsch, ich bin auch dafür, die Hunde soviel wie möglich in den Alltag einzubinden und mache das auch. Aber kann es denn wirklich angehen, dass man einen Hund im Zweifel lieber im Tierheim sitzen lässt, als ihn jemandem zu geben, der ihm ein wirklich gutes zu Hause bietet, nur, weil der da vllt. 2h länger allein ist, als gewünscht? Wieviel wird denn ein Hund im Tierheim bespaßt? Doch sicher auch nicht rund um die Uhr..

 

Das frage ich mich auch.  Und die Idee zwei Hunde die sich sehr mögen aufzunehmen, wäre ja vielleicht wirklich eine Option.

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Nein, paradiesische Zustände wahrlich nicht. Und mir ging es auch in dem anderen Beitrag nicht darum, dass der Hund eine zeitlang allein sein muss, sondern darum, dass man dringend einen Plan B in der Hinterhand haben sollte. Denn auch ein Hund kann krank werden, oder Altersbeschwerden entwickeln die dann eben nicht mehr ohne weiteres mit diesen längeren Zeiten des Alleinbleibens kompatibel sind. Hat man dann vorher schon an der Grenze des Zumutbaren geplant fliegt man ruckzuck völlig aus der Kurve.

 

Und nein, ich bin nicht den ganzen Tag daheim und trotzdem finanziell versorgt. Ich arbeite offiziell 29,5 Stunden, faktisch natürlich deutlich mehr. Aber ich kann meinen Hund tatsächlich mit auf die Arbeit nehmen, was mich übrigens auch bei genau dieser Arbeitsstelle hält. (Der Verdienst ist es nicht, so viel kann ich euch sagen! Das ist es mir aber wert.) Wenn es dort gesundheitlich mit meinen Hunden mal schwierig wurde, dann konnte ich das in aller Regel einbinden. Sei es Medikamentengabe, zwischendurch immer mal mit dem Hund rausgehen, bei Bedarf eine Kollegin bitten meinen Hund im Blick zu behalten - alles möglich. Einmal bin ich sogar mitten aus einer Teambesprechung losgezogen, als Kaya sich einen fiesen Infekt zugelegt hatte und plötzlich anfing, immer wieder zu erbrechen: Gesagt ich muss mit ihr schnell zum TA, und fertig. Das sind Dinge, die mir einfach wichtig sind.

 

Natürlich bedeutet das nicht, dass der Alltag deshalb für Sandor ohne Einschränkungen wäre. Während der drei Stunden Kleinkindergruppe vormittags pennt er in seiner Box, das ist seit dem Umzug leider nicht mehr anders machbar. (Früher hatte er die gesamte Küche zur Verfügung, vom Kinderzimmer nur abgetrennt durch ein Türgitter.) Und wenn ich freitags mit den Kurzen während dieser Zeit in den Zoo gehe ist er sogar allein. Blöd, aber nicht anders machbar. Ich weiß aber auch, wenn es ihm nicht gut gehen sollte und ich ihn im Blick behalten muss, dann würden die Eltern auch alles Verständnis haben wenn ich sage, der Zoobesuch fällt diese Woche mal aus, wir bleiben drinnen. Und genau das ist es, worum es mir geht: Der Alltag muss nicht rosarot sein, aber gibt es Möglichkeiten für den Fall der Fälle? Das sollte man sich nämlich möglichst vorher überlegen...

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Wir sind Studenten, mein Freund arbeitet 20 Stunden die Woche, ich 10. Im Endeffekt geht so ziemlich mein ganzes Gehalt für Steuern und Hundebetreuung weg. Da wir beide keine festen Arbeitszeiten haben, probieren wir sie so zu legen, dass sie möglichst wenig alleine ist. Zur Zeit kann sie noch nicht länger als eine Stunde alleine bleiben. Das reicht zum Glück für kleinere Einkäufe, aber bei allem was länger dauert muss sie betreut werden oder mitkommen. Mein Freund kann sie nicht und ich nur selten mit zur Arbeit nehmen. 

Zwei Mal die Woche ist sie auf jeden Fall 6 Stunden in der Hundekita- die anderen Tage ist theoretisch immer jemand für sie zuhause. Praktisch gesehen hatte sie aber auch schon Tage mit 11 Stunden Fremdbetreuung - morgens in die Hunde-Kita gebracht, mittags abgeholt, zu meinen Eltern gebracht und erst Abends wieder abgeholt. Da hab ich schon ein schlechtes Gewissen -aber es geht halt nur so.

Der Hund meiner Eltern war auf seiner Pflegestelle täglich 8 Stunden allein, allerdings mit einer Hündin zusammen.Bei meinen Eltern war er immer bei einer Hundesitterin wenn er länger als 4 Stunden allein gewesen wäre. Mittlerweile ist er etwas älter und bevorzugt es, alleine zuhaue zu bleiben statt Zeit bei der Hundesitterin mit den vielen anderen Hunden zu verbringen. Er schläft dann halt oder ärgert die Katzen.

 

Ich finde nicht, dass viel Arbeit zwangsläufig ein Kriterium gegen einen Hund sein muss, solange die Bedürfnisse des Hundes trotzdem beachtet werden. Und ein langjähriger Hundesitter ist für den Hund im Endeffekt auch nichts anderes als eine weitere Bezugsperson.

 

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Bei den Lösungen mit professioneller Betreuung muss man halt immer mit einkalkulieren, dass man den Hund ausgerechnet dann, wenn er krank ist, meist dort eben nicht unterbringen kann. Und genau das ist eben immer wieder der Punkt, den ich wichtig finde: Es gibt viele Hunde, die problemlos auch über mehrere Stunden allein bleiben können. Aber es sollte immer Möglichkeiten geben, wenn der Hund gesundheitlich Probleme hat! Denn da greift wie gesagt die professionelle Hundebetreuung meist nicht, und der Hundekumpel ist dabei auch keine Hilfe.

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Habe so lange gewartet mir wieder Hund anzuschaffen bis die Lebensumstände  (Zeit /Wohnsituation/Job/ finanziell/ weitere Möglichkeiten ) dies endlich zuließen!  Könnte ich Khan nicht jeden Tag mit zur Arbeit nehmen hätte ich ihn heute nicht! 

Ja natürlich muss er manchmal allein zu Hause sein. Aber das macht ihm wenig aus. Er kommt ja sonst überall mit hin. 

Auf der Arbeit bin ich auch nicht immer 100% da für ihn. Aber er ist dabei und hat immer wieder An- und Zuspruch! Eine angenehme Sache! Funktioniert bestens bei uns! 

 

 

 

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Zum Thema Krankheit: Emma hatte sich ja im November ihr Vorderbein gebrochen und musste operiert werden. Danach folgten über zwei Monate, die echt anstrengend waren. Und in der Zeit habe ich mich öfter gefragt, wie das wohl Hundehalter machen, die außer Haus berufstätig sind. Mein Job hat auf jeden Fall gelitten - und tut es jetzt mit 4 Monate altem Hund auch wieder.

 

Mich würde wirklich interessieren, wie Hundehalter es regeln, wenn der Hund über längere Zeit mehr, viel mehr Betreuung benötigt.

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Um ich lebe wohl paradiesisch. 

 

Angeschafft wurde der Hund wärend ich einen Vollzeit Büro Job hatte und das OK vom chef und Kollegen kam. 

 

Dann gingen die da pleite und wir mussten- fast - alle gehen. 

 

Dann hab ich erstmal 6 Monate für den Hund gehabt, die ich immer da war, die Jobsuche stellte sich als schwerer als gedacht heraus und so musste ich dann einen Nebenjob (Teilzeit) annehmen (irgendwann ist das Geld halt auch knapp). Mein Freund hat aber von zuhause aus gearbeitet, also alles super entspannt. 

 

Jetzt ist mein Freund 3 Monate im Ausland. Ich hab den Nebenjob noch. Aber mein Mitbewohner der den Hund auch von Anfang an kennt ist halt oft da, manchmal überschneidet es sich, sodass der Hund mal 4 Stunden alleine sein muss. Mein Hund hat das alleine sein, obwohl ja immer wer da war, trotzdem beigebracht bekommen. Das ist hier kein Problem. Zur Not habe ich einen Hundesitter und Meine Eltern und die Mama meines Freundes, musste ich bis jetzt aber nicht in Anspruch nehmen:)

 

Jetzt hab ich einen neuen Vollzeit Job angenommen, wo der Hund dann auch mit kann. 

 

Hätte mein erster Chef (büro) damals nein gesagt, hätte ich den Hund nicht geholt. Vollzeit arbeiten ohne den Hund mitnehmen zu können ist für mich ein no-go. Ich will was von meinem Hund haben und das nicht nur am Wochenende.

 

Man weiß ja nie was das Leben bringt und tolle Umstände können sich ändern, ganz klar, aber wenn ich schon weiß das ich und andere Bezugspersonen Vollzeit beschäftigt sind, würde ich den Gedanken einen Hund zu kaufen nach hinten verschieben 

 

Edit : und dieses Hunde schlafen ja eh 16 Stunden Argument finde ich immer ganz ungünstig.

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Drei verschiedene Hunde haben mich jetzt auf meinem Weg als Erwachsene begleitet und haben mit mir in ganz unterschiedlichen Lebensphasen zusammengelebt, unterschiedlicher geht's eigentlich gar nicht. Allein mein erster Hund hat da ziemlich viel erlebt. Er hat mich während meiner Ausbildung begleitet, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe. Er war während des Studiums dabei, illegal auf 11 qm im Studentenwohnheim mit meinem Freund zusammen. Wilde Zeit damals. Dann in die erste richtige Wohnung mitten in der Stadt, immer noch Studium und jobben. Dann der Umzug ins Grüne, Wohnung mit Garten. Mein Mann und ich mit Vollzeitjobs. Das ging nur, weil wir beide mit unseren Arbeitgebern so Dinge wie Arbeitsbeginn und Home-Office aushandeln konnten. Effektiv war der Hund 6 h täglich alleine. Dann kam das erste Kind und ich war dauerhaft zu Hause. Pino und dann Leni kamen zu uns, als ich zu Hause war. Jetzt ist Leni auch jeden Tag 5h alleine, klappt gut, mein Mann kann als Selbstständiger halbwegs flexibel sein.

Voraussetzung dafür waren und sind allerdings eine gute Organisation, eine gewisse Flexibilität, der Plan B und ganz wichtig - man muss das wirklich wollen, vor allem, wenn man dann noch (kleine) Kinder hat.  Es ist ziemlich großer Aufwand. Zb. viel früheres Aufstehen. Zeitdruck. Und auch mal auf etwas verzichten.

Allerdings nichts gegen das, was man zurück bekommt. Und ich könnte mir ein Leben ohne Hund nicht vorstellen. 

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