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Hundeforum Der Hund
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"Urtümliche Hunde" gibt es sie, und wenn ja, welche sind es?

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Ich habe ja nen Shiba, der auch zu den urtümlichen Rassen (oder Schlägen, finde ich eigentlich auch treffender) zählt. Mit so einem kleinen Fuchs an der Leine wird man sehr oft in Gespräche über die Rasse  und auch über Urtümlichkeit verwickelt. Ich habe keine große Ahnung von Hunden, Linnie ist mein erster, und ehrlich gesagt habe ich auch sehr wenig Ahnung von diesem wissenschaftlichen Kram (wenn ich hier mitlese, bin ich oft regelrecht erschlagen von dem geballten Fachwissen).

 

Hier ist also meine ganz unwissenschaftliche und laienhafte Meinung:

 

Für mich macht die „Ursprünglichkeit“ von Linnie aus, dass sie nix richtig gut kann, aber alles ein bisschen. Ich kann das schlecht erklären, aber viele Hunderassen (die meisten?) sind ja so, wie sie sind, weil durch Zucht irgendein bestimmter Sinn oder Instinkt (den grundsätzlich jeder Hund besitzt) gezielt verstärkt wurde und somit die Rasse für irgendwas ein richtiger Spezialist ist. z.B. Extrem gute Spürnasen, vorstehhunde, welche die apportieren, welche die richtig gut schwimmen und Wasserretterr sind, sogar die sogenannten Schoßhündchen (Gesellschaftshunde) sind im Grunde Spezialisten, indem sie beispielsweise ungern jagen. Oft ist es ja auch so, dass ein anderer Sinn/Instinkt dann gleichzeitig deutlich schwächer ausgeprägt ist. Macht ja auch Sinn, was soll man mit einem Apportierspezialisten, der gerne die Beute zerlegt.. Zusätzlich gibt es natürlich noch die Hunde mit besonderen körperlichen Merkmalen, sehr groß/klein, nicht haarend, ...

 

Dann schaue ich mir meinen „urtümlichen“ Hund an, und was kann der besonders gut? Absolut nix! Zugleich fällt mir auch kein Jagdelement oder typischer Hundecharakterzug ein, welchen isie noch nicht gezeigt hätte. Wenn wir unterwegs sind, dann verfolgt sie Spuren, würde hetzen (wenn ich sie lassen würde), steht vor, manchmal will sie uns zusammentreiben und hüten,... Aber nix davon kann sie halt so richtig gut, nix ist ihr so wichtig, dass sie dauerhaft dafür brennen würde... 

 

Also, was meinen Hund angeht (für alle Hunde vom Urtyp mag ich nicht pauschal sprechen, sonst wird’s wieder Rasse- bashing:ph34r:) stimme ich @mikesch0815 zu und finde, die Bezeichnung „Primitivhund“ trifft es eigentlich ganz gut! 

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vor 3 Minuten schrieb Annali:

dass sie nix richtig gut kann, aber alles ein bisschen

 

Tuuli: "Naja, Minyok kann gar nix und das nicht mal gut und ist dennoch primitiv... smilie_girl_073.gif"

Minyok: "Ich bin was? smilie_denk_17.gif"

 

so weit

Maico

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Sagt man über den Shiba nicht, dass er seinem Herren besonders loyal ist und eben einfach eigenständig. 

 

Der Shiba wird doch in seinem Ursprungsland als Hof und Wachhund genutzt, der sich durchaus selber versorgen kann ?

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vor 7 Minuten schrieb Mrs.Midnight:

Sagt man über den Shiba nicht, dass er seinem Herren besonders loyal ist und eben einfach eigenständig. 

 

Der Shiba wird doch in seinem Ursprungsland als Hof und Wachhund genutzt, der sich durchaus selber versorgen kann ?

 

Loyal ist sie auf jeden Fall, aber besonders loyal, also im Sinne von „mehr als andere Rassen“? Glaube ich nicht. Aber was ich sagen kann: Obwohl Linnie im Grunde überhaupt keinen Will to please hat, tut sie doch vieles einfach mir zuliebe. Aber nur, weil und solange ich sie fair behandele und ich darf niemals willkürlich sein oder grob (oder gar gewalttätig). Die Loyalität muss man sich aus Sicht des Shibas schon verdienen -aber auch das trifft auf sehr viele/die meisten Hunde zu, denke ich. Eigenständig: auf jeden Fall! Alles muss Sinn ergeben, sonst wird’s nicht gemacht und manchmal wirft sie mir diesen Blick zu .... „Du findest nach Hause, ich finde nach Hause - wir sehen uns dann die Tage, warte nicht auf mich...“

 

Als Hof- und Wachhund habe ich noch nicht gehört (muss nicht unbedingt was heißen, bin echt nicht der Super-Spezialist, nicht mal für die Rasse die ich habe - aber zumindest passen mein Hund und ich gut zueinander, wir können beide nix :D)  Soweit ich weiß (gelesen habe) hatte der Shiba sich in Japan als Jagdbegleiter/Jagdhelfer dem Menschen angeschlossen und dabei selbstständig auch in größeren Entfernungen zum Menschen gejagt (die Quelle halte ich für glaubwürdig, mein Hund versucht sie in schöner Regelmäßigkeit zu bestätigen). Und selbst versorgen glaube ich auch sofort - wenn ich sehe, was Linnie alles erbeutet, obwohl sie an der Leine ist :blink: Und auf jeden Fall weiß sie, bei welchen Dorfbewohnern sie sich dekorativ vor die Haustür setzen muss, um was fressbares abzugreifen :D. Ha, sie hat also doch ein besonderes Talent: sie wäre der perfekte Streuner :3_grin:

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Was heisst loyal bei Hunden?

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vor 41 Minuten schrieb Nebelfrei:

Was heisst loyal bei Hunden?

Oha, sehr gute Frage und bestimmt gibts viele Meinungen dazu. 

 

Für mich (und meinen Hund) würde ich unter loyal zum Beispiel einordnen

 

- dass sie viele Familienmitglieder/Freunde heiß und innig liebt, aber trotzdem am Ende eng an mich gepresst daliegt und mir diesen „wir gegen den Rest der Welt“-Blick zuwirft

- dass sie auf andere manchmal hört (wenn sie Bock hat), aber auf mich so gut wie immer (selbst wenn sie mal keinen Bock hat)

-dass sie bereit ist, mich mit Zähnen und Klauen zu verteidigen, wenn sie denkt, dass ich angegriffen wurde (obwohl ich nur im Dunkeln gegen nen dicken Ast gerannt bin)

-dass sie meinen Quatsch mitmacht, obwohl sie es für Quatsch hält

- dass sie freiwillig am liebsten bei mir wohnt, obwohl ein gutes Dutzend Nachbarn sie jederzeit durchfüttern und beknuddeln würden

-dass sie sich die Mühe macht, meine Gewohnheiten und Vorlieben zu studieren und zu verinnerlichen und sich mir wie selbstverständlich anpasst

 

Vermutlich gehört korrekterweise/per Definition nicht mal die Hälfte zu Loyalität, aber das sind halt die Dinge, die ich darunter irgendwie einordne. Einfach gesagt: ein Team zu sein, das zueinander steht. Und die Loyalität muss immer auch von Seite des Menschen kommen. Für mich greift das auch sehr mit Vertrauen und Verlässlichkeit ineinander.

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Und das soll rassetypisch sein?

Was du schreibst ist für mich viel WTP.

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Über diese Definitionen bin ich nun auch etwas verblüfft. Ok, ich weiß nicht genau was ich nun erwartet hätte - aber irgendwie nix so "normales". Ich meine, bei all dem hättest du auch meine Terrier beschreiben können. Ausnahme lediglich die Geschichte mit der Verteidigung, das war nie ein Thema; ersetzt hätte ich das mit verblüffender Fürsorge, sobald sie den Eindruck hatten irgendwas stimmt nicht mit mir. Was sogar Fräulein Eigenständigkeit Kaya gezeigt hat. Allerdings hätte ich das nicht unbeingt Loyalität genannt, sondern einfach eine tiefe Bindung. Und urtümlich sind/waren meine Hunde ja wahrlich auch nicht, sondern ganz simple, banale Terrier.

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vor 14 Minuten schrieb Nebelfrei:

Und das soll rassetypisch sein?

Was du schreibst ist für mich viel WTP.

Das seh ich ganz und gar nicht so. WTP ist für mich, daß ein Hund was für seinen Besitzer tun will, unabhängig von allem. Ich hab ja auch einen sogenannten urtümlichen Hund und bin mir sicher, Suhna würde mir 'nen Vögel zeigen würd ich sie nur rumkommandieren. Da läuft zumindest bei uns viel auf Gegenseitigkeit. Klar, sollte eigentlich bei allen Hunden so sein, aber denke, bei manchen Schlägen ist es doch noch unabdingbarer weil sie dir ansonsten "Hey Alder, laß mich in Ruh, hab Besseres zu tun" sagen würden. Ein Stück weit gehört für mich auch die Selbstständigkeit und Unabhängigket zum urtümlichen mit dazu nach dem Motto "Hey, ich bin nicht auf dich angewiesen, komm auch allein klar, aber wenn das was du machst von mir auch für gut befunden wird, mach ich gerne mit".

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Ich kommandiere nicht rum

 

Hier ging es ja drum, was Loyalität ist und ob das bei 'ursprünglichen' Hunden besonders ausgeptägt seu

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