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Hundeforum Der Hund
Holo

"Urtümliche Hunde" gibt es sie, und wenn ja, welche sind es?

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vor 11 Stunden schrieb Lemmy:

 

Oder eben der jagende Shiba, der... keine Ahnung was Shibas so machen auf der Jagd :D

 

 

Das ist ein großes Mysterium!!! :77_alien:

 

Oder wie Linnie sagen würde: Ein Shiba tut, was ein Shiba tun muss!!! -_-

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@marcolino

Deine Ausführungen passen nun aber gar nicht zum Shiba? Ich weiß daher nicht, ob du mich damit nun ansprechen wolltest oder nicht. 

 

Dass in der jahrtausendlangen Shibazucht angeblich bloß auf das Äußere geachtet wurde, stimmt halt so nicht. In einem Beitrag zuvor schrieb ich noch davon, wie die Japaner sich einen idealen Shiba vorstellen: ryousei, kan'i und soboku, wobei sich lediglich soboku auf das Äußere bezieht, kan'i und ryousei auf das Wesen. Auch wurde der Shiba nicht erst auf Eigensinn gezüchtet.

 

Shibas sind auch nicht die einzigen urtümlichen Hunde. 

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Jahrtausendelange Shibazucht, bei der die menschliche Selektion auch auf das Wesen des Hundes gerichtet war.:think:

 

Gibt es dazu Gehirnuntersuchungen die belegen, dass genau diese menschliche Beeinflussung KEINE Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung des Shiba hatte?

 

Noch mal: Eines der hervorstechendsten Merkmale der Domestikation des Hundes - eigentlich das Hervorstechendste überhaupt, weil genau dies Alleinstellungsmerkmal des Haushundes unter allen anderen domestizierten Tieren ist, ist die Eigenschaft, sich dem Menschen lieber als den Artgenossen anzuschließen.

 

Das heißt NICHT, dass nun jeder Hund automatisch seinem Menschen folgt, wenn sich dieser weg bewegt. 

Bedürfnisse setzen sich aus vielen Motivationen zusammen, genauso wie Verhalten.

 

 

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Wegen genetic bottleneck schmeiß ich nochmal dieses Video zur Genpool- Auswirkung von popular sires und enegen Rassestandards ein

https://www.youtube.com/watch?v=e2Vejybf_5E

Wie gesagt hat sich binnen eines Jahrhunderts der Genpool des Leonbergers von ursprünglich den genomen von 10 Gründertieren (was nicht viel ist!) auf zwei Genome reduziert.

Der NovaScotiaTollingRetriever besteht nur noch aus einem Genom. Alle Rassevertreter sind quasi Geschwister.

 

http://www.instituteofcaninebiology.org/genetic-diversity.html

So sieht es tendenziell bei verschiedenen anderen Rassen aus, die Genpoolverringerung tritt bei allen Rassehunden auf, wenn nicht entschieden züchterisch entgegengewirkt wird (also fast immer).. Auch wenn die getesteten Individuen in den Erhebungen bisher nicht alle verschiedenen Linien einer Rasse abbilden, so liefern sie doch genug Einblick, um sich einen groben Überblick zu verschaffen.

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vor 43 Minuten schrieb marcolino:

Jahrtausendelange Shibazucht, bei der die menschliche Selektion auch auf das Wesen des Hundes gerichtet war.:think:

 

Jetzt muss ich doch mal doof nachfragen, weil ich den Satz irgendwie nicht verstehe: Ist nicht jede Zucht immer auch auf innere Merkmale, also auch auf das Wesen des Tieres ausgerichtet? Bestimmte Vorlieben/Jagd- oder Hüteverhalten, das sind doch alles Wesensmerkmale und haben erstmal wenig mit dem Äußeren zu tun? Klar, beim Shiba wurde nicht in dem Sinne selektiert, dass man einen Spezialisten aus ihm gemacht hätte, aber neben solchen "hundetypischen Talenten", wie Spuren verfolgen, Apportieren, Hetzen, usw., achtet man bei der Zucht (nicht nur des Shibas, um mal von diesem wegzukommen, sondern bei allen Hunden) doch auch immer auf eine "Wesensfestigkeit" an sich. Oder wolltest du mit deiner Aussage auf etwas ganz anderes hinaus?

 

vor 47 Minuten schrieb marcolino:

Gibt es dazu Gehirnuntersuchungen die belegen, dass genau diese menschliche Beeinflussung KEINE Auswirkungen auf die Gehirnentwicklung des Shiba hatte?

 

Da wüsste ich echt nicht, wie man das eine oder das andere belegen sollte. Aber im Grunde ist es doch so, dass auch die menschliche Beeinflussung im Rahmen einer Zucht eine Art "Umweltfaktor" für den Hund ist (hier meine ich durchaus wieder alle Rassen). Und alle äußeren Einflüsse/das äußere Umfeld wirken sich doch mit der Zeit evolutionstechnisch aus - äußerlich und innerlich (und bestimmt auch auf die Hirnentwicklung). Von daher würde ich sagen, alle Hunde sind in ihrer Entwicklung, auch in ihrer Hirnentwicklung vom Menschen beeinflusst (Ausnahme nur die wirklichen Wildhunde, die nie mit Menschen in Berührung gekommen sind - gibts sowas überhaupt noch?)

 

Hund (und Tier allgemein und Mensch auch) passt sich halt an, ob nun an eine veränderte Vegetation nach einer Eiszeit oder daran, dass plötzlich überall Menschen in der Umgebung in ihren Hütten abhängen und ihre Essensreste rumliegen lassen ... Irgendwann sind die Hunde halt mal auf den Gedanken gekommen, dass es sich lohnt, in der Nähe des Menschen zu bleiben. Und dann hat der Mensch den Nutzen erkannt und sich bemüht, die Tiere miteinander zu verpaaren, die sich als besonders hilfreich bei der jeweiligen Tätigkeit (meistens Jagd) erwiesen haben. Und ein paar japanische Bergbewohner waren halt ein bisschen spiritueller gesinnt und haben Wert auf das "würdevolle Auftreten" der bellenden Füchse mit dem Kringelschwanz gelegt...   (meinem Shiba hat das mit dem kan'i usw. übrigens nie einer erklärt, der klappt gerne ganz würdelos seine Ohren zur Seite - macht aber nix, das ist voll niedlich :wub:).

 

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vor 16 Stunden schrieb Zurimor:

 

Ich hab einen Mischling aus zwei Rassen die als urtümlich gelten/galten. Und wir haben ja auch gelernt, daß der Eurasier, der ein Mischling ist als urtümlicher Hund gilt.

Du bist dir hoffentlich im Klaren darüber, dass Alaskan Husky KEINE Rasse ist, gell?!

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vor 16 Stunden schrieb Zurimor:

Und wir haben ja auch gelernt, daß der Eurasier, der ein Mischling ist als urtümlicher Hund gilt. :P

 

Der Eurasier ist ein Mischling? Das wäre mir jetzt allerdings neu, das ist doch ne anerkannte Rasse, oder nicht?!? :blink:

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Der Eurasier wurde aus zwei “alten“ Rassen gezüchtet und ist jetzt eine eigene. 

Alle Rassehunde sind ja irgendwie mal Mischlinge gewesen. Da müssen Menschen ja nur Ja sagen. Hat der Elo eigentlich mittlerweile mal seine Anerkennung als eigene Rasse? Das wäre dann so ein Beispiel.

 

@Nuka

Was ist denn der Alaskan Husky? 

 

 

 

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Fix definierte Rassen mit Zuchtbuch und Stammbaum gibt es ja noch nicht lang. Erst seit dieser Zeit gibt es keine zufälligen Einkreuzungen mehr, seit der Zeit ist klar, dass die Genvielfalt innerhalb einer Rasse automatisch abnimmt.

 

Es ist wohl nur bei wenigen Rassen auf Dauer möglich, dass die Probleme nicht zunehmen. Wohl am ehsten bei Rassen, die harte Lebensbedingungen haben, zb die wildlebenden Dingos, wo zwar kaum mal andere Hundrassen mitmischen. Da können wirklich nur die stärksten überleben.

 

Bei Pferden sind es die Isländer, die schon 'ewig' isoliert leben, bei denen es keine Einmischungen gibt. Aber die Islämder haben auch harte Lebensbedingungen, so dass sich nur die gesündesten vermehren

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vor 52 Minuten schrieb Freefalling:

 

@Nuka

Was ist denn der Alaskan Husky? 

 

 

'n Hund! :lol:

 

Während der Terminus Siberian Husky darauf hinweist, daß Hr. Seppala seine Hunderasse aus diversen Hunden aus Sibirien (Kamtschatka) begründet hat und irgendwie auch seine Zucht als Rasse anerkannt bekommen hatte - so im groben umrissen - ist der Alaskan Husky etwas später aus einigen Siberian Huskies und diversen anderen Hunden entstanden. Wie der Siberian Husky begann die Zucht auch in Alaska, aber die Hunde wurden nicht von der FCI anerkannt. 

Optisch sind die Alaskan meist etwas schlanker und manchmal auch eher für milderes Klima "optimiert". 

 

Im Zuge des "ursprünglich, ursprünglicher, am ursprünglichsten" Eifers gibts übrigens seit einigen Jahren auch Versuche, den Tschuschkenhund (aus den gleichen Schlägen wie der Siberian Husky entstanden) mit Stammland Russland anerkennen zu lassen. Das gleiche galt und gilt für den Eskimohund (als Konkurrenzmodell zum Malamute und zum Grönländer). 

Eine Menge Papier. Keine Ahnung, ob man irgendwelche ollen Steintafeln findet und dort mit ollen Runen schon erste Pedigrees einmeißeln wird um dem unglaublichen Alter der Rasse einen Beleg beizusteuern. ;)

 

so weit

Maico

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