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Hundeforum Der Hund
Hoellenhunde

>>„Hallo, ich bin fett!“, sagt Lindy West<<

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Ich war sehr schlank, jetzt bin ich 'nur noch' normalgewichtig.

Und nicht glücklich damit.

Tatsache ist, das ich mich anders wahrgenommen fühle. Ob das tatsächlich so ist und die anderen Menschen diese 5 Kilo so wahrnehmen (die aber nun mal leider 10% des Körpergewichts sind- bei dem Gedanken stehen mir die Nackenhaare zu Berge), ist eine andere Frage :ph34r:

Tatsache ist nun mal das die Menschen immer was finden, was ihnen an dir nicht gefällt. Wenn's nicht die Figur ist, ist es dein Akzent. Oder deine Haare. Oder deine Hautfarbe. Oder die Art wie du Menschen behandelst. Oder die Art wie du deine Schuhe bindest. Oder was-auch-immer. 

 

Wichtig ist, das man mit sich selbst zufrieden ist und ihr könnt mir sagen was ihr wollt, die meisten übergewichtigen Frauen die durchschnittlich groß sind und auch die meisten Männer sind nicht glücklich weil sie übergewichtig sind. Aber eventuell trotzdem, weil sie sich damit arrangiert haben. 

Ungesunde Körperbilder, egal in welche Richtung sollten nicht als 'Ideale' dargestellt werden. Aber eben auch nicht verteufelt. 'Einfach mal so' abnehmen oder zunehmen ist nun mal nicht immer so einfach. 

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Irgendwann etwas zuzunehmen macht weniger faltiges Gesicht (laut irgendjemand muß man sich da irgendwann entscheiden- so wichtig war es mir auch nicht, daß ich mir gemerkt habe, von wem das Zitat stammt), siehe es mal so @Crystalflower:B)

 

Ansonsten sind die persönlichen Attackierbereiche bei dick und dünn wohl ähnlich. Sie können beide verletzen oder man blockt es für sich ab. Ich weiß zwar von Leuten, die hart am versuchen sind zuzunehmen, aber irgendwann wird das meist eher aufgegeben (oder die körperliche Ursache wie Schilddrüsenüberfunktion gefunden) als bei Übergewicht das Abnehmen, weil man viel mit Kleidung aufpolstern kann.

Was bei Leuten mit Übergewicht im Vergleich härter ist, sind "gesamtgesellschaftliche" Vorwürfe. So was wie "ihr stopft euch voll und woanders hungern die Leute" oder "Ein Steak weniger und der Regenwald hätte eine Chance" oder "wegen deiner Fettsucht steigen die Krankenkassenbeiträge".

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Die meisten Beleidigungen, die hier zitiert werden, habe ich noch nie im Leben gehört.

Ich weiß nicht wieso.

 

Es ist bei mir eher so, dass sich Freundinnen/ Bekannte komischerweise wundern, wenn ich sage, ich würde gerne 10 kg abnehmen (von 100 auf 90). Dann bekomme ich zu hören: "Was? Ich dachte, du wärst mit dir im Reinen, warum willst DU denn jetzt abnehmen". Frauen, die sich mit unter 70 Kg zu fett finden.

Das das was mit Beweglichkeit und besser passenden Klamotten  zu tun hat, wollen sie nicht hören.

 

Kommen mir Leute quer, kann ich, wenn sie dumm (und damit meine ich wirklich dumm) genug sind, eine Show abziehen. Ist in den letzten Jahren 2 x vorgekommen.

Eine Frau, die allein aus der Tatsache, dass ich übergewichtig bin und da 2 Hunde hatte, meinte, schließen zu können, ich sei ohne Arbeit. Und ich würde auch keine finden.

Da drauf einzugehen.........man kann sie mit allen Vorurteilen vorführen.

Tue ich sonst nicht (wie hat man Spaß: nicht auf Kosten anderer), aber sie versuchte ihr kleines Selbstwertgefühl auf meine Kosten zu dopen.

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Ich habe diese Zitate auch noch nie gehört. Auch kenne ich niemanden, der so redet. In meiner Schulzeit gab es solche Leute, die gelästert und schlecht geredet haben, aber an solche Sprüche kann ich mich von da auch nicht erinnern. 

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vor 1 Stunde schrieb Tyrshand:

solche Leute, die gelästert und schlecht geredet haben

 

Mich interessiert bei diesen schlimmen Demütigungen (die ich nur vom Hörensagen kenne, ich war schon immer schlank /normalgewichtig) auch, warum Menschen das tun. Was haben sie davon, was ist ihre Befriedigung? (Genauso frage ich mich, was die tieferen Beweggründe für diesen widerlichen Voyeurismus sind, Voraussetzung für all diese grausigen RTL-und-andere-Shows, in denen es im Grunde nur um die Bloßstellung und Demütigung von Menschen geht) 

 

Ist es der Abwärtsvergleich, der sie sich selbst überlegen fühlen lässt?

Oder die Ausgrenzung Einzelner, die ein primitives, ungesundes "Wir-Gefühl" in der lästernden Gruppe erzeugt?

Oder sind das irgendwelche unreflektierten und deshalb unüberwundenen Urinstinkte, anders/ ungewöhnlich aussehende Artgenossen zu meiden, auszugrenzen?

 

Gibt es hier psychologisch versierte User, die dazu Erklärungen haben?

 

 

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Ich denke die Hauptursache ist kognitive Begrenzung :(;)

 

 

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vor 7 Minuten schrieb black jack:

Ich denke die Hauptursache ist kognitive Begrenzung

 

Das reicht mir nicht als Erklärung.

Es gibt auch weniger intelligente Menschen, die nicht so drauf sind, und Hochgebildete, die sehr ätzend sind in dieser Beziehung.

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Ist für mich eine Frage des EQ ,wer davon zu wenig hat ,ist eben begrenzt.

Egal wie schlau er sonst ist .

 

 

 

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Ich glaube bei all diesen Sachen geht es darum sich selbst zu erhöhen, der andere ist schlechter als ich, ätsch. (Nicht nur wegen Gewicht, auch wegen sonstigen speziellen Eigenheiten, Behinderung, Hautfarbe).

Oft ist da auch die eigene Unsicherheit, wie man mit dem Anderssein vom Gegenüber umgehen soll;

Hinschauen, Wegschauen, Lachen? Das ist alles passiv, ein Anschnauzen, Beleidigen, Angreifen ist aktiv.

Fast wie bei Hunden.

 

Selbstsichere Menschen haben das selten nötig.

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Ich denke es liegt zum einen daran das das menschliche Hirn darauf ausgelegt ist Informationen zu Verknüpfungen und sich diese übergeordneten Verknüpfungen zu merken. Wir wären nicht in der Lage jeden Menschen mit all seinen Eigenschaften im Detail einzeln bei uns im Hirn abzuspeichern. Um aber trotzdem ein hohes Maß an Informationen speichern zu können (das brauchen wir ja im Leben) nutzen wir eben diese Verknüpfungen.

 

Schubladendenken/Vorurteile helfen uns also auch, genauso wie sie uns manchmal schaden beim Umgang mit Mitmenschen. :) 

 

Ich denke das es sicherlich viele Theorien zum Thema Mobbing geben könnte die gerade dieses Thema in die Mangel genommen haben. Vielleicht könnte man sich da mal einlesen.

 

 

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