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Junghunde unter sich

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Hallo,

 

ich habe abe mir eine dvd zum Thema Junghunde gekauft, es wurde der Hundekontakt angesprochen, würde gern eure Meinung zum Thema dazu lesen.

 

es geht um den Punkt, der Junghund lernt vom Junghund nichts . Folglich auch auf diverse Gruppen zu übertragen... klar guckt man was kommt einem da entgegen. Lasst ihr eure Junghund nur mit souverän erscheinenden Althunden in den Kontakt, weil das blöde rumgerenne dem Hund nichts " bringt". 

 

grüsse

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Ich habe jetzt wieder einen jungen Hund und leider kenne ich momentan keinen, der ebenfalls einen Junghund hat. Würde ich in Deutschland leben, wäre für mich jetzt der Zeitpunkt gekommen, mir eine Gruppe für Junghunde zu suchen, zu der ich regelmäßig gehen könnte.

 

Meine nun 5-jährige Hündin hatte das Glück, dass sich damals in unserer Nachbarschaft einige junge Hunde befanden. Junge Hunde unter sich toben und spielen nun mal ganz anders, als ein Junghund mit einem erwachsenen Hund. Emma hat das sichtbar gut getan, wenn sie morgens erstmal mit den anderen toben und "rumalbern" konnte. Die Hunde waren auch  alle etwa gleich groß und schwer. Das passte einfach super gut.

Daneben hatte (und hat sie natürlich immer noch) Kontakte zu erwachsenen Hunden. Für sie ist durch die vielen Hundekontakte und mit Sicherheit auch durch die fast täglichen Kontakte zu gleichaltrigen Hunden das Zusammensein mit Artgenossen etwas völlig normales. Sie beherrscht die Hundesprache mehr als gut.

 

Mit Lili weiß ich noch nicht, wie ich ihr das bieten kann. Bisher kennt sie nur ältere, erwachsene Hunde. Emma spielt mit ihr sehr viel, aber trotzdem wünsche ich Lili Kontakte zu Gleichaltrigen. Ich kann sie aber schlecht herbei zaubern.

 

Wenn du also die Möglichkeit hast eine Gruppe zu finden, würde ich dir das raten. 

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Als ich meine kurze damals bekommen habe, habe ich auf einen guten mix geachtet. Wie @KleinEmma schon sagt, spielen junghunde untereinander ganz anders. Und meiner Meinung nach lernen sie dabei auch etwas. Sei es sich bei Übermut auf der anderen seite auch mal zu melden, oder auf verschiedene Spielarten einzugehen (oder auch nicht). Vor allem habe ich aber auch gelernt, welche Spielart meinem Hund am liebsten passt und wo ich sie auch mal rausnehme. Bis heute spielt sie sehr gerne und auch gerne mit junghunden. Und selbst wenn sie angeblich nichts dabei lernt und es folglich "nichts bringt", bringt es mir zumindest einen entspannten und ausgelasteten Hund. Solange dieser natürlich Spaß daran hat.

Als Ausgleich hatten wir Kontakt zu einem souveränen, entspannten labbi Opa von dem sie sich extrem viel abgeschaut hat. Das war bei uns vor allem förderlich um Unsicherheiten und Ängste zu minimieren.

 

vielleicht noch als Nachtrag: zumindest meine Dame, hat durch das Spielen, genauso wie durch den Kontakt mit älteren, unglaublich an Selbstbewusstsein gewonnen. Finde die These also gewagt, dass junghunde untereinander nicht voneinander lernen können

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Na da würde mir unser Jungspund Mexx (14 Mon. alt) ganz schön was erzählen, wenn er nur mit älteren souveränen (aus seiner Sicht eher langweiligen) Hunden Kontakt haben dürfte :o. Er hat ja mit Nikita (11 J.) schon eine "Omi" :wub: zu Hause.

Bei uns wird's genommen wie's kommt, vom Welpen bis zum Opa ist alles dabei und jede Begegnung ist anders :).

Wenn wir andere Junghunde treffen ist natürlich überwiegend toben + rennen und auch mal raufen angesagt :ph34r:.

Auch auf dem Hundeplatz (1x p.Wo.Spielstunde) sind sämtliche Rassen, Größen und Altersgruppen (ab 10 Mon. aufwärts) gleichzeitig vertreten.

Durch die vielschichtigkeit der Kontakte lernt er m.E. am meisten, da er auf unterschiedlichste Verhaltensweisen reagieren muss.

 

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Natürlich gewinnen Junghunde dabei etwas : Freunde.

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Keiner der ein Problem bei der sinnlosen , ausgelassenen Raserei sieht? 

 

LG 

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Nö. Wenn sie auch andere Kontakte haben. 

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Es kommt doch immer auf die Dosis an, jeden Tag nur öd an einer Wiese stehen und Junghunde spielennzu lassen, ist eben so blöd wie nur immer nur mit älteren 'Vorbildern' zusammen zu sein.

 

Einfach locker bleiben und die Vielfalt geniessen, wenn man sie hat!

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 Briennes Schwester wohnt ganz in der Nähe. Ich habe es immer außer ordentlich genossen, die beiden Hundekinder zusammen toben und spielen zu sehen, auch im Jugendalter. 

Erziehung hatte sie durch meinen Großen genug zu Hause oder auch durch andere.  Aber warum darf ein junger Hund nicht einfach auch mal Kind sein? 

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Unsere wilde Junghündin liebt es auch, mit Gleichaltrigen zu toben - da kommt eine großartige Energie zustande, wenn sie sich gut verstehen! Sie darf liebend gerne Kontakte mit Hunden aller Art und jeden Alters haben, denn genau dadurch hat sie es verflucht gut gelernt, mit allem und jedem eine passende Form der Kommunikation zu finden, wie immer diese auch aussehen mag. Und das findet sie augenscheinlich wunderbar!

 

Einzige Einschränkung: Wir achten schon darauf, dass weder unsere Dame noch ihre Spielpartner sich bei der wilden Rauferei übermäßig danebenbenehmen. Soll heißen, wenn Beschwichtigungssignale völlig ignoriert werden, wenn also ein Spielpartner den anderen über längere Zeit so dominiert und bedrängt, dass es für diesen vom Spiel zum Ernst wird und er selbst gar keinen eigenen Ausweg mehr aus der Situation zu finden scheint, wird schon einmal von unserer Seite aus unter- oder sogar abgebrochen.

Und gerade bei Junghunden kommt es mir manchmal so vor, als ob manche Halter noch etwas Schwierigkeiten damit haben, zu erkennen, wann eine solche Aktion von ihrer Seite aus gefragt sein könnte und wann nicht: Der eine mischt sich zu früh ein, obwohl gar kein wirklicher Anlass vorliegt und die Teenies sich nur wild aneinander erproben, aber alles noch ausgeglichen genug ist, und der andere lässt seinen Jungspund einfach endlos lange machen, ohne in irgendeiner Weise einzugreifen, sei es unterstützend oder maßregelnd. Und wenn nicht zufällig ein gut sozialisierter erwachsener Hund dabei ist, der das übernimmt, ist man nun einmal manchmal doch als Halter gefragt. Ich bin da sicher auch nicht immer ein Musterbeispiel der Einschätzung, man lernt ja immer wieder dazu... Aber vielleicht kommt es daher, dass manche Ratgeber und Trainer den Kontakt nur zwischen Junghunden eher in Maßen zu genießen empfehlen?

 

Sei es, wie es ist: Dieses kleine Manko nehmen wir persönlich liebend gerne dafür in Kauf, dass unsere Kleine mit ihren gleichaltrigen Kumpanen durch alle Wälder und Felder toben darf. Kaum etwas macht sie so glücklich wie das - und ihre besten, liebsten und treuesten Freunde hat sie eben dabei gewonnen!

 

Und überhaupt: Wie sollten die jungen Hüpfer sich selbst und ihre Kompetenzen denn wirklich richtig einzuschätzen lernen, wenn nicht im Spiel mit anderen, die mit ihnen alters- und temperamenttechnisch am ehesten gleichauf sind?

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