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Quengelnder Hund

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Anni590   

Hallöchen zusammen,

 

Ich bin neu hier und erhoffe mir einen guten Erfahrungsaustausch :)

 

Mein Name ist Anja, ich bin 27 Jahre alt und ich habe seit Mitte Oktober einen Entlebucher Sennenhund namens Barney. 

Barney ist jetzt genau 6 Monate alt. Vieles klappt schon richtig gut und eigentlich bin ich auch sehr zufrieden mit seiner Entwicklung. Unser größtes "Problem" ist zurzeit sein ständiges quengeln/quietschen/winseln. Er macht das immer beim Training oder wenn wir anderen Hunden begegnen. Ich beschreibe mal kurz die beiden Situationen:

 

Hundebegegnung: Wir gehen spazieren und uns kommt ein anderer Hund entgegen (ganz egal ob fremd oder bekannt und egal ob der hund bellt, winselt, knurrt oder ganz ruhig ist). Wir können an dem Hund vorbei gehen, ohne dass Barney an der Leine zieht. Er guckt halt dahin und quengelt auch manchmal kurz aber wir können ohne großes Theater und mit ein bisschen Überzeugungskraft vorbei gehen. Anders sieht es aus, wenn ich mich z.B. mit dem anderen Hundebesitzer kurz unterhalten möchte. Ich lasse Barney dann sitzen. Er bleibt auch sitzen aber fängt dann sofort an zu quengeln/winseln/quietschen. Er sitzt und wedelt dolle mit seinem Schwänzchen, schaut ganz aufgeregt zwischen mir und dem anderen Hund hin und her. Ich unterhalte mich derweil einfach weiter mit dem anderen Menschen und sein gequietsche wird immer lauter und nerviger. 

Ist das Ungeduld und möchte er so dringend zu dem anderen Hund, dass er seinen Frust auf diese Art und Weise äußert? So nach dem Motto "jetzt lass mich doch endlich zu dem anderen Hund, ich bin so aufgeregt und will unbedingt spielen"?

Ich habe schon versucht ihn immer zu loben, wenn er mal kurz ruhig ist oder ihm dann in diesem Moment ein Leckerchen zuzustecken. Leider bisher ohne Erfolg.

 

Beim Training: Ich übe immer mit dem Clicker. Barney lernt neue Sachen auch total schnell und er kommt auch immer sofort angetippelt, wenn ich den Clicker in die Hand nehme. Wenn wir dann aber üben, dann quiekt er total oft. Ist das Aufregung? Ungedult? Überforderung?

Als Beispiel: Wir üben "Steh". Barney sitzt, ich gebe das Kommando Steh, er stellt sich hin, klick, Leckerli, danach gebe ich wieder das Kommando Sitz und es geht von vorne los. Immer, wenn ich ein Kommando gebe, also Sitz oder Steh, dann führt er das Kommando zwar aus aber er quiekt dabei immer.

Das ist bei jeder Übung so, egal was wir üben. 

Das ist schon manchmal etwas nervig. Was kann ich denn da machen? Bisher belohne ich ja quasi das Quieken mit. Also ich klicke ja auch, wenn er beim Ausführen des Kommandos quiekt. Soll ich vielleicht nur dann klicken, wenn er das Kommando mal ohne das Quieken ausführt?

 

Ich hoffe, dass Ihr mir vielleicht ein paar hilfreiche Tipps zu den geschilderten Situationen geben könnt.  :) 

 

Liebe Grüße

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BastisWunderland   
(bearbeitet)

Hallo,

 

so eine Phase hatte unser kleiner Rocker auch ungefähr in dem Alter. Jetzt mit 10 Monaten ist das fiepen deutlich weniger - fast weg ! :) Wir haben das Fiepen einfach konsequent ignoriert, wenn es um reine Ungeduld ging. 

Manchmal macht er dass auch aus Unsicherheit / Überforderung , dann haben wir Alternativverhalten gefordert / gelobt oder abgelenkt oder beruhigt je nach Situation. 

 

Viele  Junghunde bei uns im Kurs zeigen eine ähnliche Entwicklung- der eine eher der andere später . Aber alle wurden bisher auch wieder ruhiger . :) mit Geduld & Verständnis! 

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BVBTom   

wartet er vielleicht schoch auf klick und Leckerchen, kannn es kaum erwarten.

 

Übst du ausschlieschlich mit Klicks?

 

Wenn nicht, macht er es ohne Klick genauso, weniger oder mehr?

 

Auf jedenfall das Wort "nervig" ausschalten, das darf dir nicht in den Sinn kommen, auch das merkt dein Hund und wird vielleicht dadurch auch schon etwas nervöser.

 

 

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Anni590   

Danke für eure Rückmeldungen :) 

 

Ich habe auch meistens das Gefühl, dass es bei ihm Ungeduld ist. Sein Bruder, mit dem wir jeden Sonntag in der Hundeschule sind, ist übrigens genauso drauf. Vielleicht liegt es echt am Alter und ich sollte geduldig sein und einfach abwarten, ob es besser wird? 

Ich versuche es jedenfalls so gut es geht zu ignorieren. Schimpfen sollte ich besser nicht oder? Das ist ja auch eine Form von Aufmerksamkeit oder? 

 

Ich übe nicht ausschließlich mit dem Klicker sondern auch mit Wortlob aber auch dann mit Leckerchen. Vielleicht liegt es ja auch daran? Vielleicht ist er so aufgeregt auf die Leckerchen, dass er quiekt, weil er es nicht mehr erwarten kann eins zu bekommen. 

Sollte ich ihn denn nur klickern oder loben und belohnen, wenn er nicht gequiekt hat beim Ausführen eines Kommandos? 

 

Ja BVBTom, du hast recht. Das mit dem Nervig habe ich aus meinem Kopf gestrichen. :) Der Hund kann ja auch nichts dafür

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BVBTom   
vor 2 Stunden schrieb Anni590:

Ja BVBTom, du hast recht. Das mit dem Nervig habe ich aus meinem Kopf gestrichen. :) Der Hund kann ja auch nichts dafür

 

:91_thumbsup:

 

ruhig bleiben, Geduld haben, er ist ja noch jung und wird es lernen.

 

versuch mal den Moment zu erwischen wo er vielleicht nicht quiekt und dafür belohnst du dann ganz besonders, noch mehr mit deine Freude, als mit Leckerchen. Alles zusammen, also klick, Lob und Leckerchen ist vielleicht zu viel des Guten.

 

Du machst das schon, frag aber doch auch deinen Hundetrainer direkt danach und schau mal, ob er das Verhalten bei ihm auch zeigt.

 

Locker bleiben und weiter üben in deiner Hundeschule und noch viel Spaß hier in dem tollen Forum hier, bin auch erst recht neu dabei , im Forum allerdings, nicht mit dem Hund ;-)

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gatil   

Ich habe hier einen Hund, der wird schon 12 und quittiert jedes Stehenbleiben beim Spaziergang mit Rumnölen. Es gefällt ihr definitiv nicht.

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Juline   
vor 7 Stunden schrieb Anni590:

Sollte ich ihn denn nur klickern oder loben und belohnen, wenn er nicht gequiekt hat beim Ausführen eines Kommandos?

 

Würde ich nicht machen, es könnte ihn komplett verwirren :D

 

Schön wäre mal eine Filmsequenz. Es gibt Leute, die ihren Hund unbewusst durch eigene Anspannung und Aufregung (in den Bewegungen, in der Stimme) anstecken. Ich nenne das gern konditionierte Erregung. Man nimmt den Klicker in die Hand /man betritt den Hundeplatz/ man lässt den Hund aus dem Kofferraum etc. und die Aufregung ist da, noch bevor IRGENDETWAS passiert.

Ein anderer Punkt könnte sein, dass die Belohnung zu hochwertig ist. Mit meiner Hündin kann ich klasse trainieren, wenn ich TroFu oder höchstens Käse dabei habe. Nähme ich Wurst mit, hätte ich ein hibbelndes, unkonzentriertes Gezappel neben mir.

 

 

 

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Zurimor   
(bearbeitet)

Suhna bringt es manchmal, sich 1-2m entfernt hinzusetzen, so grad außerhalb meiner Reichweite und jault mich dann an, kommt dann auch nicht zu mir wenn ich ihr sage, sie kann herkommen, sie sitzt dann einfach da und schaut mich an. Wenn ich dann zu ihr komme ist alles in Ordnung. Hat jemand dafür jemand eine Erklärung (außer, daß ich mich bewegen soll :D )?

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Anni590   
vor 4 Stunden schrieb Juline:

 

 

Schön wäre mal eine Filmsequenz. Es gibt Leute, die ihren Hund unbewusst durch eigene Anspannung und Aufregung (in den Bewegungen, in der Stimme) anstecken. Ich nenne das gern konditionierte Erregung. Man nimmt den Klicker in die Hand /man betritt den Hundeplatz/ man lässt den Hund aus dem Kofferraum etc. und die Aufregung ist da, noch bevor IRGENDETWAS passiert.

Ein anderer Punkt könnte sein, dass die Belohnung zu hochwertig ist. Mit meiner Hündin kann ich klasse trainieren, wenn ich TroFu oder höchstens Käse dabei habe. Nähme ich Wurst mit, hätte ich ein hibbelndes, unkonzentriertes Gezappel neben mir.

 

Also eigentlich bin ich immer sehr ruhig, egal was wir machen. Ich fuchtel auch nicht komisch rum und laber ihn auch nicht unnötig voll :D kann aber schon sein, dass ich vielleicht eine innere Anspannung habe, die er spürt? Tiere wissen ja meist mehr als Menschen :-D Wer weiss...Auf jeden Fall ein guter Hinweis. Ich werde mich vielleicht wirklich mal filmen lassen. Vielleicht erkennt man Fehler, wenn man es selbst mal anschaut.

 

Als Leckerlie benutze ich für die „normalen“ Übungen Trofu oder gekochte Pute/Huhn. Für besonders tolle Sachen, für neue Übungen oder für Rückruf bekommt er Käse/Wurst/Boulette. Er fährt aber auch einfach auf alles total ab, selbst auf das langweilige Trofu :-D Er hätte besser ein Labbi werden sollen :)

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gebemeinensenfdazu   
(bearbeitet)

 

vor 6 Stunden schrieb Anni590:

 normalerwe

kann aber schon sein, dass ich vielleicht eine innere Anspannung habe, die er spürt?

Das riechen Hunde gewöhnlicherweise.

Für mich klingt das aber ehr nach einseitiger Überforderung beim Training. Was macht ihr denn zum Ausgleich?

Es gibt auch einfach reaktivere, aufgeregtere und (über-)motiviertere Hunde, bei meiner sind einige h Freilauf, Abwechslung, wildes Spiel, langanhaltendeRuhephasen und Artgenossenkontakt als Ausgleich sehr wichtig. Da kann sie die Energie besser kanalisieren (und nein, sie ist dann normalerweise nicht müde). Eine zu gute Futter-Belohnung gibt es eigentlich nicht, auch da setzt irgendwann Gewöhnung ein. Eher erreiche ich durchb Reduktion erhöhte Errtegungslevel.

Für Trockenfutter macht mein Hund z.B. nur Dinge, wo sie irgendeinen SInn darin erkennt. Tricks wie UO macht sie nur aus Freundlichkeit, da will ich wenigstens etwas bieten, damit das mehr Sinn kriegt. Actionlastigeres braucht keine zusätzliche Belohnung.

Das muß nicht auf deinen Hund zutreffen, sehr wahrscheinlich ist der da auch anders, aber die Sache mit der einseitigen Überforderung bei fehlendem Ausgleich könnte trotzdem vorliegen, auch wenn er auf Trockenfutter anspringt.

 

 

Das Fiepen bei Begegnungen mit anderen Hunden wird von denen oft genug nicht so gut aufgenommen. Mein Hund kann das gar nicht leiden und weist da auch zurecht, wenn es nicht aufhört. Da würde ich die Chance geben, daß er sich was anderes aussucht. Besonders diese spezielle Rüdenfiepen kommt bei ihr nicht gut an.

 

Fiepen gegenüber Menschen ist was anderes. Das macht der Hund ja, um etwas mitzuteilen ohne Bellen oder anstupsen zu müssen, erst recht im Dunkeln oder wenn jemand schläft.

Hier heißt es daß etwas gerade nicht richtig ist und besser sein könnte. In Verbindung mit zuer Tür gehen ist das ja dann eindeutig. Beim Essen und Abwartenmüssen auch. Manchmal, und das könnte bei @Zurimor vielleicht der Fall sein, ist es entweder etwas, das man gerade selber nicht merkt oder-so kommt es mir jedenfalls vor- es entsteht aus der prinzipiellen Überlegung das alles gerade besser sein könnte. Es könnte warm und sonnig sein und ihre Freunde oder restliche Familienmitglieder sollten anwesend sein. So etwa. eben. Und dann sucht man eben etwas Trost oder Verständnis.

Wie gesagt in vielen Fällen merkt man aber gar nicht, was gerade unmittelbar verkehrt ist, dann sehen sie vielleicht wenigstenms den guten Willen.

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