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polar-chat.de  Der Hund
Muesli1234

Aufmerksamkeit und das Sofa...

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Hallo Zusammen,

 

wir haben einen 14 Wochen alten Entlebucher Sehnenhund Rüden. Er ist nun schon einen Monat bei uns und hat sich gut eingelebt.

Und da gibt es nun ein Problem.

 

Er darf weder aufs Sofa noch aufs Bett. Wenn wir nun aber auf dem Sofa/Bett sind und ihn nicht beachten, springt er mit den Vorderpfoten rauf.

Wir schicken ihn sofort runter. Und dann geht das Gekläffe und erneute Raufspringen los.

Würde er nur kläffen, könnten wir es ja ignorieren. Er springt aber auch hoch und das müssen wir ja sofort unterbinden. 

Sollen wir die ganze Zeit "Nein, runter" und dann ignorieren bis er wieder hochspringt?

Er steigert sich da leider richtig rein....Irgendwann will er dann meistens auch in die Füße schnappen wenn wir ihn ignorieren...

 

Wir stecken da echt in einer Zwickmühle und sind etwas ratlos...

 

Hat jemand Tipps?

 

Danke!!!

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Ohhhh, das kommt mir schmerzlich bekannt vor... Unsere Dame hat das etwa in diesem Alter - ich glaube, sie war sogar noch ein wenig jünger - ganz genau so gemacht. Dass die Königsplätze erst einmal uns gehören, wollte sie definitiv nicht einsehen; schon gar nicht, wo sie doch nun auch zum Rudel gehörte! :zunge: Und ganz ehrlich, ich habe gedacht, das hört nie auf, zumal das bei ihr zumindest immer erstens die Suche nach köperlicher Nähe und zweitens der Wunsch nach Spiel, Spaß und Action war. So ein hartnäckiges kleines Ding!

 

Doch es gibt noch Wunder: Irgendwann hat sie es dann endlich akzeptiert, und zwar so gut, dass wir mittlerweile sogar anfangen können, sie in ganz großen Kuschelausnahmefällen alle paar Tage zu uns auf die Couch einladen zu können.

 

Das verbale "Nein" haben wir gelassen, damit sich ihr einprägt, dass sie das niemals einfach von sich aus machen darf, auch wenn kein Abbruchwort ertönt. Aber wir haben sie wieder und wieder und wieder und wieder kommentarlos und mit bestimmter, eindeutiger Körpersprache und möglichst wenig Blickkontakt hinuntergesetzt und sind stoisch mit unseren vorherigen Tätigkeiten fortgefahren - das Ganze natürlich möglichst ruhig, um sie nicht noch weiter anzuheizen. Und wir haben ihr, wann immer möglich und nötig (z. B. beim Nickerchen auf der Couch), durch unsere Präsenz und Positionierung einfach ihre Lieblingshochkommstelle versperrt.

 

Nach endlos, endlos vielen Wiederholungen des Ganzen kam es manchmal vor, dass sie nicht sofort Anlauf nahm, sondern erst einmal kurz unten stehen blieb und uns ansah oder kurz von etwas abgelenkt war. Das haben wir dann immer auf der Stelle über den grünen Klee gelobt, sie von oben herab gekrault und, wenn sie unser Verbot ein paar Sekunden akzeptierte, manchmal sogar ein kleines Spielchen mit ihr begonnen - zu dem wir aber zu ihr heruntergekommen sind. Das war dann für das Kuschel- und Tobemonster das Richtige! :D

 

Wie gesagt, es hat gedauert bei dem penetranten kleinen Piranha, ging nur Schritt für Schritt und hat uns sicher einige Schrammen gekostet (oh, diese grausamen Welpenrasiermesserzähnchen!! :heul:). Aber letztendlich hat es Gott sei Dank nachhaltige Wirkung gezeigt! Heute versteht sie zumindest die Welt nicht mehr, wenn ich sie auffordere, auf das Sofa zu kommen! Also, im Notfall: Haltet durch und bleibt steinhart und konsequent! Und: Nicht ausflippen, nicht verzweifeln, nicht aufgeben!

 

Aber vielleicht hat ja auch jemand eine etwas weniger langwierige Idee für euch? Wir haben damals nämlich einfach nur nach Gefühl agiert.

 

Noch zwei Gedanken allgemein, die vielleicht hilfreich zu wissen sein könnten: Versteht sie das Abbruchsignal "Nein" schon richtig, und wie läuft es mit der Beißhemmung?

 

 

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Danke für deine Antwort!

 

Also ohne Hände sehen auch ganz schlimm aus, da er sich da so reinsteigert und wenn man ihn an der Brust unterschieben möchte, waren schwups seine Zähne dazwischen. Mittlerweile nehmen wir ihn am Geschirr und ziehen ihn runter.

 

Das mildem ruhig bleiben müssen wir beide wohl noch etwas üben. Ich versuche es!!!:blush:

 

Das mit der Beisshemmung klappt noch nicht perfekt - wie meine Hände zeigen. Es wird aber ganz langsam besser.

Und eine Zeit lang klappte es mit dem Nein ganz gut...Ich bin jetzt aber auch aktiv dabei das Abbruchsignal noch häufiger mit ihm zu trainieren.

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Ich würde mal versuchen:

Kurze Hausleine dran machen und an dieser runterziehen und unten festhalten. Ein Kommando, vielleicht "runter" einmal geben und dann kommentarlos agieren.

Wenn es ihm gelingt, sich zu beruhigen, dann loben und Leckerlies.

Hartnäckiger als der Hund sein.

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Was soll er denn stattdessen machen?

Macht ihr mit ihm abends noch eine Runde wildes Spiel? Da finden ja meist die 5 min-15min statt, die würde ich ihm auch ritualisiert gemeinsam gönnen und dann genauso ritualisiert herunterfahren in Richtung Decke oder Körbchen.

Ich würde mit "Nein" abbrechen, wenn der Hund ansetzt zum Sofahochspringen (wenn ich das unterbinden würde wollen, was ich nicht tue) , ihn dann ins Körbchen weisen, dort belohnen (Lob/Leckerlie) und noch etwas zum Kauen geben, damit er dort angenehme Beschäftigung hat und sich müde kaut.

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Ich habe "runter" in einem ganz anderen Zusammenhang beigebracht, als Spiel. Immer beim Spazierengehen bei Baumstämmen "rauf" und "runter", mit Belohnung. Damit bekomme ich den Stinker mittlerweile theoretisch von allem runter.

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Das spielerisch aufzubauen ist super.

Der Vorteil von "unten" bevor der Hund hochspringt ist halt, daß er nicht gleich mit Runtermüssen frustriert wird. Er kann es gleich richtig machen, muß keinen Fehler machen und wird auch gleich dafür belohnt.

Selbst wenn das Runtermüssen nicht frustrierend (da als Spiel) empfunden wird, gibt es ein gewisses "Risiko" , daß der Hund weiterspielen will.

Und da Hochspringen ja nicht erwünscht ist, wird es sehr wahrscheinlich irgendwann auf Verärgerung stoßen.

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Die erste Frage, die mir dazu durch den Kopf geht ist "warum"? Vor allem Couch und Bett. Bett, okay, mag nicht jedermanns Sache sein (wobei ich mir da für mich auch denk, wozu soll ich mir ein Tier holen, daß auch Körperkontakt will und es dann ausgerechnet da wegschicken, wo man richtig toll kuscheln kann, Bettwäsche kann man ja waschen und's Bett neu beziehen), aber die Couch? Kann man doch einfach ein paar Decken drüberlegen und die regelmäßig wechseln.

Also, ich find grundsätzlich gar nicht, daß ein Hund nicht ins Bett und vor allem nicht auf die Couch dürfen soll, grad letzteres ist doch ein ganz normaler Aufenthaltsort. :) Und wenn der Grund etwa ein "weil man das halt so macht und sich das so gehört" ist, kann es auch gut sein, daß der Hund merkt, daß man selbst eigentlich gar nicht dahintersteht. Deswegen würd ich zuerst überlegen, ob das wirklich so wichtig ist.

 

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Das ist alles normales Hundeverhalten.

Man muss Welpen "managen". Komandos müssen aufgebaute werden. Am schönsten, wenn der Züchter schon angefangen hat und einem sagt, was er macht. Und es dann auch noch gut ist....ja gibt es :)  Es gibt Züchter, deren Hunde ein positives Abbruchsignal ganz einfach gelernt haben, wo man nur weitermachen muss...traumhaft :)

Is hier ja nicht der Fall.

Ein Komando muss erarbeitet werden. Wie habt ihr denn "nein runter" dem Hund beigebracht?

Die meisten Hundeanfänger machen das indem sie den jungen Hund mit einem "scharfen" Nein!!! so imponieren, dass der das die ersten mal auch befolgt, weil er verschreckt ist.

Wenn Hund dann die Halter kennt, weiss Hund ja, was es bedeutet. (nicht viel)

Bei euch bedeutet es: NICHTS. Der Hund macht einfach weiter.

Du möchtest wissen, wie man das ändern kann.

Tipp: Aufbau eines Abbruchsignals, und ein MITEINANDER mit dem Hund.

Man kann Bereiche tabuisieren, dann ist es sinnvoll dem Hund einenzugewiesen. Das kann eine Decke sein, ein Körpchen...ect....

 

 

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@Zurimor Jein! wir haben auf dem grossen Sofa Decken drauf, ja... unsere sind Couch-Potatoe's... die kriegst nie und nimmer vom Sofa... zumal wir abends auch gerne mal dran fläzen. Da wird dann gemütlich gekuschelt...

aber es gibt spezielle Plätze wie z.B. das Bett, da will ich z.B. keinen Hund drin. Ich brauche auch Schlaf. Celti würde den uns rauben mir ihrem mitten in der Nacht auf uns liegen, oder der is Gesicht gedrückte Puups.. weil Pope vor meinem schlafenden Gesicht parkiert... und vor allem.. die schnarcht ärger als Männe... und JayJay der Trampel würde mir in der Nacht zigmal über den Kopf latschen, da er zu hubbelig ist.. 

ins Bett dürfen die Hunde nur sehr selten.. das ist meist wenn eine OP war, und wir der einfachheithalber bzw. faulheithalber.. den jeweiligen Hund ins Bett nahmen, damit wenn Komplikationen oder dergleichen auftauchen würden wir sofort agieren hätten können.. wenn Hund im WoZi hätten wir nicht alles mitgekriegt!

@Muesli1234 Gatils Ansatz würde ich auch machen. Und wir haben eben z.B. Für's Schlafzimmer so Kindergitter in der Türe montiert... die Hunde bleiben draussen, aber die Türe ist somit trotzdem offen...

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