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Hundeforum Der Hund
Meeto

Collie macht Theater

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Mein Hund hat sich auch etwas verändert seit ich schwanger bin. Hunde spüren das, gerade Rüden sagt man das nach. Sein Schutzverhalten ist stärker geworden. Er ist weniger nervös, eher konzentrierter. 

Ich denke, es ist eine Chance für euch, das gemeinsame Miteinander nochmal zu überarbeiten. 

Mach ihm klar, was du möchtest und was nicht. 

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vor 18 Minuten schrieb Gerhard:

 

Und genau daher kommt das Verhalten. Dein Hund ist in einer Erwartungshaltung. Collies wollen gerne Reaktionen fordern. Am liebsten nicht vorhersehbare, da sie schnell gelangweilt sind. Mit seinem gefiepe erreicht er eigentlich immer eine Reaktion von dir. Er fiept - du beschäftigst dich mit ihm. Schon hat er, was er will. Für Hunde ( und Collies insbesondere ) ist alles automatisch erlaubt, was nicht klar verboten ist.
Das allerliebste für einen Collie ist sanftes Streicheln. da kommt weder Leckerchen noch Spielen ran. Collies lieben schmusen und Harmonie. Gerät die Harmonie aus den Fugen, wird dagegen gearbeitet. Das verwechselt deine Trainerin ( die ich aufgrund des gelesenen nicht für sehr kompetent halte ) mit Hüteverhalten. Dein Beispiel mit Kind rennt zur Schaukel und Hund umkreist und zwickt, ist da ein gutes Beispiel. Der Hund will da absolut nicht hüten, der will das die Hektik aufhört.

Du musst  (naja müssen nicht ,ich wünsche es mir nur) hier mehr schreiben ;) )

 

Ich möchte 10 mal liken!

Und bin der selben Meinung: die Trainerin versteht den "Hundetyp" nicht und interpretiert falsch und hat dann falsche Lösungen im Angebot.

Zum "HÜTEN" hatte ich gar nichts geschrieben, weil das so ein Unfug ist...

HÜTEN ist JAGEN...

Wenn überhaupt jagt der Hund das Kind.

Und der Grund warum der das macht ist die Erklärung von Gerhard. Der Hund will das nicht, er möchte, dass die Hektik aufhört.

Und das hat der Hund ganz schlicht überhaupt nicht zu tun, da hört jeglicher Spass auf. Das geht überhaupt nicht.

 

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vor 41 Minuten schrieb Gerhard:

mit Hüteverhalten. Dein Beispiel mit Kind rennt zur Schaukel und Hund umkreist und zwickt, ist da ein gutes Beispiel. Der Hund will da absolut nicht hüten, der will das die Hektik aufhört.

Genauso interpretiere ich dieses Verhalten bei meinem Hund- andere Rasse, aber gleiches Harmonie-/Ordnungsbedürfnis (das kann man auch haben , wenn Streicheln nicht so wichtig wie Spiel ist;)).

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Meine Polizistin genannt Aruna (BC) ist Kontrollfreak. Und Kinder findet sie auch immer nerviger, je älter sie selbst wird. Hat sie doch neulich exakt dieses Verhalten bei einem Besucherkind gezeigt. (mit Zwickansatz).

Die Eltern haben sich nur gewundert, weshalb ich plötzlich zur Furie wurde und den Hund da weggenommen habe. Denen musst ich das erklären.

Zu meiner Ehrenrettung: DAS HAT SIE  JA NOCH NIE GEMACHT...

 

Im Traum komme ich nicht drauf das als "hüten" zu bezeichen.

Ein Wolf der jagt hütet nicht, ein Hund, der hütet..... jagt. Und wo bitte gibt es Hütehunde auf der Welt die Menschenkinder irgendwohintreiben sollen, und wenn sie nicht schnell genut laufen, ihnen auch mal in die Hacken beissen sollen. Und einzelne Kinder anteilen ect.

 

Nicht mal meine HÜHNER lassen sich hüten. Und keiner meiner Hunde macht da JAGDANSÄTZE! Weil die zur inneren Familie gehören. (gut, der Collie hat in der Jugend mal ein Küken gebarft....)

Hütbar sind Rinder, Schafe, Laufenten, alles Tiere mit Herdentrieb. Einzelne besucherkinder haben keinen Herdentrieb  und werden folgerichtig NICHT gejagt basta....

 

 

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Was ich noch zu der Schaukelsache schreiben wollte:

Das Rumflitzen und Schreien und besonders das Anschubsen ist ihr einfach nicht geheuer, könnte ja sein, daß da jemand wirklich wehtun will oder jemandem was wehtut oder es irgendwann kippt. Das in die Obhut Treiben wäre somit eine Art Gefahrenprävention in dieser hektischen Situation (wenn man es zuließe). Das Anschubsen und das Schreien markiert für sie den Moment wo es kippt. In solchen Momenten versucht sie auch bei Hunden bellend zu trennen. Bei Hunden lass ich sie, bei Kindern nehme ich sie ruhig zur Seite und winke ab- "Nee, passiert nix, nur hysterisches Geschrei-Alles gut" (idealerweise noch mit kurzer Ansprache an die Kinder, so daß sie wissen, warum Hund gerade gebellt hat). Dann gehen wir aus der Situation heraus und wenn sie will, lasse ich sie von weiter weg beobachten.

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@2010 

 

Vielen Dank, das ist wirklich sehr schön geschrieben. 

 

Ich habe mir Überlegt, das wir alles auf Null setzen, ab sofort im Haus alle Dinge machen die Ihn Reizen, oder schnell in den Modus bringen (Ball werfen, suchen etc) . 

 

Wenn es raus geht, erstmal nichts mehr mit Action, kein Fahrrad (das hab ich gemerkt bringt ihn sofort in den Fiepmodus), keine spiele. 

 

Fahrrad werde ich später, im Garten neu anfangen aber das setze ich für später an. 

 

Ich Überlege noch was sinnvoller ist,  ihm ruhig zu trainieren, wenn mich jemand anspricht (dazu muss ich sagen, dass sind nur Fragen nach dem Weg oder ein kurzes 'Hallo, wie geht's' von den Nachbarn, nie was langes, aber da Fiept er sofort). 

 

Ich denke ich mache 2 Dinge, wenn ich stehen bleibe, setze ich das neue Wort 'still' ein (ich werde auch den Klicker mitnehmen) und sofort ein Leckerchen geben, das mache ich so lange, dass ich (hoffentlich) die Zeit immer länger ziehen kann wo er still ist. 

Wenn es klappt, nehme ich die Bank mithinzu, Hund an die Bank anleinen,  hinsetzen, Markerwort etc. (das mache ich aber erst wenn das erste richtig gut klappt) 

 

Was denkt Ihr? 

 

 

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vor 22 Stunden schrieb 2010:

HÜTEN ist JAGEN...

Ist zwar OT, aber dennoch: das ist ein weitverbreitetes Märchen. Hüten hat mit Jagen nichts zu tun. Es kommt im Ursprung aus einer ganz anderen Triebgruppe ( ich weiß: das Wort "Trieb" mögen hier viele auch nicht ).

Schon seit zig Jahrzehnten und Jahrhunderten ( in der Literatur z.B. ) wird für Hunde, die an Herden arbeiten, die Begriffe "Hüten" und "Treiben" genutzt. Darin werden seit Festlegung der Rassen(zucht) die einzelnen "Hüte- und Treibhunde" ( FCI Gruppe 1 ) eingeteilt. Auch das, was man heute neudeutsch als "Herdenschutzhund" bezeichnet, ist falsch benannt. Diese Hundetypen sind "Hütehunde" Hüten ist im sprachlichen Zusammenhang mit "Einhüten", "Behüten", "ich hüte dein Haus / deine Kinder", usw.. Klassische Treibhunde sind z.B. DSH, BC usw.

Natürlich wurden auch Rassen gezüchtet, die beides so lala miteinander vereinbarten. Aber die Masse ist auf einen der beiden Verwendungsziele ausgerichtet.

 

"Jagdhunde" bilden den mit Abstand größten Anteil in der Rassehundezucht. Die allermeisten Rassen sind in der ursprünglichen Verwendung als Jagdgehilfe kreiert worden. Man sieht allerdings sehr selten, dass typische Jagdhunderassen in typische Hüte- und Treibhunderassen eingekreuzt wurden. Die Begründung ist die Gleiche wie schon oben beschrieben. Die Handlungsketten der Jagd sind beim arbeiten an Herden eher störend.

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vor 23 Minuten schrieb Meeto:

Ich denke ich mache 2 Dinge, wenn ich stehen bleibe, setze ich das neue Wort 'still' ein (ich werde auch den Klicker mitnehmen) und sofort ein Leckerchen geben, das mache ich so lange, dass ich (hoffentlich) die Zeit immer länger ziehen kann wo er still ist. 

Ähmm, damit forcierst du die Laute wieder.

Bring dem Hund bei auf Signal zu bellen. Am einfachsten beim Füttern. Auf z.B. "Gib Laut". Bellt er ( oder macht zumindest irgendwelche Laute ) wird er bestätigt. Wenn der Hund das kapiert hat, ist ein "Abstellen" ungleich einfacher.

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vor 3 Minuten schrieb Gerhard:

Wenn der Hund das kapiert hat, ist ein "Abstellen" ungleich einfacher.

 

kannst du das bitte etwas näher beschreiben, ein interessanter Ansatz, verstehe es aber noch nicht ganz richtig.

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Wenn der Hund lernt, etwas auf Signal ( Zeichen, Kommando ) auszuführen, ist ein Beenden der Handlung recht einfach. Gerade beim Bellen funktioniert das ungleich einfacher, als der Versuch das Bellen einfach nur abzustellen. Bellen ist eine natürliche Äußerung. Die kann ich dem Hund nicht generell unterdrücken. Ich kann ihm aber beibringen in bestimmten Situationen zu bellen. Somit ist das "Bedürfnis" grundsätzlich befriedigt, ich kann es aber gezielt kontrollieren.

Du findest das gleiche Prinzip beim Erlernen der Stubenreinheit bei Welpen. Pinkeln und koten ist ja nicht generell verboten. Geht ja auch gar nicht. Nur innerhalb des Hauses will man das nicht. Was macht man? Man lobt wenn´s draußen passiert und verbietet innerhalb. Das haben Hunde sehr schnell raus.

Oder Fressen. Du kannst nicht generell Nahrungsaufnahme verbieten. Du kannst aber beibringen nur aus dem Futternapf oder deiner Hand zu nehmen und nichts was draußen rumliegt.

Grundbedürfnisse lassen sich nie vollständig unterdrücken. Das schafft nur unkontrollierte Handlungen oder Ersatzventile. Von der Natur vorgegebene Dinge muss ich auch grundsätzlich gestatten. Nur das Wie und Wo und Wann kontrolliere ich. Alles was ich steuernd beginnen kann ( Bellen, Spielen, Urinieren, usw. ), kann ich auch leicht beenden.

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