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Hundeforum Der Hund
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Abgabealter bei Welpen - wann ist der richtige Zeitpunkt?

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vor 18 Minuten schrieb gebemeinensenfdazu:

Sehr aggressiv nicht, aber sehr rauflustig und grob- sie sind recht enthemmt miteinander umgegangen, aber trotzdem spielerisch- beisshemmungstechnisch haben sie sich eher desensibilisiert als sensibilisiert.

Ja..bin ich bei dir. Ich find "aggressiv" aber auch nicht negativ, ist halt so, sie sollen als Gebrauchshunderasse auch so sein.

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vor 33 Minuten schrieb Holo:

Sie hat in Kurzform also 16 Wochen bei Mutti und kaum Sozialisation bekommen. Sie scheint aber werder Schäden genommen noch profitiert zu haben. Die anderen Geschwister machen sich auch gut, nur ein Bruder ist ein "Angsthund".

 

Das kann ja auch besser sein, als ein missverstandener 8 Wochen alter Zuchthund, der dann in einer Wohnung hockt bei vollkommen unwissenden Haltern und auch nichts mehr gezeigt bekommt.

Keine Kontakte bekommt und wenn dann nur überfallartige unkontollierte Fremdhundübergriffe, der ewig an der Leine umhergezerrt wird, der mit 10 Wochen möglichst schon 10 Kommandos gelernt haben soll und natürlich Stubenrein sein muss und selbstverständlich in der Wohnung nichts anknabbert und möglichst alleine bleiben kann. Und der einmal in der Woche in einer schlechten Welpengruppe gemobbt wird.

 

Ich würde dann lieber den 16 wöchigen Tierschutzwelpen nehmen.

Meine Welpen lernen auch nicht bis zur 16 Wochen alles kennen. Darauf kommts auch nicht an. Idealer weise, kennen sie die Umweltgeräusche, haben verschiedene Menschen kennengelernt, im Spiel verschiedene Untergrüde ect.

 

Ich hab in Berlin eine Welpengruppe geleitet und später aufem platten Land.

In Berlin waren so Folien auf dem Boden ect. für die Welpen oft neu und aufregend.

Als ich das auf dem Land machte, sind einfach aller rübergelatscht und dachten wahrscheinlich: die sollte mal aufräumen, hier liegt  ja überall Zeug rum, wie bei uns nach Sturm.

 

Will sagen: das war normale Umwelt, das kannten die.

Bahn fahren hingegen: Die Landhunde :BOAHHHHH, die Stadthunde: Wann sind wa da....

 

Lieber nehme ich einen Hund, wie aus deinem Beispiel, als einen überbetüddelten Wohnungshund, der in einem Vakuum aufgewachsen ist.

Ideal ist für mich: Draussen Hund mit geeigneter Sozialisierung/ Kennenlernen der Umwelt auch alleine. Und Kennenlernen von Menschen, die müssen gar nicht viel machen.

Genial ist natürlich, wenn der Welpe schon ein positiv aufgebautes Abbruchsignal kennt, ein "Komm" Signal. (gabs bei meinem Collie gratis dazu und war so niedlich, wie die Fellkugel dann angeflitzt kam)..

Aber es ist weder immer alles 100 % ideal noch immer alles ganz schlecht. Das normale Mittelding ist ja auch in Ordnung...

Nur traumatisiert oder grob schlecht sozialisiert ist halt elend. Und das bei einem teuren Rassehund wäre in meinen Augen eine Frechheit.

Einen Hund vom Tierschutz, im Tierheim gut sozialisiert und liebevoll aufgezogen ist doch Gold wert...

Man muss einfach immer den Einzelfall betrachten.

 

 

 

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da im Eingangspost schon die Bloodhounds erwähnt wurden (mit positiver Erfahrung einer nicht zu späten Abgabe):

Bloodhounds gehören zu den Rassen die dafür bekannt sind, dass eine früher Beginn der Gewöhnung an die Umweltbedingungen in der sie später leben wichtig sind, da sie sonst  leicht zu Ängstlichkeiten neigen.

Nun habe große Rassen ja oft Würfe von 10 - 12 Welpen (und mehr), und da ist es schlichtweg unmöglich für einen Züchter schon mal liebevoll und behutsam die Welpen an Straßenverkehr etc. ... heranzuführen!

Auch von sehr guten Züchtern kann man nicht einfach verlangen einen Wurf 12 Wochen lang bestens zu versorgen, zu prägen und zu sozialisieren!

 

Ich persönlich finde es auch gut, wenn die Welpen - bei einem guten Züchter - länger als acht Wochen bleiben können!

Aber man muss das sehr differenziert betrachten, der beste Abgabezeitpunkt kann individuell - je nach Rasse, Wurfgröße und Umständen der Züchter - eben doch stark schwanken.

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Gerade eben schrieb Schnüffelmaus:

Auch von sehr guten Züchtern kann man nicht einfach verlangen einen Wurf 12 Wochen lang bestens zu versorgen, zu prägen und zu sozialisieren

 

Da bin ich nicht wirklich einverstanden. In dieser kurzen Zeit muss er halt andere Leute einspannen, ob es Familie, Freunde oder auch andere Personen mit Hundeverstand sind. Sonst darf er sich meines Erachtens nicht als guten Züchter bezeichnen.

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vor 5 Minuten schrieb Nebelfrei:

 

Da bin ich nicht wirklich einverstanden. In dieser kurzen Zeit muss er halt andere Leute einspannen, ob es Familie, Freunde oder auch andere Personen mit Hundeverstand sind. Sonst darf er sich meines Erachtens nicht als guten Züchter bezeichnen.

Hast du auch recht.

Nur wenn wir dann das alles wirklich mal aufrechnen, dann kommen wir annähernd zu den "Fantasiepreisen" von 2000 Euro für einen Hund vom Züchter.

12 Wochen Zeit hat fast kein Züchter. Die meisten nehmen halt Urlaub um den Wurftermin, aber schon bei 2 Würfen im Jahr überholt sich das System....

 

Meine Variante: Entweder einen erwachsenen Hund, oder ich hol mir so ne Maus und mach das selbst.

 

Entweder ist mein Eindruck falsch, dass es  vermehrt  unerfahrene Welpenkäufer gibt, (die auch  in Foren aufschlagen), wo man sich fragt, warum haben die einen Welpen geholt. Wenn das ein Trend sein sollte, dann tuts mir um vielen missverstandenen  Welpen wirklich  leid.

 

Ich würde wirklich gerne von Züchtern wissen, wie oft sie die leidvolle Erfahrung gemacht haben, dass sie Welpen schlecht verkauft haben und das gar nicht klappte.

Ich glaube der Anteil ist gering. (Bei den Züchtern, die ich kenne).

Ein Züchter kann auch nur vor den Kopf gucken. Und der Käufer dem Züchter auch. Es ist eben nicht so einfach die guten rauszufischen.

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vor 8 Minuten schrieb Nebelfrei:

 

Da bin ich nicht wirklich einverstanden. In dieser kurzen Zeit muss er halt andere Leute einspannen, ob es Familie, Freunde oder auch andere Personen mit Hundeverstand sind. Sonst darf er sich meines Erachtens nicht als guten Züchter bezeichnen.

 

Das wäre dann wohl der ideale Ausnahme-Züchter und nicht nur ein "guter Züchter" ... ;) 

 

 

 

 

 

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Jetzt wirds kompliziert. Aber ein Züchter, der irgendwen "einspannen" muss, is ja nicht ein guter Züchter.

Ich möchte ja, den Hund vom Fachmenschen sozialisiert haben, nicht von Tante Emma, die mal aufpasst. Ich glaube die ARBEIT muss der Züchter ganz alleine machen.

Das ist doch das "Kerngeschäft"....oder man sieht das Kerngeschäft eher in der Welpengeburt und dem aussuchen des Rüdens, das Ausstellung/Prüfungswesens...ect.

Ich glaub hier muss man eben differenzieren.

Und von meiner Erfahrung mit 3 Welpen ist es absolut in Ordnung, wenn man die mit Ende 8ter Woche nimmt, WENN man selbst geeignet ist. Und sich im Vorfeld mit Welpenaufzucht auseinandergesetzt hat.

 

Man muss zuhause sein(der Jahresurlaub geht drauf), man hat Arbeit, man muss dem Hund all das bieten, was ein Tier in dem Alter benötigt. SOZIALKONTAKTE, andere Welpen, andere Hunde....das ist ein toller aber auch anstrengender Job. Schon alleine nachts mit dem Welpen auf dem Arm die Treppe runterzuwetzen, weil er pinkeln muss oder Durchfall hat. Daas ist eine bischen, wie ein Menschenbaby.

Man braucht auch kein Diplom dazu, aber ein bischen (viel) Theorie und viel Intuition ist von Vorteil.

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vor 5 Minuten schrieb 2010:

 

 

Entweder ist mein Eindruck falsch, dass es  vermehrt  unerfahrene Welpenkäufer gibt, (die auch  in Foren aufschlagen), wo man sich fragt, warum haben die einen Welpen geholt. Wenn das ein Trend sein sollte, dann tuts mir um vielen missverstandenen  Welpen wirklich  leid.

 

 

uns wurde vor 10 Jahren, als wir unseren ersten hund hatten, zu einem welpen geraten.

 

Erwachsene Hunde (besonders aus dem Tierschutz) wären ja doch irgendwie unberechenbar ( man weiß ja nicht was die schon erlebt haben!). Hunde müssten von klein auf mit Kindern (13 und 7) zusammen gelebt haben, im keine Gefahr dar zu stellen. 

Die Züchterin bei der wir am Ende einen Hund gekauft haben, hat das natürlich voll mitgetragen. Gott sei dank war die kleine ein sehr netter und genügsamer Hund. 

 

Die Hündin war bei der Abholung übrigens 9 Wochen alt.

 

Vielleicht wird der Einfluss des Abgabe-Alters auch überschätzt? Vielleicht ist es im Einzelfall für Welpen relevant, aber für die große Masse relativ egal, ob es 8, 12 oder 16 Wochen sind.

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Ist ja bei manchen Rassen nicht sooo überraschend, dass es mehr als 4 Welpen werden. ;) 

Außerdem ist der Gewinn ja auch größer und bei 10 Welpen à 1300 Euro kann man schon ein bißchen Einsatz erwarten. 

Wenn man den Kaufpreis durch 8 Wochen statt durch 12 teilt, kommt natürlich mehr bei rum. Das spielt auch ne Rolle, könnt ihr leugnen oder es lassen. 

 

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Worum geht es eigentlich bei der Entscheidung, den Welpen erst ab der 12.Lebenswoche aus seinem

Gebutsverband zu lösen ?

 

Um die Sozialisierung des Welpens  innerhalb seiner tierischen Familie?

Also die Ausnutzung der in dieser Zeit vorhandenen sensiblen Phase  zur Ausprägung

und Erlernen hündischer Interaktionen??

 

Oder um diese sensible Phase um zu lenken auf die Bedürfnisse der sie kaufenden HH??

 

Ich denke, ein Welpe wird nie wieder diese Zeit haben, um sein Verhalten unter seines Gleichen zu erlernen.

Natürlich sollte es ein Bedürfnis des Züchters sein, seine Welpen auch so zwischen hündische Tanten und ähnlichem hündischen Verband zu halten.

Aber muss gerade jetzt der Welpe überhäuft mit Reizen der Umwelt werden???

Netten Kontakt zu der Züchterfamilie, reicht das vielleicht???

 

Muss ein Wepe in diesem Alter (8.- 12 Woche) an den Straßenverkehr gewöhnt werden u.ä.?

 

 

Meine Bedürfnisse, also die des kaufenden HH, kann ich danach doch immer noch aufbauen, oder???

 

Natürlich , wenn Zuchtverbände nur die Interessen der Züchter fest im Blick haben, dann wird die

Abgabe ab der 8.Lebenswoche sehr sinnig.

Hündinn hat abgestillt, Welpen nerven , sind zu agil und keiner da, um diese Aktivitäten sinnvoll

zu lenken.

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