Jump to content

Hundebegegnung , Hund legt sich hin

Empfohlene Beiträge

acerino   

Wenn sie so stark selektiert, es also so selten (vlt 3%) passiert, hat sie vielleicht einfach ihre Gründe und man sollte es gar nicht ändern?

 

Ich kenne Hunde, die das immer machen. Manche aus Unsicherheit nur bei unbekannten Hunden, manche (mittlerweile) aus Ritual ohne "Inhalt", andere aus Spielaufforderung, oder aus jagdlicher Motivation, und wieder andere, weil sie nie gelernt haben, wie man sich anders verhalten kann.

 

Aus der Perspektive des Gegenübers mal folgendes: 

Meinen Rüden würde ich als sozialkompetent beschreiben und der reagiert auf dieses "geduckte Anpirschen" bzw "hinlegen und fixieren" ganz unterschiedlich:

 

Mal fixiert er zurück und sprintet hin, mal nimmt er Druck raus und schnüffelt demonstrativ am Wegesrand, läuft Bögen etc.

Mal geht er einfach entspannt vorbei.

Und wirklich selten zeigt er mir ganz deutlich, dass ER an dieser fixierenden Kackbratze da nun nicht vorbeigehen wird.

 

Der erkennt also auf genug Entfernung genau, wie der andere Hund drauf ist und ob ein Kontakt ratsam ist oder eher nicht.

Wenn der so stark differenziert, wird es wohl mehr als einen Grund (eben nicht nur bloße "Unsicherheit") geben, wieso Hunde das machen.

 

Vlt erkennt - um die Perspektive wieder zu drehen - deine Hündin, dass genau dieses Verhalten (hinlegen/lauern) bei einigen wenigen Fremdhunden eine gute Strategie ist, um größeren Stress zu vermeiden.

 

Ich hatte bis vor wenigen Jahren einen wahrlich inkompetenten und ungeschickten Rüden in sozialen Fragen. Der war immer lieb zu anderen, aber dem hätte ich im Leben nicht zugetraut andere Hunde immer korrekt einzuschätzen :P. Da musste ich mich sehr viel einmischen.

 

Beim jetzigen habe ich gelernt umzudenken:

Wenn sich Hunde sonst sehr sozialkompetent zeigen und sich nur in 3% der Fälle "merkwürdig" (in unseren Augen) verhalten, muss das vlt so sein und wir haben einfach keine Ahnung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
BVBTom   
vor 40 Minuten schrieb Estray:

Am besten filmst du das mal, dann gehen wir sicher, dass wir von der gleichen Sache schreiben.

 

gute Idee, Danke dafür. Vielleicht nochj eine Ergänzung die mir gerade bilich einfällt, wenn sie das macht, ist sie immer genau neben mir, weder vor, noch zurück, genau bei Fuß.

 

vor 36 Minuten schrieb Nebelfrei:

kannst du Luna nicht einfach aus der Situation holen, indem du sie ansprichst, ihr evtl einen Keks hinwirfst, damit sie andere nicht fixiert?

 

doch das kann ich machen, ich habe auch kein Problem mit der Situation, die bekommen wir gut gelöst.

 

Ich möchte es einfach verstehen, aber wer weiss schon, was in seinem Hund gerade vorgeht. Wäre es immer, oder oft, würde ich konsequent daran arbeiten, es ist aber nur bei dieser langen Distanz so.

 

Was Marcolino geschrieben hat mit der Größe auf die Diatsnz ist für mich bis jetzt ein guter Gedanke. Vielleicht ist es so, dass meine Luna auf die Distanz einen kleinen Hund wahrnimmt, der dann immer größer wird je näher er kommt. und sie damit vielleicht die Unsicherheit dann bekommt. Hab ich so zwar noch nie gehört, wäre für mich im Moment aber schlüssig zum sonstigen Verhalten.

 

Danke euich schon mal für die vielen und schnelle Tipps.

 

Nehme gerne natürlich auch noch weitere Tipps, so wie es klingt, können andere davon gerade ja auch profitieren ;-)

 

Ich bin sehr gespannt auf Dienstag mit dem neuen Hundetrainer. Der möchte erst mal mit Dummi Hunden, also Stoffhunden probieren. Ich denke er will feststellen, wie sich meine Luna verhält, wenn man in Ihre Zone eindringt, bin gespannt. Ich glaube, ich werde eher weiter weg stehen, wenn Luna meint, er dringt in meine Schutzzone ein, kennen ich natürlich dann die Reaktion. Ich werde hier berichten.

 

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
BVBTom   
vor 43 Minuten schrieb acerino:

Wenn sie so stark selektiert, es also so selten (vlt 3%) passiert, hat sie vielleicht einfach ihre Gründe und man sollte es gar nicht ändern?

 

wahrscheinlich hast du heir recht.

 

vor 43 Minuten schrieb acerino:

Aus der Perspektive des Gegenübers mal folgendes: 

Meinen Rüden würde ich als sozialkompetent beschreiben und der reagiert auf dieses "geduckte Anpirschen" bzw "hinlegen und fixieren" ganz unterschiedlich:

 

ich glaube das ist es, was mich hier stört, ein unsicherer Gegenüber nimmt es evtl. das Bedrohung auf. sowohl Mensch als auch Hund

 

vor 44 Minuten schrieb acerino:

Vlt erkennt - um die Perspektive wieder zu drehen - deine Hündin, dass genau dieses Verhalten (hinlegen/lauern) bei einigen wenigen Fremdhunden eine gute Strategie ist, um größeren Stress zu vermeiden.

 

das scheint mir auch sehr schlüssig zu sein, meine Hündin möchte alles, aber keinen Stress mit anderen Hunden und Menschen. Spielen immer gerne, toben, Hund sein, auch, auch sich bei jedem Menschen zu freuen ist ihr Ding..... Sie hat hier jeden Tag im Büro und Betrieb auch immer mit fremden Menschen zu tun. Es sit überhaupt kein Problem.

 

vor 47 Minuten schrieb acerino:

Beim jetzigen habe ich gelernt umzudenken:

Wenn sich Hunde sonst sehr sozialkompetent zeigen und sich nur in 3% der Fälle "merkwürdig" (in unseren Augen) verhalten, muss das vlt so sein und wir haben einfach keine Ahnung.

 

finde ich auch gut, mag so sein ;-) :91_thumbsup::91_thumbsup::91_thumbsup:

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Ferun   

Die Windigen die ich so kenne machen das fast alle ab und zu.

Meist wird gelauert, sich gegenseitig fixiert, um dann entweder loszurennen (und dann beginnt die "Hasenjagd")

oder auch um einfach abzubrechen und jeder geht seiner Wege.

Manchmal lässt der anvisierte Hund den anderen auch einfach ins leere laufen, indem er nicht auf das "Spiel" eingeht.

Jagdmotiviertes Spiel würde ich das nennen. Hab bei dieser Form noch nie Erlebt, das die Situation nicht friedlich gelöst wird.

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Nasefux   

Meine Shibas machen das auch. Mein Rüde hat sich früher sehr oft hingelegt, wenn ein Hund auf uns zu kam. Welcher Hund war weitestgehend egal, bei Hunden die deutlich kleiner waren als er eher nicht. Und auch immer erst dann, wenn für ihn sicher war, dass Kontakt unausweichlich zu sein scheint. 

Ich sehe es nicht zwangsläufig als Aggression oder Unsicherheit, aber wie Tyrshand meinte, als inneren Konflikt.....der Hund bringt sich dadurch erst mal in eine für ihn sichere Ausgangslage und kann so abwarten, bis das Gegenüber näher kommt und den anderen Hund einschätzen und entscheiden wie er reagiert.

Dadurch wird der andere Hund quasi genötigt den ersten Schritt zu machen und näher zu kommen.......oft dauert das lange (wenn man die Hunde machen lässt), weil der liegende Hund sich nicht bewegt und der herankommende ebenfalls einfriert und wartet. 

 

Für mich ist das eine Strategie des Hinauszögerns - wenn eine Begegnung bevor steht, der Hund aber nicht weiß wie er reagieren soll.
Bei meinen Hunden ist es so, dass meine Hündin dann plötzlich die letzten Meter vorschnellt zu dem fremden Hund und den fast überfährt. 

Bei meinem Rüden fällt es unterschiedlich aus. Manchmal sprintet er kurz vor der Begegnung dann plötzlich auf den anderen Hund zu, manchmal bleibt er liegen bis der Hund bei ihm ist. Ebenfalls ist die Reaktion verschieden, manche Hunde werden beschnüffelt und dann stehen gelassen, andere werden vertrieben und wieder andere befiddelt....

 

So oder so ist es in meinen Augen ein unhöfliches Verhalten, das geändert werden sollte, wenn es oft vorkommt (ich lese was von 3%...mei, was solls...).
Mittlerweile machen meine Hunde das nur noch im Freilauf, wenn der Fremdhund schon zu nahe ist. Ansonsten lassen sie sich gut lenken, indem wir bsp. einen weiten Bogen laufen.

 

31773120kr.jpg

 

31773182rb.jpg

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
BVBTom   

@Nasefux

 

Danke für deine Zeilen.

 

Zur Position von meiner Luna, ist es so wie auf dem ersten Bild, der hintere Hund, also ganz unten, Rute auch unten. Also eher abwartend, deckt sich mit deiner Schilderung.

 

Nicht so wie auf dem zweiten Foto, da sieht es eher nach Beobachten oder warten auf ein Kommando aus.

 

Und noch was, tolle Bilder und tolle Hunde :)

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Nasefux   

Der hintere ganz platte ist mein Rüde :) der vordere ein befreundeter Rüde, der da noch jung und in guter Absicht war. 

 

Das zweite Bild zeigt schon einen Moment weiter, kurz vorm losstarten, da kam ebenfalls ein Hund auf die drei zu.

 

Wenn sich das vermeiden lässt, würde ich es versuchen zu vermeiden. Hund zu sich rufen, umorientieren, Bogen laufen, es gibt relativ viele Möglichkeiten. 


 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
Zurimor   
(bearbeitet)

@AnnaliLaß dich nicht verunsichern, mein Hund macht das auch und bei ihr ist es ganz klar so, daß sie spielen will. Manchmal macht sie das auch, wenn uns ohne Leine ein anderer Hund entgegenkommt und sie auf mich wartet.

 

Ich denke, man muß da unterscheiden, was die Motivation dahinter ist. Bei Suhna würd ich's auch gar nicht unterbinden wollen, sie hat ein prima Sozialverhalten anderen Hunden gegenüber und mag Hunde. Unhöflich find ich's auch nicht, das machen Menschen doch ganz genau so, wenn sie das Gegenüber nicht einschätzen können. Da wird dann erstmal beobachtet, Blicke gewechselt, Mimik gelesen, warum sollte man Hunden das absprechen? Die gucken, wie das Gegenüber reagiert und handeln dann dementsprechend, für meinen Geschmack völlig in Ordnung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
marcolino   
vor 1 Stunde schrieb BVBTom:

Vielleicht ist es so, dass meine Luna auf die Distanz einen kleinen Hund wahrnimmt, der dann immer größer wird je näher er kommt. und sie damit vielleicht die Unsicherheit dann bekommt.

 

Ist das nicht jetzt ein wenig einseitig?

 

Besteht nicht auch die Möglichkeit, dass Luna die Unsicherheit des anderen Hundes weit vor der Wahrnehmung der Menschen erkennt, und deshalb Stück für Stück kleiner wird?

 

Dass der MENSCH das als bedrohlich wirkend einstuft, kann sie nicht wissen.

 

Wohl aber merkt der euch entgegenkommende Hund, wenn es seinem Menschen unwohler wird, je kürzer die Distanz wird.

 

Ich finde für beide Sichtweisen keine ausreichenden Anhaltspunkte, die eine davon mehr belegen als die andere.

 

Allerdings kannst du dich ja auf das Verhalten deiner Hündin verlassen, welches nicht auf Aggression aus ist. Von daher: Was soll dir denn passieren?

 

Wir müssen nicht immer jedes Verhalten unserer Hunde verstehen - aber Verhalten, welches einer Modifizierung bedarf, sollte so verändert werden, dass der Hund von Beginn an diese Änderung als positives Wirken seines Menschen wahrnimmt.

Deshalb auch mein Tipp, es mal mit Lachen zu versuchen.

 

Deine Erwähnung eines "Hey" ruft bei mir dagegen direkt die Assoziation eines Schreckreizes hervor - und genau DAS würde ich in dem Moment vermeiden.

Du weißt nicht, welche Motivation tatsächlich hinter dem gezeigten Verhalten deiner Hündin steckt, und eine negative Grundeinstellung wird durch den Einsatz eines Schreckreizes vielleicht kurzfristig gedeckelt, aber langfristig gestärkt, statt aufgelöst. Nur mal als Hinweis :)

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen
BVBTom   
(bearbeitet)
vor 56 Minuten schrieb marcolino:

Wir müssen nicht immer jedes Verhalten unserer Hunde verstehen -

 

da stimme ich dir auch wieder zu.  hast wahrscheinlich recht, ich sollte es einfach mal so hinnehmen, ein Problem entwickelt sich daraus ja nicht.

 

vor 56 Minuten schrieb marcolino:

Besteht nicht auch die Möglichkeit, dass Luna die Unsicherheit des anderen Hundes weit vor der Wahrnehmung der Menschen erkennt, und deshalb Stück für Stück kleiner wird?

 

Das werde ich sehr genau beobachten und wenn es die Situation erlaubt, auch mit dem Hundehalter so besprechen. Vielleicht lerne ich daraus das Verhalten besser zu verstehen.

 

Ich glaube aber, dass sie so eher die "sympatischen" Hunde dann so begrüsst und eigentlich spielen will. Wenn schon mal Hunde mit knurren oder sonstiges so auf und zu kommen, machte sie es nicht, da ist sie eher etwas hinter mir und wir gehen ganz locker dran vorbei.

 

Dennoch habt ihr alle recht, warum will ich das so genau wissen und verstehen wenn es dadurch keine problematischen Situationen gibt.

 

Danke für die vielen Hinweise und eure Sichtweisen.

 

vergessen, mein hey ist nicht so ein erschreckendes hey, eher so als Ausmerksamkeit gelernt, hallo, hier machst du was nicht richtig, sie schaut mich dann sofort auch an und wir erarbeiten dann das gerade geforderte Thema durch, immer freundlich und immer so gegenseitig.

 

Es gibt bei mir nur zwei Kommandos die ernst, tiefer und vielleicht bedohlich klingen, das ist das NEIN und das STOP, benutze ich beides sehr selten, aber das sind bei mir ganz konsequente Kommandos ;-)

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Auf anderen Seiten teilen

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden. Mehr Infos