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Hundeforum Der Hund
Lyzz

Sorgenkind...

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Hallo erstmal,

 

da ich große Angst vor ausschließlich negativen Kommentaren hatte, traue ich mich erst jetzt über mein Problem zu schreiben. Es fällt mir nicht leicht und hoffe darauf, dass ich nicht alles falsch gemacht habe. Aber Mikko hat es verdient, dass ich jegliche Hilfe suche, die ich bekommen kann.

Tut mir leid für den langen Text, aber ich denke die Umstände sind wichtig.

 

Mikko kam im November letzten Jahres zu mir und meinem Freund.

Wir arbeiten zwar beide, aber da ich Gleitzeit habe und er Schichtdienst, sind wir nicht so lange gleichzeitig aus dem Haus.

Mikko kommt aus dem Tierschutz und wurde im November auf ca.1,5 Jahre geschätzt. Wo er herkommt ist nicht bekannt, jedoch war er gechipt (nicht registriert) und kannte die Grundkommandos (Sitz, Platz, Decke). Er ist stubenrein und geht halbwegs gut an der Leine (wir arbeiten daran).

Alles in allem ein Traumhund!

Bis auf ein großes Problem: Entgegen der Aussage des Hundehauses konnte er nicht alleine sein. Er jault unser gesamtes Mehrfamilienhaus zusammen, erste Beschwerden ließen nicht lange auf sich warten.

Mittlerweile 3 eingeschaltete Tiertrainier bestätigen unsere Vermutung: Kontrollverlust / Rudel rufen und keine Angst, wirklich helfen konnten sie bisher aber nicht. Die verschiedenen Trainingsmethoden zeigten wenig bis gar keine Wirkung , trotz teurer Einzelstunden und co.

Und als ob das nicht reicht, ging die Beziehung zu meinem Freund nach 5 Jahren in die Brüche.

In dieser Zeit zog ich für 5 Wochen zu meiner Mutter (Einfamilienhaus), dort blieb Mikko nach einiger Zeit auch ohne Probleme alleine.

Hoffnung keimte auf.

Kaum wieder in unserer Wohnung zurück, klappte dies jedoch wieder gar nicht mehr.

Mir ist bewusst, dass er sich hier erst neu eingewöhnen muss und dass meine negative Haltung zu diesem Ort ihn beeinflusst. Ich gebe mir Mühe positiv zu bleiben, aber da mein Ex auch noch hier wohnt (Kündigungsfrist und so) ist es nicht immer einfach.

Er kümmert sich zur Zeit gottseidank auch noch um Mikko, dennoch muss ich daran denken, dass ich bald alleine wohnen werde.

 

Ich wollte schon immer einen Hund, aber ich wusste auch, dass ein Hund zu lange alleine bleiben muss wenn ich ihn alleine halte. Daher habe ich gewartet bis alles passt: Wohnung mit Erlaubnis, Job, Freund, Zeit...

Und jetzt das!

 

Ich bin am Ende!

 

Soll / Kann ich ihn alleine halten? Wenn ja, wird er lernen alleine zu bleiben ohne zu jaulen?

Ich versuche eine Wohnung in meinem Heimatort zu finden, damit meine Mutter mich wenigstens hin und wieder unterstützen kann. Aber auch sie arbeitet Vollzeit im Schichtdienst und muss sich nebenher noch um meinen Opa kümmern. Sie kann also auch nur begrenzt helfen. Und mit Hund eine Wohnung zu finden ist nicht leicht.

Ich hoffe, dass ich eine etwas günstigere Wohnung finde als jetzt um vllt. zusätzlich noch einen Gassigeher bezahlen zu können. Aber die Chancen stehen bis jetzt schlecht und ich habe nur noch 2 Monate.

 

Ich weis nicht weiter, An manchen Tagen geht es mir so schlecht, dass ich ihn am liebsten weggeben würde, Nur um diese Verantwortung nicht mehr tragen müssen. Dann kann ich einfach nicht mehr sehen, was er mir zurückgibt,

An anderen Tagen kann ich mir nichtmal Traum vorstellen wieder ohne ihn zu leben, egal wie schwer es wird.

 

Ich wollte doch alles richtig machen. Habe mich informiert, gewartet bis alle Umstände passen, hart und viel mit Mikko gearbeitet, viel Geld investiert und mein ganzes Leben umgestellt. Und nun habe ich das Gefühl trotzdem alles falsch gemacht zu haben und ihm einfach nicht gerecht zu werden.

 

Mich würde eure ehrliche Meinung interessieren ob ihr an meiner Stelle weitermachen würdet oder ob  ihr denkt es wäre besser für Mikko wenn ich ihn wieder abgebe.

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Ach Mann, das tut mir echt furchtbar leid für Dich :(
So wie sich das liest, bleiben Dir da ja nur Managementmaßnahmen.
Wohnt Deine Mutter denn in der Nähe, so dass Du ihn vielleicht dort hinbringen kannst?
Käme eine Hundetagesstätte in Frage?
Arbeitgeber fragen, ob Du ihn zeitweise mitnehmen kannst?
Wie lange musst Du denn arbeiten?
Freunde, Bekanntenkreise gecheckt?
Kleinanzeige aufgeben, wegen Tagesbetreuung?

Ich kann Deine Sorge so gut nachvollziehen, so eine Situation ist echt schrecklich :( Ich hoffe, Du findest eine gute Lösung und Mikko und Du könnt zusammen bleiben ;)

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@Lyzz 

 

erst mal herzlich Willkommen hier im Forum und toll, dass du deinen Mut zusammen genommen hast um das zu schreiben.

 

In dem Text steht aber so viel, dass man das unmöglich mal eben hier beantworten kann oder Ratschläge geben. Deine Verzweiflung merke ich dir an.

 

Das du drei Tiertrainer schon kontaktiert hast die dir hier nicht weiter helfen können, wollen oder was auch immer, schockiert mich schon fast. Tolle Ratschläge geben die aber nicht fruchten, ist sinnfrei für mich.

 

Über das Forum hoffe ich, dass du vielleicht jemanden aus deiner Region finden kannst, der dir direkt helfen kann, evtl. dir den Hund auch mal abnehmen kann.

 

Woher kommst du so?

 

Im Moment kannst du leider den Hund nicht wirklich trainieren, du musst dich ja gerade um dich selber kümmern, da hast du genug zu geschrieben. Das ist auch jetzt deine Priorität eins und ich finde es super, dass du so an deinen Hund auch denkst. Viele hätten ihn einfach weg gebracht, das finde ich erst mal richtig klasse von dir.

 

Nun gilt es abzuwägen, was das Beste ist, für dich und für den Hund.

 

 

 

 

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Treffe nie in der Krise eine weitreichende Entscheidung.

Das Leben schlägt halt Haken.

Jetzt atme durch und warte ab, oder such halt eine Wohnung in der Nähe deiner Mutter.

Vielleicht kann diese ja auch erstmal mithelfen? 

 

Jedem Menschen kann das passieren. Schuldvorwürfe bringen nichts.

Vielleicht hatte der Hund ein feines Gespür?  Wer weiß...

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Wäre es eine Möglichkeit, die Arbeitszeit so anzupassen, daß du dich mit einer Freundin/Freund/anderem netten Hundehalter abwechselst und einer immer beide Hunde betreut? Zumindest vorübergehend, bis du eine neue Wohnng gefunden hast- die es sowieso auch für ich braucht. Dann der Hund auch nochmal unbelastet mit Alleinebleibenüben anfangen.

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Erstmal danke für die netten Antworten!! Hatte schon mit dem schlimmsten gerechnet..

Aber ihr seid alle wirklich nett!

 

Mit auf die Arbeit nehmen darf ich ihn leider nicht. Seit eine Kollegin das letztes Jahr testen durfte und ein Kollege sich heimlich beschwert hatte, ist es generell verboten..

Der Hund wäre im Normalfall ca. 8-9h alleine, Dass das zu lange ist, weis ich.

Meine Mutter möchte auf jeden Fall helfen, soweit es ihr möglich ist. Ganz zu ihr kann er nicht, da ihr Lebensgefährte das nicht möchte.

HuTa werde ich in Betracht ziehen sobald ich eine Wohnung habe und meine finanzielle Situation abschätzen kann, genauso wie Gassigeher.

Den Zusammenschluss mit anderen Hundhaltern habe ich auch schon in Betracht gezogen, aber auch das kann ich erst angehen wenn ich eine Wohung habe.

In der jetzigen Wohnung kümmert sich mein Ex ja zum Glück auch noch um Mikko, so dass er meistens nur 1-2 Stunden alleine bleiben muss und das auch nur unter der Woche.

 

Ich werde einfach weitermachen und hoffen, dass sich irgendwas regelt..

 

danke!

 

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Es gibt in der Tat Hunde, die das Alleinsein einfach nicht aushalten.

DAS Alleinbleib-Training, das verlässlich fruchtet, gibt es leider nicht.

 

Oft ist ein Grund dafür, wenn ein Hund nicht allein bleiben kann, dass er nie in der Ruhe ankommen hat können, dass er Veränderungen als beängstigend empfindet.

 

Ruhe und vor allem sich sicher fühlen, in sich ruhen - das sind unabdingbare Voraussetzungen für ein entspanntes Alleinbleiben.

Ich fürchte, du musst damit rechnen, dass sich dies bei deinem Hund nie einstellt - und, wenn doch, dann nur in einer Situation, in der er betreut wird und vor allem Vertrauen und Ruhe finden kann.

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vor einer Stunde schrieb Lyzz:

 

Und als ob das nicht reicht, ging die Beziehung zu meinem Freund nach 5 Jahren in die Brüche.

 

 

Ich war vor langer, langer Zeit in einer ähnlichen Situation, ich selber im Schichtdienst, meine Freundin Studentin, unser Golden Retriever stand plötzlich als "Trennungswaise" da.

Ich selber fühlte mich allerdings zu 100 % an die gemeinsam eingegangene Verpflichtung gebunden und versorgte den Hund noch jahrelang bis zu seinem Tod. Und da ich Schichtdienst mit generellem Freizeitausgleich hatte (Stichwort: 1 Woche Nachtdienstfrei), lagen da in der Regel jede Menge Gestaltungsmöglichkeiten drin. Und wenn es mal gar nicht anders ging, haben wir den Hund mal den einen oder anderen Tag mit einem anderen, ebenfalls allein seienden Hund zusammengetan.

 

Ob allerdings dein Ex-Freund weiterhin mit im Boot sein wollte, könnt nur ihr beide herausfinden. Heute, 35 Jahre später, bin ich übrigens mit meiner Ex von damals verheiratet und wir sind wieder auf den Hund gekommen. :lol:

 

 

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Hallo und herzlich willkommen! 

 

Ich hatte das damals mit meinen zwei auch so geregelt das sie nach der Trennung bei ihm geblieben sind, ich mich aber weiterhin mit um sie gekümmert habe. Vielleicht würde Dein Ex das ja auch tun, wenigstens so lange bis Du die Betreuung geregelt hast. Und Betreuung wirst Du ja so oder so brauchen. Wenn das alles läuft würde ich ganz langsam Anfangen das alleine sein zu üben. Ich wünsche Dir auf jeden Fall alles Gute und drück Dir ganz doll die Daumen!

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Liebe Lyzz,

 

erst einmal Hut ab - ich finde es großartig, dass du so offen und ehrlich über eure Situation zu sprechen entschieden hast! Das zeigt mir, dass dein Mikko großes Glück hat und wie sehr er dir am Herzen liegt! :wub:

 

Ein Gedanke, den ich eben hatte, als ich deine Beschreibung las:

 

Du schreibst, dass er bei euch in der Wohnung im Mehrfamilienhaus nicht allein bleiben kann und schrecklich weint. Im Einfamilienhaus deiner Mutter konnte er dagegen bald schon allein bleiben (also nachweislich ohne derartige Probleme, nehme ich an?). Ein Unterschied zwischen beiden Wohnsituationen, den ich mir vorstellen könnte: Im Einfamilienhaus kennt der Hund alle Räume und Menschen, die sich darin aufhalten - im Mehrfamilienhaus nicht, die Wohnungen und der Besuch der Nachbarn bleiben ihm ja zwangsläufig unbekannt. Also frage ich mich, ob dieses Unwissen etwas mit seinem Verhalten zu tun haben könnte? Dass er also z. B. Angst hat, wenn er die fremden Menschen und Gerüche, die sich im Haus herumtreiben, wahrnimmt und dadurch verstört wird, wenn sein Rudel nicht da ist, um ihn bei der Einordnung zu unterstützen?

Und falls das möglich ist, ob dann nicht eine für den Hund einsichtigere Wohnsituation - etwa ein Haus mit weniger oder ihm bekannten Orten und Parteien - ggf. eine Besserung seines Verhaltens bringen könnte?

 

 

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