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Hundeforum Der Hund
Renegade

Platzverweis wegen Giardien

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vor 10 Minuten schrieb Renegade:

 

Ja, natürlich, das klingt sehr eingängig. In der Theorie.

Aber was ist bitte mit all denen, die nicht zum TA gehen und testen lassen, die keine Wurmkuren machen, den Impfverweigerern?

Sie können allesamt Hunde haben, die irgendetwas Ansteckendes mit sich herumtragen und lustig in der Gegend verteilen.

Sei doch froh, dass Deine Trainerin so verantwortungsvoll mit diesem Thema umgeht, man muss auch mal einsehen, dass man vielleicht selbst nicht genug nachgedacht hat? ;)

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vor 7 Minuten schrieb Ivy2:

Aber versuch nicht, Leuten, die den Mist schon zu Hause hatten, einzureden, dass das alles ja bloß eine Bagatelle ist.

 

Habe ich das? Wo bitte? (fragt dich - da es für dich erwähnenswert erscheint) eine ebenfalls "gut informierte Geisteswissenschaftlerin").

Hihi, das war jetzt wirklich von größter Relevanz für das Thema...:klatsch:

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@Renegade, wir hier in Spanien, mit den vielen Streunern, haben das Risiko ja auch. Nur, ich habe das im Tierschutzverein erlebt und das war kein Spaß. Das ging monatelang, weil sich halt ständig wieder einer angesteckt hatte, trotz aller Vorsichtsmaßnahmen. Die inneren Zwinger konnte man täglich putzen, die Außengehege aber nicht. Letztlich wurde auch dort der Boden ausgetauscht.

 

Natürlich kann sich jeder Hund irgendwo anstecken. Ich würde es aber auch nicht gerne haben, wenn jemand mit seinem Hund zu mir käme, der Giardien hat. Den würde ich halt auch bitten, solange nicht mit Hund zu Besuch zu kommen.

 

 

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vor einer Stunde schrieb Ivy2:


Als Züchter macht es übrigens absolut Sinn, den Boden auszutauschen, denn wie schon geschrieben, können Welpen an massivem Durchfall leicht sterben. Aufgrund ihrer geringen Körpergröße dehydrieren die nunmal wahnsinnig schnell und dann war's das.

 

 

Das erinnert mich... eine Bekannte hat ihren Welpen von einer Züchterin bekommen, und als der Welpe dann recht schnell Giardien-positiv war hieß es von der Züchterin, dass das öfter vorkommt bei Welpen (also zumindest wohl bei ihren...)

 

Da wäre es vermutlich auch sehr sinnvoll gewesen, wenn nicht die Böden auszutauschen dann wenigstens einen sehr sehr sehr SEHR gründlichen Desinfektions-Marathon zu starten.

 

vor einer Stunde schrieb Renegade:

 

Aber was ist bitte mit all denen, die nicht zum TA gehen und testen lassen, die keine Wurmkuren machen, den Impfverweigerern?

Sie können allesamt Hunde haben, die irgendetwas Ansteckendes mit sich herumtragen und lustig in der Gegend verteilen.

 

Erstens- ja, weswegen ich die Core-Impfungen als Hundeplatz-Besitzer IMMER fordern würde. Immer (ich glaube das ist sogar vorgeschrieben?).

Zweitens: Der Unterschied ist doch der: du weißt, dass dein Hund Giardien hat. Die Trainerin weiß es jetzt auch. Wenn sie nun wissentlich einen ansteckenden Hund auf dem Platz hat, dann ist das etwas anders zu bewerten als wenn der Hund sich die Dinger irgendwo beim Schnüffeln an Häufchen im Park holt. Sie (als Platzbesitzer) und du (als Hundehalter) würden wissentlich die Infektion anderer in Kauf nehmen.

 

Das ist in etwa so, als ob du dein Masern- oder Windpocken-erkranktes Kind wissentlich in den Kindergarten steckst. Sicherlich wird es den meisten Kindern nicht schaden, jucken sie sich halt mal. Aber was, wenn es nun ausgerechnet das eine Kind trifft, das eine Immunschwäche hat? Bzw was wenn es nun einen kleinen, leichten Hund (zB ein Chi-Welpe) trifft? Und es entstehen tatsächlich Komplikationen? (im Falle des Kindes garantiert dann schlimmeres als bei den Giardien).

Oder der Hund schleppt die Giardien mit nach Hause vom Hundeplatz und überträgt es auf die Katzenzucht die die Familie noch nebenbei hat?

 

 

Natürlich sind das alles ausgedacht Szenarien. Nicht ganz und gar unrealistisch, aber eben doch ausgedacht.

Und ja, der Hund der Katzenzüchter kann sich das Zeug auch beim  Gassigang einfangen - der Unterschied ist aber wie gesagt der: Du weißt, dass dein Hund ansteckend ist. Du gehst bewusst das Risiko ein dass sich andere anstecken könnten.

 

Das ist schon ein wenig sehr egoistisch , auch wenn das sicherlich nicht so gedacht war.

 

 

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"Es gibt doch eh unzählige Hunde, die unwissentlich giardieninfiziert herumlaufen und andere anstecken." - "Ein paar Zysten bleiben doch ohnehin immer im Boden, egal wie gründlich man Häufchen entfernt." -  "DIe Ansteckungsgefahr ist bei Hinterlassenschaften in der Natur doch viel höher, als wenn die Hunde miteinander spielen." - "Meist stellen sich doch eh keine Symptome ein, die leben prima damit." - "Der Tierarzt meinte aber, der Hundekontakt müsste gar nicht wirklich eingeschränkt/die Hygienemaßnahmen müssten ga nicht so arg übertrieben werden."

 

Oh ja, schon klar. Gibt einige, die so denken. Mag auch alles in gewisser Weise stimmen. Ist aber dermaßen unfair uns anderen (vor allem Jung-)Hundehaltern gegenüber! Im November trafen wir auch eine Dame, die sich nur allzu gerne an diese bequemen Mantras hielt. Nach 40 Minuten Toberei und Aufeinanderhängen unserer Junghunde hat sie dann mal nebenher etwas erwähnt... Wenige Tage später beim Tierarzt: Unsere Junghündin, damals 5 Monate alt und kurz vorher erst entwurmt und entgiardisiert, plötzlich giardienpositiv - und seitdem immer, immer wieder reinfiziert, denn das Ansteckungspotential in unserem Viertel ist immens. Tierärztlich attestiert viel zu viele von diesem Ist-doch-halb-so-wild-Hundehaltern auf einem Haufen...

 

Nächste Woche haben wir den nächsten Test und ich bete, dass meine kleine Lady endlich wieder dauerhaft giardienfrei ist. Denn um das mal klar zu sagen:

Ihr Immunsystem, das früher für ein Welpchen echt was aushielt, ist mittlerweile völlig im Eimer und hat sie Anfang des Jahres wegen einer Lappalie von Infekt fast in die Klinik gebracht;

sie ist zeitweise dünn wie ein Stäbchen, sodass man alle Rippchen sehen kann, und wir kriegen sie kaum dazu, dauerhaft zuzunehmen (denn kaum ist ein wenig auf den Rippen, SCHWUPPS! - Reinfektion; und dann auf Wiedersehen, ihr lieben Kilos...);

ihr Wachstum wird bei jeder Neuinfektion turnusmäßig sichtbar neu gehemmt;

die Hundeschule konnten wir seit November und bis in ungewisse Zukunft ad acta legen;

und unsere Kleine kann absolut nicht nachvollziehen, warum sie nicht mehr auf ihre Wiese zu ihrem geliebten Rudel gehen kann und wieso sie so oft von Kindern und anderen Junghunden fernbleiben muss, die sie doch sonst so sehr liebt.

Achso, und was uns betrifft: Die vielen Stunden täglich, die wir bei positivem Befund in die Masse an Hygienemaßnahmen stecken, könnten wir viel besser in Zeit für unser Hundemädchen investieren...!

 

Also, ohne irgendjemanden persönlich angreifen oder Renegade, die ja selbst mit den verfluchten Einzellermonstern zu kämpfen hat, diskreditieren zu wollen: Bitte, bitte geht alle verantwortungsvoll mit euren Hunden um und lasst sie, bis die Tablettenkur ordentlich angeschlagen hat, nicht an andere, gerade jüngere und schwächere Hunde! Bitte, bitte kümmert euch um die richtigen Hygienemaßnahmen und zieht sie auch durch, selbst wenn's antrengend ist! Und bitte, bitte haltet das Giardienrisiko von Hundeplätzen und -schulen gering, indem ihr sie meidet, bis die Tablettenkur durch ist!

 

Würden mehr Hundehalter so handeln, das Leben und die Entwicklung unseres Fellnäschens wären so viel unbeschwerter - und sie hätte so viel bessere Karten, bald endlich dauerhaft gesund zu sein! Und aus diesem Grund bin ich persönlich dankbar für jeden Trainer mit so viel Verantwortungsbewusstsein, das Ansteckungsrisiko von was auch immer auf seinem Hundeplatz gering zu halten, indem er, sobald er Kenntnis davon hat, kranke und infizierte Tiere mit Ansteckungsgefahr von seinem Platz verweist!

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vor 14 Stunden schrieb Renegade:

Enya hat -leider- Giardien. Also wurde die Behandlung mit Panacur eingeleitet.

 

Hatte sie eigentlich Symptome oder warum wurde getestet?

 

 

 

Hier nochmal der oft erwähnte Rückert-Artikel:

 

 

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19372

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Hi,

2007 hatte einer meiner Hunde Durchfall.

Überhaupt nicht schlimm, aber der kotabsatz war häufiger und der Kot war "ekelhaft". Also Kotprobe über 3 Tage gesammelt, zum Tierarzt gedackelt (wir sind befreundet-ich wusste, dass er einen Schnelltest hat).

Schnelltest gemacht: Giardien entdeckt, Panacur bekommen, Panacur gegeben, und fertig.

Ich habe nicht gewusst, dass man was desinfizieren muss/sollte (also über die normale Hygiene hinausgehend). Wir hatten einen Garten, ich habe dortige Häufchen wie immer einfach weggemacht, ohne die Stellen bis zum Erdkern zu entfernen.

Dass man kohlenhydratfrei ernähren soll, wusste ich als echter "Foren-Barfer" auch nicht.

 

Ergebnis?

Häufchen wurden wieder kleine Kackwürste.

Fertig. Nie wieder einen Kopf drüber gemacht.

 

Ob man nun mit einem an Durchfall leidenden Hund auf einem umzäunten Hundeplatz trainieren sollte? Nein. Finde ich nicht.

Einfach die Behandlung durchziehen, Häufis etwas sorgfältiger entsorgen...gut ist.

My 2 Cents

 

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vor 11 Stunden schrieb Lemmy:

Du gehst bewusst das Risiko ein dass sich andere anstecken könnten.

 

Das ist schon ein wenig sehr egoistisch , auch wenn das sicherlich nicht so gedacht war.

 

 

Nein. Das tue ich nicht. Das steht auch nirgendwo geschrieben.

Am Rande bemerkt handeln in deinem Sinne dann auch die Wurmkur- und Impfverweigerer egoistisch - ich nenne es grob fahrlässig - die nie einen Hundeplatz oder eine Stätte besuchen, wo hinsichtlich der Vorbeugemaßnahmen Kontrollen stattfinden SOLLEN, sondern ihren Hund einfach nur spazieren führen.

 

So einfach ist es eben nicht, wie manche sich das vorstellen. Panacur 'rein - Giardien weg - und schon ist die rosarote Hunde- und HH-Welt wieder in Ordnung.

 

@Patlican 

Das Thema der ständigen Reinfektion ist ein eigenes und hat nicht unwesentlich damit zu tun, dass das Immunsystem der betreffenden Hunde mit der Infektion einfach nicht fertg wird und/oder dass sich Resistenzen ergeben haben.

Dazu steht manch Interessantes im hier schon mehrfach verlinkten Rückert-Artikel. Hast du ihn gelesen?

 

So, das war mein letzter Beitrag zu  meinem Thread.

Es kam so, zumindest in großen Teilen, wie es in der Forenwelt leider sehr oft kommt:

Die eigentliche Frage wird ausgeblendet.

Aber manche User nützen die Plattform um Unterstellungen von sich zu geben und darauf aufbauend polemisch

zu wirken.

Das brauche ich nicht.

Vielen Dank für eure Beiträge. Von denen einige, das gebe ich zu, mich in Teilen nachdenklich gestimmt haben.

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Ich denke auch das es bei ansteckenden Sachen und seien es "nur Flöhe" schon aus Prinzip heißen muss, dass man den Platz nicht betreten darf. Denn wo fängt man an und wo hört man auf ? Wenn man eine klare Grenze zieht (sobald ansteckendes bekannt ist, Platzverbot) dann gibt es später keine Diskussionen und keinen Spielraum. Das macht es für einen Trainer einfacher und für die Teilnehmer ebenso. 

 

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Jetzt mal ganz ehrlich....

Ich erwarte von jedem verantwortungsvollen HH, dass er seinen Hund, solange er eine ansteckende Krankheit hat, selbstverständlich von solchen Plätzen fern hält, wo sich viele Hunde aufhalten.

Das was du nicht willst, dass sich dein Hund einfängt, das halte doch auch bitte von anderen Hunden fern...

 

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