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Hundeforum Der Hund
Renegade

Platzverweis wegen Giardien

Empfohlene Beiträge

vor 16 Stunden schrieb Renegade:

Heute sollten wir Hundetraining haben.

Blödsinnigerweise erwähnte ich den Befund und die eingeleitete Behandlung.

(...)

Ich ärgere mich nicht wenig.

Insbesondere über meine Unbedachtheit.

Das passiert mir kein 2. Mal.

 

Ich werde das Gefühl nicht los, du meinst lediglich die Erwähnung der Diagnose und nicht die Tatsache, dass du mit einem infektiösen Hund ins Training gehst?

 

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Ein Trainingsplatzverweis ist eine vernünftige Massnahme und nicht mit Panikmache zu verwechseln. In den meisten Nutzungsbedingen ist vorgesehen, dass man nur mit gesunden Hunden auf den Platz kommt (auch wenn es nicht überall kontrolliert wird, kontrolliert werden kann). Zum Schutz des eigenen Hundes (z.B.: wer macht denn mit schweren Duchfall Sport?) und um andere Hunde nicht einem erhöhten Ansteckungsrisiko auszusetzen.

(Nebenbei: Keiner meiner Hunde muss mit Durchfall auf den Platz, mit oder ohne Giardien. Neben den sich selbst ergebenden Gründen, möchte ich das auch dort nicht einsammeln müssen)

 

Weiterhin kann ich aus der Stellungnahme von Dr. Rückert keinen Freibrief herauslesen, man möge Giardien doch bitte völlig sorglos auf Hundeplätzen verteilen, weil: macht nix, sollte jeder Hund mal haben, wenn er sich überhaupt infiziert oder erkrankt (kann Dr. Rückert, wenn gewünscht oder das angezweifelt wird, gerne eine Leseranfrage stellen.

 

Wäre es so, hätte er sich solche Zeilen glatt sparen können:

http://www.tierarzt-rueckert.de/blog/details.php?Kunde=1489&Modul=3&ID=19372

-Was sollte das Ziel der Behandlung sein? In erster Linie Symptomfreiheit, in zweiter Linie eine Elimination des Erregers aus dem Körper des Patienten und aus seiner Umgebung. ... Es muss die Frage erlaubt sein, ob dieses Ziel überhaupt realistisch ist. .... Was jetzt nicht heißen soll, dass Hygiene zu vernachlässigen wäre. Das Bearbeiten von Katzentoiletten mit kochendem Wasser, das möglichst sorgfältige Entfernen von Kot aus der Umwelt, im eigenen Garten eventuell sogar das Übergießen der betreffenden Stelle mit kochendem Wasser und das regelmäßige Baden der Patienten zur Entfernung von im Fell haftenden Zysten macht auf jeden Fall Sinn.

 

Ein in meinen Augen realistisches Ziel ist also die Reduktion der Giardien auf ein Maß, mit dem das Immunsystem des Patienten wieder zurecht kommt. Bei einem dann wieder symptomfreien Hund in der Hoffnung auf vollständige Elimination des Erregers immer und immer wieder zu behandeln, richtet meiner Meinung nach mehr Schaden an als die Giardien selbst. ....

 

M.E.n. hat Dr. Rückert den Text geschrieben, um ein paar Parameter wieder gerade zu rücken, mehr Sachlichkeit und Objektivität im Netz zu verbreiten (er hat etwas gegen die sich verbreitende Panik getan). Wenig vorstellen kann ich mir, dass er einen Freibrief an Hundehalter ausstellen wollte, deren Hunde eindeutig an Giardien erkrankt sind, auf dass sie diese fröhlich auf begrenzten Flächen verteilen (kann ich aus seinem Text nirgendwo herauslesen).

 

Und dann würde sich für mich die Frage ergeben, wie denn auf dem Trainings-Platz der (Dr. Rückerts Einschätzung  nach) sinnmachenden Hygiene Rechnung getragen werden sollte? Was für den eigenen Hund gilt (als Dr. Rückerts Hygienetipps nachzuzlesen), das sollte selbstverständlich auch anderen Trainingsteilnehmer entgegen gebracht werden.

 

Und es ergibt sich weiterhin an die TE ( @Renegade) die Frage, ob der eigene TA für den eigenen Haushalt (und Hund) bestimmte Hygienemassnahmen empfohlen hat, ob Derartiges im eigenen Haushalt umgesetzt wird oder die Behandlung rein per Medikation empfohlen wurde, so nach dem Motto: dann sehen wir mal weiter.

 

Hat er jedoch, wie Dr. Rückert solche begleitenden Hygienemassnahmen empfohlen, nu, dann versteht sich die Rechtmässigkeit des Trainingsplatzes von selbst - schon für den eigenen Hund, aber auch für die Hunde der Anderen.

 

Es macht doch einen Unterschied, ob die Gardien in freier Wildbahn verteilt sind und werden (von potentiellen Gardienballungsgebieten abgesehen), oder man sie (wie im eigenen Haushalt) auf begrenztem Raum per akuter Infektion in Massen verteilt. Und es macht weiterhin einen Unterschied, ob man bei sich persönlich die Hygiene walten lässt, aber Anderen das Problem vor die Türe legt (wenns Andere es nicht wissen, werden dort auch keine Massnahmen ergriffen). Das letzte was man auf einem Trainingsplatz brauchen kann, wäre eine konzentrierte Verteilung von Giardien auf begrenztem Raum. Es werden doch dann nicht weniger Giardien Erreger (wie man sie sonst überall findet, lt. Dr. Rückert). Sondern es handelt sich dann mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlich um eine höhere Konzentration (höhere Konzentration = höheres Ansteckungs- und somit Reinfektionsrisiko). Man muss solchen Erregern doch nicht auch noch die bestmöglichen Vermehrungs- und Verteilungsvoraussetzungen bieten (das gilt für alle Erreger und Parasiten).

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vor 12 Stunden schrieb Patlican:

Ist aber dermaßen unfair uns anderen (vor allem Jung-)Hundehaltern gegenüber! Im November trafen wir auch eine Dame, die sich nur allzu gerne an diese bequemen Mantras hielt. Nach 40 Minuten Toberei und Aufeinanderhängen unserer Junghunde hat sie dann mal nebenher etwas erwähnt... Wenige Tage später beim Tierarzt: Unsere Junghündin, damals 5 Monate alt und kurz vorher erst entwurmt und entgiardisiert, plötzlich giardienpositiv - und seitdem immer, immer wieder reinfiziert, denn das Ansteckungspotential in unserem Viertel ist immens. Tierärztlich attestiert viel zu viele von diesem Ist-doch-halb-so-wild-Hundehaltern auf einem Haufen...

 

Nächste Woche haben wir den nächsten Test und ich bete, dass meine kleine Lady endlich wieder dauerhaft giardienfrei ist. Denn um das mal klar zu sagen:

Ihr Immunsystem, das früher für ein Welpchen echt was aushielt, ist mittlerweile völlig im Eimer und hat sie Anfang des Jahres wegen einer Lappalie von Infekt fast in die Klinik gebracht;

sie ist zeitweise dünn wie ein Stäbchen, sodass man alle Rippchen sehen kann, und wir kriegen sie kaum dazu, dauerhaft zuzunehmen (denn kaum ist ein wenig auf den Rippen, SCHWUPPS! - Reinfektion; und dann auf Wiedersehen, ihr lieben Kilos...);

 

Das ist arg und tut mir sehr leid. Was macht ihr zum Aufbau des Immunsystems (Darmaufbaukuren)? Das ist schon etwas besonders im Argen. Mein junger Hund frißt ziemlich viel Mist bzw. beschnuppert diesen, hat darauf mal ein - zwei Tage Durchfall und dann ist es wieder in Ordnung. Wir entwurmen ca. jedes Dreivierteljahr, machen wir das nächste Mal aber wohl erst nach Kotuntersuchung.

Im Tierheim hatten wir auch starken Befall, das traf aber in erster Linie kränkere Tiere egal welchen Alters, es wurde von infizierten Welpen eingeschleppt.

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Netterweise hat (ich denke, ich kann das hier so offen sagen), uns @Patlican Bescheid gesagt, weil wir uns kurz vorher noch getroffen hatten und hat zukünftige Treffen erstmal abgesagt. So konnte ich Freitag eine Kotprobe untersuchen lassen (also drei ;) ) und Giardien negativ bestätigen. Dafür hat sich ein leichter Wurmbefall herausgestellt. Nicht angenehm, aber das ist ja harmlos und leicht zu behandeln.

Femo hatte einmal bisher Giardien und es hat lange gedauert, bis sein Magen-Darm-Trakt danach wieder in Ordnung war. Das kam sicher nicht zuletzt vom Panacur. Aber als Alternative nicht zu behandeln, kommt für mich nicht infrage. Deswegen bin ich heilfroh, wenn jemand mir Bescheid sagt. Ich treffe nämlich nicht gern absichtlich giardienverseuchte Hunde. Den Rückert-Artikel finde ich gut und lesenswert, aber ich für mich bin trotzdem lieber vorsichtig bei dem Thema. Und ich finde es fahrlässig, wenn nicht drauf hingewiesen wird, wenn ein Befall besteht. Ich finde es richtig, dass die Trainerin ein Platzverbot ausgesprochen hat.

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vor 16 Minuten schrieb Freefalling:

Aber als Alternative nicht zu behandeln,

Wie kommst du darauf?

Es ging im konkreten Fall doch darum, daß der Darm nach mehrfacher Behandlung dauerhaft angeschlagen ist und sie immer wieder rückfällig wird. Das heißt, daß das Immunsystem mit der kleinsten Infektion überfordert ist (und dadurch schlimme Folgeerkrankungen befördert werden). Ein einigermaßen fittes Immunsystem bewältigt die Giardien ohne jegliche Medikamentengabe.Ein bis zweimal Panacur würde ich auch machen bei symptomatischen Befall, wenn das nicht hilft, würde ich an der Schraube "Darmaufbau/Immunsystemstärkung" drehen. Das ist aber nicht "nicht behandeln".

Bis nicht dadurch Besserung eintritt, würde ich aber auf jeden Fall sämtliche Hygiene und Kontaktvermeidungsmaßnahmen ergreifen.

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vor 5 Stunden schrieb Renegade:

Die eigentliche Frage wird ausgeblendet.

https://www.kanzlei-sbeaucamp.de/allgemeine-geschaeftsbedingungen-fuer-hundetrainer/

(wäre dann eher komplett zu lesen, lässt immer noch Interpretationsspielraum zu, wie vieles Juristische, was nicht eindeutig geregelt ist). Mein Fazit, klagen wird vermutlich nur ein Halter, dessen Hund (i.d.F. durch Gardien) schwer zu Schaden kommt. Wie die Auflagen der Gemeinde lauten, kann man im www nicht für Dich recherchieren; am einfachsten selbst bei der Gemeinde erfragen.

 

Warum wolltest Du das wissen?

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Hallo...ich finde es schon schlimm genug,daß Du obwohl Du weisst daß Ihr Giardien umherschleppt, es überhaupt in Erwägung zieht auf den Hundeplatz zu latschen.

Als unser Welpenkind mit Giardien hier ankam haben wir unseren Urlaub abgesagt...die Ferienwohnung hätten wir gewiß verseucht und der nächste Gast mit Hund hätte dann vermutlich die Giardien gehabt.Wenn ich davon weis sollte es selbstverständlich sein dazu beizutragen,daß sich andere nicht anstecken.

                                                                                             Kopfschüttelnde Grüße Carlotta

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@gebemeinensenfdazu

Ich meinte das so nicht, hätte aber besser erklären müssen. Der Schluss ist ein anderer.

 

 

Damit wollte ich nicht implizieren, dass jemand nicht behandeln wolle. Das mit dem Panacur war nur ein logischer Zwischenschritt.

Bei Femo und Saga (von patlican) führt vielleicht nicht so sehr der Giardienbefall, sondern die unvermeidliche Behandlung zu der Schädigung. Da man die Behandlung aber nicht verhindern kann, wenn der Hund stark befallen ist, sollte man die Infizierung vermeiden. 

 

Das habe ich als Begründung angeführt, warum (unter anderem) ich so übervorsichtig bin bei dem Thema. Denn wenn es uns erwischt, folgt ein Rattenschwanz an Problemen, die vielleicht nicht jeder Hund bekommt, sondern nur die empfindlichen.

 

 

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Was ich noch einwerfen wollte- mehr als zweimal würde ich nicht mit Panacur behandeln, weil u.U. tatsächlich Resistenzen vorliegen können und nicht wie meist schlicht eine Reinfektion. In diesem hartnäckigen Fall würde ich wohl auf Metronidazol ausweichen.

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Ich bin grad echt ein wenig sauer. Auf dich, Renegade.

Suhna hat seit über einer Woche keinen Hundekontakt, wegen läppischen Flöhen. Und du willst mit Giardien auf einen Hundeplatz?

Ehrlich, da werd ich stinkig, wenn ich sowas lese.

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