Jump to content

Das Problem am anderen Ende der Leine - wenn BesitzerInnen aufeinander stoßen

Empfohlene Beiträge

Awewy   
(bearbeitet)

So, eigentlich ist das Thema hier wohl falsch in dieser Rubrik, denn es geht um das Verhalten der BesitzerInnen wozu es oft zu einem doofen "Dominoeffekt" kommt und sich im schlechtesten Falle dann auch die Hunde angehen, weil nicht richtig gehandelt wurde vom 2-Beiner. 

Ich hab manchmal solche Momente und hadere dann mit mir selbst und meinem Handeln. 
Vielleicht gibt es ja von den ein oder anderen Meinungen oder neuen Input dazu. 

Ich hatte eben so eine Begegnung und ich bin wirklich schwer am rätseln ob ich mir dies auf die Kappe schreiben muss oder das andere Frauchen. 
Folgende Situation:


Wir waren auf einer kleinen Grünfläche  (nicht größer als ein Fußballfeld) für eine kurze Runde unterwegs. 
Angekommen bemerkte ich eine Frau mit ihrem Schäferhund auf der anderen Seite, beide anscheinend am üben. 
Wir wollten einmal diesen Platz umrunden, mein Hund lies ich bei Fuß laufen (an der Leine), was auch gut ging. 
Unbemerkt kamen von hinten 2 weitere Hundebesitzer mit ihren Hunden auf diese Grünfläche, mit jungen Hunden, unangeleint. 
Ich lies es zu, dass sich beschnuppert wurde, da die beiden Hunde schon bei uns waren und gab das Freizeichen. 
Es wurde geschnuppert und gepinkelt von meinem Rüden. Alles ruhig und unaufgeregt. 
Der Schäferhund, ebenfalls unangeleint, kommt zu dieser Hundetruppe dazu, direkt auf meinen Hund. Beschnuppern, "umtänzeln", Kamm stellt sich auf. 

Mein Hund blieb starr stehen. Ich lies die Leine locker ohne Zug. 
Der Schäferhund fing an zu knurren, die Besitzerin versuchte ihn verbal Maßzuregeln, funktionierte nicht und fragte mich dann "ist das auch ein Rüde?" ich bejahte 
und bekam als Reaktion "das müssen sie mir doch sagen!".
Meine fing dann auch an zu knurren. 
Schäferhund noch am knurren und sie ihm am wegzerren, so dass sein Zuschnappen ins leere ging. 
Ich wiederholte erneut, dass ich ihr das doch mitteilen müsste. 
Daraufhin machte ich die Dame, darauf aufmerksam dass mein Hund an der Leine ist und ihrer im Freilauf, und ich somit meinen Teil erfüllt hätte, mein Tier unter Kontrolle zu haben. 
Dann kam der Satz "Ja nur weil Ihr Hund angeleint ist kam es zu dieser Situation!" :blink:

Ich dachte wirklich ich falle vom Glauben ab. 
Ich hab mich sehr darüber geärgert. <_<

Ich habe schon oft den Tipp bekommen, na Leine einfach los zulassen, so dass beide Hunde genug Freiraum haben um das zu klären. 
Zum einen denke ich nicht, dass sich diese Methode immer und überall anwenden lässt und auch nicht bei jedem Hund. 
Bei meinem wüsste ich z.B. nicht wo er hinrennt vor Aufregung. 
Und das mitten in Berlin. 


Ich würde mich über Spiegelungen freuen und bin offen für sämtliche Denkanstöße. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
black jack   

In so einem Moment lass ich tatsächlich die Leinen los.

In 99% eskaliert es nicht ,mir ist es einmal passiert das mein Schäfer massiv attackiert wurde.

Leine losgelassen ,Schrei abgelassen ,das hat gereicht das meiner deeskalierend verhielt und der andere abliess.

In so einem Moment geht es nicht um "wer hat recht" sondern Gefahr beheben.

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
BVBTom   

Ganz klares Statement von mir dazu.

 

Wenn ich, bzw. mein Hund zu jemanden  anderes hin will oder hin geht, habe ich zu klären, ob das gewünscht ist oder funktioniert und nicht derjenige der hier, ich würde es mal, "in der  Defensive nennen", ist.

 

Es ist für mich völlig sekundär ob mein Hund hier kein Kontakt haben soll oder kann, oder ob ich das als Hundehalter in diesem Moment nicht möchte.  Das habe ich weder zu erklären, noch muss ich mich hier rechtfertigen und mich schon gar nicht beschimpfen lassen.

 

Wenn es vorher gut geklärt ist und beide es wollen und hier keine Probleme sehen, toll, dann lass sie toben wenn es geht und ich die Zeit gerade dafür auch habe.

 

Ich denke jeder kennt die Situationen mit Begegnungen. Ein endloses Thema, aber ganz sicher muss ich mich bei den Begegnungen nicht rechtfertigen wenn ich mit meinem Hund an der Leine eine tolle Runde als Team gerade gehe.

 

Ich wohne auch mitten in der Stadt, muss am Tage auch immer mit Leine unterwegs sein, ist ja auch übrigens Pflicht, die immer aufkommenden Situationen und angebliches Spiel mit Leine an der Strasse sind in der Tat überflüssig und nervig. Ich glaube aber, ich signalisiere von meiner Haltung schon vielen, dass ich das weder wünsche noch zulasse, die können mich gerne als sturen muffigen Kerl ansehen.

 

Auf der Wiese wo es möglich ist, immer gerne, alles gut dann.

 

Wie immer, meine Meinung und nicht als allgemeingültig anzusehen.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
black jack   

Seh ich genauso, mir ging es nur um den Moment wenn es schon passiert ist.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Holo   

Ich muss sagen, mit unfreundlichen / vorwurfsvollen / sonstwie aufgeregten Besitzern spreche ich schon einfach gar nicht mehr. Die gucke ich doof an und gehe weiter. Ich würde auch die Leine los lassen. 

Es mag an der Großstadt liegen, aber ich beobachte hier auch oft Hundehalter deren Handeln sehr irriational wirkt. 

(Lustigste Geschichte:  Großer, kräftiger Labbi Rüde (30-35 kg?) spielt mit einer Tibetterrier Hündin (12 kg?) und unserer Junghündin (12 kg). Er ist ein Lieber, lässt sich für die Kleine auf den Boden fallen, sie springt begeistert auf ihn drauf. Besitzer kommt alamiert näher, zieht die Hunde auseinander, guckt böse, und fängt an seinen Hund nach Verletzungen ab zu suchen.)

 

Meine schlimmste Erfahrung:

Unser Rüde (25kg, wilder Mix)  wurde mal im Hundeauslaufgebiet aus dem Nichts heraus von 2  Hunden ( ja tatsächlich aus dem Nichts heraus, er lief friedlich seines Weges, als die aus dem Gebüsch gesprungen kamen) angefallen. Das waren ein Rüde und eine Hündin, denen die Freundin vom Besitzer wohl was Gutes tun wollte und sie deswegen dort freilaufen ließ. 

Nach einer kurzen Verfolgungsjagd hatten sie ihn ( da waren sie dann soweit weg, dass ein Eingreifen unmöglich war) der Rüde hing ihm im Nacken, die Hündin am Hals... Er hat sich dann tot gestellt (sah zumindest so aus?) und war damit so langweilig, dass die zwei dann von ihm abließen und das Weite (oder ein neues Opfer?) suchten. Die Freundin vom Besitzer war auch plötzlich weg.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Awewy   
vor 39 Minuten schrieb black jack:

In so einem Moment lass ich tatsächlich die Leinen los.

In 99% eskaliert es nicht ,mir ist es einmal passiert das mein Schäfer massiv attackiert wurde.

Leine losgelassen ,Schrei abgelassen ,das hat gereicht das meiner deeskalierend verhielt und der andere abliess.

In so einem Moment geht es nicht um "wer hat recht" sondern Gefahr beheben.

 



Wir hatten solche Situationen schon 1, 2 x auf dem Hundeplatz. 
Und meiner, wenn er provoziert wird und ihm jemand ans Hemd will, macht einen auf ganz großen Macker und macht mit. 
Da bringt mein Schreien nichts. Alles schon probiert. 
Es endete beide mal damit, dass ich meinen Hund "Schultern" musste um ihn aus dieser Situation zu bekommen. 

 

Und die Chancen, selbst wenn Sie sich nicht gegenseitig an den Plüsch gehen würden, dass er wegläuft besteht halt auch. 
Besonders in der Stadt, mit Autos, etc. halt auch echt kein Spaß. 
Würden wir ländlicher Leben, dann würde meine Haltung dazu wohl auch nochmals anders aussehen. 
Wenn der vor lauter auf Krawall gebürstet sein nichts mehr so wirklich mitbekommt... 
Na dann Prost, Mahlzeit... :wacko:

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Awewy   
vor 33 Minuten schrieb Holo:

 

Es mag an der Großstadt liegen, aber ich beobachte hier auch oft Hundehalter deren Handeln sehr irriational wirkt. 

(Lustigste Geschichte:  Großer, kräftiger Labbi Rüde (30-35 kg?) spielt mit einer Tibetterrier Hündin (12 kg?) und unserer Junghündin (12 kg). Er ist ein Lieber, lässt sich für die Kleine auf den Boden fallen, sie springt begeistert auf ihn drauf. Besitzer kommt alamiert näher, zieht die Hunde auseinander, guckt böse, und fängt an seinen Hund nach Verletzungen ab zu suchen.)

 

 

 

Ich hab eher den Eindruck, dass die meisten in Städten die "Leck mich am Arsch" Haltung an den Tag legen... nach dem Motto "Meiner kann unangeleint sein, also kann er machen was er will. Wenn es jemanden nicht passt, selbst schuld. Guck halt, wie Du damit klar kommst."
Das k**** mich derbe an... :ph34r:

 

 

Manchmal denke ich es mir auch, lass ich meinen auch von der Leine, ala "Brot oder Spiele"... Möge der Stärkere gewinnen. 
Einige  die hier ohne Leine rumrennen, hören schlechter als mein Kaliber an der Leine. 
Großartig! 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Holo   

Wir kommen aus derselben Stadt (Grüß dich!) , und ja, die "Alles-Egal-Halter" gibt es auch. Super nervig. Aber die sind wenigstens einschätzbar. Die anderen machen mich fertig:lol:

 

 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
Freefalling   

Das klingt nach Überforderung bzw. Unsicherheit in der Situation. 

Ich lasse meinen Hund nicht zu angeleinten Hunden, wenn selbst ohne Leine ist. Wenn er doch mal hingeht, entschuldige ich mich und nehme ihn wieder mit. Wenn der andere dann entscheidet, dass er seinen Hund auch laufen lässt - ok. Aber das ist seine Entscheidung.

 

Andersherum versuche ich, meinen Standpunkt schon von Weitem klarzumachen. Gehe ich mit Leine um die Wiese herum oder dran vorbei, signalisiere ich durch meine Körperhaltung, dass wir einfach weitergehen wollen. Wenn ein freundlicher Hund ohne Leine kommt, begrüße ich trotzdem nett und leine manchmal auch ab, wenn die Situation es zulässt. 

 

Manchmal gehe ich mit langer Leine über die Wiese und rufe auch mal “kann gern kommen“. Als Signal, dass wir trotz Leine Kontakt wünschen. 

 

Du hast nichts falsch gemacht. Du musst nicht ableinen, wenn ein anderer Hund euch blöd kommt. Ob das in dem Fall klüger wäre, weil es deeskaliert, kommt auf die Hunde an. Ich versuche bei so etwas immer erstmal auf Abstand zu gehen. Mit Leine. Oder den Hund wegzuschicken. Wenn das nicht geht, leine ich ab. 

 

Die einzige richtige Reaktion der anderen Halterin wäre gewesen: Eigenen Hund abholen und entschuldigen. Wenn die Halter das entspannt auflösen, ist doch alles ok. Kann mal passieren.

 

Meiner zeigt übrigens auch ganz schnell ne Bürste und brummt mal. Die Situation klang aber bedrohlicher bei euch. 

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag
gebemeinensenfdazu   

Sie hat schon Recht mit der Leine, hätte aber vorher fragen müssen, ob der Hund zu euch darf (es sei denn es war ein Hundefreilaufgebiet).  DieLeine erschwert es deinem Hund (er kann so schlechter deeskalieren) und in der Folge auch dem anderen. Ansprechen hilft aber. Wenn sie schon nichts sagt, dann sagst du eben was. Dann kann sie auch nicht sagen, daß du nichts gesagt hättest.

 

Und weil es immer wieder kommt und deshalb nicht wahrer wird: "Bürste/Nackenhaare Stellen" ist kein aktiver Vorgang. Der Hund kriegt schlicht eine Gänsehaut. Die Haare stellen SICH- nicht"der Hund stellt die Haare". Wie sehr das sichtbar ist, richtet sich u.a. nach dem Felltyp und Veranlagung.

Diesen Beitrag teilen


Link zum Beitrag

×

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie zu, dass wir Cookies verwenden, um unser Angebot zu personalisieren. Mehr erfahren.